Uploaded January 2024 | Updated September 2026, 3 weeks ago
Ein Liedermacher-Rap, geschrieben Anfang des Jahrtausends, aufgenommen im Januar 2024. (Text zum Mitlesen weiter unten)
Nach Jahrzehnten im Berliner Winter bin ich selbst inzwischen dem deutschen Januar endlich entwischt. Selbst in unserem schlecht (bzw. nicht) isolierten Haus kann man es hier auch im Winter noch aushalten (und der dauert halt nicht so lange).
Danke fürs Reinhören, Mögen, Kommentieren, Teilen und andere Interaktionen.
Checkt gerne auch meinen anderen YouTube-Kanal mit Beats und Deutschrap-Produktionen: youtube.com/channel/UC6NCcAvz9Fy42KiMV0DVCcg
Die aktuellsten Neuigkeiten zu meiner Musik gibt es immer auf Telegram: https://t.me/SidderLiedermacher
Studioaufnahmen findet ihr als erstes zum Streamen und Herunterladen auf:
sidiy.bandcamp.com
Das ist auch eine gute Möglichkeit, mich finanziell zu unterstützen, gerade am 1. Freitag jeden Monat, dem Bandcamp-Friday, wenn alle Einnahmen an die Künstler gehen.
Eine gute Übersicht über Kanäle und Veröffentlichungen (Streaming-Optionen usw.) bietet Linktree: https://linktr.ee/sidiy
Januar
Der Himmel war grau und strömender Regen seit Tagen, am besten im Bett zu ertragen
Und überall lagen die Reste vom letzten Silvesterfest, als wär’s gestern erst gewesen,
dabei war’s drei Wochen her! Längst nichts zu rauchen, zu trinken, kochen mehr …
Irgendwer klingelte noch an der Tür ab und zu, aber immer seltener und du warst zu weit weg,
um noch zu reagieren. Irgendwo, tief in deinem eigenen Hirn hast du dir‘n Nest gebaut,
fest gemauert in der Erde wie die Form aus Lehm, zu bequem, dich zu bewegen,
auf die Straße zu gehen, irgendwen zu sehen oder mit irgendwem zu reden,
so lagst du hinter geschlossenen Läden wie eine Marionette ohne Fäden.
Und es ist Januar, kalt und grau und regnerisch wie jedes Jahr,
jedes Mal sagst du dir: Das nächste Mal, glaubt mir,
bin ich dann gar nicht mehr hier!
Und dann hast du darauf geflucht: geflucht auf das Leben, geflucht auf die Welt,
geflucht auf die Liebe, geflucht auf das Geld, geflucht auf Gefühle, auf Triebe, auf Ziele, auf Spiele
und viele deiner Freunde fielen auf durch Gebrauchskunst,
und nun sitzt du hier rum, quatschst vom Millenium und rauchst uns dabei die Bude voll.
Toll! Denkst du, ich weiß, was ich dazu sagen soll? Weder Sex, noch Drogen, noch Rock’n’Roll
Werden dir die Antwort geben, die du suchst, auch wenn du alles und jeden verfluchst.
Und nun ist genug! Raff dich auf! Gib nicht auf! Pack dich selbst beim Schopf und zieh dich raus
aus diesem Morast, in den du dich reingeritten hast, denn das ist deine eigenen Last!
Und es ist Januar …
Ich hab unter Wasser gedacht und mich nicht nass gemacht, das hat mir Spaß gemacht,
auf einmal war’s Nacht, dabei war’s erst kurz nach acht!
Sagt mal, liegt das an mir, oder weiß das Wetter nicht mehr, was es will?
Ich hab das Gefühl, hier verändert sich viel … oder wie? Oder war das schon immer so?
Immer die Wahl zwischen tot und verrückt und normal, immer nochmal, auf’m Klo
Oder im Zoo oder im Zug oder in Wohnungen groß genug für zwei Balkone
und eine Nichtraucher-Zone, mich interessiert nicht die Bohne, ob ohne mich
alles so bleibt, wie es ist, ob das Licht im Kühlschrank brennt, wenn man die Türe schließt.
(Natürlich nicht, aber wer weiß, vielleicht manchmal ja doch?)
So klappst du die Brille hoch, blickst in ein schwarzes Loch und fragst dich:
Bin ich der Liebhaber, der Dieb oder der Koch (oder was noch?)
Und es ist Januar …
Ein Liedermacher-Rap, geschrieben Anfang des Jahrtausends, aufgenommen im Januar 2024. (Text zum Mitlesen weiter unten)
Nach Jahrzehnten im Berliner Winter bin ich selbst inzwischen dem deutschen Januar endlich entwischt. Selbst in unserem schlecht (bzw. nicht) isolierten Haus kann man es hier auch im Winter noch aushalten (und der dauert halt nicht so lange).
Danke fürs Reinhören, Mögen, Kommentieren, Teilen und andere Interaktionen.
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Januar
Der Himmel war grau und strömender Regen seit Tagen, am besten im Bett zu ertragen
Und überall lagen die Reste vom letzten Silvesterfest, als wär’s gestern erst gewesen,
dabei war’s drei Wochen her! Längst nichts zu rauchen, zu trinken, kochen mehr …
Irgendwer klingelte noch an der Tür ab und zu, aber immer seltener und du warst zu weit weg,
um noch zu reagieren. Irgendwo, tief in deinem eigenen Hirn hast du dir‘n Nest gebaut,
fest gemauert in der Erde wie die Form aus Lehm, zu bequem, dich zu bewegen,
auf die Straße zu gehen, irgendwen zu sehen oder mit irgendwem zu reden,
so lagst du hinter geschlossenen Läden wie eine Marionette ohne Fäden.
Und es ist Januar, kalt und grau und regnerisch wie jedes Jahr,
jedes Mal sagst du dir: Das nächste Mal, glaubt mir,
bin ich dann gar nicht mehr hier!
Und dann hast du darauf geflucht: geflucht auf das Leben, geflucht auf die Welt,
geflucht auf die Liebe, geflucht auf das Geld, geflucht auf Gefühle, auf Triebe, auf Ziele, auf Spiele
und viele deiner Freunde fielen auf durch Gebrauchskunst,
und nun sitzt du hier rum, quatschst vom Millenium und rauchst uns dabei die Bude voll.
Toll! Denkst du, ich weiß, was ich dazu sagen soll? Weder Sex, noch Drogen, noch Rock’n’Roll
Werden dir die Antwort geben, die du suchst, auch wenn du alles und jeden verfluchst.
Und nun ist genug! Raff dich auf! Gib nicht auf! Pack dich selbst beim Schopf und zieh dich raus
aus diesem Morast, in den du dich reingeritten hast, denn das ist deine eigenen Last!
Und es ist Januar …
Ich hab unter Wasser gedacht und mich nicht nass gemacht, das hat mir Spaß gemacht,
auf einmal war’s Nacht, dabei war’s erst kurz nach acht!
Sagt mal, liegt das an mir, oder weiß das Wetter nicht mehr, was es will?
Ich hab das Gefühl, hier verändert sich viel … oder wie? Oder war das schon immer so?
Immer die Wahl zwischen tot und verrückt und normal, immer nochmal, auf’m Klo
Oder im Zoo oder im Zug oder in Wohnungen groß genug für zwei Balkone
und eine Nichtraucher-Zone, mich interessiert nicht die Bohne, ob ohne mich
alles so bleibt, wie es ist, ob das Licht im Kühlschrank brennt, wenn man die Türe schließt.
(Natürlich nicht, aber wer weiß, vielleicht manchmal ja doch?)
So klappst du die Brille hoch, blickst in ein schwarzes Loch und fragst dich:
Bin ich der Liebhaber, der Dieb oder der Koch (oder was noch?)
Und es ist Januar …