Uploaded August 2019 | Updated September 2026, 1 day ago
Die erste CD präsentiert frisch und neu vier klassische Herangehensweisen in der elektro-akustischen Musik: reine Klangsynthese - das gesprochene Wort als Klangquelle - Synthese, gewonnen aus konkreten Klängen - Samplertechnologie.
In seinem Werk »Après les Grands Tours« verwendet Johannes Goebel Schritte, einen Glockenschlag und ein Zitat aus Tacitus’ »Germania« als akustische Erinnerungsstücke jener Grands Tours, die den nord-südlichen Austausch über die Alpen Jahrtausende bestimmten. Ein Ausschnitt aus einem indischen Raga mit Sitar und Tambura ist das Ausgangsmaterial für neue Klangwelten in Ludger Brümmers »Ambre Lilac«. Im Mittelpunkt von Ramón González-Arroyos Komposition steht die Balance zwischen Klangreichtum und Transparenz, während Georg Bönn in »fallout« alle Klänge von dem gesprochenen Wort »Hiroshima« ableitet.
Ramon González-Arroyo - De l'Infinito Universo et Mondi (1996)
Geburtsjahr, Ort: Madrid, Spanien
Rolle am ZKM: Gastkünstler/in, Gastwissenschaftler/in
Institut / Abteilung: Institut für Musik und Akustik
Am ZKM: November 2000, 2001
Biografie
Musikstudium am Conservatorio de Musica Madrid (Komposition bei L. de Pablo und C.Bernaola); Studien in Computermusik am Institut für Sonologie, Universität Utrecht, bei W. Kaegi, G.M. Koenig u.a.; Stage d'Informatique Musicale pour Compositeurs am IRCAM, Paris, und Kurse am GRM, Paris. Gastdozent und Forscher am Institut für Sonologie, Konservatorium Den Haag. Mitarbeiter des IRCAM, Paris. 1993 Forschungsaufenthalt im ZKM⎥Institut für Musik und Akustik (gemeinsame Entwicklung mit Gerhard Eckel eines Softwaremodells für computerunterstützte Komposition und Klangsynthese). 1994 Gastkünstler im ZKM mit Siemens-Projektstipendium.
Seine Werke umschließen reine elektroakustische Stücke (»Dorian«, »dMnStR«), Kombinationen von Instrumenten und Tonband (»Interiors« für 2 Soprane, »Triptico« für Klarinette, »De la Distance« für Kontrabass) und reine Instrumentalwerke (»Wind Quartet«, »Solo en Movimiento«, »Clockwork« für Ensemble, Auftragswerk von Wien modern 1994).
Video created with Sonic Visualizer, vokoscreen and OpenShot on a Debian 10 Buster KDE Linux System.
Die erste CD präsentiert frisch und neu vier klassische Herangehensweisen in der elektro-akustischen Musik: reine Klangsynthese - das gesprochene Wort als Klangquelle - Synthese, gewonnen aus konkreten Klängen - Samplertechnologie.
In seinem Werk »Après les Grands Tours« verwendet Johannes Goebel Schritte, einen Glockenschlag und ein Zitat aus Tacitus’ »Germania« als akustische Erinnerungsstücke jener Grands Tours, die den nord-südlichen Austausch über die Alpen Jahrtausende bestimmten. Ein Ausschnitt aus einem indischen Raga mit Sitar und Tambura ist das Ausgangsmaterial für neue Klangwelten in Ludger Brümmers »Ambre Lilac«. Im Mittelpunkt von Ramón González-Arroyos Komposition steht die Balance zwischen Klangreichtum und Transparenz, während Georg Bönn in »fallout« alle Klänge von dem gesprochenen Wort »Hiroshima« ableitet.
Ramon González-Arroyo - De l'Infinito Universo et Mondi (1996)
Geburtsjahr, Ort: Madrid, Spanien
Rolle am ZKM: Gastkünstler/in, Gastwissenschaftler/in
Institut / Abteilung: Institut für Musik und Akustik
Am ZKM: November 2000, 2001
Biografie
Musikstudium am Conservatorio de Musica Madrid (Komposition bei L. de Pablo und C.Bernaola); Studien in Computermusik am Institut für Sonologie, Universität Utrecht, bei W. Kaegi, G.M. Koenig u.a.; Stage d'Informatique Musicale pour Compositeurs am IRCAM, Paris, und Kurse am GRM, Paris. Gastdozent und Forscher am Institut für Sonologie, Konservatorium Den Haag. Mitarbeiter des IRCAM, Paris. 1993 Forschungsaufenthalt im ZKM⎥Institut für Musik und Akustik (gemeinsame Entwicklung mit Gerhard Eckel eines Softwaremodells für computerunterstützte Komposition und Klangsynthese). 1994 Gastkünstler im ZKM mit Siemens-Projektstipendium.
Seine Werke umschließen reine elektroakustische Stücke (»Dorian«, »dMnStR«), Kombinationen von Instrumenten und Tonband (»Interiors« für 2 Soprane, »Triptico« für Klarinette, »De la Distance« für Kontrabass) und reine Instrumentalwerke (»Wind Quartet«, »Solo en Movimiento«, »Clockwork« für Ensemble, Auftragswerk von Wien modern 1994).
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![François Bayle - Rien nest réel 2...perceptions [2009-2010]
François Bayle - Rien nest réel [2009-2010]
(Nichts ist real, nothing is real)
Part 1: 0:00
Part 2: 2:49
Part 3: 8:05
Es existiert und es existiert nicht. Es ist real und abstrakt. Es ist als Objekt Tei der Zeit und zugleich außerhalb dieser. Hörbar und unhörbar. Simultan. Worauf aber bezieht sich dieser Knoten von Paradoxien? Auf das musikalische Werk. (R. Ingarden)
Rien nest réel 1...sensations (Empfindungen, sentinence)
Bereits in der Empfindung gibt es Erinnerung. Sis ist keineswegs nur reine Gegenwart, sondern vielmehr eine geteilte: Ein Pfeil ist der Vergangenheit zugewandt (die an die Oberfläche zurückkehrt), ein anderer bewegt sich in Richtung Zukunft (die flüchtig erwähnt wird):
Anrufung / Abwarten / Vorahnung
So entsteht im Augenblick einer Empfindung ein gleichzeitiges Geflecht aus unüberschaubaren Emotionen und Gegenwarten. Unter meinen Klangtupfern ist vielleicht dieses glühend-stickige Gebilde zu erkennen, welches gewissermaßen aus der Kreuzung ihrer Zeichnungen strömt, aus ihrer tonalen Körnung mit schroffen Konturen.
Rien nest réel 2...perceptions (Wahrnehmungen, perception)
Was diese Wahrnehmung anbelangt, so ist sie eine andere Geschichte, die eines Werdens. Die des Pinsels, der herumspaziert (der Pinsel meines schwebenden Begehrens); ein Kommen und Gehen, das verweilt, von hier nach dort springt, sich mit dem Davor in Form von Erinnerung und dem noch im Werden begriffenen Danach verknüpft.
Diese Gedanken kamen mir während der Realisation der zehn Kompositionsteile in den Sinn. Jeder Zuhörer wird - gemäß seinen Neigungen - einem eigenem Weg folgen. Ganz nach der Laune seiner Empfindungen, seines Hörinteresses?
Bei der Diskussion von Roman Ingardens Text Was ist ein musikalisches Werk? zitiert Duika Smoje folgenden Passus, der unmittelbar meine eigene Erfahrung berührt:
Weil die Materie auf der Ebene des Atoms in der Irrealität bleibt, im Zustand der angehaltenen Belebtheit, bis ein Beobachter eingreift ist nichts real, wenn es nicht beobachtet wird. (J. Gribbin 1984)
François Bayle (ins Deutsche übersetzt)
Video created with Sonic Visualizer, Vokoscreen, Kdenlive and Audacity on an OpenSUSE 12.3 Linux System. François Bayle - Rien nest réel 2...perceptions [2009-2010]](https://i.ytimg.com/vi/XGBeUeqVFOM/mqdefault.jpg)


![Francis Dhomont - Chroniques de la lumière - Miroitements (1989, 2005)
stereo tape
Commission: SMCQ, with support from the CCA
To Annette Vande Gorne
These “Chronicles” are an impressionistic sonic version of visual elements — an undoubtedly metaphorical act -, a personal daydream of light based on a concept by Montréal visual artist Luc Courchesne. An evocation of luminous phenomena, natural rays or multiple artifacts, Chroniques de la lumière (Chronicles of Light) is comprised of three movements: Miroitements (Shimmers), Artifices, Météores (Meteors) or adagio, allegro and presto-finale.
An evolution from slow to fast, calm to agitated, piano to forte, static to mobile, simple to complex.
Chroniques de la lumière [Chronicles of Light] was realized at the composer’s studio and premiered on April 26, 1989 at the Doppler Concert of the Société de musique contemporaine du Québec (SMCQ), at the Spectrum in Montréal. The proportions of Météores went through slight modifications in 2005; that particular movement is thus a new version. Chroniques de la lumière was first released on the Halogènes compact disc produced by the Université de Montréal on the UMMUS-Actuelles label (UMM C 101). Météores (1989) was released by empreintes DIGITALes in 1991 on Mouvances~Métaphores (IMED 9107/08), and in 1996 on Les dérives du signe (IMED 9608). Miroitements was selected by the 1995 International Computer Music Conference (ICMC95) in Banff (Canada); Artifices was selected by the 1994 International Computer Music Conference (ICMC94) in Aarhus (Denmark); Météores (1989) was selected by the International Society for Contemporary Music (ISCM) for the 1990 World Music Days in Oslo (Norway), and by the 1993 International Computer Music Conference (ICMC ’93) in Tokyo (Japan). Many of the sounds were realized at Studio 123 and with the SYTER real-time sound synthesis system of the Ina-GRM (Paris, France). Special thanks to Yann Geslin, Daniel Teruggi and the late Bénédict Mailliard for their invaluable advice. Chroniques de la lumière was commissioned by the SMCQ and realized with support from the Canada Council for the Arts (CCA).
Video created with sonic visualizer, OpenShot and vokoscreen on an openSUSE 13.2. Linux system. Francis Dhomont - Chroniques de la lumière - Miroitements (1989, 2005)](https://i.ytimg.com/vi/Xq1ZUmOwTCc/mqdefault.jpg)
![Karlheinz Stockhausen - KATHINKAs GESANG als LUZIFERs REQUIEM [1983]
PLEASE SUPPORT THE ARTIST. You can order this music on http://stockhausencds.com/. Thank you!
KATHINKAs GESANG als LUZIFERs REQUIEM
Version für Flöte und Elektronische Musik
(1 Sender, 8-Spur-Magnet., 9 Lautspr., Mischpult / Klangr.) [33]
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![François Bayle - Rien nest réel 1...sensations [2009-2010]
François Bayle - Rien nest réel [2009-2010]
(Nichts ist real, nothing is real)
Part 1: 0:00
Part 2: 3:17
Part 3: 5:10
Es existiert und es existiert nicht. Es ist real und abstrakt. Es ist als Objekt Tei der Zeit und zugleich außerhalb dieser. Hörbar und unhörbar. Simultan. Worauf aber bezieht sich dieser Knoten von Paradoxien? Auf das musikalische Werk. (R. Ingarden)
Rien nest réel 1...sensations (Empfindungen, sentinence)
Bereits in der Empfindung gibt es Erinnerung. Sis ist keineswegs nur reine Gegenwart, sondern vielmehr eine geteilte: Ein Pfeil ist der Vergangenheit zugewandt (die an die Oberfläche zurückkehrt), ein anderer bewegt sich in Richtung Zukunft (die flüchtig erwähnt wird):
Anrufung / Abwarten / Vorahnung
So entsteht im Augenblick einer Empfindung ein gleichzeitiges Geflecht aus unüberschaubaren Emotionen und Gegenwarten. Unter meinen Klangtupfern ist vielleicht dieses glühend-stickige Gebilde zu erkennen, welches gewissermaßen aus der Kreuzung ihrer Zeichnungen strömt, aus ihrer tonalen Körnung mit schroffen Konturen.
Rien nest réel 2...perceptions (Wahrnehmungen, perception)
Was diese Wahrnehmung anbelangt, so ist sie eine andere Geschichte, die eines Werdens. Die des Pinsels, der herumspaziert (der Pinsel meines schwebenden Begehrens); ein Kommen und Gehen, das verweilt, von hier nach dort springt, sich mit dem Davor in Form von Erinnerung und dem noch im Werden begriffenen Danach verknüpft.
Diese Gedanken kamen mir während der Realisation der zehn Kompositionsteile in den Sinn. Jeder Zuhörer wird - gemäß seinen Neigungen - einem eigenem Weg folgen. Ganz nach der Laune seiner Empfindungen, seines Hörinteresses?
Bei der Diskussion von Roman Ingardens Text Was ist ein musikalisches Werk? zitiert Duika Smoje folgenden Passus, der unmittelbar meine eigene Erfahrung berührt:
Weil die Materie auf der Ebene des Atoms in der Irrealität bleibt, im Zustand der angehaltenen Belebtheit, bis ein Beobachter eingreift ist nichts real, wenn es nicht beobachtet wird. (J. Gribbin 1984)
François Bayle (ins Deutsche übersetzt)
Video created with Sonic Visualizer, Vokoscreen, Kdenlive and Audacity on an OpenSUSE 12.3 Linux System. François Bayle - Rien nest réel 1...sensations [2009-2010]](https://i.ytimg.com/vi/ZaGzZfoYv-I/mqdefault.jpg)