Uploaded March 2012 | Updated September 2026, 3 days ago
Uraufführung - München 26. Juni 1998
Südfunk-Chor Stuttgart (Rupert Huber), Michael Vetter (Bass), Kathinka Pasveer (Flöte), Suzanne Stephens (Bassetthorn), Marco Blaauw (Trompete), Andrew Digby (Posaune), Antonio Perez-Abellan (Synthesizer), Karlheinz Stockhausen (Klangregie)
Uraufführung - München 26. Juni 1998
Südfunk-Chor Stuttgart (Rupert Huber), Michael Vetter (Bass), Kathinka Pasveer (Flöte), Suzanne Stephens (Bassetthorn), Marco Blaauw (Trompete), Andrew Digby (Posaune), Antonio Perez-Abellan (Synthesizer), Karlheinz Stockhausen (Klangregie)


![François Bayle - Théâtre dOmbres ... ombres blanches [1988]
François Bayle - Théâtre dOmbres
(Schattentheater, shadow theater)
... ombres blanches
(...weiße Schatten, white shadows)
1988
Premiere: Nice, Cloite de Cimiez, Festival Manca, 6 July 1989. Commissioned by the french republic. Awarded the Prix Ars Electronica 89 at Linz, for ... Ombres blanches
Wovon befreit sich nun die Kunst der unsichtbaren Klänge?
Weil es sich hinsichtlich dieses Werkes um eine mich selbst einschließende Erfahrung handelt, darf gefragt werden, auf welches Theater ich mich bei der Befreiung dieser Schatten beziehe.
Zunächst einmal muss die Absicht, die sich aus der dem Titel eingeschriebenen Fiktion ergibt, präzisiert werden.
Die namengebenden Schatten sind offensichtlich Klangschatten.
Diese entwickeln sich folglich aus Bildern, Umrissen, Formen, Abdrücken, Spuren und sogar aus Zeichen.
Im Spiel mit diesen Formen - diese Schatten - möchte ich mich zweifellos von einem alten Prinzip distanzieren, das für gewöhnlich in der Musik waltet: das des Interpreten, welcher als konstituierendes sowie organisierendes Individuum das Hören in eine aktive Gegenwart verwandelt.
Dieser Vorgang - die Exponierung des Interpreten, seiner Meisterhaftigkeit, die inspirierte Aufführung, die er feilbietet - ist stets ein Sieg über die Zeit gewesen: ein überlegener Sieg des Körpers.
Meine Suche verfolgt hingegen einen anderen Weg als den der Zeit; einen anderen Sieg, nämlich den über den Prozeß der Wahrnehmung, über Erinnerung. Ich versuche dabei den durch die Bewegung von Formen und Figuren erzeugten Raum zu verschriftlichen.
Das Unsichtbare durch die Zeichnung von Klängen - und ihrer in der schemenhaften Welt der gedanklichen Bilder beheimateten Schatten zu gestalten, ermöglicht es, eine andere Geschichte zu erzählen.
Diese Geschichte ist die der personnages-sons, die sich in Räumen auflösen, wohligen oder unheilvollen Räumen, widerspenstig, störrisch, aber auch wohlklingend und sanft.
Unter diesen Klangfiguren/-personen befindet sich eine, die den Helden symbolisiert. Handelt es sich hierbei um den Hörer?
Zweilfellos. Und da dieser oft in Erzählungen Erwähnung findet, darf er nicht allein von Mutproben, Überfahrten, Schlachten und Verwandlungen kraft magischer Objekte abhängig sein.
Daher habe ich aus der den images den sons, aus der den i-sons innewohnenden Magie neue Verfahren für die Mikromontage, die Formantgewinnung bzw. die auf unterschiedliche Materialien angewandte Filterung gesucht, um unterschwellig lauernde, innere Relationen zu schaffen.
Vielleicht besteht der Sieg für den Hörer-Helden darin, auditiv hinter das Bild zu treten, um den Bereich der weißen Schatten zu erreichen. Die ist der Ort der Ausgeglichenheit, an dem der menschliche Schatten transparent wird.
Dort gibt es nur noch die Erinnerung. Es ist der Garten Eden, der Teich der Nymphen, ein Ort flüchtiger Erscheinungen, die Erinnerung an einen Gesang, Atmen, Schlagen, unsichtbare Flügel, stille oder bewegte Wesen, überreizt und fieberhaft, die allmählich sich beruhigen, sich trennen, auflösen, vergehen....
Ein Augenblick der Refelxion...
Und wie man so schön sagt: Ein Engel, der vorbeifliegt.
- Francois Bayle (ins Deutsche übersetzt)
Video created with Sonic Visualizer and Vokoscreen on an OpenSUSE 12.3 Linux System. François Bayle - Théâtre dOmbres ... ombres blanches [1988]](https://i.ytimg.com/vi/oJitBIkMrWo/mqdefault.jpg)

![WDR3 Studio Elektronische Musik: François Bayle [1/2]
Profil [44]: François Bayle
Friedl, Reinhold
2014.02.05
deutsch / german WDR3 Studio Elektronische Musik: François Bayle [1/2]](https://i.ytimg.com/vi/pC9RXtltfVc/mqdefault.jpg)
![WDR3 Studio Elektronische Musik: Guy Reibel
WDR 3 open: Studio Elektronische Musik - 21.10.2015: praxis [43]: Guy Reibel
Der 1935 geborene französische Komponist Guy Reibel galt an der GRM, der Groupe de Recherches Musicales am französischen Rundfunk lange als Kronprinz des Gründers Pierre Schaeffer. Aufgrund interner Machtkämpfe kam alles schließlich ganz anders – er wurde zum Trotzki, dessen damals komponierte elektronische Musik heute schwer erhältlich ist.
Für diese Sendung konnte Reinhold Friedl gemeinsam mit dem Komponisten und der großartigen Unterstützung der GRM in Paris über 90 Tonbänder erstmals digitalisieren: Nicht nur die Urfassung von Granulations – Sillages, einem Referenzstück der elektroakustischen Musik, sondern auch zahlrieche Produktions- und Montagebänder, die einen einmaligen Einblick in die Arbeitsweise des Komponisten erlauben und schließlich ermöglichen, das Stück mit völlig neuen Ohren zu hören.
Mit zahlreichen Ausschnitten aus bisher unzugänglichem Archiv-Material und einer neuen Digitalisierung von:
Guy Reibel
Granulation – Sillages; Orchesteraufnahmen für Granulation – Sillages, Elektronische Klänge für Granulation – Sillages, Produktions- und Montagebänder von Granulation – Sillages
X+ für Streichorchester
Iannis Xenakis
Concret PH
Karlheinz Stockhausen
Punkte
Moderation: Reinhold Friedl
Redaktion: Frank Hilberg WDR3 Studio Elektronische Musik: Guy Reibel](https://i.ytimg.com/vi/peUkW66K-Fw/mqdefault.jpg)

![Karlheinz Stockhausen - KONTAKTE für elektronische Klänge, Klavier und Schlagzeug [1958-1960]
PLEASE SUPPORT THE ARTIST. You can order this music on http://stockhausencds.com/. Thank you!
KONTAKTE für elektronische Klänge, Klavier und Schlagzeug
(4-Spur-Magnet., 12 Mikr., 4 x 2 Lautspr., 2 Monitorlautspr., Mischpult / Klangr.)
[35 30]
Video created with Sonic Visualizer, Vokoscreen, Kdenlive and Audacity on an OpenSUSE 12.3 Linux System. Karlheinz Stockhausen - KONTAKTE für elektronische Klänge, Klavier und Schlagzeug [1958-1960]](https://i.ytimg.com/vi/pkmsnaP_d8g/mqdefault.jpg)

![Karlheinz Stockhausen - HYMNEN Dritte Region (Elektronische Musik mit Orchester) [1969]
PLEASE SUPPORT THE ARTIST. You can order this music on http://stockhausencds.com/. Thank you!
HYMNEN (Dritte Region) / Anthems (Third Region)
Elektronische und Konkrete Musik mit Orchester
Electronic and Concrete Music with Orchestra
Leonard Bernstein commissioned a work from Stockhausen for the New York Philharmonic, and HYMNEN 3rd Region with Orchestra was premiered in 1971 at the longest-ever concert ever held there at that time. This performance featured Stockhausens live soloists accompanying the HYMNEN tape for Regions I, II and IV, while Region III was performed with the orchestra from Stockhausens newly completed work.
An independent version of this work (without a performance of the full 2- hour HYMNEN tape) covers only the anthem Centers of Africa, Russia, the USA and Spain. Also, this version of the tape starts with a small, unique shortwave radio upbeat, before proceeding into the 2nd Regions Africa section (CD A, track 21, 20:28). After the fade out of Region II, an orchestra-only section (a newly composed Russian Bridge) is performed by the orchestra, which basically covers for the tape as it it switched to the next reel. After the Bridge, the 3rd Region tape enters and the orchestra accompanies this to the end of that Region (Spain).
The orchestra parts to be played during the tape portions were originally scored using symbolic, aleatoric notation somewhat similar in spirit to the score for STOP or PROZESSION. The orchestra musicians were to become familiar enough with the tape so that they could freely choose pitches heard in the tape part, and use them in tremolo and ostinato figures as cued in the score. The score also indicated graphic shapes (slopes and wavy lines) to guide pitch transpositions of these tremoli/ostinati. Though the actual pitch material is aleatory, the symbolic notation basically serves as an orchestration of elements in the tape.
However, because there were never enough rehearsals for the orchestra musicians to become familiar enough with the tape to pick out and play tape pitches in rhythmic unison (attacking with the tape attacks), Stockhausen eventually notated the pitches in the published score which, for the most part, the orchestra musicians simply play. This notated version also has some extra anthemic melodic material not present on the tape. In other words, some new anthem fragments (or echoes of other anthems) are played live by the orchestra (for example 2nd bar of cue 11 or 2nd bar of cue 14). This orchestral accompaniment to the HYMNEN tape is actually very involved and is perhaps comparable to the notated piano and percussion parts to the live accompaniment version of KONTAKTE.
Video created with Sonic Visualizer and vokoscreen on an openSUSE 13.2 Linux System. Karlheinz Stockhausen - HYMNEN Dritte Region (Elektronische Musik mit Orchester) [1969]](https://i.ytimg.com/vi/qHVgAQR72qM/mqdefault.jpg)
