Das monetäre System @TZMchapterFrankfurt
Das monetäre System  @TZMchapterFrankfurt
Uploaded June 2012 | Updated September 2026, 2 hours ago
Nun, bisher haben wir uns auf das Marktsystem konzentriert.
Doch dieses System ist genau genommen nur eine Hälfte des globalen Wirtschaftsmodells. Die andere Hälfte ist das Geldsystem.

Während es bei der Marktwirtschaft um die Interaktion von Menschen geht, die über die Bereiche Arbeit, Produktion und Vertrieb um Profit wetteifern, besteht das Geldsystem aus einem Regelwerk, das durch die Finanzinstitutionen festgelegt wird, welche unter anderem die Bedingungen für die Marktwirtschaft diktieren. Diese beinhalten Begriffe, die wir oft hören, wie Zinssätze, Kredite, Schulden, Geldmenge, Inflation, usw.

Es gibt wirklich nur zwei Dinge, die jeder über das existierende Geldsystem wissen muss: Erstens: Alles Geld wird aus Schulden erschaffen. Also ist Geld gleich Schuld, ob es nun durch Staatsanleihen, Bausparverträge oder Kreditkarten erschaffen wird. In anderen Worten: Wenn in diesem Moment alle ausstehenden Schulden zurückgezahlt würden, gäbe es keinen einzigen Euro mehr im Umlauf. Und zweitens: Auf praktisch alle Kredite müssen Zinsen gezahlt werden, doch das Geld, um diese Zinsen zurückzuzahlen, existiert in unserer Geldmenge gar nicht. Nur die Grundmenge an Geld wird durch Kredite erschaffen, diese Grundmenge ist die Geldmenge im Umlauf.

Das bedeutet: Wenn alle Schulden jetzt zurückgezahlt werden würden, gäbe es nicht nur keinen einzigen Euro mehr im Umlauf, es gäbe auch eine gigantische Menge an noch ausstehenden Schulden, die nicht zurückgezahlt werden könnten, da das nötige Geld nicht existiert. Die Folge davon ist, dass zwei Dinge unvermeidlich sind: Inflation und Bankrott.

Was die Inflation betrifft: Man kann sie als historischen Trend in nahezu jedem Land beobachten und ihre Ursachen sind leicht auszumachen, nämlich die kontinuierliche Zunahme der Geldmenge, die notwendig ist, um die Zinsen zahlen zu können und das System am Laufen zu halten. Was den Bankrott angeht, dieser entsteht durch den Schuldenkollaps. Dieser Zusammenbruch tritt zwangsläufig dann ein, wenn eine Person, ein Unternehmen oder ein Staat seine Zinsen nicht länger zurückzahlen kann.

Aber das Ganze hat auch eine gute Seite, zumindest, was die Marktwirtschaft betrifft: Schulden erzeugen Druck. Schulden schaffen Lohnsklaven. Eine verschuldete Person ist eher bereit, geringe Löhne zu akzeptieren, als jemand, der keine Schulden hat; dadurch wird er zur billigen Ware.

Für Konzerne ist es großartig, wenn sie über eine Vielzahl von Leuten mit geringen finanziellen Spielräumen verfügen. Diese Idee lässt sich auch auf ganze Länder ausweiten.

Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds, die praktisch als Interessenvertreter von transnationalen Konzernen fungieren, gewähren Ländern in Schwierigkeiten gigantische Kredite zu sehr hohen Zinssätzen und sobald die Länder dann hoch verschuldet und zahlungsunfähig sind, werden Sparmaßnahmen eingeführt und die Konzerne fallen ein, errichten Ausbeuterbetriebe und bemächtigen sich der natürlichen Ressourcen.
Das nenne ich mal Markteffizienz!

Und wegen der Wall Street und des globalen Aktienmarktes gibt es vorsichtig geschätzt etwa 700 Billionen Dollar an ausstehenden, betrügerischen Forderungen, auch Derivate genannt, die noch auf ihren Zusammenbruch warten. Ein Wert, der das Zehnfache des Bruttoinlandsprodukts des gesamten Planeten übersteigt. Und während wir zusehen, wie Regierungen Rettungspakete an Unternehmen und Banken vergeben - mit Geld, das sie natürlich amüsanterweise zuvor von den Banken leihen mussten - versucht man nun auch ganze Nationen mit Hilfe von Gruppen anderer Staaten durch die internationalen Banken zu retten. Aber wie sieht ein Rettungspaket für den ganzen Planeten aus? Es gibt kein Land da draußen, das noch nicht bis zum Hals in Schulden steckt.

Die Kaskade an Zahlungsausfällen bei der Staatsschulden-Rückzahlung kann nur der Anfang sein, wenn wir die Mathematik berücksichtigen. Man schätzt, dass allein in den Vereinigten Staaten die Einkommensteuer auf 65% angehoben werden müsste, nur um die Zinszahlungen der nahen Zukunft leisten zu können. Ökonomen befürchten, dass innerhalb der nächsten Jahrzehnte 60% der Länder dieses Planeten bankrott sein werden.

Ein Ausschnitt aus dem Film "Zeitgeist: Moving Forward" (Deutsche Version)
Den ganzen Film anschauen: youtube.com/watch?v=Rer1dKvll9s

zeitgeistmovingforward.com

Mehr Informationen:
zeitgeistmovement.de
zeitgeistmovement-frankfurt.de
thezeitgeistmovement.com

facebook.com/pages/Die-Zeitgeist-Bewegung-Deutschland/186656644708291
Das monetäre SystemKultur im Niedergang: Episode 5 Lass es krachen, Baby! [HD]How A Resource Based Economy Operates: A Summary (Snippet)Prof. Franz Hörmann beim Zeitgeist Movement Chapter Meeting 30.11.2011Matt Berkowitz: A Resource Based Economic Model ExplainedZeitgeist: Addendum - Energie (Snippet) [deutsche Untertitel]Veränderungen neigen dazu, gefürchtet zu werdenLearn How to Deal with Objections to The Zeitgeist Movement 3of7NEWTON - The Venus Project Special (Austrian TV ORF eins) (2012)Peter Joseph-update Aug. 12, 2010 (5of6)Commentary on Future by DesignZeitgeist Movement Bremen: Rettet die Menschen-Wie entsteht Geld?
TZMchapterFrankfurt |

Das monetäre System

SHARE TO X SHARE TO REDDIT SHARE TO FACEBOOK WALLPAPER