NDR Doku
Supermarktdetektive im Einsatz | Die Nordreportage | NDR Doku
updated
Alle Folgen könnt ihr hier schauen: https://1.ard.de/Ocean-Race_Doku_Sendungstext
Erstausstrahlung: 27.06.2023
#ndr #doku #oceanrace
Hier seht ihr die erste Doku aus der Reihe: youtu.be/8GUlmrsbNBw
Alle Folgen der Schlossgeister findet ihr in der ARD Mediathek:
https://1.ard.de/schlossgeister_S01_sendungstext
Ronald van der Starre und sein Partner Roland Tschersche sind vor sieben Jahren mit drei Pflegekindern in das verfallene Gutshaus von Dölitz gezogen. Sie waren furchtlos, abenteuerlustig und wollten raus aus der Stadt. Aber ein kalter erster Sommer im Haus, faulendes Eichenfachwerk und unangenehme Begegnungen mit dem Bürgermeister machten das Leben im Gutshaus zur Prüfung. Die Partnerschaft hat dem nicht standgehalten. Aber Ronald van der Starre, ein Architekt, hat durchgehalten, neue Balken eingebaut, die Kinder großgezogen. Und er liebt sein Haus, auch wenn er heute sagt: "Noch einmal würde ich so etwas nicht anfangen!"
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/Schlossgeister-mit-Dachschaden,sendung1356138.html
Erstausstrahlung: 30.06.2023
#ndr #doku #guthaus
Weitere Dokus findet ihr in der ARD Mediathek:
https://www.ardmediathek.de/dokus
Drei Stunden hat Fluggerätemechaniker Matthias Zeit, um zu entscheiden, ob der graue Tornado vor ihm an diesem Tag abheben darf. Es ist 6.00 Uhr morgens, gerade hat er das Licht in Shelter sechs angemacht, einem mit vertrocknetem Gras bewachsenen Bunker aus Stahlbeton. Hier ist der Tornado mit der Kennung 44-69 untergebracht, ausgestattet mit Sensoren, um feindliche Radarstellungen aufzuspüren. Das Flugzeug ist 40 Jahre alt und damit ein Oldtimer unter den Kampfjets.
Pilot-Major Kalla und Waffensystemoffizierin-Major Clara stehen in der Morgensonne. Ihre richtigen Namen erfährt das Filmteam nicht. Sie werden an diesem Tag in Tornado 44-69 fliegen. Vor jedem Flug gibt es ein stundenlanges Briefing, in dem die anstehende Mission detailliert besprochen wird. In den zwei Wochen des "Air-Defender"-Manövers findet es in der abgeschirmten Fighter Town statt. Von außen sind nur Container mit NATO-Draht und Bauzäune mit Sichtschutz zu sehen. Am Eingang zwei große Alien-Köpfe: Fliegerhumor. Die Details der Mission an diesem Tag sind geheim, nur so viel, es geht in Richtung Rostock. Später werden Kalla und Clara im Tiefflug unterwegs sein: mit mehr als 800 km/h, in nur etwa 30 Meter Höhe über der Ostsee. "Ich kann mich dann wirklich nur noch auf die Höhe konzentrieren", sagt Pilot Kalla später.
Der nördliche Bereich Deutschlands, dazu gehört auch der Rostocker Hafen, ist Teil eines fiktiven Szenarios, das der Übung "Air Defender 23" zugrunde liegt: Ein Militärbündnis hat Teile Deutschlands besetzt und versucht nun auch, die Kontrolle über den nördlichen Teil des Landes zu bekommen. Die NATO-Einsatzkräfte müssen schnell reagieren, die Angreifer abwehren: Transport- und Kampfflugzeuge aus verschiedenen Ländern müssen gemeinsam funktionieren. Insgesamt sind 25 Länder wie die USA, Großbritannien, Türkei und Finnland beteiligt mit 250 Flugzeugen und 10.000 Soldatinnen und Soldaten. Pilot Kalla vergleicht die Übung mit einem Orchester: "Ganz viele verschiedene Musikinstrumente müssen zusammenwirken, damit es funktioniert." Er und seine Kollegin seien da letztendlich nur ein "kleines Rädchen im ganzen System".
Ralf Cüppers hält sich die Ohren zu, ein großes Transportflugzeug donnert über seinen Kopf. Seit einem halben Jahrhundert setzt er sich für den Frieden ein, hat vor den Toren des Fliegerhorsts Schleswig-Jagel zur Mahnwache aufgerufen. 70 Mitstreitende sind gekommen. Der 65-jährige Cüppers lehnt nicht nur militärische Verteidigung ab, er kritisiert auch die Umweltverschmutzung durch die Flugzeuge: "Da kommt eine riesige schwarze Dreckwolke hinterher. Die enthält krebserregende Stoffe." Ginge es nach ihm, würde auf dem Bundeswehrgelände ein Wald gepflanzt werden.
Je näher, desto besser finden hingegen die vielen Planespotter. Verteilt rund um den Flugplatz versuchen sie, die Flugzeuge möglichst gut zu fotografieren. Einige haben sich sogar extra Urlaub genommen, sind aus Bayern und Großbritannien angereist.
Elf Tage Alarm am Himmel über Schleswig-Holstein, gezeigt aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Alarm-am-Himmel-ueber-Schleswig-Holstein,sendung1365284.html
Erstausstrahlung: 29.06.2023
#ndr #doku #airdefender
Mehr dazu: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordseereport/Cornwalls-Karibik-Fruehling-auf-Scilly-Inseln,sendung1257222.html
Diese Sendung zeigt die schönsten Aufnahmen aus dem Nordseereport „Cornwalls Karibik: Frühling auf den Scilly-Inseln“ vom 05.06.2022.
Erstausstrahlung: 28.06.2023
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Michael Ditzer beliefert mit seiner kleinen Fischmanufaktur Kunden in ganz Europa. Sobald sich der Lkw mit Frischfisch ankündigt, steht Ditzer unter Dauerstrom. 150 Kilo vorbestellter Fisch müssen pünktlich bis mittags zum Versand fertig gemacht werden, dazu die Ware für das eigene Ladengeschäft - alles per Hand bearbeitet. Dass dann auch noch der alte Räucherofen streikt, sorgt für zusätzliche Anspannung.
Draußen auf See hoffen derweil die Cuxhavener Kutterfischer auf einen guten Fang. Vom Hering über Makrelen bis hin zur Scholle. Die Nordsee gehört mit rund 250 Fischarten zu den fischreichsten Meeresgebieten weltweit.
Auf eine Riesenlieferung warten die Mitarbeitenden in der Kutterfisch-Zentrale: Ein Fischtrawler mit bis zu 100.000 Fischen an Bord hat sich angekündigt. Von der Pier geht es direkt in die Verarbeitungshalle.
"Die Nordreportage" gibt Einblicke in den Alltag alteingesessener Cuxhavener Fischhändler, die jeden Tag aufs Neue alles geben, damit ihr Fisch aus dem traditionsreichen Fischereihafen möglichst frisch auf den Tisch kommt.
Mehr dazu: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Rausgefischt-und-aufgetischt,sendung1354952.html
Erstausstrahlung: 27. Juni 2023
#ndr #doku #fischfang
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In nachbarschaftlicher Gemeinschaftsarbeit errichtet, standen die Zweckbauten am Rande von dicht besiedelten Plattenbauten und wurden zu privaten Rückzugsorten. Hier schraubte man nicht nur am Trabbi, sondern in der Freizeit wurde wie in der Kneipe Gemeinschaft gepflegt. Heutzutage sind viele Garagenkomplexe vom Abriss bedroht, Kommunen als Eigentümerinnen verkaufen die Garagen.
Doch es gibt sie noch, die letzten Orte, in denen das Lebensgefühl von damals weiter existiert. Bewusst als "DDR-Kult", aber auch, weil sich die Menschen nach einem Ort sehnen, an dem sie Platz haben für die verrücktesten Hobbys.
In Waren an der Müritz befindet sich mit über 600 Garagen einer der größten zusammenhängenden Komplexe. Und was sich dort hinter manchen Türen verbirgt, lässt staunen: Hartmut Adler wuchtet eine riesige Kanone heraus, um für die Europameisterschaft der Kanoniere anzutreten.
Wolfgang Prillwitz trägt Dreiteiler, wenn er seinen 71 Jahre alten Benz eine Ausfahrt macht, und Sebastian Hartel kämpft mit seinem Garagenverein dafür, dass diese kleinen Rückzugorte erhalten bleiben. Denn auch in Waren hatte die Stadt anderes mit den Garagen vor.
Mehr dazu: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Schrauben-Schmutz-und-Maennertraeume,sendung1348958.html
#ndr #doku #garagenhöfe
++++++ Update: Mittlerweile hat der Bundestag die Halbierung der Haftzeit der Ersatzfreiheitsstrafe beschlossen. Und, dass Betroffene ausdrücklich auf die Möglichkeit hingewiesen werden müssen, soziale Arbeit zu machen. Das Gesetz soll laut SPD-Bundestagsfraktion noch vor der Sommerpause in den Bundesrat kommen.
Hier berichtet tagesschau.de. darüber. https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/geldstrafen-freiheitsstrafen-100.html
Und hier das Angebot des Bundestages dazu: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2023/kw25-de-sanktionsrecht-953414 ++++++
MEHR INFOS ZUM FILM
Lutz W. aus Bremen fährt ab und an ohne Fahrschein mit dem Bus. Aus Not. Seit 30 Jahren ist er drogenabhängig. Mittlerweile ist er in Therapie. Dazu muss er jeden Tag zum Arzt, der kilometerweit entfernt ist. Dort bekommt er den Heroinersatz Methadon. Bei seinen Fahrten ohne Ticket wurde Lutz W. schon öfter erwischt. Weil er die Bußgelder nicht zahlen konnte, landete er im Gefängnis.
Tausende Menschen im Gefängnis wegen Bagatelldelikten
So geht es Tausenden Menschen in Deutschland, die aufgrund von Bagatelldelikten und nicht bezahlten Geldstrafen eine Ersatzfreiheitsstrafe absitzen müssen. Für die Häftlinge verstärkt sich mit der Haft die Armutsspirale. Für die deutschen Steuerzahlenden ist die teure Haft eine Millionenbelastung. Für die JVA Plötzensee in Berlin ist es eine Dauerbelastung, allein dort sitzen etwa 250 Menschen eine derartige Strafe ab.
Haben es Reiche vor Gericht leichter?
Auch Patrick H. sitzt dort in seiner Zelle und erzählt von dem Tag, den er wohl nie vergessen wird: Als die Polizei gegen seine Tür hämmert, ihn verhaftet und ins Gefängnis bringt. Patrick H. und die anderen Gefangenen von Plötzensee haben eines gemeinsam: Sie sind arm. Ist das Zufall? Oder haben es Menschen mit mehr Geld in Deutschlands Justizsystem leichter?
Wer kein Geld für einen Anwalt hat, steht im Zweifel ohne Verteidigung vor Gericht. Denn Pflichtverteidiger werden schätzungsweise nur in zehn Prozent der Fälle eingesetzt, wenn eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr im Raum steht und in einigen Ausnahmefällen.
Anwalt: "Mehr Geld gleich bessere Chancen vor Gericht"
Wer genug Geld für seine Verteidigung ausgeben kann, sucht sich Anwälte wie Nikolaos Gazeas. Seine Kanzlei in Köln zählt zu den Topadressen für Wirtschaftsstrafrecht in Deutschland. Kanzleien dieser Art verlangen Stundensätze um die 400 Euro. Gazeas hat Beschuldigte in Cum-Ex-Strafverfahren vertreten und die Verteidigung im Schmiergeldprozess um ehemalige Siemens-Manager koordiniert. Er schätzt: 80 Prozent seiner Fälle werden entweder eingestellt oder enden mit einem Freispruch. "Mehr Geld gleich bessere Verteidigung gleich bessere Chancen vor Gericht, das ist in vielen Fällen leider zutreffend."
Wie soll Strafjustiz gerechter gemacht werden?
45 Min hat sich umgesehen in deutschen Gerichtssälen und Gefängnissen, spricht mit Gefangenen, Verurteilten und Beschuldigten, mit Richterinnen, Staatsanwälten und dem Leiter eines Gefängnisses. Und die Autoren konfrontieren Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) und fragen, wie er die deutsche Strafjustiz gerechter machen will und ob seine Reformvorschläge dafür ausreichen.
HOMEPAGE 45 MIN: ndr.de/45Min
HINWEIS: Dieser Film war (in leicht anderer Version) am 6. Juni 2023 im Ersten zu sehen.
100 Jahre später gibt es die Tanzschule Walter Bartel immer noch. Generationen von Hamburgern haben hier mittlerweile gelernt, wie man sich auf dem gesellschaftlichen Parkett richtig bewegt. "Tanzen wollen die Leute immer, in guten wie in schlechten Zeiten": Dieser Satz ihrer Großmutter hat sich für Corinna Bartel immer wieder bewahrheitet.
Die ganze Doku: youtu.be/9Cnnkn8WAQY
Alle Folgen der Schlossgeister findet ihr in der ARD Mediathek:
https://1.ard.de/schlossgeister_S01_sendungstext
Philipp Kaszay und Tochter Paula in Kobrow sind schicksalsgeprüft durch den frühen Tod der Ehefrau und Mutter, kämpfen sich aber tapfer durch ihre Gutshausbaustelle. Die beiden leben nun schon einige Jahre darin und haben ein kleines Einkommen durch Vermietung von geschmackvollen Ferienwohnungen.
Zwischendurch drohte allerdings des Öfteren schlimmes Ungemach. Die Insolvenz eines betrügerischen Nachbarn, eigene Fehlkalkulation, Überforderung und Pandemie. Wenn Tochter Paula sich Bilder von vor zehn Jahren anschaut, sagt sie nur: "Wenn das heute noch so aussehen würde, wäre ich längst zu Oma und Opa gezogen."
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/Schlossgeister-mit-Dachschaden,sendung1354808.html
Erstausstrahlung: 23.06.2023
#ndr #doku #gutshaus
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Hier lebt und arbeitet der Holzbildhauer Raik Vicent, der mit der Kettensäge gewaltige Skultpuren formt. An den alten Kanonenbootschuppen weiht Barbara Winkler ihre Schüler in die Theorie und Praxis des Segelns ein. Gegenüber räuchert Claas Wollna, der letzte Berufsfischer Stralsunds, frisch gefangene Hornhechte.
Der Tüftler Karl-Rudolf Küstner wohnt auf seiner selbst gebauten Segeljacht und ist ständig unterwegs, um anderen Insulanern bei technischen Problemen zu helfen. Holger Schütt und Dirk Karoske streifen durch die Kasematten der kaiserlichen Festungsanlage Dänholm, um mit Endoskop und Taschenlampe die Winterquartiere von Fledermäusen zu kontrollieren.
In der Produktionsschule des CJD spornt Christina Peters ihre Schützlinge in der Kreativwerkstatt an, um ausreichend Schalen und Teestövchen für den Kunsthandwerkermarkt auf Lager zu haben, der bald ansteht. Und an der alten Tankstelle des NVA-Garagenkomplexes schärft Mario Paternoga in aller Seelenruhe seine Gartenschere. Denn endlich ist Freitag, und er kann sich wieder um seinen japanischen Zen-Garten kümmern mitten in der Betonfläche einer untergangenen Militärwelt.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordstory/Der-Daenholm-Schatzinsel-zwischen-Stralsund-und-Ruegen,sendung1354806.html
Erstausstrahlung: 23.06.2023
#ndr #doku #dänholm
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Bei Hann. Münden steht Oberbauleiter Falk Honig mit seinem Team vor einer besonders kniffeligen Stelle im Streckenverlauf: Hier muss die Trasse auf wenigen Kilometern mehrfach die Autobahn 7, eine stark frequentierte ICE-Trasse und den Fluss Werra überspannen.
Immer wieder kommt es zu Verzögerungen, denn die Abstimmung in verschiedenen Bauphasen mit wechselnden Teams aus ganz Europa ist anspruchsvoll. Die Kletterer, die die Masten in bis zu 100 Metern Höhe montieren, kommen extra aus Lettland, die Experten an den Seiltrommeln aus Portugal, das Helikopter-Team südwestlich von Berlin. Die größte Herausforderung: der sogenannte Vorseilzug per Helikopter über die viel befahrene A7 und die ICE-Trasse. An diesem Tag muss einfach alles passen.
Diese Nordreportage begleitet verschiedene Phasen des Großprojektes und zeigt, wie aufwendig die Arbeiten im Sinne der Energiewende in Deutschland ablaufen, kletternd, fliegend, schraubend in luftiger Höhe.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Hochspannung,sendung1360510.html
Erstausstrahlung: 22.06.2023
#ndr #doku #strom
100 Jahre später gibt es die Tanzschule Walter Bartel immer noch. Generationen von Hamburgern haben hier mittlerweile gelernt, wie man sich auf dem gesellschaftlichen Parkett richtig bewegt. Zum Beispiel beim Videoclip-Dancing.
Die ganze Doku: youtu.be/9Cnnkn8WAQY
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Thorsten Malorny ist ein gebürtiger Sankt Peteraner. Bereits mit 15 Jahren hat er angefangen, in der Gastronomie zu arbeiten. Nach einigen Jobs fern der Heimat betreibt er nun in Sankt Peter-Ording eines der bekannten Pfahlrestaurants direkt am Strand. Auch hier hat er mit Fachkräftemangel zu kämpfen: drei Köche und drei Servicekräfte fehlen. Eine Azubi-Stelle ist auch unbesetzt. Die Resonanz auf seine Stellenanzeige ist bislang bescheiden. Wenn das Wetter gut ist, dazu Wochenende oder Sommerferien, müssen seine Mitarbeiter deshalb zwölf bis vierzehn Stunden arbeiten. Für Malorny ein Dilemma: denn einerseits ist er darauf angewiesen, dass seine Mitarbeiter diese Arbeitsspitzen auffangen, andererseits muss er vernünftige Arbeitsbedingungen gewährleisten, damit sie nicht zur Konkurrenz wechseln. "Vor 20 Jahren herrschte in der Küche oft ein rauer Umgangston, das kann man sich heute nicht mehr erlauben - ich muss dafür sorgen, dass sich meine Leute wohlfühlen, sonst sind sie ganz schnell woanders", weiß Malorny. Sein Restaurant öffnet er deshalb auch nur an sechs statt sieben Tagen in der Woche. Er verzichtet auf das Frühstücksgeschäft und bei Hochbetrieb steht er selbst am Herd, um Steaks zu braten oder Kartoffeln zu schwenken.
Alessia Mezzadonna kennt die schwierige Personallage in der Gastro- und Hotelbranche nur zu gut. Sie ist für die Personalrekrutierung eines großen Hotels mit angeschlossenem Restaurant verantwortlich. Um den Personalbedarf zu decken, geht sie ungewöhnliche Wege und setzt auf Azubis aus Vietnam. Küchenchef Marcus Frederici erklärt an ihrem ersten praktischen Tag die Arbeitsabläufe in der Küche. Gleichzeitig werden die angehenden Hotelfachmänner im Service eingewiesen. Ohne die Unterstützung aus Fernost wären die 19 Azubi-Stellen im Hotel kaum zu besetzen. Für die jungen Vietnamesen ist Sankt Peter- Ording ein Kulturschock. Nicht nur wegen der kulturellen Unterschiede, sondern auch, weil sie aus der trubeligen Millionenstadt Hanoi stammen.
Nicht nur in der Küche und im Service fehlt Personal. Rund 2,6 Millionen Gäste übernachten jährlich in Sankt Peter-Ording. 17.000 Gästebetten in Ferienwohnungen und Hotels müssen regelmäßig neu gemacht werden. Eine kleine Heerschar von Reinigungskräften erledigt den Job. Nicole Reitz ist eine von ihnen. Die Unternehmerin beschäftigt vier Mitarbeiterinnen und muss regelmäßig Aufträge ablehnen. Neues und vor allem zuverlässiges Personal ist nicht zu finden. An Wechseltagen putzt sie mit ihrem Team bis zu zehn Ferienwohnungen, alle neunzig bis einhundert Quadratmeter groß. Der Zeitdruck ist groß. Staubsaugen, aufwischen, Bad reinigen, Betten ab- und neubeziehen. Das alles braucht seine Zeit. Nicole Reitz will trotzdem gründlich sein. "Ich weiß, dass andere Reinigungsfirmen nicht mehr den ganzen Boden wischen, sondern nur noch die offensichtlichen Flecken entfernen", erzählt sie. "Aber das kommt für mich nicht in Frage".
Drei Beispiele für ein Problem, das die ganze Branche in Schleswig-Holstein kennt: den Kampf ums Ferien-Personal.
Mehr dazu: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Koch-und-Kellner-gesucht,sendung1354388.html
Erstausstrahlung: 21. Juni 2023
#ndr #doku #personalmangel
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Die große Halle im Überwinterungs-Hafen erzittert, als der Abrissbagger das erste Stück aus dem Dach beißt. Bis vor Kurzem wurden hier Boote eingelagert. Jetzt soll das Gebäude der Deicherhöhung weichen. Am Rande des Grundstücks steht ein Mann mit Warnweste und T-Shirt im Nieselregen. Kai Pegel guckt kritisch auf die Arbeit des Baggerfahrers. Er ist Disponent beim Hamburger Abrissunternehmen H. Ehlert & Söhne und verantwortlich dafür, dass nur das Richtige wegkommt. Der Maschinist, der im Hafen gerade die Halle plattmacht, ist neu im Unternehmen. Er hat bislang nur auf normalen Baustellen gearbeitet. Aber Abriss ist anders. Hier geht es darum, ein Gebäude so geschickt und sicher zu zerlegen, dass dabei der Bauschutt auch gleich sortenrein sortiert auf großen Haufen landet. Holz, Metall und Steine werden nämlich zu großen Teilen wiederverwertet.
Immerhin beschwert sich hier im Hafen niemand, wenn mal ein Stück Wand woanders hinfällt als ursprünglich geplant. Hier ist Platz, und die Nachbarn im Hafengebiet sind Lärm und Dreck gewohnt.
Ganz anders als auf der Baustelle, die Disponent Kai Pegel als nächstes anfährt. An der Willy-Brandt-Straße mitten in der Innenstadt steht ein großes Bürogebäude. Noch! Es muss abgerissen werden. Das Nachbarhaus soll aber unbeschädigt stehen bleiben. Die Büros sind jeden Tag voll besetzt und direkt neben der Baustelle braust der Verkehr vierspurig. Der Baggerfahrer muss hier vor allem sehr filigran arbeiten. Das ist besonders schwierig, weil er wegen des hohen Gebäudes mit einem 32-Meter-Baggerarm, der sogenannten Longfront, arbeitet. Von weit unten sieht er manchmal gar nicht, wo genau das Knabbermaul des Baggers zubeißt. Dafür hat er eine kleine Kamera, die ihm zeigt, was er in luftiger Höhe pulverisiert.
"Die Nordreportage" begleitet die Abreißer bei ihren spannenden Projekten. Der Film zeigt die ganze Bandbreite ihrer Arbeit. Vom gefährlichen Hilfseinsatz für die Feuerwehr bei einem großen Brand bis zur Arbeit am Fundament im Alten Elbtunnel. Eine NDR Produktion, die es richtig krachen lässt.
Mehr dazu: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Die-Abreisser,sendung1354364.html
Erstausstrahlung: 20. Juni 2023
#ndr #doku #abriss
100 Jahre später gibt es die Tanzschule Walter Bartel immer noch. Generationen von Hamburgern haben hier mittlerweile gelernt, wie man sich auf dem gesellschaftlichen Parkett richtig bewegt. Auch Gertrud und Hermann Holst ...
Die ganze Doku: youtu.be/9Cnnkn8WAQY
In diesem Video geht in erster Linie um Menschen, die sich beruflich um den Schutz von Kindern kümmern. Dafür wird natürlich auch thematisiert, welche Art von Gewalt Kinder erleben - psychisch, aber auch physisch. Im hinteren Teil des Films sind Fotos von Kindern mit Verletzungen zu sehen. Wer von euch sich mit dem Thema unwohl fühlt, schaut vielleicht lieber ein anderes Video an oder guckt es mit einer Person seiines oder ihres Vertrauens zusammen.
HILFE für Kinder und Jugendliche gibt es unter anderem hier: "Nummer gegen Kummer e.V."
- Telefonische Beratung bundesweit, anonym und kostenlos: 0800 111 0 333, montags bis samstags, 14 bis 20 Uhr
- Zusätzlich gibt es die EU-Rufnummer: 116 111
- "Jugendliche beraten Jugendliche": immer samstags 14 - 20 Uhr unter der 116 111
- Online- oder Mail-Beratung des Vereins: https://www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendberatung/online-beratung/
Weitere Infos findet ihr auf der Sendungsseite: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/Wer-schuetzt-unsere-Kinder,sendung1349212.html
WEITERE INFOS ZUR DOKU
Das höchste Gut der demokratischen Gesellschaft, die Schwächsten, die Kinder, zu schützen, es gelingt seit Jahren in vielen Bereichen kaum: Pro Woche stirbt aktuell durchschnittlich ein Kind in Deutschland durch Gewalt. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich noch viel höher. Wie kann das sein? Und wer arbeitet in vorderster Linie für das Recht und den Schutz von Kindern?
Nach monatelangen Recherchen ist es dem Filmteam gelungen, das Vertrauen von einigen zentralen Akteuren zu gewinnen, die stellvertretend maßgeblich für den Kinderschutz in Norddeutschland verantwortlich sind: das einer Mitarbeitenden des Jugendamts, einer Familienanwältin und eines Kinderarztes. In allen Bereichen gibt der Film intensive Einblicke in die Arbeit der Menschen im Umgang mit Kindern und ihren Eltern.
Jessica Beyer ist Sozialarbeiterin beim Jugendamt Braunschweig und hat die Aufgabe, Kinder aus Notsituationen zu retten. Die Braunschweigerin gab ihren Beruf als Intensivkrankenschwester auf, um beim Jugendamt zu arbeiten. Jetzt kümmert sie sich um familiäre Notfälle.
Kommt ein blauer Fleck von Misshandlung oder vom Spielen?
Auf einem anderen Gebiet versucht der Kinderarzt Uwe Kranz präventiv Kinder zu schützen. In Deutschland herrscht ein heftiger Kinderarztmangel. Kranz betreibt seit 19 Jahren eine Praxis in der Braunschweiger Weststadt, einem sozialen Brennpunktgebiet. Der Kinderarzt sieht jeden Tag zig kleine Patientinnen und Patienten und muss innerhalb von kurzer Zeit beurteilen, ob es den Kindern gut geht oder ob sie möglicherweise vernachlässigt oder sogar gefährdet sind.
Rührt der blaue Fleck am Rücken wirklich vom Spielen oder doch von einer Misshandlung? Am Tag behandelt er 40 bis 50 Kinder. Säuglinge nimmt er noch auf, aber für Kinder, die zu ihm wechseln möchten, hat er keine Kapazitäten mehr. Der 57-Jährige weiß schon jetzt, dass es schwer werden wird, einen Nachfolger zu finden.
Rechtsanwältin: Wohl der Kinder und der Eltern im Blick
Um Kinder zu schützen, haben die Familiengerichte im Jahr 2021 in mehr als 14.600 Fällen Eltern das Sorgerecht entzogen. Magdalena Pichen ist Rechtsanwältin und betreut zahlreiche Problemfamilien. Sie bemerkt, dass das Jugendamt in letzter Zeit immer häufiger einschreitet und Kinder wegen sogenannter Kindeswohlgefährdungen von ihren Eltern trennt.
Das Filmteam begleitet die Rechtsanwältin bei der Arbeit, bei Gesprächen mit den Eltern und bei Gerichtsterminen. Sie steht täglich vor der Herausforderung, das Wohl sowohl der Kinder als auch der Eltern im Blick zu haben. Nicht selten sind sich Vater und Mutter nicht einig, was das Beste für ihr Kind ist.
Laut Kriminalstatistik starben 2022 in Deutschland 51 Kinder durch Gewalt. 4.281 Kinder wurden insgesamt im vergangenen Jahr misshandelt. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich noch höher. Nach Schätzungen der WHO werden etwa 90 Prozent der Fälle von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung nicht erkannt.
Wird Austausch von Ärztinnen und Ärzten bald möglich sein?
Bislang durften Ärzte sich bei Verdacht auf Kindesmisshandlung nicht mit Kolleginnen und Kollegen austauschen. Dr. Ralf Kownatzki, Kinderarzt aus Duisburg, setzt sich dafür ein, dass sich das ändert. 2005 gründete er RISKID, eine Risiko-Kinder-Informationsdatei, über die Mediziner sich bei Verdachtsfällen über die Vorgeschichte ihrer Patienten informieren können.
45 Min auf einer Spurensuche, wie Kinderschutz in Deutschland wirklich funktioniert, wo die Schwachstellen liegen und was verbessert werden muss.
#Kinder #GewaltGegenKinder
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Sönke Johannsen und Adriana Acosta bauen seit über zehn Jahren am neoklassizistischen Herrenhaus von Dersentin, pendeln dabei zwischen Buenos Aires, Zürich und Mecklenburg hin und her. Höhenflüge und Tiefschläge lösen sich auch hier regelmäßig ab.
Im Herrenhaus wurden schon große Bälle gefeiert, aber das sanierte Dach hat schlimme Gammelstellen. Ein riesiges Nachbargrundstück wird von Deutschlands größtem Geflügelzuchtunternehmen gekauft! Und mitten in der frühen Sanierungsphase wäre fast noch die Beziehung von Adriana und Sönke zerbrochen. Aber jetzt ist alles wieder in Butter. "Wir sind gewachsen mit dem Haus. Es reflektiert unser Leben", sagt Adriana Acosta.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/Schlossgeister-mit-Dachschaden,sendung1349996.html
Erstausstrahlung: 16.06.2023
#ndr #ndr #gutshaus
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Wilhelmshaven ist einer der wichtigsten Umschlaghäfen Deutschlands. Im JadeWeserPort wurden gerade zwei Containerbrücken um elf Meter erhöht, um den immer größer werdenden Schiffen gerecht zu werden. Und auch die Brückenfahrer müssen sich auf die neuen Dimensionen erst einmal einstellen. Wie das gelingt, zeigt "die nordstory" ebenso wie andere Geschichten, zum Beispiel die Arbeit der Crew auf dem Mehrzweckschiff "Mellum". Das Spezialschiff ist für den Katastrophenschutz ausgerüstet und dient außerdem als eine Art "Wasserstraßenmeisterei". Die Crew ist tagelang auf der Nordsee unterwegs, um das Fahrwasser für die dicken Pötte zu kontrollieren.
Die "MS Harle Kurier" bietet Hafenrundfahrten an und verkehrt obendrein als Fahrradfähre zwischen Wilhelmshaven und Eckwarderhörne. Die Besatzung muss die Drahtesel an Bord tragen. Besonders viel Geschick und Kraft erfordern dabei die Elektroräder.
"die nordstory" zeigt ein ganz besonderes Stück Nordseeküste und erzählt spannende Geschichten von Menschen, die mit Herzblut an der Hafenkante leben und arbeiten.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordstory/Leinen-los-am-Jadebusen,sendung1353724.html
Erstausstrahlung: 16.06.2023
#ndr #doku #jadebusen
100 Jahre später gibt es die Tanzschule Walter Bartel immer noch. Generationen von Hamburgern haben hier mittlerweile gelernt, wie man sich auf dem gesellschaftlichen Parkett richtig bewegt.
Die ganze Doku: youtu.be/9Cnnkn8WAQY
Teil 1 findet ihr hier: youtu.be/y9Ve4wVMNC4
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1797 wurde auf Norderney das erste deutsche Nordseebad eröffnet. Das Leben veränderte sich mit dem Ansturm der Touristen radikal. Wohnten noch vor 250 Jahren ausschließlich Fischer und Bauern auf den von Ebbe und Flut geprägten schwer erreichbaren Eilanden, so spielen heute Landwirtschaft und Fischerei praktisch keine Rolle mehr. Stattdessen dominieren Hotels und Pensionen.
Die Nordseeinseln haben eine wechselvolle Geschichte. Mehr als einmal zerstörten Sturmfluten ganze Ortschaften. Im Zweiten Weltkrieg wurden sie zu Festungen ausgebaut, weil sie gezielten Bombenangriffen ausgesetzt waren. In den 1950er- und 1960er-Jahren erlebten die westdeutschen Seebäder als Kurorte am Meer großen Aufschwung. Seit Jahrhunderten wandern die Friesischen Inseln durch Meeresströmungen und Wind stetig nach Osten. Durch teure und mächtige Befestigungen werden sie in ihrer Lage gehalten.
Architektur, Mode, Benimm- und Baderegeln haben sich Laufe der Zeit geändert. Es sind Berufe wie der Bademeister, der Strandfotograf oder der Strandkorbflechter entstanden. Diese Dokumentation erzählt vom Gestern und Heute in den Seebädern an den deutschen Küsten und macht eine unterhaltsame Zeitreise nach Heiligendamm, Heringsdorf, Sellin, nach Norderney, Wangerooge und Sylt.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/unsere_geschichte/Die-Geschichte-der-deutschen-Seebaeder-An-der-Nordsee,sendung79162.html
Erstausstrahlung: 19.05.2013
#ndr #doku #nordsee
Diese und viele weitere Dokus findet ihr auch in der ARD Mediathek:
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"Die Nordreportage" begleitet Staffelkapitän Hannes bei seinen täglichen Manövern, Schichten und Probealarmen. Der Schweriner muss pro Jahr bis zu 180 Flug- und 20 Simulatorstunden absolvieren, um fit für das hochmoderne Kampfflugzeug zu bleiben. Er war der erste deutsche Pilot, der nach dem russischen Angriffskrieg Patrouille über der polnischen EU-Außengrenze flog. Anti G-Schutzanzug, "Wattemann", Multifunktionshelm, die Ausrüstung der Top- Piloten wiegt mehr als zehn Kilogramm. In Überschallgeschwindigkeit operieren Hannes und seine Kameraden in bis zu 8.000 Meter Flughöhe.
Lars wartet, repariert und überwacht die je rund 100 Millionen Euro teuren Eurofighter am Boden. Der Fluggerätemechanikfeldwebel muss derzeit regelmäßig zwischen Laage und dem 400 Kilometer entfernten Wittmund pendeln. Für die nächsten Monate wohnt der Ostfriese in einem provisorischen Container auf dem Militärflugplatz. Für den Familienmenschen eine besondere Herausforderung.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Zwischen-Himmel-und-Krieg-Piloten-in-Alarmbereitschaft,sendung1354358.html
Erstausstrahlung: 15.06.2023
#ndr #doku #luftwaffe
Insgesamt dauert das Ocean nun schon mehr als ein halbes Jahr. Eine Etappe liegt noch vor den Weltumseglern. Die 7. und letzte Etappe wird am 15.Juni in Den Haag gestartet. Sie endet mit dem großen Finale in Genua.
Die Entscheidung wird für den 1. Juli erwartet.
Wir begleiten den Hamburger Boris Herrmann, Susann Beucke aus Kiel und die anderen Deutschen, während des kompletten Ocean Race 2023. Über sechs Monate werden wir immer wieder Ausschnitte aus ihren Etappen von Alicante bis Genua veröffentlichen.
Mehr dazu: https://www.ndr.de/sport
Weitere Dokus findet ihr in der ARD Mediathek:
https://www.ardmediathek.de/dokus
Erstausstrahlung: 14.06.2023
#ndr #doku #oceanrace
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https://www.ardmediathek.de/dokus
Trotzdem ist es eine Zwischenzeit, in der den meisten Menschen zunächst noch der Glaube an eine nachhaltige Veränderung ihrer Lebenswirklichkeit fehlt. Wohnungsnot und Nahrungsmittelknappheit haben die Jahre zuvor geprägt. Der Norden musste Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Osten aufnehmen, die bei den Einheimischen nicht immer auf Gegenliebe stoßen. Man organisiert das Nötigste, um zu überleben. Viele Mädchen und Jungen sind unterernährt. Noch blüht der Tauschhandel auf den Schwarzmärkten. Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind Teil der britischen Besatzungszone. Die westlichen Alliierten wissen nur zu genau, dass die Währung ein großes Problem darstellt. Es fehlt vor allem das Vertrauen der Bevölkerung, und die Verkäufer auf Märkten und in Geschäften geben nur ungern oder zu überhöhten Preisen ihre Waren her.
Mecklenburg-Vorpommern gehört zur sowjetischen Besatzungszone. Dort wird der Aufbau des Sozialismus propagiert und veranlasst viele Familien, ihr Glück im Westen zu suchen.
Der 20. Juni 1948, der Tag, an dem die Währungsreform eintritt, bringt schlagartig große Veränderungen: Frische Lebensmittel stapeln sich vor den Läden, die Auslagen der Geschäfte sind voller Waren, um Käufer mit der neuen D-Mark anzulocken. Viele nutzen das neue Geld, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen, andere erfüllen sich lang gehegte Wünsche. Nach der Währungsreform verschärft sich der Konflikt mit der Sowjetunion. Wegen der Blockade Westberlins werden viele Kinder mit "Rosinenbombern" auch in den Norden evakuiert. Die Luftbrücke verändert das Verhältnis zu den Besatzungsmächten. Aus ehemaligen Feinden werden Verbündete und sogar Freunde.
Doch schon bald können sich die meisten den Luxus gar nicht mehr leisten, der da so plötzlich in ihren Schaufenstern ausgestellt wird. Preissteigerungen und Angst vor Arbeitslosigkeit bremsen die Aufbruchstimmung, doch die zugesagten Aufbauhilfen aus dem Marshallplan lassen die Menschen am Ende dieses Schicksalsjahres optimistisch in die Zukunft blicken: "Für den Normalbürger war das eine Riesenchance. Das war die neue Ära." "Nun geht es aufwärts. Wenn wir tüchtig sind, dann schaffen wir das." In der Erinnerung der Kinder sind die Bilder von vollen Schaufenstern bis heute prägend: "Wir sahen Dinge, von denen wir gar nicht wussten, dass es sie gab."
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/programm/epg/1948-Schicksalsjahr-des-Nordens,sendung1353030.html
Erstausstrahlung: 14.06.2023
#ndr #doku #geschichte
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Camping ist einer der Reisetrends der letzten Jahre. Der Platz auf der Elbinsel Lühesand ist nicht weit von Hamburg entfernt und besonders, gleichzeitig bietet er den Urlaubern einen spektakulären Blick auf die vorbeifahrenden Containerschiffe.
Vor Melanie Blohm und ihrem Mann Patrick liegt eine spannende Saison. Mehr als 30 Jahre lang hatte sich ihr Vater um alles auf dem Platz gekümmert, jetzt muss das Paar das Tagesgeschäft leiten und versuchen, allen Campern und ihren Wünschen gerecht zu werden. Außerdem sollen sie auf Lühesand eine lange Tradition fortführen. Seit 1933 betreibt Familie Blohm den Campingplatz auf dem 124 Hektar großen Eiland südöstlich von Stade, das größtenteils unter Naturschutz steht. Seit 1987 führte hier Melanies Vater Holger die Geschäfte, ein herausfordernder Job, denn Holger war bislang Fährmann, Betreiber der einzigen Gaststätte, Ferienhausverwalter, Müllfahrer, Veranstaltungsorganisator und Campingplatzbetreiber in einem. Diese Jobs sollen jetzt Melanie und ihr Mann Patrick übernehmen.
"Die Nordreportage" begleitet Familie Blohm an einem der herausforderndsten Wochenenden der Saison, dem Pfingstwochenende, wenn Melanie und Patrick sich nicht nur vor den Campern, sondern auch vor Vater Holger beweisen müssen.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Camping-Currywurst-und-dicke-Poette,sendung1354356.html
Erstausstrahlung: 14.06.2023
#ndr #doku #camping
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Die Taucher bergen immer mehr Teile des versunkenen Schatzes: Kannen, Schalen, Tabletts und immer mehr Besteck. Die Prägung HSDG verrät die Herkunft des Tafelsilbers, es stammt von der Reederei Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft, heute Hamburg Süd. Früher brachte die "Monte Olivia" Fracht und Passagiere über den Atlantik. Später steuerte sie als Kreuzfahrtschiff Häfen in Europa an, ein echter Luxusdampfer. 1945 sank sie durch einen Bombentreffer im Kieler Hafen. Und auch der Silberschatz versank und wurde vergessen.
Hubert Pinto de Kraus und sein Tauchteam halten die Schatzsuche streng geheim, damit die Fundstelle nicht von Plünderern heimgesucht wird. Sie tauchen immer wieder, finden über 300 Gegenstände. Die Zeit drängt, denn eine Pressekonferenz, auf der der Schatz präsentiert werden soll, ist bereits angekündigt. Außerdem sollen die Fundstücke aufgearbeitet und im Internationalen Maritimen Museum Hamburg ausgestellt werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit für die Taucher, um den Silberschatz in der Kieler Förde rechtzeitig zu bergen.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Der-Silberschatz-in-der-Kieler-Foerde,sendung1356946.html
Erstausstrahlung: 13.06.2023
#ndr #doku #schatz
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Wir haben uns auch hier wieder entschieden, die Kommentarfunktion nicht anzubieten, um unsere Protagonistinnen zu schützen. Auch in diesem Film sprechen sie ungwöhnlich offen über ihre finanzielle Lage, die alles andere als einfach ist. Deshalb möchten wir sie keiner, womöglichr harscher Kritik aussetzen. Wir hoffen, ihr versteht das. Feedback zum Film könnt ihr gern über 45Min (at) ndr.de loswerden.
Viele Grüße
Redaktion 45 Min
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Ilona ist beruflich aufgestiegen. Die Postbotin arbeitet jetzt als Depotleiterin eines privaten Postdienstleisters. Sie hat jetzt mehr Verantwortung, doch an ihrer prekären Lage hat sich nichts geändert. Sie bekommt nur den Mindestlohn, trotz der Erhöhung auf 12,00 Euro reicht das Geld kaum für das Nötigste.
Auch Berna muss sparen. Die Verkäuferin ist alleinerziehend. Ihren Sohn hat sie gerade bei der Hausaufgabenbetreuung abgemeldet, weil das Geld dafür fehlt. Auch bei ihr fressen die hohen Preise die Erhöhung des Mindestlohnes mehr als auf. Für viele ist die wirtschaftliche Lage in Deutschland so schlecht wie lange nicht mehr.
Sinken der Reallöhne: Untere Mittelschicht besonders hart getroffen
Die Inflation lag im Jahr 2022 bei sieben Prozent. Der höchste Wert seit den 1970er-Jahren. Besonders gestiegen sind die Kosten für Energie (plus 24 Prozent) und Lebensmittel (plus 21 Prozent). Das dritte Jahr in Folge sanken die Reallöhne; im vergangenen Jahr um vier Prozent. Das heißt, im Schnitt können sich die Menschen von ihrem Gehalt weniger leisten. Das trifft die untere Mitte, die größte Einkommensschicht Deutschlands, besonders hart.
Auch Menschen mit guter Ausbildung sind davon betroffen. Claudia hat einen Hochschulabschluss und arbeitet als Integrationslehrerin. Der Bedarf an Fachkräften in diesem Bereich ist nicht erst seit dem Zuzug vieler Ukrainerinnen und Ukrainer groß. Claudia jedoch kann kaum von ihrem Gehalt leben. Wie viele ihrer Kolleginnen und Kollegen in diesem Bereich ist sie nicht festangestellt und muss hohe Abgaben für die Kranken- und Rentenversicherung zahlen. Ihr Arbeitgeber ist der Staat.
Niedriglohnsektor ist zur Sackgasse geworden
Altkanzler Gerhard Schröder rühmte sich einst damit, den "besten Niedriglohnsektor aufgebaut zu haben, den es in Europa gibt". In den 1990er-Jahren war die Arbeitslosigkeit hoch, die Löhne sollten sinken. Tatsächlich verringerte sich die Arbeitslosenzahl. Doch eine andere Hoffnung erfüllte sich nicht: Der Niedriglohnsektor sollte für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Sprungbrett sein, wurde jedoch für viele zur Sackgasse.
Der Mittelschicht im europäischen Ausland geht es besser
Die Folge: In Deutschland arbeiten prozentual mehr Beschäftigte zu niedrigen Löhnen als in fast jedem anderen europäischen Land. Lediglich in den baltischen Staaten sowie in Polen und Bulgarien ist der Anteil des Niedriglohnsektors am Arbeitsmarkt noch größer. In den europäischen Nachbarländern wie Dänemark, Frankreich oder Schweden sind viel weniger Menschen prekär beschäftigt. Während Postbotin Ilona realisiert, dass sie sich im Alter noch nicht einmal ein Tiny House wird leisten können, gehört ihr dänischer Postbotenkollege Anders wie selbstverständlich zur Mittelschicht. Anders als Ilona fährt er regelmäßig in den Urlaub und muss sich auch im Alter keine Sorgen machen.
Trotz harter Arbeit - kein Wohlstand
Die Autorinnen und Julia Friedrichs und Caroline Rollinger haben die drei Protagonistinnen Ilona, Claudia und Berna bereits für den Film "Die Krise der Mittelschicht: Viel Arbeit, wenig Geld" begleitet. Ein halbes Jahr später treffen sie die Frauen wieder: Wie sind sie durch den Winter gekommen? Wie geht es ihnen heute? Sie erleben mit, wie jede der drei Frauen auf ihre Weise versucht, aus der prekären Lage herauszufinden. Der Film lässt jene zu Wort kommen, die in politischen Sonntagsreden zwar oft vorkommen, sich aber von der Gesellschaft zunehmend vergessen fühlen: Menschen, die hart arbeiten und dennoch von dem Wohlstand in diesem Land kaum profitieren.
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Alle Folgen der Schlossgeister findet ihr in der ARD Mediathek:
https://1.ard.de/schlossgeister_S01_sendungstext
Die exzentrische Familie von Christina Ahlefeldt-Laurvig und Knut Splett-Henning in Rensow ist der Mittelpunkt der Guthausretterszene in Mecklenburg-Vorpommern. Sie lebt in einem behutsam sanierten Haus von 1690 fast wie im Spätbarock. Ein Gesamtkunstwerk voller antiker Möbel und bizarrer Deko-Elemente.
Knut und Christina kaufen mittlerweile erfolgreich eine Ruine nach der anderen, um deren wahren Kern freizulegen und die so geretteten Häuser an weitere Gutshausfans zu übergeben. Ein rastloses, nervenzerfetzendes Leben mit drei Kindern, zwei Hunden und jeder Menge Baustellen. "Das Gutshaus ist wie ein dritter Partner im Bett", witzeln Knut und Christina.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/Schlossgeister-mit-Dachschaden,sendung1353466.html
Erstausstrahlung: 09. Juni 2023
#ndr #ndrdoku #gutshaus
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Philipp Theuer gehört der einzige Lebensmittelladen in der Norderstraße. Er verkauft regionales Obst und Gemüse, bietet Waren unverpackt an und serviert veganen Mittagstisch. Sein Problem: Er benötigt mehr Platz für seine Gäste im Freien, doch der ist in der engen Einbahnstraße Mangelware. Die Idee: eine Terrasse statt Parkplätze.
Die Künstlerin Dany Heck leitet den Kulturladen Norder 147, veranstaltet Workshops, Street-Art-Festivals und Salon-Nights. Noch macht sie vieles allein, reibt sich auf für Kunst und Kultur. Sie braucht dringend Unterstützung, damit sie auch in Zukunft neue Projekte stemmen kann.
Thomas Raake ist Fotograf und besitzt ein Fotogeschäft in der Norderstraße, das letzte seiner Art in Flensburg. Um finanziell zu überleben, muss er kreativ sein: Er bietet spektakuläre Luftaufnahmen an, bei denen er einen Fluggast in einem Segelflugzeug aus einem anderen Flugzeug fotografiert am Himmel über Flensburg.
Mehr dazu: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordstory/Die-Norderstrasse-Flensburgs-In-Meile,sendung1349994.html
Erstausstrahlung: 09. Juni 2023
#ndr #ndrdoku #flensburg
Teil 2 findet ihr hier: youtu.be/lyysLOnKWWM
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War es zunächst nur der Adel, der ans Meer pilgerte - weniger zum Baden, vielmehr um Geschäfte zu besprechen oder Vermählungen anzubahnen und zu flanieren -, zog es im 19. und 20. Jahrhundert auch die bürgerlichen Gesellschaftsschichten, Künstler und Prominente an die See.
Meist wurden prächtige und verspielte Villen dort gebaut, die auch den Status ihrer Besitzer repräsentieren sollten. So ist die so genannte Seebäderarchitektur entstanden. An der deutschen Ostsee zeugen vor allem die Kaiserbäder auf Usedom, Binz auf Rügen und Heiligendamm von dieser einmaligen Baukunst.
Die Geschichte der Seebäder ist aber auch ein Spiegelbild deutscher Geschichte: vom Einfluss des Kaisers Wilhelm II. auf die Entwicklung des Badens über den Bäderantisemitismus bis hin zu der Enteignungswelle "Aktion Rose" an der Ostseeküste in den 1950er-Jahren der DDR. Bis zur Wende verfiel die Schönheit der alten Bauten. Doch für deren Abriss fehlte zum Glück das Geld. Nach der deutschen Wiedervereinigung sind die alten Ostseebäder restauriert worden und erstrahlen heute in neuem Glanz. Sie gehören mittlerweile zu den beliebtesten Urlaubszielen.
Mehr dazu: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/unsere_geschichte/Die-Geschichte-der-deutschen-Seebaeder-An-der-Ostsee,sendung79160.html
Erstausstrahlung: 18.05.2013
#ndr ndrdoku #ostsee
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Förster Peter Martensen weiß, dass es gar nicht so einfach ist, einen Wald mal eben aus der Nutzung zu nehmen und wild werden zu lassen. Bis 2028 soll im Solling ein 1000 Hektar großes Wildnisgebiet entstehen. Dafür ist Peter Martensen verantwortlich und muss dabei viele Wünsche und Weltanschauungen berücksichtigen: Wandervereine, Naturschützer, Touristikexperten und die Feuerwehr wollen bei der neuen Wildnis ein Wörtchen mitreden. Außerdem soll Martensen für den Urwald der Zukunft Baumarten finden und fördern, die mit dem veränderten Klima zurechtkommen.
Die Naturwälder in Niedersachsen werden auf ihrem Weg zur Wildnis wissenschaftlich begleitet: Die Biologen Jonas Hagge und David Singer sind auf der Jagd nach Vogelstimmen und Insekten. Dafür hängen die Experten für Arten- und Biotopschutz Mikrofonboxen und Käferfallen in den Wildnisgebieten auf. Später im Labor hilft den Forschern auch künstliche Intelligenz, um herauszufinden, welche Arten kommen, welche gehen und welche bleiben.
Bekannt für besondere Artenvielfalt und Schönheit ist der Hohenstein südwestlich von Hannover, einer der ältesten Naturwälder in Niedersachsen mit über 100 Jahre alten Buchenwäldern und schroffen, hoch aufragenden Kalksteinfelsen. So viel Natur lockt nicht nur seltene Arten an, sondern auch außergewöhnlich viele Besucher. Förster Heiko Brede versucht, Tieren und Pflanzen mehr Raum und Ruhe zu geben und lässt dafür sogar schweres Gerät auffahren, um alte Wirtschafts- und Wanderwege aufzubaggern.
"Die Nordreportage" zeigt, wie die Wälder in Niedersachsen wieder wilder werden sollen und begleitet Förster und Forscher, die der Natur beim Start in ein wilderes Leben eine helfende Hand reichen.
Gefördert mit Mitteln der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Ganz-schoen-wild,sendung1344644.html
Erstausstrahlung: 08. Juni 2023
#ndr #ndrdoku #wald
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Der ehemalige Bundeswehrsoldat aus Niedersachsen lebt seit acht Jahren in Kiew und hat den Kriegsausbruch hautnah miterlebt. Seine ukrainische Lebensgefährtin und den 14-jährigen Sohn hat er nach Barßel im Landkreis Cloppenburg evakuiert und organisiert seitdem Woche für Woche humanitäre Hilfstransporte. Ein Leben zwischen zwei Welten: Norddeutschland und der Ukraine.
Für Hans de Boer aus Lathen im Landkreis Emsland ist es die erste Fahrt in das angegriffene Land. Die ständigen Nachrichten über Tod und Zerstörung konnte er nicht mehr ertragen. "Man muss schon selber anfassen", begründet der Geschäftsführer einer Spedition seinen Entschluss.
Mit diesen ungleichen Voraussetzungen durchqueren die Männer die gesamte Ukraine. Über Lviv im Westen und Kiew in der Mitte des Landes geht es in den Osten. Ihr Ziel: Charkiw, die stark zerstörte Stadt nahe der Front. Lebensmittel, Kleidung und Haushaltsartikel wollen sie den Menschen bringen. Das Besondere diesmal: Sie nehmen auch etwas mit zurück nach Norddeutschland. Zusammen mit Kindern vor Ort sammeln und bemalen sie Trümmerteile. Diese "Trümmer der Hoffnung" sollen dann zu Gunsten der Ukraine-Hilfe in Deutschland versteigert werden.
"Die Nordreportage" begleitet die beiden Männer von Norddeutschland bis in Ostukraine. Eine gefährliche Reise, denn russische Raketen zielen mittlerweile täglich und willkürlich auf Orte im ganzen Land. Die zivilen Helferinnen und Helfer erleben dabei ein Wechselbad der Gefühle. Wo Leid und Zerstörung am deutlichsten sichtbar sind, ist auch die Freude über die Hilfe aus Deutschland am größten. Die Reportage zeigt, wo die Unterstützung aus Norddeutschland genau ankommt und wie dringend sie immer noch in der Ukraine benötigt wird.
Mehr dazu: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Hilfe-fuer-die-Ukraine,sendung1355646.html
Erstausstrahlung: 07. Juni 2023
#ndr #doku #ukraine
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Bei der Geburt waren die Eisbären-Zwillinge im Rostocker Zoo so groß wie Meerschweinchen. Ein Jahr später bringen sie jeweils um die 150 Kilo auf die Waage. "Es gibt fast nichts Schöneres, als kleine Eisbären spielen zu sehen", so Matthias Petzoldt lachend. Schon zehnmal hat der Revierleiter im Polarium Eisbärenkinder aufwachsen sehen. Die Rostocker sind Profis in Sachen Eisbärenzucht. Seit 60 Jahren. Sie führen auch das internationale Zuchtbuch.
Während einerseits für Nachwuchs gesorgt wird, müssen andere Tiere dringend umziehen. Das Becken der Robben-Anlage ist undicht, bis Sommer 2024 soll eine neue entstehen. Doch wer nimmt Daisy & Co. auf? Die Südafrikanischen Seebären sind mit über 25 schon ganz schön alt. 17 Jahre lang hat Lars Purbst sie betreut. Zum Abschied gibt es feuchte Küsschen.
Von Küsschen träumen Anna Krasselt und Maria Schierstedt nicht. Sie sind schon froh, wenn der quirlige Eisbären-Nachwuchs stillhält. Die Tierpflegerinnen müssen das Geschlecht bestimmen und an das Europäische Erhaltungszuchtprogramm melden. Hier wird festgelegt, wer mit wem für Nachwuchs sorgen darf. Die Rostocker Linie ist weltweit vertreten. Deshalb zieht Eisbären-Mann Akiak nach Frankreich, kommt Eisbärin Lilly aus den Niederlanden an die Ostsee. Das ruft Kollegen vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung auf den Plan: Reproduktionsexperten.
Mehr dazu: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Das-erste-Jahr-der-Eisbaeren-Zwillinge,sendung1354346.html
Erstausstrahlung: 06. Juni 2023
#ndr #doku #eisbären
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In dieser Welt gibt es ein neues Verständnis von Arbeit in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung. Und ein neues Verständnis von Selbstverwirklichung und Eigenverantwortung. Und dafür gibt es konkrete Beispiele in Schleswig-Holstein:
Jessica Hansen vom Malereibetrieb Die Malerin bei Eckernförde stand vor dem gleichen Problem wie viele ihrer Kollegen: Sie konnte keine Fachkräfte finden, überlegte, ob sie überhaupt weitermachen kann. Heute kann sie sich vor Bewerbern nicht mehr retten, denn sie hat in ihrem Malerbetrieb die Viertagewoche eingeführt.
Auf dem Alsenhof in der 2.000-Einwohner-Gemeinde Lägerdorf bei Itzehoe, nördlich von Hamburg, findet Co-Working, Co-Living und Co-Creation statt. Das bedeutet: Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten arbeiten sowohl an eigenen als auch an gemeinsamen Projekten. So profitieren verschiedene Fachrichtungen voneinander und Generationen ergänzen sich gegenseitig. Das Konzept auf dem alten Bauernhof in Lägerdorf ist mehr als nur eine WG für Erwachsene: Während im Co-Working-Space gemeinsam gearbeitet wird, gehen die Bewohner nach Feierabend ihren Hobbys oder eigenen Projekten in offenen Werkstätten nach und wohnen auf dem Hof. Von der klassischen Büroarbeit über Graffitiworkshops bis hin zur Restaurierung eines Pianos kann alles dabei sein. Außerdem soll der Alsenhof ein neuer Mittelpunkt von Lägerdorf werden, an dem Menschen sich treffen und voneinander lernen.
Das Städtische Krankenhaus in Kiel leidet unter Pflegekräftemangel und bietet deshalb ein flexibles Arbeitszeitmodell an, um zum Beispiel Eltern oder Studierende wieder in den Beruf zu holen. Sie können in kürzeren Schichten als Springer auf verschiedenen Stationen arbeiten, auf denen akuter Bedarf besteht. Ohne dieses Modell könnte zum Beispiel die alleinerziehende Intensivkrankenschwester Maria Parting ihrem Beruf nicht mehr nachgehen. So kann sie flexibel arbeiten und das Krankenhaus hat eine Pflegekraft mehr.
Vom Krankenhaus bis zum Handwerksbetrieb: Norddeutsche Unternehmen zeigen verschiedene Ansätze, New Work in drei unterschiedlichen Berufsfeldern zu etablieren und den Mensch in den Mittelpunkt zu stellen. Anders arbeiten, anders leben.
Mehr dazu: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/New-Work-Anders-arbeiten-anders-leben,sendung1354354.html
Erstausstrahlung: 5. Juni 2023
#ndr #doku #newwork
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Konsequent auf einer Luftlinie zu laufen, ohne Geld und Zelt, immer schnurstracks geradeaus, wie soll das funktionieren? Was macht man, wenn man nicht mehr weiterkommt? Wer hilft? Dem Zufall eine Chance zu geben, darauf kommt es an, wenn die beiden Reporter entlang der Luftlinie unterwegs sind.
Thilo Tautz startet diesmal in Goslar, Vanessa Kossen in Bückeburg. Sie lernen 80-jährige Schützköniginnen und 13- jährige Konfirmanden kennen, fahren mit Lamborghinis, klettern auf Dampfloks, wandern mit Alpakas, es geht durch blühende Rapsfelder, über Staumauern und in stillgelegte Minen: auf der Suche nach dem kürzesten Weg und den kuriosesten Geschichten.
Mehr dazu: https://www.ndr.de/fernsehen/programm/epg/Unterwegs-auf-der-Luftlinie,sendung1348918.html
Erstausstrahlung: 29. Mai 2023
#ndr #doku #wandern
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Ingo kommt aus dem hamburgischen Teil des Alten Landes, aus Cranz. Dort gab es früher nur zwei Arten von Gewerbe: Obstbau oder Schifffahrt. Schon Ingos Großvater war Kapitän, dann der Vater, jetzt Ingo. Die Seefahrt hat sich geändert. Ein Turn dauert drei Wochen, erst dann kommt Ingo mit der "Henneke Rambow" zurück. Meistens nach Hamburg. Dann wird proviantiert, die Behörden kommen an Bord, außerdem der Charterer CMA CGM, für den das Schiff fährt, vielleicht auch der Reeder, dem es gehört. "Hamburg ist Stress. Aber alle drei Wochen bin ich in meiner Stadt, was will ich mehr", sagt Ingo.
Ingos Frau Britta kellnert im Elb Blick in Jork-Lühe und hat so auch Verbindung zum Wasser. Mit den Chefs des Lokals ist sie befreundet, Nadine und Vujo Jovic sind die neuen Eigentümer des Altländer Traditionslokals. Wenn auf der Elbe die Kreuzfahrtschiffe vorbeifahren, geht die Chefin gerne auf den Balkon. Britta auch, wenn sie dann arbeitet, aber nur, wenn Ingo vorbeifährt. Ihr Mann ist nur vier Monate im Jahr zu Hause. "Das heißt: Ich mach alles, Steuerberater, Bank, die Freundschaften pflegen und das Frühstück für Dustin", sagt Britta. Der Sohn von Ingo und Britta geht in die BBS, die Berufsbildende Schule in Buxtehude. Noch ein Jahr bis zum Abi, und gerade ist das Thema "Globalisierung" dran. "Da ist meine Familie ein Teil von", sagt Dustin trocken.
Die Stadt Tilbury an der Themse, Rotterdam in den Niederlanden, Ferrol in Spanien und die Kanaren, schließlich Casablanca, wo die marokkanische Wache das heimische Arganöl an Bord verkauft, nebenberuflich sozusagen. Und immer wieder Lader und Löscher, Container an Bord, Container von Bord. Schon lange wissen die Kapitäne nicht mehr, was da drin ist. Von Gefahrengut einmal abgesehen. "Den Welthandel verstehst du sowieso nicht. Die Seefahrt ist zur reinen Dienstleistung geworden. Aber die Stimmung bei uns an Bord, das passt", sagt Ingo Drewes.
Die Rambow-Reederei aus Drochtersen an der Elbe, achtet darauf, dass die Crew konstant bleibt: Auf der "Henneke Rambow" fahren 13 Mann, Vladimir aus Weißrussland ist der Chief, der 1. Maschinist an Bord, Jozef, der Koch von den Philippinen, hat schon als Junge in die Töpfe der Mutter geguckt. Ingo ist der einzige ständige Deutsche, der hier fährt. "Dafür kommt das Schiff sogar aus Hamburg. Typ 168 von der Sietas-Werft, 52 Mal so gebaut, ein Erfolgsmodell. Die Werft in Hamburg-Neuenfelde gibt es nicht mehr, ein Opfer der Finanzkrise von 2007. Aber die Schiffe überleben mich. Kannst du besser nicht bauen", sagt Ingo.
Der NDR hat Ingo Drewes und seine Familie auf ihren Wegen begleitet, von Hamburg nach Casablanca, von Lühe nach Buxtehude. Eine "nordstory" vom Deich hinterm Haus bis hinter den Horizont in die große weite Welt.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordstory/Von-Hamburg-Cranz-nach-Casablanca,sendung1349100.html
Erstausstrahlung: 02.06.2023
#ndr #doku #schiffe
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Moderatorin Laura Lange besucht die wohl schönsten Frühlingsorte an der Küste. Sie trifft einen Tulpenzüchter und lässt sich erklären, was die niederländischen Tulpen so besonders macht und wie er seine 500 verschiedenen Sorten unterscheiden kann.
Außerdem besucht sie den Keukenhof, den wahrscheinlich größten Tulpenpark der Welt. Sie lässt sich von den Gärtnern eine besondere Pflanztechnik, die Lasagne-Methode, zeigen. Vom Hofarchitekten bekommt sie Informationen über die ausgeklügelte Farbanordnung der Beete, die Planung und für die besten Selfie-Fotospots im Blumenmeer.
Außerdem im "Nordseereport Spezial":
Eine XXL-Blumenparade entlang der Nordseeküste
Eine kulinarische Frühjahrstour in Zeeland
Saisonstart auf dem Dünencampingplatz auf Ameland
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordseereport/Nordseereport-Spezial,sendung1348894.html
Erstausstrahlung: 28.05.2023
#ndr #doku #niederlande
Bei jeder Etappe werden Punkte vergeben, die zu einem Gesamtergebnis addiert werden. Der Sieger erhält 5 Zähler, der zweite 4 - und so weiter. Wer eine Etappe nicht beendet, bekommt auch keine Punkte. Die doppelte Punktzahl gibt es auf den Etappen 3 und 5. Wobei die Punkvergabe auf der dritten und längsten Etappe von Kapstadt nach Itajai/Brasilien über 12.750 Seemeilen aufgeteilt wird: Die eine Hälfte gibt es beim Passieren des 143. Längengrades Ost, die andere bei der Ankunft in Brasilien.
Sind am Ende zwei oder mehrere Boote punktgleich, entscheidet die bessere Platzierung bei den sogenannten In-Port Races.
Insgesamt dauert das Ocean Race mehr als ein halbes Jahr und kommt auf dem Weg in Kiel vorbei. Die siebte und letzte Etappe wird am 15. Juni in Den Haag gestartet. Sie endet mit dem großen Finale in Genua. Die Entscheidung wird für den 1. Juli erwartet.
Wir begleiten den Hamburger Boris Herrmann, Susann Beucke aus Kiel und die anderen Deutschen, während des kompletten Ocean Race 2023. Über sechs Monate werden wir immer wieder Ausschnitte aus ihren Etappen von Alicante bis Genua veröffentlichen.
Mehr dazu: https://www.ndr.de/sport
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Erstausstrahlung: 01.06.2023
#ndr #doku #oceanrace
Sie wollen Profi werden, geben alles dafür. Das nutzt ein mächtiger Manager und Trainer offenbar aus: Er will ihre nackten Körper berühren, erzählen Betroffene. Der Mann gilt im Tennis als Strippenzieher. Als jemand, der Karrieren fördern oder zerstören kann. Spieler, Eltern, Funktionäre scheinen von ihm abhängig zu sein. Der Film gibt Betroffenen eine Stimme und zeigt Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse im Sport. Dazu Strukturen, die Übergriffe ermöglichen und Täter, die das gezielt ausnutzen.
https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2023/missbrauchsverdacht-schleppende-aufklaerung-beim-tennisbund,tennis1654.html
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Wer sexuellen Missbrauch erlebt hat, hat mehrere Anlaufpunkte. Hier gibt es Hilfe:
Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch
Tel.: 0800 22 55 530 (Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr; Di, Do: 15.00 bis 20.00 Uhr)
https://www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon
Anrufen - auch im Zweifelsfall
Anlauf gegen Gewalt
Tel.: 0800 90 90 444 (Mo. 11-14 Uhr; Do. 16-19 Uhr)
Mail: kontakt@anlauf-gegen-gewalt.org
anlauf-gegen-gewalt.org
Infotelefon Aufarbeitung sexueller Kindesmissbrauch
0800 40 300 40 (kostenfrei & anonym)
www.aufarbeitungskommission.de
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Erstausstrahlung: 04.06.2023
#ndr #doku #tennis
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Einer der Hauptverkehrsknotenpunkte im ausgebauten Streckenplan ist Hamburg, das "Tor zur Welt". Von dort geht es über Nacht mit dem Zug unter anderem nach Wien, Zürich und erstmals seit 28 Jahren auch wieder nach Stockholm. Wie kommen die rollenden Hotels bei der Kundschaft an?
Neue Reiselust auf der Schiene: "Die Nordreportage" begleitet Schaffner, Logistiker und Housekeeper während ihrer kräftezehrenden Nachtschicht. Sie müssen sieben Waggons voller Touristen und Businessreisenden bedienen. Erstmals an Bord im Nightjet von Hamburg nach Innsbruck: Milena (29) und ihr Mann Matthias (32) mit ihrer zwei Monate alten Tochter Cleo. Die Familie ist Bahn-Fan, hat kein eigenes Auto und fliegt auch nicht. Milena und Matthias waren mit dem Zug bereits in Spanien, Dänemark, Portugal, Polen, Italien und Frankreich, oft auch per Nachtzug. Wie nehmen sie den Service im modernisierten Zug wahr und welche Herausforderungen lauern auf der Strecke?
Der ÖBB-Nightjet fährt mit bis zu 230 km/h in rund zwölf Stunden von Hamburg bis nach Innsbruck. Die Reisenden haben die Wahl zwischen Sitz-, Liege- oder Schlafwagen, ob im Privatabteil oder gemeinsam mit bis zu fünf weiteren Mitfahrenden. Die Tickets sind heiß begehrt und die Züge oft auf Monate hinaus ausgebucht. Die Fahrt von Hamburg nach Innsbruck kostet pro Person zwischen 30 Euro in der Sparschiene und 270 Euro im eigenen Schlafabteil mit WC und Dusche, inklusivse Frühstück sowie persönlicher Weckservice.
Die Nachtreise auf der Schiene entwickelt sich immer mehr zur klimafreundlichen Alternative zum sogenannten Billigflieger. Laut Umweltbundesamt stößt beispielsweise eine Reise von Hamburg nach Innsbruck im Nachtzug pro Person 50-mal weniger CO2 aus als im Flugzeug und rund 30-mal weniger als im Auto. Die Bahnfahrer umgehen zudem Securitychecks, kilometerlange Staus und die derzeit steigenden Hotelkosten. Sie schätzen das "romantische Reisegefühl auf der Schiene" und fühlen sich häufig auch an ihre Kindheit und Jugend erinnert, zum Beispiel an die Europa-Rundreisen per Interrail-Ticket. Hält das Comeback des Nachtzuges das, was es verspricht?
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Comeback-des-Nachtzugs,sendung1354350.html
Erstausstrahlung: 01.06.2023
#ndr #doku #nachtzug
"Ich helfe Paaren, die Gespräche zu führen, die sie führen sollten, aber bisher nicht führen konnten", sagt Paartherapeut Eric Hegmann. In der sechsteiligen Doku-Serie "Die Paartherapie" erzählen Frauen und Männer authentisch und offen von ihren Schwierigkeiten und gehen damit den ersten Schritt, um sich wieder näher zu kommen. Vier Paare begeben sich auf die Couch. Sie wollen sich ihren Problemen stellen und in einem Intensiv-Coaching ihre Beziehung mit der Hilfe von Paartherapeut Eric Hegmann aus der Krise führen.
Jedes Paar ist anders, doch die Schwierigkeiten, die die Beziehungen belasten sind typisch und tauchen früher oder später in vielen Partnerschaften auf. Denn "die meisten von uns haben nie gelernt, Beziehungen zu führen. Dabei bestimmen sie jeden Tag unser Leben", sagt Eric Hegemann. "Die Paartherapie" bietet auf unterhaltsame Weise echte Lebenshilfe und kann allen als Handbuch für die Liebe dienen.
🎥 Weitere Dokus findet ihr in der ARD Mediathek: https://www.ardmediathek.de/dokus
#paartherapie #partnerschaft #ard
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Die Liebe zu alten Autos wurde dem Libanesen in die Wiege gelegt. Schon als Kind schraubte der mittlerweile 45-Jährige in der Autowerkstatt seines Vaters nördlich von Beirut an alten Taxen vom Typ Mercedes herum. Nach seiner Ausbildung zum Kfz-Mechaniker kam er mit 19 Jahren nach Deutschland, um Maschinenbau zu studieren und die Heimat der seiner Meinung nach besten Autobauer der Welt kennenzulernen.
Raymond geht das Herz auf bei Autos, unter deren Haube man noch einen Motor erkennt und an denen man noch selbst herumschrauben kann. Mit seiner Kfz-Werkstatt und seinem Old- und Youngtimerhandel hat er sich seinen Lebenstraum erfüllt. "Nicht jeder kann sich einen Oldtimer oder einen Neuwagen leisten, daher biete ich den Leuten Youngtimer wie Golf III oder BMW 3 an. Diese Autos haben Charakter", sagt er.
In Coronazeiten, als der Markt für den Oldtimerhandel tot war und er nicht mehr reisen konnte, um alte Autos zu importieren, baute Ray kurzerhand einen alten britischen Pferdeanhänger zu einem libanesischen Foodtruck um. "Ich wusste nicht, wie die Werkstatt laufen würde und wollte ein zweites Standbein." In seiner Familie im Libanon ist es selbstverständlich, mit frischen Zutaten und Kräutern zu kochen. "Die libanesische Küche ist für mich ein Stück Heimat." Neben der Autowerkstatt zaubert Ray inzwischen auf Geburtstagsfeiern oder Firmenjubiläen Falafel, selbst kreierte Hackspieße oder Oreganosalate und ist überrascht, wie sehr die Menschen sein Essen lieben. "Meine Frau würde am liebsten, dass ich damit aufhöre, da häufig Wochenenden dafür draufgehen. Aber für mich ist es Entspannung und ich liebe es einfach, Menschen mit Essen glücklich zu machen."
Mehr dazu: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Zu-schoen-fuer-den-Schrottplatz,sendung1345004.html
Erstausstrahlung: 31. Mai 2023
#ndr #doku #autos
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Ständig wechselndes Licht, Nebel und Wind verändern die Landschaft und Lebensräume von Seehunden, Krabben und Flundern. Das komplexe Binnensystem mit seiner einzigartigen Flora und Fauna birgt unzählige Geschichten und einzigartige Lebensformen, deren Entdeckung dieser Dokumentarfilm erlebbar macht. Mal richtet sich der Blick auf kleine Details, mal auf das große Ganze. Zugvögel und Touristen, die jedes Jahr kommen und gehen, die Veränderung der Farbgebung von Watt und Wasser und der faszinierende Wechsel der Gezeiten sind ein sich wiederholender Zyklus.
Mit faszinierenden Bildern von Quallen, Krabben und Seehunden, mit Geschichten aus dem Alltag der Menschen zeichnet Pieter-Rim de Kroon das Panorama einer einzigartigen Region mitten in Europa. Da ist der Briefträger, der die Post auf einer Lore bringt, die Pastorin, die tauft und beerdigt, auch die Organistin, die ihr Instrument stimmt. Die Verknüpfung von Naturbildern und Alltagsbeobachtungen zeigt einerseits das symbiotische Miteinander, andererseits aber auch die Gefahr, die vom Menschen für die Natur ausgeht, zum Beispiel, wenn Touristenströme die Inseln überschwemmen oder in der Region nach Öl und Gas gebohrt wird.
Mehr dazu: https://www.ndr.de/fernsehen/programm/epg/Im-Spiel-der-Gezeiten-die-Welt-des-Wattenmeers,sendung1348914.html
Erstausstrahlung: 29. Mai 2023
#ndr #doku #wattenmeer
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Am 27. Mai 2023 wird Henry Kissinger 100 Jahre alt, eine politische Jahrhundertgestalt. Bis heute sind die Einschätzungen und der Rat des "Altmeisters der Diplomatie" gefragt. Beim Ukraine-Krieg empfahl er zunächst ein "realpolitisches" Einlenken gegenüber Russland, um dann beim Weltwirtschaftsforum in Davos 2023 für "harte Kante" gegenüber Moskau und eine Aufnahme der Ukraine in die NATO zu werben.
Der renommierte Dokumentarfilmer Stephan Lamby zeichnet das Bild eines Politikers zwischen Macht und Moral, der ein Jahrhundert Weltpolitik miterlebte und gestaltete.
Vertreter einer harten Realpolitik
Kissinger war ein mächtiger Mann: als Nationaler Sicherheitsberater und Außenminister unter US-Präsident Richard M. Nixon, als Vertreter einer harten Realpolitik ebenso wie als Architekt der Entspannung im Kalten Krieg, als Wegbereiter für die Annäherung zwischen den USA und China und als Vermittler bei den Friedensbemühungen im Nahen Osten. Legendär war seine Pendeldiplomatie zwischen Kairo und Jerusalem. Obwohl er seit 1977 kein Regierungsamt mehr innehatte, gehörte er zu den wichtigsten Beratern der US-Präsidenten Ronald Reagan und George W. Bush.
Der aus Fürth stammende Harvard-Professor Kissinger kannte fast alle bedeutenden Staatsmänner der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts persönlich und war ein enger Freund von Helmut Schmidt. Henry Kissingers Rat bleibt gefragt, bis heute. Was seine eigene Vergangenheit betrifft, war er deutlich schweigsamer. Obwohl er 1973 den Friedensnobelpreis erhielt und in vielen Ländern als Politstar gefeiert wurde, verfolgten ihn lange Zeit schwere Vorwürfe: Welche Schuld trug Kissinger an der Eskalation des Vietnamkrieges? Welche Rolle spielte er Anfang der 1970er-Jahre beim Putschversuch gegen den chilenischen Präsidenten Salvador Allende oder während der Militärdiktatur in Argentinien?
Ein Gespräch über Macht und Moral
2007 gelang es dem renommierten Dokumentarfilmer Stephan Lamby, Kissinger zu seinem politischen Leben und Handeln zu befragen. Es wurde ein ungewöhnliches Gespräch über Macht und Moral. In dem aufwendig recherchierten Film kommen zudem zahlreiche hochkarätige Zeitzeugen zu Wort, darunter George W. Bush, Alexander Haig, James R. Schlesinger, Helmut Schmidt, Norman Mailer und Carl Bernstein. Der Film nutzt private Super-8-Aufnahmen und geheime Abhörbänder aus dem Oval Office und bietet so einen ungewöhnlichen Einblick in das Weiße Haus der 1970er-Jahre. Die Geheimnisse der Supermacht USA, Bombardierungen, CIA-Aktionen, verdeckte Reisen zu feindlichen Regierungen, Abhörmaßnahmen gegen Mitarbeitende, erscheinen in einem neuen Licht, kommentiert von einem Mann, der im Zentrum der Macht stand: Henry Kissinger.
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#Kissinger #USA #Außenminister
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Deshalb ist Wencke Burzlaff gefragt als Gestalterin von Wohnräumen und Häusern. Sei die Wohnung auch noch so klein wie die in Graal-Müritz, die sie gerade einrichtet, oder so riesig wie Schloss Rattey, in das sie Ferienwohnungen baut. Im Moment versucht sie auch noch, einen lang gehegten Traum umzusetzen: Sie baut ihr eigenes Elternhaus komplett um. Ein Projekt mit Tücken.
Tücken bei Sanierungen kennt Ines Kagerer genau. Die Bauherrin hat sich an das alte Rostocker Telegrafenamt gewagt und wird nun endlich fertig. Wo jahrzehntelang Tauben hausten, sich Schutt und Dreck stapelten, sind moderne, lichtdurchflutete Wohnungen entstanden. Ines Kagerer kann es manchmal selbst nicht glauben. Wohnträume erfüllen ist ihre Passion. Sie baut um und baut neu. In Innenhöfen der Hansestadt Rostock verstecken sich ihre modernen Stadthäuser. Für sich selbst hat sie eine Scheune auf dem Land ausgebaut.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordstory/Verruecktes-Wohnen-in-MV,sendung1348846.html
Erstausstrahlung: 26.05.2023
#ndr #doku #wohnen
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Was mit knapp einer halben Milliarde Euro doppelt so viel gekostet hat wie veranschlagt, soll nach 1945 endlich Unabhängigkeit von russischen Förderationsgewässern, mehr Sicherheit in Kriegszeiten, wirtschaftlichen Aufschwung für das zuvor vergessene Südufer der Weichsellagune und den Wiederanschluss Elbings als Hafenstadt an den Ostseehandel bringen, so das Wunschdenken der Macher. Dabei führt das Mammutprojekt nicht nur mitten durch ein EU Natura-2000- Gebiet: Die polnische Regierung hat kritische Umweltstudien im Vorfeld einfach "abgelehnt". Weder Fahrrinnentiefen oder Folgekosten oder Umweltauswirkungen sind vollständig zu Ende gedacht, fürchten Kritiker. Welche Chancen und welche Risiken stecken in dem neuen Ostseezugang für die Regionen rund um die Weichsellagune?
Erster Bootsstopp nach dem Schleusen: die Touristenhochburg Krynica Morska (deutsch: Kahlberg) auf der Landzunge der Frischen Nehrung. Hier hatte der Vater von Przemek Figiel schon einen Kiosk, der sein florierendes Geschäft mit Luftmatratzen, Postkarten und Souvenirs auch seinem Sohn vererben möchte. Aber der neue Kanal könnte die unberührte Natur, ihre Lebensgrundlage, bedrohen, glaubt Przemek Figiel. Ein Monsterbau im eigenen Vorgarten, keine rechtliche Grundlage, keinerlei Gedanken seitens der Regierung über die Folgen für Wasserqualität und Landschaft und reine Fehlkalkulation, ihm fallen viele Gründe ein. Die Bedenken von ihm und seinen Nachbarn wurden und werden nicht gehört. Er trifft den Danziger Umweltwissenschaftler Maciej Przewozniak, der schon vor zehn Jahren vor den Kanalbaufolgen warnte. Eine Bestandsaufnahme der beiden am nördlichen Ufer der Weichsellagune, wo Figiel schon nach nur acht Monaten der Inbetriebnahme des Kanals deutlich weniger Bernstein bemerkt.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ostsee-report/Fluch-oder-Segen-Der-neue-Kanal-durch-die-Frische-Nehrung,sendung1348612.html
Erstausstrahlung: 21.05.2023
#ndr #doku #frischenehrung
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Zehntausende Geschäfte mussten in den vergangenen Jahren bereits schließen. Handelsexperten schätzen, dass sich das Ladensterben in Deutschland in den nächsten zehn Jahren aber noch deutlich beschleunigen könnte. Betroffen sind vor allem inhabergeführte Geschäfte im Einzelhandel.
Wie das Textilgeschäft von Tim Kröger, das seit drei Generationen im Familienbesitz ist. Der Laden liegt mitten in der Fußgängerzone von Bad Bevensen. Stadtbewohner und Kurgäste kaufen hier ein. Doch Tim Kröger zieht die Reißleine. Schon seit Jahren hat er überlegt, den Schritt immer wieder hinausgezögert, doch jetzt hat er keine Lust mehr. Räumungsverkaufs-Profi Carsten Meyer und sein Team helfen ihm beim letzten großen Ausverkauf.
Auch bei Ambiente in Hildesheim ist bald Schluss. Corona, Wirtschaftskrise und Unsicherheiten beim Mietvertrag haben dem Anbieter für alles rund ums Kochen und die Küche zugesetzt. Am Ende wurde es zu viel für Familie Wechler. Ein paar Monate Räumungsverkauf, dann verschwindet das Geschäft aus der Innenstadt von Hildesheim.
"Die Nordreportage" begleitet die Profis beim letzten großen Ausverkauf und zeigt Menschen, die sich jahrelang für ihren Laden eingesetzt haben und ihn nun ein letztes Mal öffnen.
Mehr dazu:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordreportage/Ein-letztes-Schnaeppchen-Raeumungsverkaeufer-im-Einsatz,sendung1168284.html
Erstausstrahlung: 25.05.2023
#ndr #doku #ausverkauf


