Zoo Vienna Tiergarten Schönbrunn
Gibbon-Nachwuchs
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Nach Elefanten und Nashörnern zählen Giraffen mit etwa 15 Monaten zu den Landsäugetieren mit der längsten Tragzeit. Die Aufzucht des Schönbrunner Giraffen-Nachwuchses verläuft von Anfang an sehr gut. Auch das Geschlecht des Jungtieres ist bereits bekannt: Es ist ein Männchen. Haderthauer: „Das Muttertier kümmert sich vom ersten Moment an sehr fürsorglich, schleckt sein Jungtier ab und schaut regelmäßig nach ihm. Der Kleine trinkt brav.“
Mutter und Kalb sind momentan gemeinsam mit einem weiteren Weibchen von der restlichen Gruppe getrennt. Auch in der Wildbahn sondern sich gebärende Weibchen von der Herde ab. Wenn alles nach Plan verläuft, werden die anderen Gruppenmitglieder das Kalb in den nächsten Tagen kennenlernen. So auch seine ältere Schwester. Durch die fürsorgliche Betreuung und genaue Beobachtung durch das erfahrene Tierpfleger-Team sollte die Integration des Jungtiers in die Gruppe gut funktionieren. Nicht nur der Tiergarten Schönbrunn freut sich über den Nachwuchs in der Giraffenherde: Er ist auch ein wichtiger Beitrag zur Europäischen Erhaltungszucht der stark gefährdeten Netzgiraffe.
#giraffe #calf #viennazoo
Das Jungtier hat sich in den letzten vier Wochen unter der Fürsorge der Mutter prächtig entwickelt. Orang-Utan-Weibchen versorgen ihren Nachwuchs selbstständig, ohne männliche Verstärkung. Dabei formen sie eine enge Bindung mit dem Jungtier und bringen ihm über Jahre hinweg alle lebensnotwendigen Fertigkeiten wie Klettern, Nahrungssuche oder notwendiges Sozialverhalten bei. Auch die übrigen Gruppenmitglieder zeigen bereits Interesse. Wenn das Jungtier etwas größer ist, wartet bereits der letztjährige Nachwuchs als Spielgefährtin. Über die tolle Entwicklung bei den Orang-Utans freut sich nicht nur der Tiergarten Schönbrunn. „Unser junges Orang-Weibchen ist genetisch ein wichtiger Beitrag zum Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. So können wir etwas zum Aufbau einer Reservepopulation außerhalb des Lebensraumes beisteuern. Mit unseren zugezogenen Weibchen und dem weiblichen Nachwuchs haben wir einen wichtigen Grundstein für eine erfolgreiche Zuchtgruppe gelegt“, so Folko Balfanz, zoologischer Abteilungsleiter.
Auch im natürlichen Lebensraum setzt sich der Tiergarten für Orang-Utans ein. Denn die Tiere sind vor allem durch den Verlust geeigneter Habitate stark gefährdet. Darum unterstützt der Tiergarten Schönbrunn die Schutzbemühungen des Hutan-Projekts in der Region Kinabatangan auf der Insel Borneo. Im Rahmen des Projektes werden geeignete Korridore zwischen intakten Waldgebieten erforscht und wiederaufgeforstet, um Wildtieren Wanderungen zu ermöglichen. Die Bemühungen kommen nicht nur den Orang-Utans, sondern auch Nasenaffen, Müller-Gibbons, Borneo-Zwergelefanten, Sunda-Nebelpardern sowie Malaienbären zugute und fördern die Biodiversität.
#orangutan #female #viennazoo
Die Präriehunde im Tiergarten Schönbrunn sind wichtige Botschafter für die charakteristische Landschaft der Prärie und erfüllen auch einen bedeutenden Bildungsauftrag. Denn vielen sind diese Nagetiere nicht bekannt. Tierpfleger Alexander Keller: „Die Präriehunde werden sehr häufig für Murmeltiere oder Ziesel gehalten. Alle drei gehören zur Familie der Hörnchen, genauso wie unser heimisches Eichhörnchen.“ Mit Hunden sind sie nicht näher verwandt. Diesen Teil ihres Namens verdanken sie den bellenden Lauten, die sie ausstoßen, um sich gegenseitig vor Feinden wie Greifvögeln, Füchsen oder Kojoten zu warnen. Die sechs Jungtiere werden noch gesäugt, fressen aber auch schon Gemüse und vor allem das tägliche Grünfutter. Bleibt davon etwas übrig, nützen sie es als Unterlage für ein gemütliches Sonnenbad.
#prairiedog #young #viennazoo
Die Fütterung erfolgt ganz speziell, damit die Tiere nicht auf den Menschen geprägt werden. Quasi mittels „Rohrpost“ werden ihnen tote Ratten und Kaninchen direkt in den Horst geliefert. Dieses Eingewöhnungskonzept wird auch bei der Auswilderung von Bartgeiern aus Zoos und Vogelstationen angewendet und hat sich bewährt. Gebracht wurden die Neuankömmlinge von Hans Frey, der die Station in Haringsee und auch das Wiederansiedlungsprojekt der Bartgeier wissenschaftlich leitet. „Zwischen dem Tiergarten Schönbrunn und unserer Station besteht seit fast 50 Jahren eine enge Kooperation. Wir haben die gleiche Zielsetzung, wir wollen Arten schützen und sie züchten, um die Bestände in der Wildbahn zu erhalten. Weitere 40 Tiergärten sind an diesem internationalen Projekt beteiligt, um den Bartgeier in den Alpen wieder anzusiedeln.“
Einst war der Bartgeier in den Alpen heimisch. Obwohl er ein harmloser Aas- und Knochenfresser ist, wurde das Märchen verbreitet, dass er auch Gämsen, Lämmer und sogar Kinder angreifen würde. Deshalb wurde er gnadenlos gejagt. 1913 wurde im Aosta-Tal der letzte Bartgeier im Alpenraum geschossen. Tiergartendirektor Hering-Hagenbeck: „Wir sind sehr stolz darauf, an diesem Projekt mitzuarbeiten und uns an der Erhaltungszucht zu beteiligen. In sechs bis sieben Jahren wird unser neues Pärchen geschlechtsreif sein. Ziel ist es, dass seine Jungtiere im Rahmen des Projekts in die Natur gebracht werden und so ihren ursprünglichen Lebensraum in den Alpen zurückerobern. Mit dem Einzug der Bartgeier in die Waldrapp-Voliere und dem Schmutzgeier nebenan können wir nun drei unserer wichtigen Wiederansiedlungsprojekte an einem Ort vorstellen.“
#beardedvulture #aviary #viennazoo
Es ist das erste Jungtier des Orang-Utan-Weibchens, um welches es sich fürsorglich kümmert. Doch die ersten Tage sind natürlich immer kritisch. Daumen drücken, dass alles gut geht! Bis jetzt waren die beiden noch im nicht einsehbaren Schlafbereich. Nun hat die Mutter entschieden, einen ersten Ausflug mit dem Jungtier zu machen. Sie können sich aber auch jederzeit wieder zurückziehen. Das Kleine ist noch ein „Vermächtnis“ unseres im Februar verstorbenen Männchens. Hier teilen wir mit euch ein paar Aufnahmen von den ersten innigen Momenten, die unser Tierpfleger-Team festgehalten hat. Wir halten euch auf dem Laufenden!
#orangutan #offspring #viennazoo
Über eines der Küken freut sich das Tierpfleger-Team ganz besonders. Sein Vater und noch ein weiteres Pinguin-Männchen wurden im November 2016 geschwächt, dehydriert und leicht verletzt vor der Küste Australiens aufgefunden – weit entfernt von ihrer natürlichen Heimat rund um die Inselgruppe Tristan da Cunha im südlichen Atlantik. Gesund gepflegt im Taronga Wildlife Hospital Sidney (Australien) übersiedelten die beiden in den Tiergarten Schönbrunn, da kein Zoo in Australien Nördliche Felsenpinguine pflegt und die Tiere, in Australien ausgesetzt, keine Überlebenschance gehabt hätten. Hering-Hagenbeck: „Beide Männchen haben sich sehr gut in unsere Gruppe integriert und mittlerweile Weibchen gefunden. Eines der beiden hat nun heuer erstmals für Nachwuchs gesorgt und trägt damit im Tiergarten zum Erhalt seiner Art bei. Ihre dramatische Geschichte hat somit bei uns ein Happy End gefunden.“
#rockhopperpenguin #australia #viennazoo
Auch im Tiergarten Schönbrunn kann man diese bedrohte Art beobachten und mehr über die Schutzmaßnahmen erfahren. Der Tiergarten unterstützt das Artenschutzprogramm des Nationalparks seit 2007 vor allem durch die Abwicklung von Gelege-Patenschaften. Denn der Schwerpunkt des Projekts ist es, die vielen Gelege vor Fressfeinden zu schützen. Schindler: „Von Mai bis Juli beobachten wir die Schildkröten-Weibchen bei der Eiablage und versehen jedes Gelege mit einem speziellen Schutzgitter. So können Wildschweine oder Füchse die Eier nicht ausgraben.“ 2022 wurden 164 Gelege auf diese Weise geschützt. Die Maschenweite ist so gewählt, dass die Schildkröten-Schlüpflinge ungehindert durchkommen. Viele Jungtiere verlassen nach dem Schlupf die Gelegehöhlen bereits im Herbst desselben Jahres, andere überwintern darin. Nachdem nun auch die letzten Nachzügler die Nester verlassen haben, beginnen die Weibchen wieder mit der Eiablage – es gibt also immer etwas zu tun.
Sumpfschildkröten-Weibchen sind überaus standorttreu. Da jede ausgewachsene Schildkröte markiert wird, kennt das Projektteam quasi alle persönlich. Schindler: „Es ist immer wieder schön, alte Bekannte zu sehen. Das Weibchen Nr. 42 zum Beispiel ist 60 bis 80 Jahre alt und kehrt seit über 20 Jahren an seinen Nistbereich zurück.“ Das Projekt trägt bereits Früchte: „Früher hat man, wenn überhaupt, nur adulte Sumpfschildkröten gesehen. Mittlerweile kann man Schildkröten aller Altersklassen beobachten. Wir sind daher sehr dankbar für die großartige Kooperation zwischen dem Nationalpark Donau-Auen und dem Tiergarten Schönbrunn“, so Edith Klauser, Nationalparkdirektorin. Doch auch weiterhin ist der Einsatz aller Beteiligten gefragt. Wer sich in der Nähe des Nationalparks aufhält, wird ersucht, langsam zu fahren, um Verkehrsopfer zu vermeiden. Es ist auch wichtig, sich den Tieren gegenüber respektvoll zu verhalten und genügend Abstand zu halten. Schildkröten aus dem Handel dürfen auf keinen Fall in der Wildbahn ausgesetzt werden – sie unterscheiden sich genetisch von den heimischen und verdrängen diese!
Disclaimer: Für die Arbeit mit Wildtieren benötigt man eine spezielle Genehmigung. Reptilien und Amphibien sind in Österreich streng geschützt, Tiere dürfen daher auf keinen Fall einfach angegriffen oder hochgehoben werden. Das Team hat hierfür eine spezielle Erlaubnis!
#europeanpondterrapin #DonauAuenNationalPark #viennazoo
Eine Griechische Landschildkröte, eine Bartagame oder ein Blaukrönchen: Mitunter sind diese Tiere schnell gekauft. Zuhause folgt dann das bittere Erwachen. Weissenbacher: „Oft werden die Kosten für eine artgerechte Unterbringung und auch der Pflegeaufwand unterschätzt. Vieles gehört vorab gut überlegt: Wer kümmert sich im Falle eines Urlaubs um die Tiere, ist ausreichend Platz für das Terrarium vorhanden und das für viele Jahre.“ Sogenannte Einsteigerreptilien gibt es für Anton Weissenbacher nicht. „Jede Tierart hat ihre Bedürfnisse. Wenn man die beachtet, können diese Tiere einem aber viel Freude bereiten. Der Tiergarten Schönbrunn kooperiert gerade bei bedrohten Reptilien sehr oft mit privaten Haltern, die tolle Zuchterfolge verzeichnen und über viel Expertenwissen verfügen.“ Bei vielen Tiergruppen, insbesondere bei Fischen, Amphibien, Reptilien und Vögeln, ist ein funktionierender Artenschutz außerhalb des natürlichen Lebensraumes ohne private Experten nicht mehr denkbar. Auch die meisten Tierpflegerinnen und Tierpfleger haben als Kind mit der Haltung eines Exoten angefangen.
Aktuell gibt es den Sachkundenachweis für Reptilien, Amphibien und Papageienvögel nur in Wien. Laut Tierschutzombudsstelle Wien ist das Interesse an den Kursen groß. Mehrere hundert Personen haben sie bereits absolviert. „Wir freuen uns sehr, dass der Tiergarten Schönbrunn nun auch Kurse anbietet. Hier ist neben der hohen fachlichen Expertise auch eine große Plattform vorhanden, um Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit einer sachgemäßen Haltung dieser Tiergruppen zu lenken“, ist die Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy überzeugt. Der Ablauf der Kurse ist für alle Anbieter standardisiert. Sie dauern vier Stunden und die Teilnahmegebühr beträgt 40 Euro. Im Tiergarten finden die Kurse in einem Seminarraum statt, somit ist zusätzlich zur Kursgebühr kein Eintritt zu bezahlen.
Alle Informationen zu den Kursen:
Es gibt zwei unterschiedliche Kurse, einen zu Reptilien und Amphibien und einen zu Papageienvögeln.
12. Mai, 13:00 Uhr: Reptilien und Amphibien
19. Mai, 14:30 Uhr: Reptilien und Amphibien
21. Mai, 14:00 Uhr: Papageienvögel
26. Mai, 14:30 Uhr: Reptilien und Amphibien
Eine Anmeldung ist über die Website www.exoten-kunde.at möglich.
#certificate #exotic #viennazoo
Im Tiergarten Schönbrunn gibt es bei den Eisbären vorerst einen Zuchtstopp. Diese Entscheidung ist ein Resultat der großen Erfolge in der europäischen Erhaltungszucht des Eisbären, da geeignete Plätze sehr begrenzt sind. Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck: „Ziel des Erhaltungszuchtprogramms ist es, dass die genetische Vielfalt der jeweiligen Tierart in menschlicher Obhut möglichst groß ist und wir eine gesunde Reserve-Population aufbauen. Es ist Aufgabe des Zuchtbuchführers, den Bestand über viele Jahre im Auge zu behalten und den Austausch der Tiere innerhalb der teilnehmenden Zoos zu planen. Gegenwärtig sind einige Männchen des solitär lebenden Eisbären nicht vermittelbar. Deshalb wurde nun die Anzahl der Zuchtempfehlungen verringert. Der Tiergarten Schönbrunn ist in der Lage, vorübergehend in seinen zwei Anlagen das Zuchtbuch in der gegenwärtigen Situation durch Bereitstellung eines adäquaten Platzes zu unterstützen.”
Seit 2006 steht der Eisbär als „gefährdet“ auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN). Eisbären in Zoologischen Gärten sind wichtige Botschafter ihrer bedrohten Artgenossen in der Arktis. Der Tiergarten Schönbrunn unterstützt bereits seit vielen Jahren die Organisation Polars Bear International bei verschiedenen Projekten, wie der Besenderung von wildlebenden Eisbären zur Erforschung ihrer Wanderrouten. Auch dieses Jahr finanziert der Tiergarten den GPS-Sender eines Weibchens namens „Arctic Ambassador“ mit. In Kürze werden die Eisbären in Schönbrunn neu entwickelte kleinere Sender für den Einsatz in der Wildbahn testen.
#polarbear #nurembergzoo #viennazoo
Bei den meisten Säugetieren, wie den Kattas und Erdmännchen, ist die tägliche Zählarbeit schnell erledigt. Bei den Humboldtpinguinen wird es schon schwieriger. Dass sich die quirligen Frackträger in einer Reihe aufstellen und ruhig abwarten bis alle durchgezählt sind, kann schon einmal länger dauern. Bei Fischen, Quallen oder gar Blattschneiderameisen erweist sich diese Aufgabe als nahezu unmöglich. Daher werden diese Tiere in wissenschaftlich geführten Zoos nicht einzeln gezählt, sondern es wird eine festgelegte Zahl als Gruppengröße angegeben. Damit soll auch vermieden werden, dass Vertreter wie die Blattschneiderameisen die Zahl des Tierbestands ins Unendliche treiben. In der Regel erlebt man bei der Inventur keine großen Überraschungen. Allerdings kann man hier auch die Erfolge des letzten Jahres Revue passieren lassen.
Die Liste der Zuchterfolge im Tiergarten ist lang. Bei den 2021 aufgenommenen Schmuggel-Chamäleons gab es beispielsweise erneut reichlich Nachwuchs, zuletzt bei den hoch bedrohten Nguru-Zwergchamäleons. Als neue Art hinzugekommen ist die Spitzkopfnatter. Damit leben hier laut Inventur 7.749 Tiere aus 649 Arten. Das Motto lautet aber nicht, je mehr Arten, desto besser. Die Aufnahme neuer Arten hängt von mehreren Faktoren, wie dem Bedrohungsstatus laut IUCN, ab und ist keine leichtfertige Entscheidung. „Als wissenschaftlich geführter Tiergarten planen wir unseren Tierbestand in Absprache mit den Zuchtverbänden, Tierarten werden also auf keinen Fall willkürlich ausgewählt. Wir arbeiten auch mit anderen Zoologischen Gärten sowie Arten- und Naturschutzorganisationen im sogenannten ‚One Plan Approach‘ zusammen. Unsere gemeinsame Vision ist der Schutz und Erhalt der Biodiversität unseres Planeten“, so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck.
Das Ergebnis der tierischen Inventur im Detail:
Arten und Rassen Individuen
Wirbeltiere 469 5.911
Säugetiere 83 781
Vögel 79 816
Reptilien 76 772
Amphibien 34 489
Fische 197 3.053
Wirbellose 180 1.838
(Quallen, Insekten, Korallen, etc.)
Bestand gesamt 649 7.749
#inventory #zooanimals #viennazoo
„Als Naturunternehmen setzen wir uns für den Erhalt der Artenvielfalt in unseren Wäldern und darüber hinaus ein. In der Kooperation mit dem Tiergarten Schönbrunn wird deutlich, dass uns dieser Auftrag eint“, betont Andreas Gruber, Vorstand der Österreichischen Bundesforste, die Bedeutung der Zusammenarbeit. Die erste Lieferung ist bereits verfüttert. Vor allem das Panzernashorn fand Geschmack an den frühlingshaften Zweigen.
Grünes Futter jede Woche frisch aus dem Wienerwald
Von April bis Oktober wird der Tiergarten Schönbrunn wöchentlich mit einer LKW-Ladung aus dem nahen Bundesforste-Wienerwald beliefert. Sie enthält Futteräste und -zweige verschiedener heimischer Baumarten wie Buchen, Eichen, Weiden, Birken, Eschen, Ahorn und diverser Sträucher, die bei der Holzernte und beim Freischneiden von Forststraßen anfallen. „Der Wienerwald ist für seinen artenreichen Mischwald bekannt. Es ist uns eine Freude, dem Tiergarten Schönbrunn eben diese Vielfalt regionaler Laubbäume zur Verfügung zu stellen“, freut sich Gruber.
Die Äste sorgen bei den Zoobewohnern für willkommene Abwechslung – nicht nur auf dem Speiseplan. In erster Linie werden Elefanten, Giraffen oder Nashörner, aber auch Wasserbüffel, Antilopen, Rentiere und nicht zuletzt die Bärenstummelaffen, die reine Blätterfresser sind, regelmäßig mit frischem Geäst versorgt. So wie in der Wildbahn zupfen sie die Blätter von den Zweigen, beschäftigen sich ausgiebig mit dem Abschälen der Rinde oder nutzen sie, um sich zu kratzen. Damit wird die Nahrungsaufnahme gleichzeitig zu einer lang anhaltenden Beschäftigung.
#browsers #forestry #viennazoo
Mit einer Flügelspannweite von rund drei Metern ist der Krauskopfpelikan die größte Pelikanart. In Zoos wird er nur selten gezüchtet, im Tiergarten Schönbrunn kann man sich derzeit aber nach längerer Zeit wieder über Nachwuchs freuen. „Wir sind ganz aus dem Häuschen“, so Tierpflegerin Kathrin Stoiser. 2018 wurde im Wiener Zoo eine neue Pelikan-Gruppe gegründet, die über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) mittlerweile auf zehn Tiere angewachsen war. „Pelikane sind Koloniebrüter. Sie schätzen die Sicherheit der Gruppe. Wir dachten, dass unsere Gruppe noch zu klein wäre und haben nicht mit einer Nachzucht gerechnet. Zuletzt sind jedoch Pelikane aus dem Zoo Salzburg dazugekommen, die einst bei uns geschlüpft sind. Es war vielleicht hilfreich, dass sie an die Routine und den Hausgebrauch auf unserer Pelikaninsel gewöhnt waren.“
Der Krauskopfpelikan ist in Südosteuropa und Asien verbreitet. Bis 2017 war er auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als „gefährdet“ gelistet. Mittlerweile zeigten die Schutzbemühungen Erfolg, in einzelnen Regionen nimmt der Bestand aber weiter ab. Hauptursachen sind die Verdrängung aus dem Lebensraum sowie dessen Verlust und die Störungen durch Fischer und Touristen. Im Tiergarten Schönbrunn gibt es aktuell drei Küken, die ab Ende März geschlüpft sind. Ein Tipp der Pflegerin: „Beide Elternteile wärmen die Küken abwechselnd. Am besten kann man die Kleinen sehen, wenn sich die Eltern gerade am Nest ablösen und wenn sie die Kleinen mit vorverdautem Fisch füttern.“ Ihren Namen verdanken die Krauskopfpelikane den gekräuselten Federn am Kopf. Die Mini-Pelikane sind nach dem Schlupf aber komplett nackt und somit auch noch kleine Glatzköpfe.
Ihre Mitbewohner, die Bärenstummelaffen, haben hingegen den Osterstrauß zum Fressen gern. Was das Futter betrifft, sind die stark gefährdeten Affen extrem anspruchsvoll. Sie benötigen das ganze Jahr über Blätter – für den Winter werden eigens Blätter aufwendig gewonnen und tiefgefroren. Von Ende Mai bis Mitte Juli unterstützen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tiergartens das Tierpflegerteam in zahllosen Arbeitsstunden dabei, kleine Zweige abzuschneiden und in Säcke zu füllen. 300 große Säcke mit den verschiedensten Blättern von Pappel über Buche bis Ahorn wurden für den letzten Winter vorbereitet. Cabon: „Forsythien sind dann im Frühling das erste frische Grün des Jahres und sie leben es. Sie sind zwar schwach giftig, aber die Bärenstummelaffen als Nahrungsspezialisten können auch diese Blüten gut verdauen.“
Nicht nur für Erdmännchen und Bärenstummelaffen, sondern auch für die kleinen Besucherinnen und Besucher des Tiergartens gibt es ein österliches Spezialprogramm. Am kommenden Montag startet die bereits traditionelle Osterwerkstatt in der Tiergarten ORANG.erie. In einer Bastelecke können Kinder bis inklusive Donnerstag jeweils von 9:00 bis 18:00 Uhr Oster-Karten malen und bekleben. Unter Anleitung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sie auch tierischen Schmuck für den Osterstrauch herstellen: von bunten Schmetterlingen bis frühlingshaften Vögelchen. Als Osterdeko fürs Kinderzimmer können kleine Osterhasen aus Papier und Filz gebastelt werden. Das Osterprogramm ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
#meerkat #colobus #viennazoo
Orang-Utans leben auf den Inseln Borneo und Sumatra. Leider werden dort die Waldflächen immer weniger – und damit auch die Orang-Utans. Sie sind hervorragend an das Leben auf Bäumen angepasst. Das kann man auch im Tiergarten beobachten, wenn die erwachsenen Tiere hoch hinaufklettern. Keiblinger: „Orang-Utans sind richtige Muskelpakete. Ihre Arme sind extrem lang und stark, ihre Daumen verkürzt. So können sie sich trotz ihres Gewichts geschickt von Ast zu Ast hangeln. Ihre Füße funktionieren wie Hände – perfekt zum Klettern auf Bäumen und Balancieren auf Seilen.“ Den Frühling kosten die Schönbrunner Orang-Utans im wahrsten Sinne des Wortes richtig aus. Sie lassen sich das saftige Gras, den frisch ausgetriebenen Bambus und die zarten Rosenblätter in ihrer Anlage schmecken.
#spring #orangutan #viennazoo
Amphibien sind die am meisten von der Ausrottung bedrohte Tierklasse. Zur Populationsgröße des Baumhöhlen-Krötenlaubfrosches gibt es wegen seiner versteckten Lebensweise keine Daten. Derzeit wird er aufgrund seines großen Verbreitungsgebietes nicht als gefährdet eingestuft. Durch die fortschreitende Abholzung des Regenwaldes ist aber mit einem Bestandsrückgang zu rechnen. Weissenbacher: „In der weltweiten Amphibienkrise ist es die Aufgabe von zoologischen Gärten, auf die vielen faszinierenden Vertreter der Amphibien aufmerksam zu machen und rechtzeitig stabile Reserve-Populationen außerhalb des natürlichen Lebensraumes aufzubauen.“ Dazu war der Zuchterfolg beim Baumhöhlen-Krötenlaubfrosch ein wichtiger Beitrag. Von zwei Weibchen gibt es stolze 520 Jungfrösche, die an andere Zoos abgegeben werden.
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Vertragsgemäß wurden alle fünf Jungtiere im Alter von zwei Jahren in Panda-Stationen in ihrer natürlichen Heimat China übersiedelt. In der Wildbahn ist die Zahl der Großen Pandas seit 1980 von 1100 auf rund 1900 gestiegen. „Die Schutzbemühungen Chinas zeigen Erfolge. Daran ist auch der Tiergarten Schönbrunn beteiligt. Im Rahmen unserer Kooperation ist es eine wichtige Säule, die Errichtung von Panda-Reservaten finanziell zu unterstützen. Seit 2003 hat sich deren Zahl von 34 auf 67 verdoppelt“, erklärt Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Eine weitere Säule der Kooperation ist der Wissensaustauch. Zu diesem Zweck hat der Tiergarten zehn Naturschutzmanagement-Seminare mit Expertinnen und Experten aus Natur- und Artenschutz organisiert, die abwechselnd in China und Österreich stattgefunden haben.
Die dritte wichtige Säule ist die Grundlagenforschung. So wurde in Schönbrunn unter anderem herausgefunden, dass Große Pandas in der Lage wären, sich anhand ihrer Gesichtszeichnung zu unterscheiden und dass Große Pandas mit rund sechs Jahren ausgewachsen sind. Auch zur Lautentwicklung junger Pandas wurden in Zusammenarbeit mit der Universität Wien Studien durchgeführt. Gerade die Aufzucht der Zwillinge bot eine einmalige Gelegenheit zur Forschung. Eine Auswertung der Aufnahmen der Wurfbox-Kamera brachte das Ergebnis, dass bei dieser Zwillingsaufzucht keines der Jungtiere weniger Aufmerksamkeit bekommen hat als die einzelnen Jungtiere zuvor.
Die Großen Pandas im Tiergarten Schönbrunn sind tolle Botschafter ihrer bedrohten Artgenossen und absolute Besucherlieblinge. Hering-Hagenbeck: „Die Großen Pandas sind ein Symbol für die Verbundenheit zwischen der Volksrepublik China und der Republik Österreich. Sie sind eine Flaggschiffart des Artenschutzes und für unsere Bildungsprogramme von enormer Wichtigkeit. Die Panda-Kooperation nimmt für den Tiergarten einen ganz besonderen Stellenwert ein und wir sind stolz darauf, zum Schutz und Erhalt dieser Tierart einen Beitrag leisten zu dürfen.“
#panda #anniversary #viennazoo
„Der Tiergarten Schönbrunn ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel für Wienerinnen und Wiener, um Natur und Tiere zu erleben, sondern auch eine unserer wichtigsten Touristenattraktionen. Ausbleibende Märkte konnten durch neue Gästegruppen zum Teil kompensiert werden. So hat die Zahl an Gästen aus Tschechien stark zugenommen und Israel taucht zum ersten Mal in der Besucherstatistik auf“, erklärt Eigentümervertreter Bundesminister Martin Kocher. Kontinuierliche Verbesserungen in der Tierhaltung gingen mit neuen Attraktionen einher, wie der neuen Felsenlandschaft für die Löwen, dem vergrößerten Teich für die Nashörner oder der modernisierten Außenanlage der Geparden. Bei Kindern punktete der neue, große Streichelzoo mit Zwergziegen, Ouessantschafen und Kaninchen. Mit Juni konnten endlich die beliebten kommentierten Fütterungen wieder aufgenommen werden. Das optimale Zoo-Wetter im Frühling und Herbst war natürlich ebenfalls ein maßgeblicher Faktor für das erfolgreiche Jahr.
Der Tiergarten Schönbrunn finanziert seinen laufenden Betrieb und seine Investitionen (z. B. Bauvorhaben) selbst. Gleichzeitig ist er einer der größten außerschulischen Lernorte und ein wichtiger internationaler Partner im Artenschutz. Allein die Eintrittserlöse machen fast 80 Prozent seiner Einnahmen aus. Wirtschaftlicher Erfolg ist derzeit wichtiger denn je. Hering-Hagenbeck: „Die enormen Teuerungen durch die hohe Inflation und die Energiekrise haben auch auf uns massive Auswirkungen. Wir haben erhöhte Personalkosten, die Energiekosten sind fast nicht mehr zu kalkulieren, aber auch bei den Futtermitteln und Bauvorhaben kommt es zu großen Preissteigerungen. Der Tiergarten ist auf diese Herausforderungen gut vorbereitet und ist gerade deshalb seinen Besucherinnen und Besuchern sehr dankbar für ihre anhaltende Treue und Unterstützung.“
#visitors #inflation #viennazoo
Schönes Wochenende!
#africanelephants #sand #viennazoo
Erst vor einem Jahr ist ein neues Rüsselspringer-Weibchen aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn eingezogen. Die Freude über den schnellen Zuchterfolg ist groß, denn Rüsselspringer sind bei der Partnerwahl sehr heikel. Auf den ersten Blick sehen Kurzohrrüsselspringer wie Mäuse aus. Doch das täuscht, denn zu den Nagetieren gehören sie nicht. Stanschitz: „Rüsselspringer bilden eine eigene Ordnung innerhalb der Klasse der Säugetiere. Kaum zu glauben, aber die nächsten Verwandten dieser maximal 12 cm großen Tiere sind Elefanten und Seekühe.“ Heimisch sind Kurzohrrüsselspringer in den Graslandschaften Südwestafrikas einschließlich der Namib-Wüste. In Schönbrunn bewohnen sie die größte Rüsselspringer-Anlage Europas.
Vor zwanzig Jahren wurde das Wüstenhaus im Schönbrunner Schlosspark, gegenüber dem Palmenhaus, mit dem neuen Konzept eines 2.000 Quadratmeter großen, authentischen Wüstenlebensraumes eröffnet. Seither wird es vom Tiergarten und den Österreichischen Bundesgärten gemeinsam in der ARGE Wüstenhaus betrieben. Mit den Gärtnern haben die Rüsselspringer ihre liebe Not. „Rüsselspringer legen feste Wege an und halten diese penibel sauber. So sind sie in der Wildbahn auf der Flucht vor Greifvögeln und Schlangen blitzschnell in ihren Verstecken. Immer wenn das Gärtner-Team die Pflanzen in ihrer Anlage gießt und dabei Unordnung auf ihre Wege bringt, sind sie eifrig damit beschäftigt, alles schnell wieder zu reinigen.“
#elephantshrew #young #viennazoo
Vladimir, 1974 geboren, lebte bereits seit 1991 im Tiergarten Schönbrunn. Hier sorgte er im Juni 2022 mit „Kendari“ noch für einen Zuchterfolg. Vladimir war bis zuletzt bei der Gruppe, an der Aufzucht von Jungtieren sind Orang-Utan-Männchen allerdings wenig beteiligt. Der Tiergarten Schönbrunn wird in Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Borneo-Orang-Utans entscheiden, ob und wann wieder ein Männchen in die Gruppe kommt. Aufgrund von großflächigen Rodungen und der daraus resultierenden Zerstörung des Lebensraumes auf den Inseln Borneo und Sumatra stehen diese faszinierenden Tiere vor der Ausrottung. Seit 2021 unterstützt der Tiergarten das Hutan-Projekt in der Region Kinabatangan im malaysischen Borneo, wo Orang-Utans und viele andere bedrohte Arten leben.
#restinpeace #orangutan #viennazoo
Dafür dass jeder der 137 Felsenpinguine in den europäischen Zoos einen passenden Partner findet, ist der Tiergarten Schönbrunn zuständig. Oder besser gesagt, Sabine Frühwirth. Die zoologische Assistentin koordiniert das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für diese stark gefährdete Tierart. „Meine Aufgabe ist es, die Zuchtgruppen der Nördlichen Felsenpinguine in den europäischen Zoos so zusammenzustellen, dass eine genetisch gesunde Population in Menschenobhut erhalten bleibt.“ Mit Romantik hat das wenig zu tun. Dahinter steckt ein hoch komplexes Computer-Programm, in dem die Daten aller Pinguine eingetragen sind. Je nach Geschlecht, Alter und genetischer Abstammung ermittelt Frühwirth die passenden Tiere – mit jahrelanger Erfahrung. „Selbst die Felsenpinguine nehmen es mit der Monogamie nicht immer so genau. Es kann schon einmal vorkommen, dass auch das Tier am Nachbarnest plötzlich interessant wird. Das ist aber sehr gut für die genetische Vielfalt innerhalb der Population“, so Frühwirth schmunzelnd.
Infos zur Führung „Das Liebesleben der Tiere“:
Dienstag, 14. Februar 2023
Beginn: 14:00 Uhr
Treffpunkt: Infocenter, Kasse Hietzing
Die Führung ist kostenlos. Zu bezahlen ist nur der Tiergarten-Eintritt. Es ist keine Anmeldung erforderlich.
#valentinesday #rockhopperpenguin #viennazoo
#orangutan #kendari #viennazoo
#giraffe #amari #viennazoo
Giraffe. Das jüngste Mitglied der Giraffen-Herde ist diesen Jänner bereits ein Jahr alt geworden. „Die erste Geburt nach 10 Jahren verlief bei der damals erstgebärenden Giraffenkuh rasch und ohne Komplikationen. Die Annahme des Jungtieres durch die Mutter war dann leider etwas holprig“, erinnert sich die zoologische Abteilungsleiterin Eveline Dungl. „Für das Sozialgefüge der gesamten Herde war es eine wichtige Erfahrung, die Geburt und das Heranwachsen eines Jungtieres mitzuerleben.“ Durch Tipps von Experten aus anderen Zoos und die tatkräftige Unterstützung des Pflegerteams, der Tierärzte und eines Milchkuhbetriebes bei Wien hat sich die junge Giraffe im Laufe des vergangenen Jahres prächtig entwickelt. Sie begeistert heute täglich tausende Besucherinnen und Besucher.
Orang-Utan. Die Jungtiere bei Giraffe und Orang-Utan sind Beispiele für wichtige Erfahrungen im Sozialverband der Tiere und die Ergebnisse einer gut durchdachten Zusammensetzung der sozialen Gruppen. „2020 kamen zwei neue Weibchen in die Orang-Utan-Gruppe. Das Zusammenspiel aus bester Betreuung und langjähriger Erfahrung ist dabei ganz wichtig“, erläutert Hering-Hagenbeck. Der erste Orang-Utan-Nachwuchs seit über 20 Jahren war die Belohnung. Nach sechs Monaten zeigt das weibliche Jungtier seine ersten Zähne und löst sich jeden Tag ein bisschen mehr von der Mutter, um sein Umfeld selbstständig zu erkunden.
Koala. Ein weiterer Beweis für die professionelle und herausragende Arbeit der betreuenden Teams ist der mittlerweile zweite Nachwuchs bei den Queensland-Koalas. Vor etwa drei Jahren gelang dem Tiergarten Schönbrunn mit einem weiblichen Jungtier ein sensationeller Zuchterfolg. Im November letzten Jahres folgte mit einem männlichen Jungtier die Fortsetzung. Sein Name ‚Aruma‘ soll so viel wie ‚Glück‘ bedeuten und läutet ein weiteres, hoffentlich genauso spannendes Jahr 2023 im ältesten Zoo der Welt ein.
#aruma #koala #viennazoo
Gemeinsam knabberten und zupften die großen Dickhäuter alle neugierig an Nadeln und Ästen. „Der unbehandelte Baum dient den Tieren vor allem als Beschäftigung und bringt neben täglichen Trainings und anderen Enrichment-Programmen Abwechslung in die Anlage. Die Elefanten schaben die Rinde herunter und nutzen den Stamm dann beispielsweise um sich zu kratzen und weitere Rüsselakrobatik durchzuführen“, schmunzelt Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck.
#christmastree #elephants #viennazoo
Quallen existieren bereits seit über 600 Millionen Jahren und zählen somit zu den ältesten Lebewesen der Welt. Im Gegensatz zu vielen anderen Tierarten sind Quallen und Rippenquallen in den meisten Fällen nicht von der Ausrottung bedroht, sie profitieren sogar von der Mischung aus Meereserwärmung und organischer Verschmutzung. „Von besonderem Interesse für die Wissenschaft ist somit, Überlebensstrategien dieser faszinierenden Lebewesen in Zeiten des Klimawandels zu erforschen. In unserem Backstagebereich befindet sich eine der größten Quallenzuchten weltweit mit über 70 verschiedenen Arten“, ergänzt zoologischer Abteilungsleiter Anton Weissenbacher.
#jellyfish #ctenophore #viennazoo
#funnyvideo #outtakes #viennazoo
Der rund 1.500 Quadratmeter große Streichelzoo wurde Anfang Juni 2022 neu eröffnet. Neben den Zwergziegen und den Ouessantschafen, eine der kleinsten Schafrassen der Welt, haben hier auch die Hauskaninchen ihr neues Zuhause gefunden. „In unserem Streichelzoo können Kinder mit Tieren in direkten Kontakt kommen, was gerade in Städten sonst oft kaum möglich ist. Die Tiere haben in der Anlage aber auch großzügige Rückzugsbereiche und können somit selbst entscheiden, ob ihnen gerade nach Interaktion mit den Besucherinnen und Besuchern ist“, so Tiergartendirektor Hering-Hagenbeck.
#christmastree #pettingzoo #viennazoo
Frühling im Tiergarten. Nachdem die letzten beiden Jahre auch für den Tiergarten coronabedingt sehr herausfordernd waren, konnten 2022 endlich wieder mehr Besucherinnen und Besucher aus aller Welt empfangen werden. Der Tiergarten Schönbrunn ist international eng vernetzt und unter anderem Mitglied der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria), der WAZA (World Association of Zoos and Aquariums) und der internationalen Naturschutzorganisation IUCN. Die gute Zusammenarbeit zeigte sich auch zu Beginn des Ukraine-Krieges, als die EAZA eine gemeinsame Spendenaktion zur Unterstützung der Zoos vor Ort ins Leben rief, um Tieren zu helfen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen. Der Tiergarten Schönbrunn und seine Belegschaft beteiligten sich an dieser Aktion.
Freude über Nachzuchten. Das Jubiläumsjahr brachte das ganze Jahr über viele besondere Jungtiere – ob bei bedrohten Nutztierrassen am Tirolerhof, bei zuvor am Flughafen beschlagnahmten Schmuggel-Chamäleons oder bei den gemütlichen Faultieren. Auch Waldrapp-Küken wurden im Rahmen eines Artenschutzprojektes wieder von ihren menschlichen Ziehmüttern im Tiergarten aufgezogen. Durch die so geschaffene Prägung können die Ziehmütter mit ihren kleinen Schützlingen in Ultraleicht-Fluggeräten in ihr Winterquartier in der Toskana fliegen. Dieses EU-LIFE Projekt wird im Tiergarten koordiniert und gemanaged. Ein Highlight des Jahres war im Juni die Geburt von Orang-Utan-Nachwuchs Kendari. „Erhaltungszucht ist eine zentrale Aufgabe moderner, wissenschaftlich geführter Tiergärten. All diese Zuchterfolge helfen, den Bestand bedrohter Tierarten zu erhalten“, so Hering-Hagenbeck.
Der Tiergarten feiert Geburtstag. Am 31. Juli feierte der Tiergarten, der im Jahr 1752 von Kaiser Franz I. Stephan und seiner Gemahlin Maria Theresia gegründet wurde, offiziell seinen 270. Geburtstag. Dieser Anlass wurde mit Tierischen Sommerabenden, an denen der Tiergarten länger geöffnet hatte, mit zusätzlichen kulinarischen Angeboten, Artisten und musikalischer Untermalung gebührend gefeiert. Außerdem wurden über den Sommer die Löwenanlage, die Gepardenanlage und der Nashornpark modernisiert und umgestaltet sowie ein neuer Streichelzoo eröffnet. „An den Tieranlagen lässt sich besonders gut erkennen, wie sich der Tiergarten über die Jahre im Einklang mit dem einzigartigen historischen Erbe weiterentwickelt hat. Die Anlagen bieten den Besucherinnen und Besuchern jetzt spannende und naturnahe Einblicke und seinen Bewohnern einen tiergerechten Lebensraum“, erklärt Hering-Hagenbeck.
Fokus Artenschutz. Der Herbst stand ganz im Zeichen des Artenschutzes. Bei den 16. Artenschutztagen im September im Tiergarten zeigten die Zoll-Spürhunde ihr Können. Dazu stellten 22 österreichische Natur- und Artenschutz-Organisationen ihre Arbeit vor und der Tiergarten Schönbrunn gab Einblicke in seine Artenschutzprojekte. Auch zu Halloween wurde auf das weltweite Artensterben aufmerksam gemacht, denn 20 Prozent aller von der Welttierschutzorganisation IUCN erfassten Tierarten sind von Ausrottung bedroht. Daher war die Freude groß, als Ende September bei den gefährdeten Koalas der zweite Nachwuchs in der Geschichte österreichischer Tiergärten erstmals aus dem Beutel blickte.
Erwartungen übertroffen. Die massiv gestiegenen Energiekosten sind natürlich auch am Tiergarten nicht spurlos vorbeigegangen. Schließlich gibt es 50 Tierhäuser, die alle Energie benötigen, um ihren Bewohnern auch in kalten Wintertagen ein wohliges Quartier zu garantieren. Bei den zahlreichen Großbaustellen hatte der Tiergarten mit langen Lieferzeiten für Materialien zu kämpfen. „Trotz dieser anhaltenden Herausforderungen sind wir nach den letzten beiden sehr schwierigen Jahren alles in allem zufrieden mit dem Jahr 2022. Wir durften wieder sehr viele Gäste aus dem In- und Ausland begrüßen und freuen uns auch dieses Jahr über die Treue von 100.000 Jahreskartenbesitzern und – besitzerinnen“, so Ana Haschka, kaufmännische Leiterin des Tiergarten Schönbrunn, abschließend.
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Vikunjas sind die kleinsten Kamele der Welt und in den südamerikanischen Anden in Höhen bis zu 5.500 Metern heimisch. Ihr feines, dichtes Fell schützt sie vor rauen Witterungen und Kälte. Ihre Wolle wurde bereits von den Inkas zur Herstellung von Kleidung verwendet. Die stark bedrohten Sibirischen Tiger lieben es, ausgelassen im Schnee herumzutollen. In ihrer Heimat in Russland und Nordchina liegt fast das ganze Jahr über Schnee, daher verfügen die Tiger über eine dicke Fettschicht, die sie auch bei frostigen Temperaturen warmhält. Das Fell auf der Unterseite ihrer Pfoten verhindert, dass sie im Schnee und auf Eis ausrutschen. Auch andere exotische Tiere wie Elefanten und Pandas erfreuen sich am Schnee, können sich aber jederzeit wieder in wärmere und beheizte Tierhäuser zurückziehen.
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Vier Tierpatenschaftspakete stehen zur Auswahl. Das günstigste Paket gibt es bereits für fünf Euro pro Monat. Je nach Paket sind unterschiedliche Leistungen inkludiert: von einer individuellen Urkunde über eine Jahreskarte bis zum Patenschild direkt beim Tiergehege. Alle Pakete haben eine Laufzeit von mindestens 12 Monaten. „Patenschaften eignen sich auch wunderbar als tierisches Weihnachtsgeschenk. Jede Patenschaft, die bis 20. Dezember online abgeschlossen wird, kommt rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum an. Zur Patenschaftsurkunde gibt es gratis den A5-Tiergartenkalender – dieser bringt nicht nur ein Stück Tiergarten in die eigenen vier Wände, sondern enthält auch spannende Tipps von unserem Team“, so Anna Danzl, zuständig für Patenschaften im Tiergarten Schönbrunn.
Für das Konzert des Pianisten Joja Wendt „Ein Abend für den Artenschutz“ hat der Ticketverkauf bereits begonnen. Alle Einnahmen kommen den Artenschutzprojekten des Tiergarten Schönbrunn zugute.
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„Erhaltungszucht ist eine zentrale Aufgabe moderner, wissenschaftlich geführter Tiergärten, um den Bestand bedrohter Tierarten als eine Reservepopulation zu erhalten. Wir freuen uns daher sehr über diese Erfolge – viele davon im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogramms“, ergänzt Hering-Hagenbeck. Diese europaweite Zusammenarbeit von Zoos zur Sicherung des Tierbestandes ist eine wichtige, nachhaltige Maßnahme im Sinne des Artenschutzes. „So können Back-up-Populationen aufgebaut werden, damit Arten, deren Lebensräume in der Natur vernichtet werden, nicht unwiederbringlich von unserer Erde verschwinden.“
Neben Jahreskarten, Gutscheinen für Führungen und Kinderbüchern ist auch ein Jungtierkalender im Online-Shop des Tiergarten Schönbrunn erhältlich – ideale Weihnachtsgeschenke für große und kleine Tierfreundinnen und Tierfreunde.
#squirrelmonkey #orangutan #viennazoo
Limitierte Tickets sind ab sofort online erhältlich. Alle Einnahmen kommen den Artenschutzprojekten des Tiergarten Schönbrunn zugute.
#jojawendt #kendari #viennazoo
Bekannt sind die aufgeweckten Erdmännchen auch dafür, dass sie aufrecht auf ihren Hinterbeinen stehen, um nach Feinden wie Greifvögeln Ausschau zu halten. „Eine aktuelle, im Tiergarten Schönbrunn durchgeführte Forschungsarbeit der Universität Wien zeigt, dass die Tiere abwechselnd die Rolle der Wächter übernehmen – einige Tiere allerdings öfter als andere. Diese gelten dann als sogenannte ‘Superwächter‘. Dabei weisen die Erdmännchen in Zoos ein sehr ähnliches Verhalten auf, wie ihre Artgenossen in ihrer natürlichen Heimat, der afrikanischen Savanne“, so Iris Starnberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Artenschutz & Forschung im Tiergarten Schönbrunn.
#meerkat #science #viennazoo
Der Sascha war ein engagierter Tierpfleger und Revierleiter und ein sehr beliebter Mitarbeiter. Sein Jobwechsel soll in diesem Video nicht nur mit einem weinenden, sondern auch mit einem lachenden Aug betrachtet werden.
Wir wünschen Sascha Kummer alles Gute auf seinem neuen Lebensweg. Pfiat di, Sascha!
#funnyvideo #waterbuffalo #viennazoo
Der Schutz bedrohter Arten ist eine der Kernaufgaben moderner, wissenschaftlich geführter Zoos. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich aktiv an zahlreichen Artenschutz- und Wiederansiedlungsprojekten in der Wildbahn und ist Teil von rund 60 Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP). „Allein bei uns im Tiergarten Schönbrunn gelten rund 120 Tierarten als gefährdet, stark bedroht oder sogar in der Natur ausgerottet, weil sie vom Menschen beispielsweise gejagt oder ihre Lebensräume vernichtet wurden – darunter Panzernashörner, Afrikanische Elefanten und Nashornleguane. Wir wollen gemeinsam das globale Artensterben stoppen, daher unterstützt der Tiergarten die internationale Initiative ‘Reverse the Red‘. Jede bedrohte Tierart auf der Roten Liste soll zurück in den grünen Bereich“, so Regina Kramer, Kuratorin für Artenschutz.
#halloween #speciesextinction #viennazoo
Das Artenschutzprojekt der Batagur-Flussschildkröte zählt zu den erfolgreichsten Zoo-Projekten weltweit. „Zuerst durften wir uns 2010 über die Welterstnachzucht dieser äußerst seltenen Tierart bei uns im Tiergarten Schönbrunn freuen. Mittlerweile ist es uns gelungen, hunderte Tiere in Bangladesch nachzuzüchten. Die hohe Anzahl an Fischernetzen in dem grundsätzlich gut geeigneten Lebensraum ist aber eine große Gefahr für die Schildkröten. Gemeinsam mit nationalen Behörden arbeiten wir an einer nachhaltigen Lösung, um die Wiederansiedlung dieser Schildkrötenart langfristig zu sichern“, betont der Projektleiter und zoologische Abteilungsleiter Anton Weissenbacher. 2022 konnte das Team des Tiergarten Schönbrunn nach zwei Jahren coronabedingter Pause endlich wieder selbst vor Ort sein, um dieses erfolgreiche Artenschutzprojekt weiter voranzutreiben.
#northernriverterrapin #bangladesh #viennazoo
Einige Tierarten freuen sich auch über die Kastanien, die derzeit im ganzen Tiergarten von den Bäumen fallen. „Vor allem für unsere Halsbandpekaris sind das im Herbst besondere Leckerbissen. Halsbandpekaris sehen auf den ersten Blick aus wie kleine Wildschweine, sie stammen aber aus Mittel- und Südamerika und gehören zu einer eigenen systematischen Familie, den Nabelschweinen. Ihren Namen verdanken sie der grauweißen Fellzeichnung um ihren Hals. Den Pekaris dabei zuzusehen, wie sie genüsslich Kastanien, Eicheln und Nüsse verspeisen, ist auch für uns jedes Jahr eine besondere Freude“, erklärt Tierpfleger und Revierleiter Christoph Gröger.
#indiansummer #mozart #viennazoo
Der zweite Nachwuchs des Schönbrunner Koala-Pärchens steht für eine geeignete Zusammensetzung und professionelle Betreuung der Tiere. „Koalas werden nur relativ selten in Zoos außerhalb Australiens gehalten, zählen jedoch aufgrund von Lebensraumverlust eindeutig zu den gefährdeten Tierarten. Ein weiterer Zuchterfolg wie dieser ist für uns daher eine überaus große Freude“, so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Das letzte Jungtier ist mittlerweile ausgewachsen und wird im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in den nächsten Monaten in ein neues Zuhause übersiedeln.
Für Besucherinnen und Besucher ist der aktuelle Nachwuchs momentan nur sehr selten und schwierig zu erblicken. Von Zeit zu Zeit winkt eine kleine Hand oder ein Füßchen aus dem Beutel. Die Entwicklung im Beutel dauert bis zu sechs Monate, mit etwa 22 Wochen öffnet das Jungtier seine Augen und das Interesse an der Welt außerhalb des Beutels wird größer. Das Geschlecht kann erst zu einem späteren Zeitpunkt ermittelt werden.
#koala #joey #viennazoo
Im Tiergarten leben zwei Panzernashörner, die als Staatsgeschenk des ehemaligen Königreichs Nepal im Jahr 2006 nach Schönbrunn kamen. Im selben Jahr wurde auch der 6.000 m² große Nashornpark eröffnet, den sich die beiden Nashörner mit drei anderen asiatischen Tierarten - Vietnam-Sikahirsche, Nilgauantilopen und Hirschziegenantilopen - teilen. „Die Modernisierung der Anlagen stets im Einklang mit dem UNESCO Weltkulturerbe beobachten und unterstützen zu können, ist eine große Freude. Der Tiergarten Schönbrunn ist ein starker Wirtschaftsstandort und beweist zudem einen ungebrochenen Einsatz für Natur- und Artenschutz sowie Forschung. Besucherinnen und Besucher für die Tierwelt zu begeistern und sie mit beeindruckenden Einblicken in die Tieranlagen zu überraschen, ist mit der Eröffnung des neuen Nashornteichs erneut erfolgreich gelungen“, so Alexander Palma, Leiter der Sektion „Kulturelles Erbe“ im Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft.
Bereits vor ca. 100 Jahren galten Panzernashörner als fast ausgerottet. Neben dem Lebensraumverlust wurde ihnen vor allem die Jagd auf ihr Horn zum Verhängnis. „Dank aufwendiger Schutzbemühungen sind die Bestände in Indien und Nepal wieder gestiegen, aber auch heute noch gelten Panzernashörner als stark bedroht. Ihr Vorkommen ist auf geschützte Lebensräume und Tiergärten beschränkt“, betont Hering-Hagenbeck. In Schönbrunn werden täglich interessante Hintergrundinformationen zu den Panzernashörnern, ihrer Lebensweise und den Gefährdungen in ihrem natürlichen Lebensraum bei den kommentierten Fütterungen um 14:00 Uhr präsentiert. Mit einem Erlebnisgutschein kann man zusätzlich hinter die Kulissen des Nashornparks blicken und ihnen beim Füttern besonders nahekommen.
Zahlen, Daten, Fakten:
Planung & Ausführungsplanung: Schönbrunner Tiergarten-Gesellschaft m.b.H.
Fläche Nashornpark gesamt: 6.000 m²
Tierarten: Panzernashörner, Vietnam-Sikahirsche, Nilgauantilopen, Hirschziegenantilopen
Baukosten: € 300.000,-
Finanzierung: Schönbrunner Tiergarten-Gesellschaft m.b.H.
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Königspinguine sind nach den Kaiserpinguinen die zweitgrößte Pinguinart und sind circa 95 cm groß. Königspinguin-Eltern bauen keine Nester. Die Weibchen legen nur ein Ei, das von den Eltern abwechselnd auf den Füßen getragen und in einer speziellen Bauchfalte stehend gebrütet wird. In der Natur leben Königspinguine in dichten Kolonien und stehen gern auf engstem Raum zusammen. „Nach wie vor ist die Zucht von Königspinguinen in menschlicher Obhut schwierig und selten. Wir freuen uns daher sehr, dass diese besondere Tierart im Tiergarten Schönbrunn bereits zum wiederholten Mal erfolgreich nachgezüchtet werden konnte“, so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck.
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„Im Einklang mit dem UNESCO-Weltkulturerbe wurde die Landschaft der Gepardenanlage an den Stil der benachbarten Flusspferdanlage angepasst, da sich beide Tierarten auch in ihrer Heimat, der afrikanischen Savanne, einen natürlichen Lebensraum teilen“, so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Geparde sind die schnellsten Säugetiere der Welt und können im Sprint Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h erreichen. Die Raubkatzen sind in der Wildbahn stark bedroht und daher Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), an dem sich auch der Tiergarten Schönbrunn beteiligt.
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Kampf gegen Tierschmuggel. Mit dabei bei den Artenschutztagen ist dieses Jahr das United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) mit Fokus auf Umweltkriminalität und die Diensthundestaffel des Zolls, deren Spürhunde am Freitag ihre Arbeit vorführen werden. „Unsere hochspezialisierten Hunde werden regelmäßig im Tiergarten Schönbrunn trainiert, um im Ernstfall geschmuggelte exotische Tiere am Flughafen aufzuspüren. Dafür werden uns Federn und Schlangenhäute zur Verfügung gestellt und es wird sogar das Training mit Geruchsproben lebender Tiere direkt im Tiergarten Schönbrunn ermöglicht“, so Stefan Konrad, Zollamt Österreich Referent Diensthundewesen. In der Vergangenheit wurden bereits zahlreiche exotische Tiere vom Zoll beschlagnahmt, die im Tiergarten Schönbrunn notversorgt wurden und teilweise ihr neues Zuhause gefunden haben – darunter verschiedene Chamäleon-, Papageien- und Schildkrötenarten.
Tiere sehen. Arten schützen. „Der Schutz bedrohter Arten ist eine der Kernaufgaben moderner Tiergärten. Rund 120 Tierarten im Tiergarten Schönbrunn sind von der Ausrottung bedroht. Bei etwa der Hälfte gibt es international koordinierte Erhaltungszuchtprogramme, an denen wir uns beteiligen – darunter Borneo Orang-Utans, Mhorrgazellen oder Schwalbensittiche“, so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. „Das Engagement von Zoologischen Gärten für den Schutz bedrohter Arten endet aber nicht vor den Tiergartentoren“, betont Hering-Hagenbeck. Der Tiergarten Schönbrunn unterstützt und koordiniert zahlreiche Wiederansiedlungs- und Artenschutzprojekte im In- und Ausland, beispielsweise beim Waldrapp, der Batagur-Flussschildkröte und dem Eisbär. Darüber hinaus beteiligt sich der Tiergarten an der globalen Initiative „Reverse the Red“, die vom Weltzooverband WAZA und der Weltnaturschutzorganisation IUCN ins Leben gerufen wurde. Ziel der Kampagne ist, das Artensterben zu stoppen, ja sogar umzukehren – jede Tierart auf der „Roten Liste“ soll zurück in den grünen Bereich.


