Uploaded March 2021 | Updated September 2026, 2 minutes ago
In seinem Vortrag, organisiert von transform.at und transform! europe, geht Christian Fuchs der Frage nach, was der digitale Kapitalismus ist und was an ihm kritisiert werden sollte.
Zunächst erfolgt eine Klärung des Begriffes des digitalen Kapitalismus als Alternative zu Begriffen wie der "Informationsgesellschaft", der "postindustriellen Gesellschaft" (Daniel Bell) oder der "Netzwerkgesellschaft" (Manuel Castells). Im Anschluss wird der Antagonismus zwischen digitalem Kapital und digitaler Arbeit beleuchtet, zunächst von der Seite des Kapitals, dann von der Seite der Arbeit. Es werden Strategien der Kapitalakkumulation in der digitalen Industrie vorgestellt. Dann werden einige Formen der Ausbeutung der Arbeit im digitalen Kapitalismus analysiert. Neben Kapitalakkumulations- und Arbeitsprozessanalyse ist auch Ideologiekritik ein wichtiger Aspekt einer Kritik der der politischen Ökonomie. Ein weiterer Teil dieses Vortrags beschäftigt sich daher mit der Frage, wie Ideologie im Internet verbreitet und reproduziert wird. Dabei wird Donald Trumps Verwendung von Twitter als Fallbeispiel analysiert.
Abschließend wird die Frage diskutiert, wie Alternativen zum digitalen Kapitalismus aussehen. Dabei spielt der Begriff des digitalen Sozialismus eine Rolle. Fuchs diskutiert die Strategie der Plattformkooperativen und formuliert eine Kritik daran, die die Limitierungen dieser Strategie aufzeigt. Er stellt die von ihm vorgeschlagene Alternative des öffentlich-rechtlichen Internets vor. Bei Fragen des digitalen Sozialismus geht es auch darum, wie Klassenkämpfe heute aussehen, weswegen auch Aspekte des Klassenkampfes im Zeitalter im digitalen Kapitalismus diskutiert werden.
Vortragender:
Christian Fuchs ist Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der University of Westminster in London, wo er Direktor des Communication and Media Research Institute (CAMRI) ist, an dem seit den 1970er-Jahren Pionierarbeit zur Entwicklung des Ansatz einer politischen Ökonomie der Medien und der Kommunikation geleistet worden ist. Fuchs ist Herausgeber der Zeitschrift tripleC: Communication, Capitalism & Critique und Autor von ca. 400 wissenschaftlichen Arbeiten. Zu seinen aktuellsten Büchern zählen: Das digitale Kapital: Zur Kritik der politischen Ökonomie des 21. Jahrhunderts (Mandelbaum, 2021), Soziale Medien und Kritische Theorie (2. Auflage, utb, 2021), Marxist Humanism and Communication Theory (Routledge 2021), Kommunikation und Kapitalismus: Eine kritische Theorie (utb 2020), Marx heute: Eine Einführung in die kritische Theorie der Kommunikation, der Kultur, der digitalen Medien und des Internets (utb, 2020).
Verfolge die Arbeit von Christian Fuchs hier https://fuchsc.uti.at/
Moderation:
Peter Fleissner (transform.at), Katerina Anastasiou (transform! europe)
In seinem Vortrag, organisiert von transform.at und transform! europe, geht Christian Fuchs der Frage nach, was der digitale Kapitalismus ist und was an ihm kritisiert werden sollte.
Zunächst erfolgt eine Klärung des Begriffes des digitalen Kapitalismus als Alternative zu Begriffen wie der "Informationsgesellschaft", der "postindustriellen Gesellschaft" (Daniel Bell) oder der "Netzwerkgesellschaft" (Manuel Castells). Im Anschluss wird der Antagonismus zwischen digitalem Kapital und digitaler Arbeit beleuchtet, zunächst von der Seite des Kapitals, dann von der Seite der Arbeit. Es werden Strategien der Kapitalakkumulation in der digitalen Industrie vorgestellt. Dann werden einige Formen der Ausbeutung der Arbeit im digitalen Kapitalismus analysiert. Neben Kapitalakkumulations- und Arbeitsprozessanalyse ist auch Ideologiekritik ein wichtiger Aspekt einer Kritik der der politischen Ökonomie. Ein weiterer Teil dieses Vortrags beschäftigt sich daher mit der Frage, wie Ideologie im Internet verbreitet und reproduziert wird. Dabei wird Donald Trumps Verwendung von Twitter als Fallbeispiel analysiert.
Abschließend wird die Frage diskutiert, wie Alternativen zum digitalen Kapitalismus aussehen. Dabei spielt der Begriff des digitalen Sozialismus eine Rolle. Fuchs diskutiert die Strategie der Plattformkooperativen und formuliert eine Kritik daran, die die Limitierungen dieser Strategie aufzeigt. Er stellt die von ihm vorgeschlagene Alternative des öffentlich-rechtlichen Internets vor. Bei Fragen des digitalen Sozialismus geht es auch darum, wie Klassenkämpfe heute aussehen, weswegen auch Aspekte des Klassenkampfes im Zeitalter im digitalen Kapitalismus diskutiert werden.
Vortragender:
Christian Fuchs ist Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der University of Westminster in London, wo er Direktor des Communication and Media Research Institute (CAMRI) ist, an dem seit den 1970er-Jahren Pionierarbeit zur Entwicklung des Ansatz einer politischen Ökonomie der Medien und der Kommunikation geleistet worden ist. Fuchs ist Herausgeber der Zeitschrift tripleC: Communication, Capitalism & Critique und Autor von ca. 400 wissenschaftlichen Arbeiten. Zu seinen aktuellsten Büchern zählen: Das digitale Kapital: Zur Kritik der politischen Ökonomie des 21. Jahrhunderts (Mandelbaum, 2021), Soziale Medien und Kritische Theorie (2. Auflage, utb, 2021), Marxist Humanism and Communication Theory (Routledge 2021), Kommunikation und Kapitalismus: Eine kritische Theorie (utb 2020), Marx heute: Eine Einführung in die kritische Theorie der Kommunikation, der Kultur, der digitalen Medien und des Internets (utb, 2020).
Verfolge die Arbeit von Christian Fuchs hier https://fuchsc.uti.at/
Moderation:
Peter Fleissner (transform.at), Katerina Anastasiou (transform! europe)









![Press Conference :: The Happy Few, a study on the financialisation of elderly care.
transform! europe, has commissioned a team of researchers on an investigation of how investment funds and other financial actors are taking over elderly care homes all around the European Union. The report presented in the webinar is entitled The Happy Few: How European Elderly Care Has Been Financialised, How Benefits From It, and Which Counterstrategies To Deploy. It builds on an impressive European-wide collaboration between eight researchers, mapping the way financial corporations have been taking over the elderly care sector in six countries (France, Sweden, Germany, Spain, Croatia, and Portugal).
The report makes three crucial points: 1) the financialisation of elderly care is spreading, 2) it is dangerous for patients and care workers, 3) but it is not an inevitable trend. Even though it happens in many countries at the same time, it is driven by a small number of very large groups located in 2-3 countries, that spread financial logics all around Europe in a top-down manner. It can be countered by deploying activist strategies against these actors at the European level, and we map the successful strategies that have already been experimented in particular countries.
The presentation of this study to journalists and broader audience took place online on the 11th of Spetember with Théo Bourgeron (coordinator of the study), Ayoze Alfageme Ramirez (one of the authors and co-responsible for the analysis of the Spanish case) and Cornelia Hildebrandt (co-vice president of transform! europe). The webinar was moderated by Tatiana Moutinho (facilitator of transform! europe).
The study is available for download on transform! europe website [https://transform-network.net/publication/the-happy-few-how-european-elderly-care-has-been-financialised-how-benefits-from-it-and-which-counterstrategies-to-deploy/] Press Conference :: The Happy Few, a study on the financialisation of elderly care.](https://i.ytimg.com/vi/_dCxi5YS9oY/mqdefault.jpg)
