Martin Lücker - Organist
J.S. Bach: Fantasie c-moll BWV 562 - Martin Lücker
updated
Canonische Veränderungen „Vom Himmel hoch, da komm‘ ich her“ BWV 769a
I In Canone all’ Ottava
II In Canone alla Quinta
III Canto fermo in Canone
IV In Canone alla Settima
V In Canone all‘ Ottava per Augmentationem
Martin Lücker an der Rieger-Orgel der St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Präludium und Fuge C-Dur BWV 547
Martin Lücker
an der Rieger-Orgel der St. Katharinenkirche,
Frankfurt am Main
Fuge h-moll über ein Thema von Corelli BWV 579
Martin Lücker
an der Rieger-Orgel der St. Katharinenkirche,
Frankfurt am Main
Sonate A-Dur op. 65, Nr. 3
Con moto maestoso, Andante tranquillo
Martin Lücker an der Rieger-Orgel der St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Triosonate e-moll BWV 528
Adagio/Vivace – Andante – Un poco allegro
Martin Lücker an der Rieger-Orgel der St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Phantasie über den Choral
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“ op. 52, Nr. 2
Martin Lücker an der Rieger-Orgel der St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Präludium und Fuge h-moll BWV 544
Martin Lücker
an der Rieger-Orgel der St. Katharinenkirche,
Frankfurt am Main
Sonate h-moll op. 15
Allegro – Andante – Ciacona
Martin Lücker
an der Rieger-Orgel der St. Katharinenkirche,
Frankfurt am Main
Drei Stücke für Violoncello Orgel op. 150
Abendlied 0:20
Pastorale 4:50
Elegie 10:00
Sabine Krams, Violoncello
Martin Lücker an der Rieger-Orgel:
St. Katharinenkirche – An der Hauptwache – Frankfurt am Main
Konzertmitschnitt vom 23. Mai 2023 aus:
hellhoerig@hauptwache
Eine Konzertreihe des Museumsorchesters Frankfurt
Canzone Es-Dur op. 65, Nr. 9
Martin Lücker
an der Rieger-Orgel der St. Katharinenkirche,
Frankfurt am Main
ger
Toccata und Fuge d-moll/D-Dur
Nr. 5 und 6 aus:
Zwölf Stücke für die Orgel op. 59
Martin Lücker
an der Rieger-Orgel der St. Katharinenkirche,Frankfurt am Main
Sonate f-moll op. 65, Nr. 1
Allegro moderato e serioso – Adagio –
Recitativo (Andante) – Allegro assai vivace
Martin Lücker
an der Rieger-Orgel der St. Katharinenkirche,
Frankfurt am Main
„Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ“ BWV 639
„In dich hab ich gehoffet“ BWV 640
„Wenn wir in höchsten Nöten sein“ BWV 641
„Wer nur den lieben Gott läßt walten“ BWV 642
„Alle Menschen müssen sterben“ BWV 643
„Ach wie nichtig, ach wie flüchtig“ BWV 644
Martin Lücker
an der Rieger-Orgel der St. Katharinenkirche,Frankfurt am Main
5:45 Oliver Messiaen: Les Mains de l´Abîme
13:48 Girolamo Frescobaldi: Toccata per la levatione
17:50 Frank Gerhardt: lectiones no.VI „ARCHE“
32:00 Girolamo Frescobaldi: Toccata per la levatione
35:40 Klaus Huber: In te Domine speravi
41:55 Jan Pieterszoon Sweelinck: Echofantasie in a
Konzept: Evelin Stadler, Martin Lücker
Choreografie+Video: Evelin Stadler
Kostümidee: Giuseppe de Filippis
Kuratierung und theologische Beratung: Dr.Olaf Lewerenz
Technische Koordination: Deniz Rehbein
Installation: Karsten Kraft „Große Kreuzigung“
Uraufführung 12.März 2023
St.Katharinen/Frankfurt
Mit freundlicher Unterstützung durch
Vereinigung zur Förderung der Kirchenmusik an St.Katharinen
Grunelius-Stiftung
Cronstetten-Stiftung
Angelehnt an das Triptychon „Die große Kreuzigung“ von Karsten Kraft rührt dieser Abend im Zusammenspiel von Musik, Tanz und Videoprojektionen an die Texturen des Schmerzes. Deren haptische Erfahrbarkeit und die Grenzen dieser Wahrnehmung werden in vielfachen Spiegelungen immer wieder neu befragt. Enthüllt und verdeckt zugleich ist der ungeschützte Körper auf seine Menschlichkeit zurückgeworfen und aufgefangen. Der unterschiedlichen Form- und Klangsprache barocker und zeitgenössischer Orgelmusik folgend, entsteht die Choreografie, die im Dialog zwischen live-Performance und Video den Begriff des Tanzsolos erweitert.
Evelin Stadler
Der Komponist Frank Gerhardt zu
lectiones No. VI „Arche“:
„In what torn ship soever I embark,
That ship shall be my emblem of Thy Ark.“
(John Donne)
Die 2006 begonnene Werkreihe der „Lectiones“ ist als umfangreiche Sammlung von Solostücken konzipiert, die einzeln, in Teilen oder auch zyklisch aufgeführt werden können.
Die ersten Planungen zur heute uraufgeführten „ARCHE“ liegen schon 10 Jahre zurück. Von Anfang an war ein grundlegender Gedanke, weniger die Handlung der Genesis zu vertonen, als eher den vielfältigen Rahmen dessen zu umschreiben, was begrifflich damit verbunden ist: Orte der Bewahrung und der Hoffnung, aber auch Aufbrüche ins Ungewisse.
2 kurze Momente der biblischen Erzählung bilden den Ausgangspunkt der beiden stark kontrastierenden Teile des Stückes: die kräftige, sich groß aufwerfende Bogenform des Hauptteils erfährt dabei ihr Gegengewicht im leeren Raum des Endes, wo nur noch einzelne Klang-Sonden im Nichts kreisen.
Die ARCHE zählt zu den wichtigsten Topoi unserer Kultur. So unendliche viele Facetten und Deutungen sind in dieses Bild eingelegt worden, dass ein einzelnes Musikstück dem immer nur unzureichend entgegentreten kann. Im Laufe der langen Entstehungszeit wurde sie immer mehr zu einer Metapher für die Möglichkeiten meines eigenen Arbeitens: ein Rückzugsort aber auch eine Hoffnung in die Überwindung seiner eigenen Grenzen.
Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564
Martin Lücker
an der Rieger-Orgel der St. Katharinenkirche,
Frankfurt am Main
5:45 Oliver Messiaen: Les Mains de l´Abîme
13:48 Girolamo Frescobaldi: Toccata per la levatione
17:50 Frank Gerhardt: lectiones no.VI „ARCHE“
32:00 Girolamo Frescobaldi: Toccata per la levatione
35:40 Klaus Huber: In te Domine speravi
41:55 Jan Pieterszoon Sweelinck: Echofantasie in a
Konzept: Evelin Stadler, Martin Lücker
Choreografie+Video: Evelin Stadler
Kostümidee: Giuseppe de Filippis
Kuratierung und theologische Beratung: Dr.Olaf Lewerenz
Technische Koordination: Deniz Rehbein
Installation: Karsten Kraft „Große Kreuzigung“
Uraufführung 12.März 2023
St.Katharinen/Frankfurt
Mit freundlicher Unterstützung durch
Vereinigung zur Förderung der Kirchenmusik an St.Katharinen
Grunelius-Stiftung
Cronstetten-Stiftung
Angelehnt an das Triptychon „Die große Kreuzigung“ von Karsten Kraft rührt dieser Abend im Zusammenspiel von Musik, Tanz und Videoprojektionen an die Texturen des Schmerzes. Deren haptische Erfahrbarkeit und die Grenzen dieser Wahrnehmung werden in vielfachen Spiegelungen immer wieder neu befragt. Enthüllt und verdeckt zugleich ist der ungeschützte Körper auf seine Menschlichkeit zurückgeworfen und aufgefangen. Der unterschiedlichen Form- und Klangsprache barocker und zeitgenössischer Orgelmusik folgend, entsteht die Choreografie, die im Dialog zwischen live-Performance und Video den Begriff des Tanzsolos erweitert.
Evelin Stadler
Der Komponist Frank Gerhardt zu
lectiones No. VI „Arche“:
„In what torn ship soever I embark,
That ship shall be my emblem of Thy Ark.“
(John Donne)
Die 2006 begonnene Werkreihe der „Lectiones“ ist als umfangreiche Sammlung von Solostücken konzipiert, die einzeln, in Teilen oder auch zyklisch aufgeführt werden können.
Die ersten Planungen zur heute uraufgeführten „ARCHE“ liegen schon 10 Jahre zurück. Von Anfang an war ein grundlegender Gedanke, weniger die Handlung der Genesis zu vertonen, als eher den vielfältigen Rahmen dessen zu umschreiben, was begrifflich damit verbunden ist: Orte der Bewahrung und der Hoffnung, aber auch Aufbrüche ins Ungewisse.
2 kurze Momente der biblischen Erzählung bilden den Ausgangspunkt der beiden stark kontrastierenden Teile des Stückes: die kräftige, sich groß aufwerfende Bogenform des Hauptteils erfährt dabei ihr Gegengewicht im leeren Raum des Endes, wo nur noch einzelne Klang-Sonden im Nichts kreisen.
Die ARCHE zählt zu den wichtigsten Topoi unserer Kultur. So unendliche viele Facetten und Deutungen sind in dieses Bild eingelegt worden, dass ein einzelnes Musikstück dem immer nur unzureichend entgegentreten kann. Im Laufe der langen Entstehungszeit wurde sie immer mehr zu einer Metapher für die Möglichkeiten meines eigenen Arbeitens: ein Rückzugsort aber auch eine Hoffnung in die Überwindung seiner eigenen Grenzen.
Feierlicher Einzug der Ritter des Johanniterordens
für Bläser und Orgel
Arrangiert von Johannes Matthias Michel
Martin Lücker
an der Rieger-Orgel
der St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Frankfurt Chamber Brass
Trompete
Matthias Kowalczyk / Dominik Ring / Markus Bebek /
Wolfgang Guggenberger
Horn
Matthijs Heugen / Sulamith Seidenberg
Posaune
Miguel García Casas / Hartmut Friedrich / Manfred Keller /
Rainer Hoffmann
Tuba
József Juhász-Aba
Livemitschnitt aus dem Konzert
„Hellhörig@Hauptwache“ am 11. Oktober 2022
Aufnahme und Bearbeitung: Tobias Kästle
HELLHÖRIG@HAUPTWACHE
Frankfurt hat eine spannende Konzertreihe! In den »Hellhörig«-Konzerten musizieren Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters mitten in der Stadt: in der Katharinenkirche an der Hauptwache.
Auch die Uhrzeit ist ungewöhnlich:
jeweils dienstags um 13:15 Uhr
unter dem Motto »45 Minuten Musik - sonst nix«.
Doch so ganz stimmt das nicht!
Denn der Eintritt ist zwar kostenlos – die Konzerte aber nicht umsonst: Alle »Hellhörig«-Konzerte finden für einen guten Zweck statt.
Die Herbststaffel 2022 von hellhörig@hauptwache kommt dem
Verein MainLichtblick e.V. zugute.
Die Reihe »Hellhörig« findet im Frühling und im Herbst statt. Mit diesen Benefizkonzerten möchten das Orchester seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst nachgehen und das kulturelle und gesellschaftliche Zusammenleben Frankfurts aktiv mitgestalten.
Denn Kultur kann mehr.
„Sie standen mitten im verschatteten Zimmer und redeten gedämpft…“ (2005)
Rhapsodie für große Orgel – Erstaufführung –
Konzertmitschnitt vom 3. Oktober 2021
Martin Lücker
an der Rieger-Orgel der St. Katharinenkirche
Frankfurt am Main
Der Komponist Claus Kühnl zu seiner Orgelrhapsodie
„sie standen mitten im verschatteten Zimmer, und redeten gedämpft“ (2005) :
Unmittelbare Anregung zu meinem ersten Konzertstück für Orgel war mir die Lektüre der Romantetralogie Joseph und seine Brüder von Thomas Mann, insbesondere das Kapitel Die schmerzliche Zunge (Spiel und Nachspiel) aus dem „siebenten Hauptstück“ des dritten Buches (Joseph in Ägypten). Wer den Zusammenhang der in meiner Partitur vermerkten Textbruchstücke zu erfassen wünscht, dem sei die Lektüre der etwa 23 Seiten empfohlen. Ähnlich dem Verfahren gewisser Meister des Barock, ist jedoch auch dieses Stück als instrumentale „Klang-Rede“ konzipiert, das heißt, es kann ebenso gut als reine Instrumentalmusik – ohne den dramatischen Kontext – rezipiert werden. Die dramatische Wirkung rührt daher, dass der komplette zeitliche Verlauf durch die Montage mehr oder weniger auffälliger musikalischer Kurzmotive zustande kommt: man könnte auch von „rhetorischen Figuren“ sprechen. Insofern verweist der Titel sowohl auf den Inhalt als auch auf die Satztechnik („redeten…“). Für die Vorstellung der lispelnden Eni, die sich durch heftigen Biss auf die Zunge derart selbst verletzt hat, damit es ihr gelänge, das Ungeheuerliche in kindlichem Ton aussprechen zu können, wurde beispielsweise ein aus Buchstaben gebildetes, so genanntes „soggetto cavato“ komponiert. Aus den übrigen sechs, zur Oktave komplementären Halbtönen wurde das Joseph-Tonsymbol gebildet. Dieses erscheint als seine „Redefigur“ auch gespiegelt, retrograd, sowie retrogradgespiegelt in je 12 Transpositionen, also in den 48 zwölftönigen Varianten, während die „Eni- Töne“ in insistierender Manier – fast kaum verändert – notiert wurden. Der Konflikt zwischen dem Mutter- und dem Vatergöttlichen, auf den der Kampf zwischen Mut-em-inet, der Frau Potiphars, und Joseph, dem Sohn Jaakobs letztendlich hinausläuft, wurde durch zwei ineinander übergehende Allusionen dargestellt: drei Akkorde aus Debussys Skizzen zu seiner Oper Der Untergang des Hauses Usher (nach Poe) und zwei Akkorde, die an Wagners Parsifal gemahnen. Dies nicht zuletzt deshalb, weil dieser Kampf in Thomas Manns „Verdichtung“ nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich an die Verführungsszene Kundry/Parsifal erinnert. Im Kapitel Das Antlitz des Vaters gelingt es Joseph in dem Augenblick, als ihm das Bild des Vaters in den Sinn kommt, sich von der (nicht für ihn bestimmten) Frau zu lösen, ebenso wie Parsifal von Kundry ablässt, nachdem das Gesicht des Amfortas in seiner Erinnerung aufgestiegen…
Claus Kühnl (im Dezember 05)
Lied an die Sonne
aus: Liedsymphonie op. 66
5:30
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Vier Choralbearbeitungen aus dem „Orgelbüchlein“:
„Herr Jesu Christ, dich zu uns wend‘” BWV 632
„Es ist das Heil uns kommen her” BWV 638
„Jesu, meine Freude” BWV 610
„Wenn wir in höchsten Nöten sein“ BWV 641
13:38
Wolfgang Amadeus Mozart, 1756–1791
Fantasie f-moll KV 608
„Ein Orgel Stück für ein Uhr“
24:40
Max Reger, 1873–1916
Vier Choralvorspiele:
„Herr Jesu Christ, dich zu uns wend” op. 67, Nr. 9
„Es ist das Heil uns kommen her” op. 67, Nr. 10
„Jesu, meine Freude” op. 67, Nr. 21
„Christus, der ist mein Leben” op. 67, Nr. 5
33:25
Marcel Dupré, 1886–1971
Allegro deciso
aus: Évocation – Poème Symphonique op. 37
Martin Lücker an der Marien-.Orgel (Goll)
im Mainzer Dom
Kleines Geistliches Konzert SWV 283
Brennan Hall, Contratenor
Martin Lücker, Orgel
15. März 2022
St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Aufnahme und Schnitt:
Deniz Saat
„Dove sei, amato bene“
aus: Rodelinda HWV 19
Brennan Hall, Contratenor
Martin Lücker, Orgel
15. März 2022
St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Aufnahme und Schnitt:
Deniz Saat
„Bist du bei mir“ BWV 508
aus: Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach
Brennan Hall, Contratenor
Martin Lücker, Orgel
15. März 2022
St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Aufnahme und Schnitt:
Deniz Saat
am SO 10. Oktober 2021 in der Heilig-Geist-Kirche, Frankfurt am Main
im Rahmen der Frankfurter Orgeltage 2021
„Original und Fälschung“
Komponisten kopieren fremde Werke
Heinrich Reimann, 1850–1906
Phantasie für Orgel op. 25
über den Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
Choralbearbeitung BWV 645
Flor Peeters, 1903–1986
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
aus: "30 short Preludes on well-known hymns" für Orgel op. 95
*****
Dieterich Buxtehude, 1637–1707
Präludium a-moll BuxWV 153
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Präludium con Fuga a-moll BWV 551
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Air aus der Ouvertüre D-Dur BWV 1068
(Orgelfassung)
Joseph Rheinberger, 1839–1901
Cantilene
aus der Sonate d-moll op. 148
*****
Max Reger, 1873–1916
Phantasie über den Choral
„Wie schön leucht’ uns der Morgenstern“ op. 40, Nr. 1
*****
Die Orgel in der Heiliggeistkirche
Erbaut 1961 von Walcker in Ludwigsburg. Generalüberholung 2013 durch Orgelbau Göckel, Mühlhausen/Rettigheim. Schleifenwindladen bei mechanischer Spiel- und elektrischer Register- traktur; elektrische Koppeln.
Positiv (I. Manual)
Gedeckt 8‘
Rohrflöte 4‘
Prinzipal 2‘
Zimbel 3-fach
Dulzian 16‘
Holzregal 8‘
Tremulant
Hauptwerk (II. Manual)
Bordun 16‘
Prinzipal 8‘
Rohrflöte 8‘
Gemshorn 8‘
Oktave 4‘
Nachthorn 4‘
Quinte 2 2/3‘
Oktave 2‘
Mixtur 6-8-fach
Chamade 8‘
Brustwerk (III. Manual) Schwellwerk
Gedeckt 8‘
Violflöte 8‘
Voix Celeste 8‘
Prinzipal 4‘
Viola 4‘
Nasard 2 2/3‘
Spitzflöte 2‘
Terz 1 3/5‘
Quinte 1 1/3‘
Sifflöte 1‘
Scharf 5-fach
Oboe 8‘
Tremulant
Pedal
Prinzipal 16‘
Subbaß 16‘
Quintbass 10 2/3‘
Oktavbass 8‘
Gedecktbass 8‘
Oktave 4‘
Bauernflöte 2‘
Mixtur 6-fach
Bombarde 32‘
Posaune 16‘
Trompete 8‘
Trompete 4‘
Normalkoppeln: I/II, III/II, III/I, I/Ped, II/Ped, III/Ped Subkoppeln: III, III/II, III/I
Setzeranlage mit 4000 freien Kombinationen Tutti, Registerschweller, Midi-Steuerung
Fernorgel im Altarraum (Digitalsystem „Hauptwerk“)
vom Hauptspieltisch spielbar
(3 Manuale, Schweller, Pedal)
Sample-Sets: 48 Register (Cavaillé-Coll, 1903)
am SO 10. Oktober 2021 in der Heilig-Geist-Kirche, Frankfurt am Main
im Rahmen der Frankfurter Orgeltage 2021
„Original und Fälschung“
Komponisten kopieren fremde Werke
Heinrich Reimann, 1850–1906
Phantasie für Orgel op. 25
über den Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
Choralbearbeitung BWV 645
Flor Peeters, 1903–1986
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
aus: "30 short Preludes on well-known hymns" für Orgel op. 95
*****
Dieterich Buxtehude, 1637–1707
Präludium a-moll BuxWV 153
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Präludium con Fuga a-moll BWV 551
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Air aus der Ouvertüre D-Dur BWV 1068
(Orgelfassung)
Joseph Rheinberger, 1839–1901
Cantilene
aus der Sonate d-moll op. 148
*****
Max Reger, 1873–1916
Phantasie über den Choral
„Wie schön leucht’ uns der Morgenstern“ op. 40, Nr. 1
*****
Die Orgel in der Heiliggeistkirche
Erbaut 1961 von Walcker in Ludwigsburg. Generalüberholung 2013 durch Orgelbau Göckel, Mühlhausen/Rettigheim. Schleifenwindladen bei mechanischer Spiel- und elektrischer Register- traktur; elektrische Koppeln.
Positiv (I. Manual)
Gedeckt 8‘
Rohrflöte 4‘
Prinzipal 2‘
Zimbel 3-fach
Dulzian 16‘
Holzregal 8‘
Tremulant
Hauptwerk (II. Manual)
Bordun 16‘
Prinzipal 8‘
Rohrflöte 8‘
Gemshorn 8‘
Oktave 4‘
Nachthorn 4‘
Quinte 2 2/3‘
Oktave 2‘
Mixtur 6-8-fach
Chamade 8‘
Brustwerk (III. Manual) Schwellwerk
Gedeckt 8‘
Violflöte 8‘
Voix Celeste 8‘
Prinzipal 4‘
Viola 4‘
Nasard 2 2/3‘
Spitzflöte 2‘
Terz 1 3/5‘
Quinte 1 1/3‘
Sifflöte 1‘
Scharf 5-fach
Oboe 8‘
Tremulant
Pedal
Prinzipal 16‘
Subbaß 16‘
Quintbass 10 2/3‘
Oktavbass 8‘
Gedecktbass 8‘
Oktave 4‘
Bauernflöte 2‘
Mixtur 6-fach
Bombarde 32‘
Posaune 16‘
Trompete 8‘
Trompete 4‘
Normalkoppeln: I/II, III/II, III/I, I/Ped, II/Ped, III/Ped Subkoppeln: III, III/II, III/I
Setzeranlage mit 4000 freien Kombinationen Tutti, Registerschweller, Midi-Steuerung
Fernorgel im Altarraum (Digitalsystem „Hauptwerk“)
vom Hauptspieltisch spielbar
(3 Manuale, Schweller, Pedal)
Sample-Sets: 48 Register (Cavaillé-Coll, 1903)
am SO 10. Oktober 2021 in der Heilig-Geist-Kirche, Frankfurt am Main
im Rahmen der Frankfurter Orgeltage 2021
„Original und Fälschung“
Komponisten kopieren fremde Werke
Heinrich Reimann, 1850–1906
Phantasie für Orgel op. 25
über den Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
Choralbearbeitung BWV 645
Flor Peeters, 1903–1986
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
aus: "30 short Preludes on well-known hymns" für Orgel op. 95
*****
Dieterich Buxtehude, 1637–1707
Präludium a-moll BuxWV 153
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Präludium con Fuga a-moll BWV 551
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Air aus der Ouvertüre D-Dur BWV 1068
(Orgelfassung)
Joseph Rheinberger, 1839–1901
Cantilene
aus der Sonate d-moll op. 148
*****
Max Reger, 1873–1916
Phantasie über den Choral
„Wie schön leucht’ uns der Morgenstern“ op. 40, Nr. 1
*****
Die Orgel in der Heiliggeistkirche
Erbaut 1961 von Walcker in Ludwigsburg. Generalüberholung 2013 durch Orgelbau Göckel, Mühlhausen/Rettigheim. Schleifenwindladen bei mechanischer Spiel- und elektrischer Register- traktur; elektrische Koppeln.
Positiv (I. Manual)
Gedeckt 8‘
Rohrflöte 4‘
Prinzipal 2‘
Zimbel 3-fach
Dulzian 16‘
Holzregal 8‘
Tremulant
Hauptwerk (II. Manual)
Bordun 16‘
Prinzipal 8‘
Rohrflöte 8‘
Gemshorn 8‘
Oktave 4‘
Nachthorn 4‘
Quinte 2 2/3‘
Oktave 2‘
Mixtur 6-8-fach
Chamade 8‘
Brustwerk (III. Manual) Schwellwerk
Gedeckt 8‘
Violflöte 8‘
Voix Celeste 8‘
Prinzipal 4‘
Viola 4‘
Nasard 2 2/3‘
Spitzflöte 2‘
Terz 1 3/5‘
Quinte 1 1/3‘
Sifflöte 1‘
Scharf 5-fach
Oboe 8‘
Tremulant
Pedal
Prinzipal 16‘
Subbaß 16‘
Quintbass 10 2/3‘
Oktavbass 8‘
Gedecktbass 8‘
Oktave 4‘
Bauernflöte 2‘
Mixtur 6-fach
Bombarde 32‘
Posaune 16‘
Trompete 8‘
Trompete 4‘
Normalkoppeln: I/II, III/II, III/I, I/Ped, II/Ped, III/Ped Subkoppeln: III, III/II, III/I
Setzeranlage mit 4000 freien Kombinationen Tutti, Registerschweller, Midi-Steuerung
Fernorgel im Altarraum (Digitalsystem „Hauptwerk“)
vom Hauptspieltisch spielbar
(3 Manuale, Schweller, Pedal)
Sample-Sets: 48 Register (Cavaillé-Coll, 1903)
am SO 10. Oktober 2021 in der Heilig-Geist-Kirche, Frankfurt am Main
im Rahmen der Frankfurter Orgeltage 2021
„Original und Fälschung“
Komponisten kopieren fremde Werke
Heinrich Reimann, 1850–1906
Phantasie für Orgel op. 25
über den Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
Choralbearbeitung BWV 645
Flor Peeters, 1903–1986
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
aus: "30 short Preludes on well-known hymns" für Orgel op. 95
*****
Dieterich Buxtehude, 1637–1707
Präludium a-moll BuxWV 153
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Präludium con Fuga a-moll BWV 551
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Air aus der Ouvertüre D-Dur BWV 1068
(Orgelfassung)
Joseph Rheinberger, 1839–1901
Cantilene
aus der Sonate d-moll op. 148
*****
Max Reger, 1873–1916
Phantasie über den Choral
„Wie schön leucht’ uns der Morgenstern“ op. 40, Nr. 1
*****
Die Orgel in der Heiliggeistkirche
Erbaut 1961 von Walcker in Ludwigsburg. Generalüberholung 2013 durch Orgelbau Göckel, Mühlhausen/Rettigheim. Schleifenwindladen bei mechanischer Spiel- und elektrischer Register- traktur; elektrische Koppeln.
Positiv (I. Manual)
Gedeckt 8‘
Rohrflöte 4‘
Prinzipal 2‘
Zimbel 3-fach
Dulzian 16‘
Holzregal 8‘
Tremulant
Hauptwerk (II. Manual)
Bordun 16‘
Prinzipal 8‘
Rohrflöte 8‘
Gemshorn 8‘
Oktave 4‘
Nachthorn 4‘
Quinte 2 2/3‘
Oktave 2‘
Mixtur 6-8-fach
Chamade 8‘
Brustwerk (III. Manual) Schwellwerk
Gedeckt 8‘
Violflöte 8‘
Voix Celeste 8‘
Prinzipal 4‘
Viola 4‘
Nasard 2 2/3‘
Spitzflöte 2‘
Terz 1 3/5‘
Quinte 1 1/3‘
Sifflöte 1‘
Scharf 5-fach
Oboe 8‘
Tremulant
Pedal
Prinzipal 16‘
Subbaß 16‘
Quintbass 10 2/3‘
Oktavbass 8‘
Gedecktbass 8‘
Oktave 4‘
Bauernflöte 2‘
Mixtur 6-fach
Bombarde 32‘
Posaune 16‘
Trompete 8‘
Trompete 4‘
Normalkoppeln: I/II, III/II, III/I, I/Ped, II/Ped, III/Ped Subkoppeln: III, III/II, III/I
Setzeranlage mit 4000 freien Kombinationen Tutti, Registerschweller, Midi-Steuerung
Fernorgel im Altarraum (Digitalsystem „Hauptwerk“)
vom Hauptspieltisch spielbar
(3 Manuale, Schweller, Pedal)
Sample-Sets: 48 Register (Cavaillé-Coll, 1903)
am SO 10. Oktober 2021 in der Heilig-Geist-Kirche, Frankfurt am Main
im Rahmen der Frankfurter Orgeltage 2021
„Original und Fälschung“
Komponisten kopieren fremde Werke
Heinrich Reimann, 1850–1906
Phantasie für Orgel op. 25
über den Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
Choralbearbeitung BWV 645
Flor Peeters, 1903–1986
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
aus: "30 short Preludes on well-known hymns" für Orgel op. 95
*****
Dieterich Buxtehude, 1637–1707
Präludium a-moll BuxWV 153
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Präludium con Fuga a-moll BWV 551
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Air aus der Ouvertüre D-Dur BWV 1068
(Orgelfassung)
Joseph Rheinberger, 1839–1901
Cantilene
aus der Sonate d-moll op. 148
*****
Max Reger, 1873–1916
Phantasie über den Choral
„Wie schön leucht’ uns der Morgenstern“ op. 40, Nr. 1
*****
Die Orgel in der Heiliggeistkirche
Erbaut 1961 von Walcker in Ludwigsburg. Generalüberholung 2013 durch Orgelbau Göckel, Mühlhausen/Rettigheim. Schleifenwindladen bei mechanischer Spiel- und elektrischer Register- traktur; elektrische Koppeln.
Positiv (I. Manual)
Gedeckt 8‘
Rohrflöte 4‘
Prinzipal 2‘
Zimbel 3-fach
Dulzian 16‘
Holzregal 8‘
Tremulant
Hauptwerk (II. Manual)
Bordun 16‘
Prinzipal 8‘
Rohrflöte 8‘
Gemshorn 8‘
Oktave 4‘
Nachthorn 4‘
Quinte 2 2/3‘
Oktave 2‘
Mixtur 6-8-fach
Chamade 8‘
Brustwerk (III. Manual) Schwellwerk
Gedeckt 8‘
Violflöte 8‘
Voix Celeste 8‘
Prinzipal 4‘
Viola 4‘
Nasard 2 2/3‘
Spitzflöte 2‘
Terz 1 3/5‘
Quinte 1 1/3‘
Sifflöte 1‘
Scharf 5-fach
Oboe 8‘
Tremulant
Pedal
Prinzipal 16‘
Subbaß 16‘
Quintbass 10 2/3‘
Oktavbass 8‘
Gedecktbass 8‘
Oktave 4‘
Bauernflöte 2‘
Mixtur 6-fach
Bombarde 32‘
Posaune 16‘
Trompete 8‘
Trompete 4‘
Normalkoppeln: I/II, III/II, III/I, I/Ped, II/Ped, III/Ped Subkoppeln: III, III/II, III/I
Setzeranlage mit 4000 freien Kombinationen Tutti, Registerschweller, Midi-Steuerung
Fernorgel im Altarraum (Digitalsystem „Hauptwerk“)
vom Hauptspieltisch spielbar
(3 Manuale, Schweller, Pedal)
Sample-Sets: 48 Register (Cavaillé-Coll, 1903)
am SO 10. Oktober 2021 in der Heilig-Geist-Kirche, Frankfurt am Main
im Rahmen der Frankfurter Orgeltage 2021
„Original und Fälschung“
Komponisten kopieren fremde Werke
Heinrich Reimann, 1850–1906
Phantasie für Orgel op. 25
über den Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
Choralbearbeitung BWV 645
Flor Peeters, 1903–1986
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
aus: "30 short Preludes on well-known hymns" für Orgel op. 95
*****
Dieterich Buxtehude, 1637–1707
Präludium a-moll BuxWV 153
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Präludium con Fuga a-moll BWV 551
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Air aus der Ouvertüre D-Dur BWV 1068
(Orgelfassung)
Joseph Rheinberger, 1839–1901
Cantilene
aus der Sonate d-moll op. 148
*****
Max Reger, 1873–1916
Phantasie über den Choral
„Wie schön leucht’ uns der Morgenstern“ op. 40, Nr. 1
*****
Die Orgel in der Heiliggeistkirche
Erbaut 1961 von Walcker in Ludwigsburg. Generalüberholung 2013 durch Orgelbau Göckel, Mühlhausen/Rettigheim. Schleifenwindladen bei mechanischer Spiel- und elektrischer Register- traktur; elektrische Koppeln.
Positiv (I. Manual)
Gedeckt 8‘
Rohrflöte 4‘
Prinzipal 2‘
Zimbel 3-fach
Dulzian 16‘
Holzregal 8‘
Tremulant
Hauptwerk (II. Manual)
Bordun 16‘
Prinzipal 8‘
Rohrflöte 8‘
Gemshorn 8‘
Oktave 4‘
Nachthorn 4‘
Quinte 2 2/3‘
Oktave 2‘
Mixtur 6-8-fach
Chamade 8‘
Brustwerk (III. Manual) Schwellwerk
Gedeckt 8‘
Violflöte 8‘
Voix Celeste 8‘
Prinzipal 4‘
Viola 4‘
Nasard 2 2/3‘
Spitzflöte 2‘
Terz 1 3/5‘
Quinte 1 1/3‘
Sifflöte 1‘
Scharf 5-fach
Oboe 8‘
Tremulant
Pedal
Prinzipal 16‘
Subbaß 16‘
Quintbass 10 2/3‘
Oktavbass 8‘
Gedecktbass 8‘
Oktave 4‘
Bauernflöte 2‘
Mixtur 6-fach
Bombarde 32‘
Posaune 16‘
Trompete 8‘
Trompete 4‘
Normalkoppeln: I/II, III/II, III/I, I/Ped, II/Ped, III/Ped Subkoppeln: III, III/II, III/I
Setzeranlage mit 4000 freien Kombinationen Tutti, Registerschweller, Midi-Steuerung
Fernorgel im Altarraum (Digitalsystem „Hauptwerk“)
vom Hauptspieltisch spielbar
(3 Manuale, Schweller, Pedal)
Sample-Sets: 48 Register (Cavaillé-Coll, 1903)
am SO 10. Oktober 2021 in der Heilig-Geist-Kirche, Frankfurt am Main
im Rahmen der Frankfurter Orgeltage 2021
„Original und Fälschung“
Komponisten kopieren fremde Werke
Heinrich Reimann, 1850–1906
Phantasie für Orgel op. 25
über den Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
Choralbearbeitung BWV 645
Flor Peeters, 1903–1986
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
aus: "30 short Preludes on well-known hymns" für Orgel op. 95
*****
Dieterich Buxtehude, 1637–1707
Präludium a-moll BuxWV 153
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Präludium con Fuga a-moll BWV 551
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Air aus der Ouvertüre D-Dur BWV 1068
(Orgelfassung)
Joseph Rheinberger, 1839–1901
Cantilene
aus der Sonate d-moll op. 148
*****
Max Reger, 1873–1916
Phantasie über den Choral
„Wie schön leucht’ uns der Morgenstern“ op. 40, Nr. 1
*****
Die Orgel in der Heiliggeistkirche
Erbaut 1961 von Walcker in Ludwigsburg. Generalüberholung 2013 durch Orgelbau Göckel, Mühlhausen/Rettigheim. Schleifenwindladen bei mechanischer Spiel- und elektrischer Register- traktur; elektrische Koppeln.
Positiv (I. Manual)
Gedeckt 8‘
Rohrflöte 4‘
Prinzipal 2‘
Zimbel 3-fach
Dulzian 16‘
Holzregal 8‘
Tremulant
Hauptwerk (II. Manual)
Bordun 16‘
Prinzipal 8‘
Rohrflöte 8‘
Gemshorn 8‘
Oktave 4‘
Nachthorn 4‘
Quinte 2 2/3‘
Oktave 2‘
Mixtur 6-8-fach
Chamade 8‘
Brustwerk (III. Manual) Schwellwerk
Gedeckt 8‘
Violflöte 8‘
Voix Celeste 8‘
Prinzipal 4‘
Viola 4‘
Nasard 2 2/3‘
Spitzflöte 2‘
Terz 1 3/5‘
Quinte 1 1/3‘
Sifflöte 1‘
Scharf 5-fach
Oboe 8‘
Tremulant
Pedal
Prinzipal 16‘
Subbaß 16‘
Quintbass 10 2/3‘
Oktavbass 8‘
Gedecktbass 8‘
Oktave 4‘
Bauernflöte 2‘
Mixtur 6-fach
Bombarde 32‘
Posaune 16‘
Trompete 8‘
Trompete 4‘
Normalkoppeln: I/II, III/II, III/I, I/Ped, II/Ped, III/Ped Subkoppeln: III, III/II, III/I
Setzeranlage mit 4000 freien Kombinationen Tutti, Registerschweller, Midi-Steuerung
Fernorgel im Altarraum (Digitalsystem „Hauptwerk“)
vom Hauptspieltisch spielbar
(3 Manuale, Schweller, Pedal)
Sample-Sets: 48 Register (Cavaillé-Coll, 1903)
am SO 10. Oktober 2021 in der Heilig-Geist-Kirche, Frankfurt am Main
im Rahmen der Frankfurter Orgeltage 2021
„Original und Fälschung“
Komponisten kopieren fremde Werke
Heinrich Reimann, 1850–1906
Phantasie für Orgel op. 25
über den Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
Choralbearbeitung BWV 645
Flor Peeters, 1903–1986
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“
aus: "30 short Preludes on well-known hymns" für Orgel op. 95
*****
Dieterich Buxtehude, 1637–1707
Präludium a-moll BuxWV 153
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Präludium con Fuga a-moll BWV 551
*****
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Air aus der Ouvertüre D-Dur BWV 1068
(Orgelfassung)
Joseph Rheinberger, 1839–1901
Cantilene
aus der Sonate d-moll op. 148
*****
Max Reger, 1873–1916
Phantasie über den Choral
„Wie schön leucht’ uns der Morgenstern“ op. 40, Nr. 1
*****
Die Orgel in der Heiliggeistkirche
Erbaut 1961 von Walcker in Ludwigsburg. Generalüberholung 2013 durch Orgelbau Göckel, Mühlhausen/Rettigheim. Schleifenwindladen bei mechanischer Spiel- und elektrischer Register- traktur; elektrische Koppeln.
Positiv (I. Manual)
Gedeckt 8‘
Rohrflöte 4‘
Prinzipal 2‘
Zimbel 3-fach
Dulzian 16‘
Holzregal 8‘
Tremulant
Hauptwerk (II. Manual)
Bordun 16‘
Prinzipal 8‘
Rohrflöte 8‘
Gemshorn 8‘
Oktave 4‘
Nachthorn 4‘
Quinte 2 2/3‘
Oktave 2‘
Mixtur 6-8-fach
Chamade 8‘
Brustwerk (III. Manual) Schwellwerk
Gedeckt 8‘
Violflöte 8‘
Voix Celeste 8‘
Prinzipal 4‘
Viola 4‘
Nasard 2 2/3‘
Spitzflöte 2‘
Terz 1 3/5‘
Quinte 1 1/3‘
Sifflöte 1‘
Scharf 5-fach
Oboe 8‘
Tremulant
Pedal
Prinzipal 16‘
Subbaß 16‘
Quintbass 10 2/3‘
Oktavbass 8‘
Gedecktbass 8‘
Oktave 4‘
Bauernflöte 2‘
Mixtur 6-fach
Bombarde 32‘
Posaune 16‘
Trompete 8‘
Trompete 4‘
Normalkoppeln: I/II, III/II, III/I, I/Ped, II/Ped, III/Ped Subkoppeln: III, III/II, III/I
Setzeranlage mit 4000 freien Kombinationen Tutti, Registerschweller, Midi-Steuerung
Fernorgel im Altarraum (Digitalsystem „Hauptwerk“)
vom Hauptspieltisch spielbar
(3 Manuale, Schweller, Pedal)
Sample-Sets: 48 Register (Cavaillé-Coll, 1903)
Passacaglia c-moll BWV 582
Martin Lücker
an der Rieger-Orgel
der St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Musikalische Werke über eine ostinate, also stets gleichbleibende Baßfigur heißen seit dem 17. Jahrhundert Passacaglia oder Ciacona (frz. Chaconne). Eine genaue Abgrenzung dieser beiden Begriffen ist nicht möglich. Die Spannung zwischen des Statik eines gleichbleibenden Baßthemas und der Fortentwicklung der variierten Begleitstimmen macht das Besondere dieser musikalischen Form aus.
In seiner Passagalia c-moll stellt Joh. Seb. Bach das achttaktige Thema zunächst im Pedal allein vor, dann folgen 20 Variationen. (Am Rande sei bemerkt, daß Bach die ersten vier Takte seines Passacaglienthemas einem „Trio en Passacaille” seines französischen Zeitgenossen André Raison entlehnte.) Im Verlauf des Werkes variiert Bach auch das Baßthema und läßt es in die Ober- und Mittelstimme wandern. Durch wechselnde Stimmenzahl und wechselnde Dichte des Satzes erzielt er eine fein ausbalancierte innere Dynamik.
Bach beschließt seine Passacaglia mit einer Fuge über die vier ersten Takte des Themas, zu denen die weiteren vier Takte als Gegenthema treten. Durch diese unerhörte formale Kühnheit und den unermeßlichen Reichtum der Erfindung ist Bachs Passacaglia für die Komponisten bis heute Vorbild und Maßstab geblieben.
Christe, du Lamm Gottes BWV 619 3:45
Christus, der uns selig macht BWV 620 5:00
Da Jesus an dem Kreuze stund BWV 621 6:42
O Mensch, bewein dein Sünde groß BWV 622 8:14
Wir danken dir, Herr Jesu Christ BWV 623 13:46
Hilf Gott, daß mir’s gelinge BWV 624 14:49
Martin Lücker
an der Rieger-Orgel
der St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Das „Orgelbüchlein” ist einer der großen Zyklen der Choralbearbeitungen von Johann Sebastian Bach. Mit dem Typus des „Orgelbüchlein-Chorals” hat Bach eine besondere Form der Choralbearbeitung geschaffen, die sich durch vier Hauptmerkmale beschreiben läßt:
den einstrophigen Vortrag der Choralmelodie ohne Zwischenspiele,
die Diskantlage der Choralmelodie,
den in der Regel vierstimmigen Satz mit selbständigem Pedal,
die streng motivische Bindung der Gegenstimmen zur Melodie.
Bach geht also sozusagen aus von einer vierstimmigen Choralharmonisierung, die unter Verwendung beibehaltener Motive figuriert wird. Diese Motive sind der eigentliche „Sinnträger” der Komposition, sie deuten den Choral unter verschiedenen, oftmals theologischen Aspekten. Die Choralbearbeitungen des Orgelbüchleins sind angeordnet wie die Gesangbücher der Bachzeit, beginnen darum zunächst mit den Chorälen zum Kirchenjahr, welches die Adventszeit eröffnet.
Welch unendlichen Reichtum der musikalischen Charakterisierung und des Ausdrucks Bach innerhalb dieses von ihm gewählten, sehr eng gesteckten Rahmens der Form erreicht hat, ist ein Wunder und zugleich ein bis heute unerreichtes Vorbild für Organisten und Komponisten.
In der Abfolge der sieben Passionschoräle kann man eine Ordnung erkennen:
„O Lamm Gottes “ und „Christe, du Lamm Gottes“ sind deutsche Dichtungen zum „Agnus Die“ der Liturgie; beide stehen in F-Dur.
Die Texte zu „Christus, der uns selig macht“ und „Da Jesus an dem Kreuze stund“ paraphrasieren Evangelientexte; beide stehen in e-moll phrygisch.
„O Mensch, bewein dein Sünde groß“ ist eine „summa theologica“, eine theologische Ausdeutung des Passionsgeschehens. Die Bearbeitung steht in Es-Dur, der tiefsten Dur–Tonart, in der Bach komponierte (ausgenommen Wohltemperiertes Clavier).
„Wir danken Dir, Herr Jesu Christ“ ist die Antwort des kollektiven „Wir“ der Gemeinde, „Hilf Gott, daß mir’s gelinge“ die Antwort des Künstleirschen Ich; beide stehen in g (zunächst Dur, dann moll.)
Beziehungen vom Text der Choräle zu Details der Komposition findet man an zahlreichen Stellen.
Die Motette in St. Marien am 19. März 2021 war dem Gedenken daran gewidmet.
Zur Musik traten Texte aus der Bibel und von Zeitzeugen sowie Bildmaterial, das die Stadt Hanau freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte.
Liturgische Gestaltung: Pfarrerin Heike Mause
An der Grenzing-Orgel: Prof. Martin Lücker
Im Rahmen dieser Motette erklang:
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Contrapunctus 14
(die unvollendete Quadrupelfuge)
aus: Die Kunst der Fuge BWV 1080
Die Motette in St. Marien am 19. März 2021 war dem Gedenken daran gewidmet.
Zur Musik traten Texte aus der Bibel und von Zeitzeugen sowie Bildmaterial, das die Stadt Hanau freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte.
Liturgische Gestaltung: Pfarrerin Heike Mause
An der Grenzing-Orgel: Prof. Martin Lücker
Im Rahmen dieser Motette erklang:
Franz Liszt, 1811–1886
„Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen” 1:00:35
Variationen über einen Continuo aus Bachs
Kantate 12 und dem Crucifixus der h-moll Messe
Als Franz Liszt 1862 in Rom weilt, empfängt er dort die „niederen Weihen” zum Priester und wird seit dem „Abbé Liszt” genannt. Anläßlich dieses Romaufenthaltes entstehen seine Variationen „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen”, zu denen er eine Tonfolge aufgreift, die sich im Eingangschor von Bachs Kantate Nr. 12 „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen ist der Christen Tränenbrot” und auch im daraus abgeleiteten „Cruxifixus” der h-moll-Messe findet: eine Folge chromatisch absteigender Töne, die man im Barock allgemein „Lamento-Baß” nannte und die dem klagenden Affekt dieser Texte entsprach.
Liszt greift allerdings nicht nur diese Tonfolge auf, sondern auch die Kompositionsform und schreibt eine – ganz frei gestaltete – Passacaglia. Die Chromatik ist in diesem Werk allgegenwärtig. Und so wie Bach an den Schluß der Kantate Nr. 12 die letzte Strophe des Chorals „Was Gott tut, das ist wohlgetan” stellte, läßt Liszt sein gleichermaßen dramatisches wie zerrissenes Werk mit diesem Choral zuversichtlich enden, ja, er fügt noch das „Amen” aus der Dresdner Liturgie hinzu, das Wagner auch im „Parsifal” zitierte.
„Weinen, Klagen,
Sorgen, Zagen,
Angst und Not
sind der Christen
Thränenbrot,
die das Zeichen
Jesu tragen.”
Salomon Franck, 1710
„Was Gott tut, das ist wohlgetan,
dabei will ich verbleiben.
Es mag mich auf die rauhe Bahn
Not, Tod und Elend treiben,
so wird Gott mich
ganz väterlich
in seinen Armen halten:
Drum laß ich ihn nur walten.”
Samuel Rodigast, 1675
Das im Februar 1863 in Rom vollendete Werk sandte Franz Liszt an den in Weimar lebenden Kantor und Organisten Alexander Wilhelm Gottschalg (1827-1908). Gottschalg war es auch, der dieses unter Liszts Zeitgenossen nicht unumstrittene Werk glühend verteidigte und es in der Neuen Zeitschrift für Musik 1865 so rezensierte:
„...ein großartiges Nachtstück, eine gewaltige Apotheose des Schmerzes... mit Herzblut geschrieben... Die originellen tiefgreifenden Variationen sind gleichsam eine Scala aller Arten des Schmerzes im Menschenleben; die anfänglichen zarten Klänge nach dem herben, äußerst harten Eintritte des schauerlichen Motives durch das volle Werk, scheinen die ersten Wermuthstropfen zu sein, die in den schäumenden Becher der Jugendlust von der kalten Hand des Schicksals gegossen werden... In immer neuen Wendungen ertönt der düstere Schreckensruf, immer ermatteter und müder ertönen die Klagetöne; rührende recitativische Klänge versinnbildlichen des Menschen tiefste Seelennoth, neuer Schmerz bricht herein – der Leidensbecher soll bis auf den Grund geleert werden – da endlich erscheint die Himmelstochter Religion und spricht: ;Was Gott thut, das ist wohlgethan!’... Mit adlergleichem Aufschwunge wendet sich das mächtige Stück seinem Ende zu, uns gleichsam zurufend: ,Auch die längste Nacht auf Erden krönt ein golden Morgenroth!’“
Die Motette in St. Marien am 19. März 2021 war dem Gedenken daran gewidmet.
Zur Musik traten Texte aus der Bibel und von Zeitzeugen sowie Bildmaterial, das die Stadt Hanau freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte.
Liturgische Gestaltung: Pfarrerin Heike Mause
An der Grenzing-Orgel: Prof. Martin Lücker
Im Rahmen dieser Motette erklang:
Maximilian Schnaus, 1986
Rhapsodie
„Wie liegt die Stadt so wüst” (2007)
Der Organist und Komponist Maximilian Schnaus wurde 1986 im fränkischen Bad Neustadt geboren. Er studierte Kirchenmusik und Orgel in Hannover, Amsterdam und Berlin und erhielt Stipendien der Yehudi-Menuhin-Stiftung und der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Er erhielt u.a. 2013 den Paul-Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein-Musikfestivals und 2015 den 1. Preis des internationalen Orgelwettbewerbs am Berner Münster. 2016 wurde er Artist in Residence der Stiftung Kunst und Musik für Dresden. Seit 2013 ist Maximilian Schnaus Organist der Berliner Sophienkirche.
Die „Rhapsodie” des damals 22jährigen Maximilian Schnaus erhielt 2008 den 2. Preis beim Hanauer Kompostionswettbewerb. Dieser Wettbewerb sollte die im Jahr 2003 neu errichtete Orgel der Marienkirche in Hanau, die sich bereits überregionalen Interesses erfreut, weiter bekannt machen.
Bei der Planung des Wettbewerbs durch die evangelische Marienkirchengemeinde und die Hanauer Kantorei entstand die Idee, einen Zusammenhang zur Hanauer Geschichte herzustellen. Die Zerstörung Hanaus am 19. März 1945 und der anschließende Wiederaufbau sollten durch Verse aus den Klageliedern Jeremias reflektiert werden.
Wie liegt die Stadt so verlassen, die voll Volks war! Sie ist wie eine Witwe, die Fürstin unter den Völkern, und die eine Königin in den Ländern war, muss nun dienen.
Der Herr hat ein Feuer gesandt und lässt es wüten. Er hat meinen Füßen ein Netz gestellt und mich rückwärts fallen lassen; er hat mich zur Wüste gemacht. Dass ich für immer siech bin.
Die Güte des Herrn ist's, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. Der Herr ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.
(Klagelieder 1,1 u. 13 sowie 3, 22-24)
Die Motette in St. Marien am 19. März 2021 war dem Gedenken daran gewidmet.
Zur Musik traten Texte aus der Bibel und von Zeitzeugen sowie Bildmaterial, das die Stadt Hanau freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte.
Liturgische Gestaltung: Pfarrerin Heike Mause
An der Grenzing-Orgel: Prof. Martin Lücker
Im Rahmen dieser Motette erklang:
Frank Gerhardt, 1967
Lectiones No. 2 (2006)
Frank Gerhardt, 1967 in Kirberg geboren, lebt und arbeitet als Komponist, Pianist und Musiktheoretiker.
Seit 2009 ist er Leiter des Ausbildungsbereichs Komposition an der Musikakademie Kassel.
Sein musikalische Werk umfasst Kompositionen für nahezu alle instrumentalen und vokalen Gattungen, elektroakustische Stücke sowie Musik für Tanztheater, wird regelmäßig im In- und Ausland aufgeführt und durch CD- und Rundfunkproduktionen dokumentiert.
Frank Gerhardt zu „lectiones“:
Die 2006 begonnene Werkreihe der „lectiones“ von Frank Gerhardt ist als umfangreiche Sammlung von Solostücken konzipiert, die einzeln, in Teilen oder auch zyklisch aufgeführt werden können. Mit der spezifischen Themenwahl der einzelnen Stücke geht eine Auseinandersetzung mit je individuellen formalen Mustern und Spieltechniken einher, so dass die Reihe in ihrer Gesamtheit ein umfassendes Kompendium der Möglichkeiten zeitgenössischer Orgelmusik beinhalten soll.
In „lectiones No. 2“ steht die Beschäftigung mit dem Wort vom „Gesetz Gottes“ im Vordergrund.
Wenn denn nun meine Herrlichkeit vorübergehet
will ich dich in der Felsenkluft stehen lassen,
und meine Hand soll ob dir halten, bis ich vorübergehe.
Und wenn ich meine Hand von dir tue, wirst du mir hinten nachsehen
aber mein Angesicht kann man nicht sehen.
(Exodus, 33, 22f.)
Spezielle Registerfarben wie auch eine historische Musiksprache dienen hier als Grundlage des Klangaufbaus. Sie bieten so die Möglichkeit, sich der eigenen Geschichte zu vergewissern, stellen aber in ihrer Großartigkeit und Konsequenz auch eine Verpflichtung: sich der Notwendigkeit einer eigenen zeitgemäßen Sprache nicht zu entziehen.
Die Motette in St. Marien am 19. März 2021 war dem Gedenken daran gewidmet.
Zur Musik traten Texte aus der Bibel und von Zeitzeugen sowie Bildmaterial, das die Stadt Hanau freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte.
Liturgische Gestaltung: Pfarrerin Heike Mause
An der Grenzing-Orgel: Prof. Martin Lücker
Im Rahmen dieser Motette erklang:
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
„An Wasserfüssen Babylon“
Choralbearbeitung BWV 653 aus den ”Leipziger Chorälen“
Dieser Choral, eine Nachdichtung des Psalmes 137, des Klageliedes der Kinder Israel im babylonischen Exil, taucht im 17. und 18. Jahrhundert in vielen Bearbeitungen auf. Wir kennen heute nur noch seine Melodie, und zwar zu dem Text des Passionsliedes „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld”. Die verzierte Choralmelodie liegt im Tenor und ist auf einem separaten Manual zu spielen. Die edle Trauer dieses Chorals faßt Bach in eine stilisierte Sarabande.
Die Motette in St. Marien am 19. März 2021 war dem Gedenken daran gewidmet.
Zur Musik traten Texte aus der Bibel und von Zeitzeugen sowie Bildmaterial, das die Stadt Hanau freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte.
Liturgische Gestaltung: Pfarrerin Heike Mause
An der Grenzing-Orgel: Prof. Martin Lücker
Im Rahmen dieser Motette erklang:
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Contrapunctus 1
aus: Die Kunst der Fuge BWV 1080
Die Motette in St. Marien am 19. März 2021 war dem Gedenken daran gewidmet.
Zur Musik traten Texte aus der Bibel und von Zeitzeugen sowie Bildmaterial, das die Stadt Hanau freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte.
Liturgische Gestaltung: Pfarrerin Heike Mause
An der Grenzing-Orgel: Prof. Martin Lücker
Die Werke:
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
Contrapunctus 1
aus: Die Kunst der Fuge BWV 1080 0:00:00
Maximilian Schnaus, 1986
Rhapsodie
„Wie liegt die Stadt so wüst” (2007) 0:10:32
Johann Sebastian Bach, 1685–1750
„An Wasserflüssen Babylon” BWV 653 0:30:00
Frank Gerhardt, 1967
Lectiones No. 2 (2006) 0:36:57
Johann Sebastian Bach, 1685–1750 0:47:00
Contrapunctus 14
aus: Die Kunst der Fuge BWV 1080
Franz Liszt, 1811–1886
„Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen” 1:00:35
Variationen über einen Continuo aus Bachs
Kantate 12 und dem Crucifixus der h-moll Messe
Zu den zeitgenössischen Werken:
Der Organist und Komponist Maximilian Schnaus wurde 1986 im fränkischen Bad Neustadt geboren. Er studierte Kirchenmusik und Orgel in Hannover, Amsterdam und Berlin und erhielt Stipendien der Yehudi-Menuhin-Stiftung und der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Er erhielt u.a. 2013 den Paul-Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein-Musikfestivals und 2015 den 1. Preis des internationalen Orgelwettbewerbs am Berner Münster. 2016 wurde er Artist in Residence der Stiftung Kunst und Musik für Dresden. Seit 2013 ist Maximilian Schnaus Organist der Berliner Sophienkirche.
Die „Rhapsodie” des damals 22jährigen Maximilian Schnaus erhielt 2008 den 2. Preis beim Hanauer Kompostionswettbewerb. Dieser Wettbewerb sollte die im Jahr 2003 neu errichtete Orgel der Marienkirche in Hanau, die sich bereits überregionalen Interesses erfreut, weiter bekannt machen.
Bei der Planung des Wettbewerbs durch die evangelische Marienkirchengemeinde und die Hanauer Kantorei entstand die Idee, einen Zusammenhang zur Hanauer Geschichte herzustellen. Die Zerstörung Hanaus am 19. März 1945 und der anschließende Wiederaufbau sollten durch Verse aus den Klageliedern Jeremias reflektiert werden.
Wie liegt die Stadt so verlassen, die voll Volks war! Sie ist wie eine Witwe, die Fürstin unter den Völkern, und die eine Königin in den Ländern war, muss nun dienen.
Der Herr hat ein Feuer gesandt und lässt es wüten. Er hat meinen Füßen ein Netz gestellt und mich rückwärts fallen lassen; er hat mich zur Wüste gemacht. Dass ich für immer siech bin.
Die Güte des Herrn ist's, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. Der Herr ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.
(Klagelieder 1,1 u. 13 sowie 3, 22-24)
Frank Gerhardt, 1967 in Kirberg geboren, lebt und arbeitet als Komponist, Pianist und Musiktheoretiker.
Seit 2009 ist er Leiter des Ausbildungsbereichs Komposition an der Musikakademie Kassel.
Sein musikalische Werk umfasst Kompositionen für nahezu alle instrumentalen und vokalen Gattungen, elektroakustische Stücke sowie Musik für Tanztheater, wird regelmäßig im In- und Ausland aufgeführt und durch CD- und Rundfunkproduktionen dokumentiert.
Frank Gerhardt zu „lectiones“:
Die 2006 begonnene Werkreihe der „lectiones“ von Frank Gerhardt ist als umfangreiche Sammlung von Solostücken konzipiert, die einzeln, in Teilen oder auch zyklisch aufgeführt werden können. Mit der spezifischen Themenwahl der einzelnen Stücke geht eine Auseinandersetzung mit je individuellen formalen Mustern und Spieltechniken einher, so dass die Reihe in ihrer Gesamtheit ein umfassendes Kompendium der Möglichkeiten zeitgenössischer Orgelmusik beinhalten soll.
In „lectiones No. 2“ steht die Beschäftigung mit dem Wort vom „Gesetz Gottes“ im Vordergrund.
Wenn denn nun meine Herrlichkeit vorübergehet
will ich dich in der Felsenkluft stehen lassen,
und meine Hand soll ob dir halten, bis ich vorübergehe.
Und wenn ich meine Hand von dir tue, wirst du mir hinten nachsehen
aber mein Angesicht kann man nicht sehen.
(Exodus, 33, 22f.)
Spezielle Registerfarben wie auch eine historische Musiksprache dienen hier als Grundlage des Klangaufbaus. Sie bieten so die Möglichkeit, sich der eigenen Geschichte zu vergewissern, stellen aber in ihrer Großartigkeit und Konsequenz auch eine Verpflichtung: sich der Notwendigkeit einer eigenen zeitgemäßen Sprache nicht zu entziehen.
Dies Video wurde produziert von Sascha Leonhardi, der es freundlicherweise zur Veröffentlichung auch auf diesem Kanal zur Verfügung gestellt hat.
Mehr von Sascha Leonhardi: youtube.com/channel/UCDrD9VVwojyW-03nWn2U0ag
Toccata a-moll
Martin Lücker
Rieger-Orgel der
St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Jan Pieter Sweelinck war einer der berühmtesten Musiker seiner Zeit. Im Dienste der Stadt Amsterdam spielte er nachmittags, wenn die Kaufleute von der Börse kamen, Orgelkonzerte in der Oude Kerk. Choralvariationen und große freie Orgelwerke gehörten zu seinem Repertoire genauso wie Variationen über Volkslieder.
Sweelincks Orgelstil umspannt hohe instrumentale Virtuosität und kontrapunktische Finesse gleichermaßen, was man selbst in einer Miniatur wie der kaum 2minütigen Toccata in a-moll erkennt, die neben einigen größer dimensionierten Werken gleichen Titels steht.
Pièce heroïque h-moll
aus: Trois Piéces pour Grand Orgue (1878)
Martin Lücker
Rieger-Orgel der
St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Im Jahr 1878 wurde die berühmte Cavaillè-Coll-Orgel des Trocadero-Palastes in Paris eingeweiht. Hierfür schrieb César Franck die „Trois Pièces pour Grand Orgue” und brachte sie an der neuen Orgel zur Uraufführung.
Die bekannte „Pièce heroïque” (= „heroisches Stück”) lebt aus dem Gegensatz des leidenschaftlichen, aufwühlenden ersten Themas und eines zweiten, lyrischen Gedankens, der den Mittelteil beherrscht. Nach den Kämpfen, die das erste Thema darstellt, erlebt am Ende des Werkes der lyrische Gedanke seine Apotheose im Tutti der Orgel.
(„C‘est la victoire sur soi-même – Es ist der Sieg über sich selbst!” hat Franck zur „Pièce heroïque” gesagt, sicherlich um einer allzu martialischen Betrachtung des Werkes vorzubeugen.)
Cantabile H-Dur
aus: Trois Piéces pour Grand Orgue (1878)
Martin Lücker
Rieger-Orgel der
St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Im Jahr 1878 wurde die berühmte Cavaillè-Coll-Orgel des Trocadero-Palastes in Paris eingeweiht. Hierfür schrieb César Franck die „Trois Pièces pour Grand Orgue” und brachte sie an der neuen Orgel zur Uraufführung.
Das „Cantabile H-Dur” hatte Franck ursprünglich für die „Clarinette”, ein besonders gelungenes Register der Trocadero-Orgel, gedacht. In der späteren Druckausgabe schlug er Trompete und Oboe als Soloregister für diesen wunderbaren Liedsatz vor; ein herrliches Beispiel intimer melodischer Erfindung, wie sie für Franck so typisch ist.
Fantasie A-Dur
aus: Trois Piéces pour Grand Orgue (1878)
Martin Lücker
Rieger-Orgel der
St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Im Jahr 1878 wurde die berühmte Cavaillè-Coll-Orgel des Trocadero-Palastes in Paris eingeweiht. Hierfür schrieb César Franck die „Trois Pièces pour Grand Orgue” und brachte sie an der neuen Orgel zur Uraufführung.
In der „Fantasie A-Dur” behandelt Franck die Form ganz frei; sozusagen „fantasierend” werden vier Themen entwickelt. Die innere Logik der Musik ergibt sich weniger aus einem Formschema als aus einem genauen Abwägen der emotionalen Werte, die jedes Thema verkörpert.
Präludium d-moll BuxWV 140
Martin Lücker
Rieger-Orgel der
St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Als Dietrich Buxtehude 1668 als Nachfolger Franz Tunders zum Organisten an St. Marien zu Lübeck berufen wurde, bekleidete er wohl die bedeutendste Organistenposition des norddeutschen Raumes.
Eine der wesentlichen Kompositionsformen der Norddeutschen Meister war die Toccata, ein vielgliedriger Werktypus, in dem fugierte Partien mit toccatischen Partien aus virtuosen Figurationen, breiten Akkordfolgen und rezitativischen Passagen alternierten. Ob diese Werke ‘Toccata’, ‘Präludium’ oder auch ‘Präambulum’ hießen, war ohne Belang.
Von Buxtehude sind etwa 25 solcher ‘Toccaten’ oder auch ‘Präludien’ überliefert.
Das Präludium d-moll Bux WV 140 enthält drei fugierte Partien. Der ersten Fuge geht ein Präludium voraus, das von lebhaften Sechzehntel-Figuren und pathetischen Akkord-Rufen geprägt ist.
Nach dieser Fuge zeigt ein ausgebreitetes instrumentales Rezitativ, daß der Einfluß des großen Italieners Girolamo Frescobaldi bis weit nach Norddeutschland reichte. Ein kürzere fugierte Passage leitet über zu einer Variation der ersten Fuge, die Buxtehude nun im tänzerischen Dreier-Takt erklingen läßt.
Toccatischen Schlußtakte aus Figurationen und Akkorden belegen noch einmal das hohe Maß instrumentaler Virtuosität, welches Buxtehude zu Gebote stand und seinen Ruhm nicht zuletzt mitbegründete.
Sonate II für Orgel (1937)
Lebhaft 00:20
Ruhig bewegt 04:33
Fuge (Mäßig bewegt) 08:15
Martin Lücker
Rieger-Orgel der
St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Paul Hindemith, geboren in Hanau, trat 1909 in Dr. Hochs Konservatorium in Frankfurt am Main ein. 1915 wurde er Konzertmeister des dortigen Opernhaus- und Museumsorchesters. 1919 trat er als Komponist an die Öffentlichkeit. Ab 1936 begann er einen Zyklus von insgesamt 30 Sonaten für alle gängigen Instrumente zu komponieren. Darin finden sich insgesamt drei Orgelsonaten.
Die Sonate II – sie entstand 1937 – verwendet ganz klare Formen, die Hindemith der Musik des Barock entlehnt hat.
Der erste Satz („Lebhaft”) ist ein Concerto, der zweite („Ruhig bewegt”) ein Siciliano, der dritte schließlich („Mäßig bewegt”) eine Fuge. Wer nun allerdings eine unbeschwerte Spielmusik im neubarocken Gestus erwartet, wird enttäuscht: Überaus deutlich sind Gegenkräfte zu spüren, die hinter der Motorik des Concertos (gebändigte) Wut offenbaren, einen Abgrund unter der Freundlichkeit des Siciliano öffnen und die Fuge in rastloser Melancholie zu ihrem Ende hin treiben.
Symphonische Phantasie d-moll op. 57
Martin Lücker
Rieger-Orgel der
St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Eine der zentralen kompositorischen Fragestellungen von Max Reger war sicherlich: Bis wohin läßt sich die Grenze dessen, was man als „Tonalität” bezeichnet, hinausschieben und welche Bewegungen sind in diesem Rahmen möglich?
„Tonalität” bedeutet die Möglichkeit, alle Harmonien einer Komposition auf ein – nicht nur gedachtes, sondern hörend erfahrbares – Zentrum zu beziehen, welches man in der Musiktheorie „Tonika” nennt.
Schon Richard Wagner hatte – namentlich im „Tristan” – die Tonalität an ihre Grenze geführt, insofern zum Beispiel in dem berühmten „Vorspiel” zu diesem Musikdrama die eigentliche „Tonika” gar nicht mehr erklingt, sondern sozusagen nur noch virtuell wahrnehmbar ist.
In Weiden schrieb Reger im Jahre 1901 die „Symphonische Phantasie und Fuge d-moll op. 57”, der später der Beiname „Inferno-Phantasie” gegeben wurde.Vermutlich versucht dieser Beiname das Unerhörte des Werkes in Worte zu fassen, denn wohl in keinem seiner Werke hat Reger derart exzessiv die Tonalität an ihre Grenzen geführt. Schon der dissonante Aufschrei des ersten Akkordes hat Musiktheoretiker immer wieder beschäftigt, wie dieser Klang noch auf die Grundtonart d-moll zu beziehen sei.
Dieser Klang, ein bald danach vorgestellter ausdrucksvoller Triolen-Gedanke und schließlich die absteigende Tonfolge „c-h-fis-f” bilden sozusagen die drei Themen der Phantasie. Um einen langen, visionären Adagiosatz herum gruppiert Reger zwei große, quasi-sinfonische Entwicklungen aus diesen drei Themen.
Warum nennt Reger dieses Werk „symphonisch”?
Die grundlegende Voraussetzung der „klassischen” Sinfonik als Austragung eines Konfliktes, der sich an zwei in Spannung zueinander stehenden Themen entzündet, erfüllt Reger sicherlich nicht, denn einerseits ist seine Spannung permanent, in fast jedem Takt, andererseits sind seine thematischen Erfindungen meist nicht präzis genug, um eine Sinfonie-Architketur zu erfüllen. Sicherlich versucht Reger durch den Beinamen „symphonisch” eher die Dimension des Werkes zu charakterisieren: der musikalische Satz und alle Vortragsbezeichnung scheinen ins Maßlose gesteigert (wohl kein anderes Orgelwerk Regers ist dermaßen „schwarz” vor Noten!).
Ist Max Reger ein „großer” Komponist, oder ist sein Werk nur ein großes – zudem deutsches – Problem? Diese Frage muß jeder Hörer und jeder Spieler an jedem Werk immer wieder neu versuchen zu beantworten.
Natürlich haftet der „Symphonischen” etwas Monströses an, in dem ich inzwischen eher ein verzweifeltes Suchen spüre als das philiströse Protzen mit den Möglichkeiten von Harmonie- und Fugenkunst.
Lied an die Sonne
aus: Liedsinfonie op. 66
Martin Lücker
Rieger-Orgel der
St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Der belgische Organist und Komponist Flor Peeters gehörte zu den erfolgreichsten Konzertorganisten unseres Jahrhunderts. Nach dem II. Weltkrieg führten ihn viele Tourneen durch die ganze Welt, insbesondere nach Nordamerika. Reiseeindrücke seiner zweiten USA-Reise 1947 faßte er zusammen in der „Liedsinfonie op. 66”. Ein Sonnenaufgang, den er über den Wolken vom Flugzeug aus erlebte, inspirierte Peeters zum „Lied an die Sonne“. Diese brillante Schlußtoccata, widmete er dem amerikanischen Starorganisten Virgil Fox.
Toccata und Fuge a-moll
Nr. 11 und 12 aus
„Zwölf Stücke für die Orgel op. 80”
Martin Lücker
Rieger-Orgel der
St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Neben seinen großen Orgelwerken hat Reger etwa einhundert Orgelstücke, meist in Gruppen zu zwölf, unter verschiedenen Opuszahlen zusammengefaßt.
Aus den „Zwölf Stücken für Orgel op. 80” stammen Toccata und Fuge a-moll. Das barocke Toccatenidiom ist in den kompositorischen Elementen des Werkes gegenwärtig: im Pedalsolo zu Beginn genauso wie in quasi-rezitativischen, akkordischen Passagen, die mit Laufwerk abwechseln. Im Thema der Fuge arbeitet Reger zunächst mit einem doppelten Echo durch zwei Manualwechsel, ein Effekt, auf den er jedoch im weiteren Verlauf zugunsten einer eindrucksvollen dynamischen Steigerung verzichtet.
Rieger-Orgel der
St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Das „Magnificat” – Meine Seele erhebt den Herren und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes –, dieser Lobgesang Marias aus dem Lukas-Evangelium, ist von alters fester Bestandteil der Vespergottesdienste.
Auch der Reformator Martin Luther bewahrte diese liturgische Praxis; darum gibt es zahlreiche Magnificat-Kompositionen von Meistern der protestantischen Kirchenmusik.
Als Dietrich Buxtehude 1668 als Nachfolger Franz Tunders zum Organisten an St. Marien zu Lübeck berufen wurde, bekleidete er wohl die bedeutendste Organistenposition des norddeutschen Raumes.
Buxtehudes Vertonung des „Magnificat I. toni“ zeigt, wie sehr seine Kunst sich über den liturgischen Rahmen hinaus entwickelte hat, ist es doch eine einzige zusammenhängende, große Komposition. Harald Vogel spricht von einer „Verkündigungsfantasie“, in der sich Aspekte des Bibeltextes in musikalischer Darstellung erkennen lassen. Form und Gehalt verweisen auf einen konzertanten Gebrauch – ein unerhörter Akt künstlerischer Selbständigkeit, der nur im musikfreundlichen liberalen Klima der Hansestädte denkbar war.
Drei Choralbearbeitungen aus den „Leipziger Chorälen“
„Jesus Christus, unser Heiland” BWV 665 00:14
„Jesus Christus, unser Heiland” BWV 666 05:00
„O Lamm Gottes, unschuldig” BWV 656 08:20
Martin Lücker
Rieger-Orgel der
St. Katharinenkirche, Frankfurt am Main
Ein wesentlicher Teil der Arbeit Joh. Seb. Bachs in seinen letzten zehn Lebensjahren bestand darin, zu den wesentlichen Formen seines Kompositionsstiles repräsentative Werke vorzulegen.
Auch die Choralbearbeitungen der sogenannten „Leipziger Originalhandschrift” – kurz „Leipziger Choräle” genannt – gehören zu diesem Arbeitsbereich Bachs. Hatte er im Orgelbüchlein an 45 Choralbearbeitungen gezeigt, auf welch mannigfaltige Weise ein Orgelchoral zu schreiben ist („Orgelchoral” bedeutet, daß die Choralmelodie ununterbrochen durchläuft, wodurch die Komposition so lang wird wie eine Choralstrophe), so stellte Bach in seinen letzten Leipziger Jahren größere Choralbearbeitungen zusammen, die – zumeist in Weimar entstanden – nun noch einmal von ihm überarbeitet wurden.
„Jesus Christus, unser Heiland” BWV 665
„Jesus Christus, unser Heiland” (alio modo) BWV 666
Dieser Choral ist Luthers großes Abendmahlslied. Viele seiner Bearbeitungen durch Meister des Barock tragen – wie Bachs erste Bearbeitung – die Beischrift „sub communione”, sie sind also während des Abendmahls zu spielen. Diese erste Bachsche Bearbeitung erinnert an die norddeutschen Choralfantasien, insofern Bach zu jeder Verszeile eine musikalische Motivik wählt, die den Text bildlich wiedergibt. Zum Beispiel „Leidenschromatik” (Zeile 3: „Durch das bitter Leiden sein”), aufsteigende Tonleiterfiguren (Zeile 4: „Half uns aus der Höllen Pein”).
Die zweite Bearbeitung im 12/8-Takt beginnt ruhig, wird durch die später auftretenden Sechzehntelketten dann lebhafter. Nach Vorimitationen erklingt jede Choralzeile im Sopran.
„O Lamm Gottes, unschuldig” BWV 656
Alle drei Strophen dieses Chorales, der eine deutsche Dichtung des „Agnus Dei” der lateinischen Messe ist, werden von Bach durchlaufend komponiert. Die Choralmelodie wandert von Strophe zu Strophe aus der Oberstimme über die Mittelstimme in den Baß. Die Textzeile in der dritten Strophe „sonst müßten wir verzagen” wird durch extreme chromatische Harmoniefolgen unterstrichen.


