Fehlbestimmung @bonsai-dragons
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Uploaded July 2026 | Updated September 2026, 1 week ago
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Der Zürgelbaum wird schon gelegentlich als Bonsai gezogen. Er ist geeignet. Nun ein paar Daten zur Art:

Der Europäische Zürgelbaum oder Südliche(r) Zürgelbaum (Celtis australis) ist ein mittelgroßer Baum mit meist glatter Stammborke, derben Blättern und essbaren Steinfrüchten. Die Pflanzenart gehört zur Gattung der Zürgelbäume (Celtis), die früher der Familie der Ulmengewächse (Ulmaceae) zugerechnet wurde, nach neueren Erkenntnissen aber in die Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) eingeordnet wird. Er wird oft unpräzise einfach „Zürgelbaum“ genannt, obwohl der Gattung etwa 100 Arten angehören. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich über den Süden Europas, Teile Afrikas und die Türkei. Der deutsche Name Zürgelbaum stammt aus Südtirol, wo die Früchte Zürgeln genannt und in Backwaren und für Süßspeisen verwendet werden. Das harte, aber elastische Holz wurde zur Herstellung von Musikinstrumenten, Wagenrädern und Rudern verwendet.
Beschreibung
Der Europäische Zürgelbaum ist ein laubabwerfender, 10 bis 25 Meter hoher Baum mit breit ausladender Krone. Es können kleinere Brettwurzeln vorkommen oder der Stamm ist geriffelt. Die Stammborke ist grau und glatt und reißt erst im höheren Alter schuppig auf. Die Triebe sind behaart.
Die einfachen Laubblätter sind wechselständig angeordnet. Der Blattstiel ist 5 bis 10 Millimeter lang und flaumig behaart. Die Blattspreite ist derb und etwas ledrig, elliptisch-länglich, selten ab 4, meist 7 bis 13, selten bis 20 Zentimeter lang und ab 1, meist 2 bis 4 und selten bis 6 Zentimeter breit, lang zugespitzt mit breit keilförmiger oder abgerundeter, schiefer Basis und fast bis zur Basis scharf gesägtem Blattrand. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und durch die kurzen, steifen Haare rau, die Unterseite ist graugrün und weich behaart. Die Nebenblätter sind abfallend.
Die Blüten sind polygam-monözisch, die Pflanzen sind (funktionell) monözisch mit zwittrigen Blüten. Die Blüten erscheinen achselständig bis zu dritt (fünft) zymös, die weiblichen und zwittrigen Blüten erscheinen oft einzeln.
Die kleinen, meist funktionell eingeschlechtlichen Blüten sind zart gelb- bis blaugrün und bräunlich überlaufen sowie lang gestielt. Die einfache, bewimperte Blütenhülle ist meist fünfzählig (4–6). Es werden meist fünf kurze Staubblätter oder in den weiblichen Blüten Staminodien gebildet. Der oberständige Fruchtknoten der weiblichen und zwittrigen Blüten ist flaschenförmig, bis zu 1,4 Zentimeter lang und damit zumindest doppelt so lang wie die restliche Blüte. Die Narben sind weiß, gegabelt und federartig. Die männlichen Blüten besitzen einen Pistillode.
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Josef Bruns |

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