Uploaded February 2010 | Updated September 2026, 4 days ago
Roberto Gerhard, born in Tarragona in 1896, was a pupil of Felipe Pedrell, and has never lost (or despised) his gift for that picturesque style which stresses Spanish folk characteristics. But his works can preserve a subtle national flavor even when employing the more sophisticated technical resources he acquired during his study with Schönberg in 1925-28. Thus the Wind Quintet, written at the end of that period and four years after Schönbergs weighty essay in the medium, opens with a bassoon phrase that has the nonchalant rhythm of a folksong yet also establishes a seven-note row that is of crucial (though not, as in Schönberg, exclusive) importance throughout the first two movements. In the first, set against its inversion (oboe and clarinet, after the reiterated tutti chords), it also forms the second subject of a sonata scheme, but in the Andante (aba;c;aba;coda) it is constantly played off against its images in contrapuntal textures of extreme lucidity. The new theme (flute) of the Allegro giocoso, though also subject to quasi-serial transformations, demands a more harmonic accompaniment, while the trio, with an evocative echo of Spanish folk-song (oboe), finally transplants this serenade from Schönbergian territory. In the scherzoso finale, the refrain (oboe) and horn-call accompaniment piquantly dispute, rather than deny, tonalities; the central episode and the presto coda explore, with contrasted results, the conjunction of the refrain shape with the two rows of the earlier movements.
The members of The London Wind Quintet were Gwydion Brooke (bassoon), Alan Civil (horn), Gareth Morris (flute), Sidney Sutcliffe (oboe), and Bernard Walton (clarinet).
Roberto Gerhard, born in Tarragona in 1896, was a pupil of Felipe Pedrell, and has never lost (or despised) his gift for that picturesque style which stresses Spanish folk characteristics. But his works can preserve a subtle national flavor even when employing the more sophisticated technical resources he acquired during his study with Schönberg in 1925-28. Thus the Wind Quintet, written at the end of that period and four years after Schönbergs weighty essay in the medium, opens with a bassoon phrase that has the nonchalant rhythm of a folksong yet also establishes a seven-note row that is of crucial (though not, as in Schönberg, exclusive) importance throughout the first two movements. In the first, set against its inversion (oboe and clarinet, after the reiterated tutti chords), it also forms the second subject of a sonata scheme, but in the Andante (aba;c;aba;coda) it is constantly played off against its images in contrapuntal textures of extreme lucidity. The new theme (flute) of the Allegro giocoso, though also subject to quasi-serial transformations, demands a more harmonic accompaniment, while the trio, with an evocative echo of Spanish folk-song (oboe), finally transplants this serenade from Schönbergian territory. In the scherzoso finale, the refrain (oboe) and horn-call accompaniment piquantly dispute, rather than deny, tonalities; the central episode and the presto coda explore, with contrasted results, the conjunction of the refrain shape with the two rows of the earlier movements.
The members of The London Wind Quintet were Gwydion Brooke (bassoon), Alan Civil (horn), Gareth Morris (flute), Sidney Sutcliffe (oboe), and Bernard Walton (clarinet).



![Heinz Holliger, Glühende Rätsel, Hedwig Fassbender, mezosoprano
Der Zyklus Glühende Rätsel nach Gedichten von Nelly Sachs wurde während der Donaueschinger Musiktage 1964 mit Jeanne Deroubaix (Alt) und dem Ensemble du Domaine musical unter der Leitung von Pierre Boulez uraufgeführt. Das Werk (für Altstimme, Flöte, Bratsche, Bassklarinette - Kontrabassklarinette -, Becken, Harfe, Celesta und Schlagzeug), Auftrag des Südwestfunks, ist NeIly Sachs gewidmet.
Nelly Sachs (1891-1970) zählt zu den wichtigsten Dichterpersönlichtkeiten deutscher Sprache. Sie wurde von den Nationalsozialisten verfolgt und fand Zuflucht in Stockholm. 1966 erhielt sie den Nobelpreis.
Nachdem ich lange Zeit an einem szenischen Werk zu einem ihrer Texte:
Der magische Tänzer (für Chor und mehrere Orchestergruppen) gearbeitet hatte, wollte ich die während dieser Arbeit gemachten Erfahrungen kondensieren und kristallisieren. Gleichzeitig habe ich versucht, meine Sprache hinsichtlich der Form, des Ausdrucks und der Farbe zu differenzieren.
Glühende Rätsel ist ein Werk in fünf Teilen. Von 1 bis III werden die strukturierten Elemente, sehr klar voneinander abgesetzt, vorgeführt. IV nimmt die Strukturarten der beiden vorhergehenden Sätze wieder auf (und kehrt deren Anordnung um). Gleichzeitig entwickelt sich die Schreibweise der Dauer zum Unbestimmten hin und lässt den Interpreten einen größeren Spielraum in der Besetzung. Der Teil V, selbst in fünf Perioden unterteilt, fasst alle vor-hergehenden.Teile zusammen und entwickelt sie. Die innere Thematik des Werkes Glühende Rätsel ähnelt derjenigen meiner ersten Kompositionen von Kammermusik, zum Beispiel Erde und Himmel und Elis; jedoch im Vergleich zu diesen Werken zeigt Glühende Rätsel eine größere Beweglichkeit in der Behandlung des musikalischen Materials und eine betontere Differenzierung der klanglichen und formalen Bereiche. Beim Komponieren dieses Werkes habe ich die Wirkungen durch zahlreiche Schichten zwischen Wort und Ton und ihre gegenseitigen Einflüsse aufeinander bevorzugt. Dies hat mich zu neuen Lösungen für meine Komposition geführt.
-Heinz Holliger
Schon der Vokalzyklus Glühende Rätsel nach Nelly Sachs (1964) ist keine Adaption des Marteau-Modells. Der dort praktizierten positiven zyklischen Wucherung setzt Holliger das Prinzip einer letalen Synthese entgegen. In Glühende Rätsel, die Holliger einmal als «Totenbuch in fünf Stationen» bezeichnet hat, werden verschiedene Deklamationsarten, Klangtypen und vor allem Zeitebenen in vier Liedern aufgestellt, um sich im finalen fünften bis zur Auflösung zu durchdringen. Hier liefert das letzte Stück nicht «die Lösung, den Schlüssel zu diesem Labyrinth», wie Pierre Boulez es in der zyklischen Anlage seines Marteau sans Matre (1956) beabsichtigt hatte, sondern ist Endpunkt einer negativen Zyklik, eines «Kreuzweg[s], der bis zur Auflösung führt». Gestische Valeurs, die über rigorose frühserielle Automatismen bezogen werden, besitzen in dieser Musik die Konnotation einer Zwangshandlung. Entsprechend hat Holliger den marionettenhaften Protagonisten seines Bühnenwerks Der magische Tänzer (1963/65), ebenfalls nach Nelly Sachs, in ein «Boulezsches» Klangkostüm gesteckt.Nelly Sachs war Schreiben Mittel, den Atem vor dem Ersticken zu retten. Ihre Gedichte sprechen sich einem unauflösbar anderen Du zu, suchen Begegnung im unverfügbaren Zwischenraum. Gegenüber Heinz Holliger wünscht sich Nelly Sachs den Text als Haltestelle und dann der lange Atem der Musik u. Gebärde Musik als das Andere des Textes, als Ausatmung des Wortes, über das Gesagte hinaus an die Wurzeln des Sagens zu reichen. Auch Holliger glaubt nicht mehr an die Eigenständigkeit des Materials, kann nicht mehr auf ein Repertoire von Symbolen zurückgreifen. Für ihn finden Wort und Musik an den Grenzen (wenn nicht gar jenseits der Grenzen) zueinander. Er löst die Rätsel nicht, sondern wahrt sie mit musikalischen Mitteln. Interdisziplinär angelegt, fragt die Studie nach einem grundlegend dialogischen Methodenbegriff, der Lyrik und Musik je und je gerecht zu werden vermag. Die analytischen Befunde werden u.a. gestützt durch Forschungen im Stockholmer Nachlass der Dichterin, Sichtung ihrer Korrespondenz sowie durch Auswertung der Basler Kompositionsskizzen von Heinz Holliger. Heinz Holliger, Glühende Rätsel, Hedwig Fassbender, mezosoprano](https://i.ytimg.com/vi/uSsFyV1qxEc/mqdefault.jpg)

![Randolph Pitts, Sonata for Cello & Piano [1/3]
The Sonata for Cello & Piano was composed in 2010 and was dedicated to the composers fiancée. The work is one one movement. This is the first of three parts (video divided due to YouTube upload restrictions at that time). Randolph Pitts, Sonata for Cello & Piano [1/3]](https://i.ytimg.com/vi/uhiLnmqsky8/mqdefault.jpg)




