Uploaded January 2016 | Updated September 2026, 1 week ago
Béla Bartók - Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta - Adagio (1936)
(Music for Strings, Percussion and Celesta - Adagio)
Die “Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta” komponierte Bartók 1936. Sie war von dem Dirigenten Paul Sacher für dessen Baseler Kammerorchester in Auftrag gegeben worden. Die Beziehung zwischen Bartók und Sacher begann ein Jahr zu vor mit einer gemeinsamen Aufführung des Zweiten Klavierkonzerts. Der darauf erfolgende Auftrag für die MfSSuC erfolgte in Hinblick auf das anstehende zehnjährige Jubiläum des Baseler Kammerorchesters. Aus der Zusammenarbeit mit Sacher gingen zwei weitere Werke Bartóks hervor: Die “Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug” (Uraufgeführt von Bartók und seiner Frau an den beiden Klavieren, sowie von Baseler Schlagzeugern) und das “Divertimento für Streichorchester”.
Die MfSSuC gilt gemeinhin eines der größten Werke nicht nur Bartóks, sondern des gesamten 20. Jahrhunderts überhaupt. Sein Rang scheint nicht angezweifelt zu werden.
Die Besetzung:
Zwei fünfstimmige Streichergruppen in der üblichen Zusammensetzung,
Harfe,
Klavier,
Celesta (der Celestaspieler wird bisweilen zum vierhändigen Klavierspiel herangezogen),
Schlagzeug (Pauke, Xylophon, kleine Trommel senza corda und con corda, große Trommel Becken, Tam-tam; es werden 4 Spieler benötigt).
Bartók hat die Aufstellung des Orchesters angegeben: Links die erste, rechts die zweite Streichergruppe, mit Ausnahme der Kontrabässe, die hinten in der Mitte aufgestellt sind. Die übrigen Instrumente sind von den Streichern eingerahmt.
Wenn das Klavier auch eindeutig zu den Saiteninstrumenten gehört, wird es in diesem Werk vielmehr wie ein Schlaginstrument behandelt. Dies ist für Bartok durchaus üblich, wie man z.B. an der Klaviersonate, der Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug (mit etwas gutem Willen folglich als erstes Werk nur für Schlagzeug anzusehen) oder den Klavierkonzerten sehen kann.
Der 3. Satz ist ein stimmungsvolles Adagio, jedoch ohne irgendwelche romantischen Übertreibungen und Ausuferungen, wie sie Bartók gar nicht mochte. Dieser Satz beinhaltet die klanglich auffälligsten Stellen des Werkes. Er beginnt mir rhythmisch freien Xylophonschlägen auf immer demselben Ton, bald begleitet von Paukenglissandi, später noch von Pauke und Tam-tam. Diese Schlagzeugstelle kehrt mehrmals wieder und kann als tragendes Element des Satzes bezeichnet werden. Einen besonderen Klang geben außerdem gedämpfte Geigenglissandi über trillernden Streicherklängen in hoher Lage zu einer Melodie von zwei Sologeigen und der Celesta. Es kommt bisweilen zu Anspielungen des Fugenthemas des 1. Satzes. In der Mitte des Satzes gibt es eine enorme Steigerung hin zu erschreckenden Schlagzeugklänen über Streichertremoli, die gerade im Kontrast zu dem ätherischen aber keinesfalls gefühlsduseigen Charakter des bisherigen Satzes ihre Wirkung erzielen.
Video created with vokoscreen and Sonic Visualizer on an openSUSE 13.2 Linux System.
Béla Bartók - Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta - Adagio (1936)
(Music for Strings, Percussion and Celesta - Adagio)
Die “Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta” komponierte Bartók 1936. Sie war von dem Dirigenten Paul Sacher für dessen Baseler Kammerorchester in Auftrag gegeben worden. Die Beziehung zwischen Bartók und Sacher begann ein Jahr zu vor mit einer gemeinsamen Aufführung des Zweiten Klavierkonzerts. Der darauf erfolgende Auftrag für die MfSSuC erfolgte in Hinblick auf das anstehende zehnjährige Jubiläum des Baseler Kammerorchesters. Aus der Zusammenarbeit mit Sacher gingen zwei weitere Werke Bartóks hervor: Die “Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug” (Uraufgeführt von Bartók und seiner Frau an den beiden Klavieren, sowie von Baseler Schlagzeugern) und das “Divertimento für Streichorchester”.
Die MfSSuC gilt gemeinhin eines der größten Werke nicht nur Bartóks, sondern des gesamten 20. Jahrhunderts überhaupt. Sein Rang scheint nicht angezweifelt zu werden.
Die Besetzung:
Zwei fünfstimmige Streichergruppen in der üblichen Zusammensetzung,
Harfe,
Klavier,
Celesta (der Celestaspieler wird bisweilen zum vierhändigen Klavierspiel herangezogen),
Schlagzeug (Pauke, Xylophon, kleine Trommel senza corda und con corda, große Trommel Becken, Tam-tam; es werden 4 Spieler benötigt).
Bartók hat die Aufstellung des Orchesters angegeben: Links die erste, rechts die zweite Streichergruppe, mit Ausnahme der Kontrabässe, die hinten in der Mitte aufgestellt sind. Die übrigen Instrumente sind von den Streichern eingerahmt.
Wenn das Klavier auch eindeutig zu den Saiteninstrumenten gehört, wird es in diesem Werk vielmehr wie ein Schlaginstrument behandelt. Dies ist für Bartok durchaus üblich, wie man z.B. an der Klaviersonate, der Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug (mit etwas gutem Willen folglich als erstes Werk nur für Schlagzeug anzusehen) oder den Klavierkonzerten sehen kann.
Der 3. Satz ist ein stimmungsvolles Adagio, jedoch ohne irgendwelche romantischen Übertreibungen und Ausuferungen, wie sie Bartók gar nicht mochte. Dieser Satz beinhaltet die klanglich auffälligsten Stellen des Werkes. Er beginnt mir rhythmisch freien Xylophonschlägen auf immer demselben Ton, bald begleitet von Paukenglissandi, später noch von Pauke und Tam-tam. Diese Schlagzeugstelle kehrt mehrmals wieder und kann als tragendes Element des Satzes bezeichnet werden. Einen besonderen Klang geben außerdem gedämpfte Geigenglissandi über trillernden Streicherklängen in hoher Lage zu einer Melodie von zwei Sologeigen und der Celesta. Es kommt bisweilen zu Anspielungen des Fugenthemas des 1. Satzes. In der Mitte des Satzes gibt es eine enorme Steigerung hin zu erschreckenden Schlagzeugklänen über Streichertremoli, die gerade im Kontrast zu dem ätherischen aber keinesfalls gefühlsduseigen Charakter des bisherigen Satzes ihre Wirkung erzielen.
Video created with vokoscreen and Sonic Visualizer on an openSUSE 13.2 Linux System.








![Denis Smalley - Valley Flow [1992]
The formal shaping and sounding content of Valley Flow were influenced by the dramatic vistas of the Bow Valley in the Canadian Rockies. The work is founded on a basic flowing gesture. This motion is stretched to create airy, floating and flying contours or broad panoramic sweeps, and contracted to create stronger physical motions, for example the flinging out of textural materials. Spatial perspectives are important in an environmentally inspired work. The listener, gazing through the stereo window, can adopt changing vantage points; at one moment looking out to the distant horizon, at another looking down from a height, at another dwarfed by the bulk of land masses, and at yet another swamped by the magnified details of organic activity. Landscape qualities are pervasive: water, fire and wood; the gritty, granular fracturing of stoney noise-textures; and the wintery, glacial thinness of sustained lines. The force and volatility of nature are reflected in abrupt changes and turbulent textures.
Valley Flow was composed at The Banff Centre for the Arts (Canada) in 1991 and was completed in the composer’s studio in Norwich (UK) in 1992. It incorporates sounds created at IRCAM in Paris (France) during a previous research period (1989) and further materials subsequently developed at Simon Fraser University in Vancouver (Canada) in 1991. Valley Flow was premiered on February 27th, 1992 in a concert broadcast live from BBC Pebble Mill Studios. This piece was commissioned by the Birmingham Electroacoustic Sound Theatre (BEAST) with funds provided by West Midlands Arts. Denis Smalley - Valley Flow [1992]](https://i.ytimg.com/vi/9MLMxXPQ-C4/mqdefault.jpg)

