Quarks Dimension Ralph
Persönlichkeit: Warum es keine faulen Menschen gibt! | Quarks Dimension Ralph
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Mehr spannende Beispiele zur Unsterblichkeit gibt es in unserem Video mit dem Thema: „Alternsforschung: Können wir unsterblich werden?“ 👉 youtube.com/watch?v=r82o-t2s0cE (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben dieses Shorts mit noch mehr Infos.)
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#tiere #ocean #benjaminbutton #wissenschaft
Wie wir Alter wahrnehmen, verändert sich ständig – nicht nur bei uns selbst, sondern auch mit Blick auf andere. Im Video erfährst du, warum Menschen auf alten Fotos oft älter wirken als Gleichalte heute; dieses Phänomen nennt sich: retrospective aging.
Dass Menschen heute jünger wirken als früher, ist aber nicht nur ein Gefühl, sondern auch messbar anhand von Biomarkern wie Blutdruck oder Cholesterinspiegel, die Hinweise auf das biologische Alter geben.
Dazu kommt ein psychologischer Effekt: Ab einem bestimmten Alter fühlen sich Menschen umso jünger, je älter sie sind. Heute 60-Jährige fühlen sich im Schnitt jünger als 60-Jährige vor zehn Jahren.
Dabei spielt auch die Kultur eine Rolle: In einigen Ländern Asiens ist Alter stärker mit Weisheit und Erfahrung verbunden. Das beeinflusst auch das subjektive Alter: In Nordamerika fühlen sich Menschen über 30 im Schnitt rund zehn Jahre jünger, in Asien sind es nur etwa sieben Jahre.
Doch richtig alt – zumindest im Sinne der Gerontologie – ist man erst ab 80 Jahren. Warum die Wissenschaft das so festgelegt hat, erzählt euch Ralph im Video.
*Kapitel*
0:00 Armin, Christoph und der Maus-Geburtstag
1:04 Sean Connery vs. Thomas Brodie-Sangster: So verschieden kann Alter aussehen
1:40 Restrospective Aging: Alterswahrnehmung im Wandel
2:40 Biologisches Alter: Wir werden jünger
3:39 Rauchen macht alt: Warum dich Zigaretten älter machen
4:48 Subjektives vs. chronologisches Alter: Wie alt fühlst du dich?
5:20 Ältere fühlen sich umso jünger, je älter sie sind
6:22 Jünger fühlen, länger leben? Was die Forschung sagt
7:27 Alt und weise: Was wir vom Altersbild in Asien lernen können
8:18 Ab wann ist man alt – laut Altersforschung
*✅ Linktipp*
Der Deutsche Alterssurvey (DEAS) ist eine bundesweit repräsentative Quer- und Längsschnittbefragung von Personen, die sich in der zweiten Lebenshälfte befinden – also älter als 40 Jahre sind.
https://www.dza.de/forschung/deas
*📚 Unsere wichtigsten Quellen*
Morgan Levine, Eileen Crimmins: Is 60 the New 50? Examining Changes in Biological Age Over the Past Two Decades;
in: Demography, 2018
PDF: pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5897168/pdf/nihms948743.pdf
Tobacco smoke causes premature skin aging;
in: Journal of Dermatological Science, 2007
Kurzfassung: sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0923181107003210
Martin Pinquart, Hans-Werner Wahl: Subjective Age From Childhood to Advanced Old Age: A Meta-Analysis;
in: Psychology and Aging, 2021
Abstract: psycnet.apa.org/record/2021-34369-001
Younger Than Ever? Subjective Age Is Becoming Younger and Remains More Stable in Middle-Age and Older Adults Today;
in: Psychological Science, 2023
journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/09567976231164553
Perceptions of aging across 26 cultures and their culture-level associates;
in: Psychology and Aging, 2009
PDF: pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2933107/pdf/nihms-215302.pdf
Self-perceptions of aging: A conceptual and empirical overview;
in: Current Opinion in Psychology, 2024
PDF: sciencedirect.com/science/article/am/pii/S2352250X23001860
Gerben Westerhof et al.: Longitudinal Effects of Subjective Aging on Health and Longevity: An Updated Meta-Analysis;
in: Psychology and Aging, 2023
psycnet.apa.org/manuscript/2023-57851-001.pdf
Interview mit Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey (Gerontologin), Charité in Berlin:
Alter neu denken;
https://www.charite.de/forschung/themen_forschung/2017/alter_neu_denken
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Bei Quarks Dimension Ralph stellen wir die Fragen, die dir auf der Zunge liegen – über uns Menschen, unser Verhalten, unsere Welt und das Universum. Wir recherchieren da, wo’s spannend wird – kritisch und neutral.
Jeden Dienstag um 17 Uhr gibt’s eine neue Folge mit Ralph – ehrlich, verständlich, visuell stark.
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Autoren: Dirk Gilson, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Klaus Wache
Sounddesign: Klaus Wache
Redaktion: Nasibah Sfar
#alt #altern #ralphcaspers #dimensionralph
Was die mit Demenz, Osteoporose oder Diabetes zu tun haben, erfährst du hier und in unserem Hauptvideo zu dem Thema: „Alternsforschung: Können wir unsterblich werden?“ 👉 youtube.com/watch?v=r82o-t2s0cE (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben zu diesem Short mit noch mehr Infos.)
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#chromosome #dimensionralph #zombie #old
Wie wir trauern, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich: Kinder trauern häufig ganz anders als Erwachsene – sie können in die Trauer reinspringen, wie in eine Pfütze. Und dann auch wieder zum Spielen aus der Trauer rausspringen. Bei Erwachsenen reicht der Umgang mit Trauer von tiefer Betrübtheit bis hin zu rastloser Betriebsamkeit.
Bei vielen Menschen führt Trauer sogar zu dauerhaft erhöhten Cortisol-Werten – das bedeutet nichts anderes als Dauerstress über einige Wochen oder Monate. Dazu kommt, dass bei Trauer dieselben Hirnbereiche aktiv sind wie bei Suchterkrankungen. So kann die Sehnsucht Entzugserscheinungen verursachen.
Trotzdem könnte Trauer bzw. die Reaktion auf einen Verlust einen evolutionären Ursprung haben. Einerseits ist sie ein starkes Zeichen von Bindung und stärkt Beziehungen und so die Gruppe. Andererseits werden im Trauerprozess Ressourcen umgelenkt und alternative Belohnungssysteme im Gehirn aktiviert.
Was das genau bedeutet, warum es trotz Trauer völlig okay ist, auf Partys zu gehen – und wie im Trauerprozess eine Neuorientierung hilft, erzählt dir Ralph im Video. Und hier in der Videobeschreibung findest du außerdem weiterführende Links und Literaturtipps zum Umgang mit Trauer.
*Kapitel*
0:00 Wir werden alle sterben
0:38 Trauerprozesse verlaufen unterschiedlich
1:32 Kinder trauern anders – und das ist ganz normal
2:10 Trauer im Gehirn: Cortisol verursacht Stress und macht krank
3:02 Parasoziale Trauer: Wenn Promis oder fiktive Figuren sterben
3:41 Warum Trauer weh tut
4:49 Verlustschmerzen: ein evolutionäres Warnsignal
5:44 Trauer und Sucht: Was unser Belohnungssystem damit zu tun hat
6:24 Neue Beziehungen zulassen
7:01 Evolution: Warum wir Tote in der Menge sehen
7:53 Trauerprozess: Vom Verlust zur Neuorientierung
8:20 Trauer und Freude: Warum beides gleichzeitig existieren darf
*✅ Linktipps und Literatur*
Bundesverband Trauerbegleitung
https://bv-trauerbegleitung.de/
Deutscher Hospiz- und Palliativverband
https://www.dhpv.de/themen_trauerbegleitung.html
Trauern: Hilfe für Erwachsene, Kinder und Jugendliche
https://www.malteser.de/aware/hilfreich/hier-bekommst-du-hilfe-wenn-du-jemanden-verloren-hast.html
Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister
https://www.veid.de/
Neue Wege in der Trauer- und Sterbebegleitung;
Chris Paul, 2010 (ISBN 978-3579068350)
Praxisbuch Lavia Lebensweg- und Trauermodell;
Mechthild Schroeter-Rupieper, 2024 (ISBN: 978-3843615105)
Bilder-, Kinder- und Jugendbüchern sowie eine Auswahl an Berichten, Ratgebern und Erinnerungsbüchern zum Thema „Tod“:
Kind und Tod;
https://www.kindundtod.de/
Wie Kinder trauern: Ein Buch zum Verstehen und Begleiten;
Tita Kern et al., 2017 (ISBN: 978-3466371747)
*📚 Unsere wichtigsten Quellen*
Mary-Frances O'Connor et al.: Craving love? Enduring grief activates brain's reward center;
in: NeuroImage, 2008
PDF: pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2553561/pdf/nihms67599.pdf
Anette Kersting et al.: Neural Activation Underlying Acute Grief in Women After the Loss of an Unborn Child;
in: American Journal of Psychiatry, 2009
psychiatryonline.org/doi/full/10.1176/appi.ajp.2009.08121875
Neuroendocrine mechanisms of grief and bereavement: A systematic review and implications for future interventions;
in: Journal of Neuroendocrinology, 2020
onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jne.12887
Relational closeness – not parasociality – determines the intensity of grief responses to celebrity death;
in: Death Studies, 2023
PDF: researchgate.net/profile/Alysse-Baker/publication/375259609_Relational_closeness-_not_parasociality-_determines_the_intensity_of_grief_responses_to_celebrity_death/links/668f3a8daf9e615a15ddefd4/Relational-closeness-not-parasociality-determines-the-intensity-of-grief-responses-to-celebrity-death.pd
Evolutionizing grief: Viewing photographs of the deceased predicts the misattribution of ambiguous stimuli by the bereaved;
in: Evolutionary Psychology, 2013
journals.sagepub.com/doi/10.1177/147470491301100513
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Das Team dieser Folge:
Autoren: Reinhart Brüning, Ralph Caspers
Beratung: Dr. Julia Treml, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Leipzig
Schnitt und Grafik: Christoph Köster, Robert Bodner (Studio Paeper)
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Nasibah Sfar
#trauer #tod #trauerbewältigung #psychologie #beerdigung
Falls ihr mehr zum Thema Neugier wissen möchtet, dann schaut in unser Video: „Warum riskieren wir so viel aus Neugier?“ 👉 youtube.com/watch?v=q-2vd-7k-EU (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben zu diesem Short mit noch mehr Infos.)
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#socialexperiment #BaltazarLemos #beerdigung
Solche Ungleichheiten sind in unserer Gesellschaft tief verankert: im Alltag, auf dem Arbeitsmarkt und in unserer Sprache. Dabei ist Sexismus nicht immer so klar erkennbar wie etwa bei Altherrenwitzen oder Catcalling – dem feindseligen („hostilen“) Sexismus. Es gibt auch den wohlwollenden („benevolenten“) Sexismus. Wie perfide der ist, zeigt eine Studie, in der Frauen für ihre Job-Eignung beurteilt wurden.
Aufschlussreich ist auch das Ergebnis eines wissenschaftlichen Sexismus-Experiments: Warum reagieren viele Frauen nicht mit Kontaktabbruch, wenn sie in einem Chat blöd angemacht werden? Und das obwohl eine Mehrheit sagt, dass sie den Chat eigentlich sofort abbrechen würden?
Ob es auch Sexismus gegen Männer gibt – und ob Männer tatsächlich von mehr Gleichstellung in Beziehungen profitieren, erzählt euch Ralph im Video.
*Kapitel*
0:00 Sexismus: eine ganz eigene Art von Ungerechtigkeit
1:08 Gibt es Sexismus gegen Männer?
2:19 Sexismus von gestern – mit Auswirkungen bis heute
3:31 Gleichstellung heute: Erfolge und Lücken
4:08 Sexismus auf dem Arbeitsmarkt: gleiche Qualifikation – schlechtere Chancen
4:54 Catcalling, Sprüche, Übergriffe: „feindseliger“ (hostiler) Sexismus
5:28 Warum auch Freundlichkeit ein Problem sein kann: „wohlwollender“ (benevolenter) Sexismus
6:00 Auf Sexismus reagieren: Geht das ohne Nachteile?
6:45 Sexismus-Experiment „Anmache im Chat“: warum viele Frauen nicht reagieren
8:07 Darum schadet Sexismus auch Männern
9:57 Weniger Sexismus – erfüllteres Sexualleben in Beziehungen
*📚 Unsere wichtigsten Quellen*
Carsten Wippermann: Sexismus im Alltag. Wahrnehmungen und Haltungen der deutschen Bevölkerung;
Pilotstudie im Auftrag des BMFSFJ, 2024
PDF: https://www.bmfsfj.de/resource/blob/141246/6e1f0de0d740c8028e3fed6cfb8510fd/sexismus-im-alltag-pilotstudie-data.pdf
Be a Man or Become a Nurse: Comparing Gender Discrimination by Employers across a Wide Variety of Professions;
in: Reihe „Discussion Paper“, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (@WZBlive), 2017
PDF: https://bibliothek.wzb.eu/pdf/2017/ii17-201.pdf
The Ambivalent Sexism Inventory: Differentiating Hostile and Benevolent Sexism;
in: Journal of Personality and Social Psychology, 1996
https://www.academia.edu/download/78306814/The_Ambivalent_Sexism_Inventory_Differen20220107-14634-yh36bm.pdf
Julia Becker @uniosnabrueck et al.: Damned if she does, damned if she doesn't: Consequences of accepting versus confronting patronizing help for the female target and male actor;
in: European Journal of Social Psychology, 2011
Abstract: onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ejsp.823
Nina Vanselow: Of Beauties, Beaus, and Beasts: Studying Women’s and Men’s Actual and Imagined Experiences of Sexual and Gender Harassment;
Dissertation, @BielefeldUniversity, 2009
PDF: https://pub.uni-bielefeld.de/download/2306085/2306088/Dissertation_Vanselow_2009.pdf
Øystein Gullvåg Holter: „What’s in it for men?”: Old Question, New Data;
in: Men and Masculinities, 2014
Abstract: journals.sagepub.com/doi/10.1177/1097184X14558237
The health and well-being of men in the WHO European Region: better health through a gender approach;
World Health Organization. Regional Office for Europe, 2018
https://iris.who.int/handle/10665/329686
Laurie Rudman @RutgersU et al.: The Interpersonal Power of Feminism: Is Feminism Good for Romantic Relationships?
in: Sex Roles: A Journal of Research, 2007
PDF: http://xyonline.net/sites/xyonline.net/files/Rudman%2C%20The%20Interpersonal%20Power%20of%20Feminism%2007.pdf
Women’s Participation in Peace Negotiations and the Durability of Peace;
in: International Interactions, 2018
tandfonline.com/doi/full/10.1080/03050629.2018.1492386
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Autoren: Katrin Krieft, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Christian Kloprogge, Christoph Köster
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Wobbeke Klare
#sexismus #ralphcaspers #dimensionralph
Wenn ihr mehr über den weiblichen Orgasmus wissen möchtet, schaut in dieses Video: „Weiblicher Höhepunkt: Warum kommen Frauen überhaupt?“ 👉 youtube.com/watch?v=EEFzV2TrfVE
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#pregnancy #flowback #kinderwunsch
Voraussetzung für die Kernfusion in der Sonne ist der enorme Druck: Vier Wasserstoffkerne verschmelzen so zu einem Helium – durch die Massendifferenz wird dabei eine enorme Menge Energie frei. Das wusste schon Albert Einstein.
Auf der Erde versuchen wir, diesen hohen Druck durch extreme Hitze zu ersetzen: Es müssen über 100 Millionen Grad Celsius sein. 1952 wurde die Energie der Kernfusion erstmals gezielt freigesetzt – bei „Ivy Mike“, der ersten Wasserstoffbombe.
Doch im zivilen Bereich ist die Technik eine Herausforderung. Zwei Methoden werden derzeit erforscht: Magnetfusion und Trägheitsfusion. 2022 gelang erstmals ein Energieüberschuss an der NIF @LivermoreLab – doch der Durchbruch bei der Kernfusion lässt weiterhin seit Jahrzehnten auf sich warten. Eine Hürde dabei ist, das entstehende Plasma – ein heißer, elektrisch geladener Zustand der Materie – zu kontrollieren.
Warum das so ist, welche Hürden bis zum erfolgreichen Kernfusionsreaktor noch überwunden werden müssen und was die sogenannte Kernfusionskonstante damit zu tun hat – erzählt euch Ralph im Video!
*Kapitel*
00:00 Wann kommt der Kernfusionsreaktor?
00:49 Kernfusion in der Sonne
01:12 Was ist Kernfusion?
01:30 Albert Einstein: Masse = Energie
02:31 Ivy Mike: Kernfusion in einer Wasserstoffbombe
03:11 Hitze statt Druck: Kernfusion auf der Erde
04:09 Was ist Plasma?
05:15 Coulomb-Barriere bei Deuterium und Tritium
06:32 Magnetfusion: Tokamak und Stellarator
07:47 Trägheitsfusion: lange unter Geheimhaltung
08:52 Rekord: positive Energiebilanz bei der Trägheitsfusion?
10:02 Materialprobleme: Neutronen zerstören Reaktor
11:08 Die Kernfusionskonstante
*✅ Linktipps*
Hat Kernfusion eine Zukunft? - quarks.de
https://www.quarks.de/technik/energie/hat-kernfusion-eine-zukunft/
5 Irrtümer zur Kernfusion • Fusionsforschung 2023 | Hartmut Zohm
@UrknallWeltallLeben
youtube.com/watch?v=PR2PaqHmh8g
Das „Fusions Portal“ der IAEA (Internationale Atomenergie-Organisation)
nucleus.iaea.org/sites/fusionportal/Pages/Fusion%20Portal.aspx
Vakuum: Wie viel wiegt das NICHTS?
Quarks @DimensionRalph
youtube.com/watch?v=EYmqfLA8K3g
*📚 Unsere wichtigsten Quellen*
Stellungnahme der deutschen Wissenschaftsakademien, 2024:
Kernfusion als Baustein einer klimaneutralen Energieversorgung?
PDF: https://energiesysteme-zukunft.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/PDFs/ESYS_Impuls_Kernfusion.pdf
IAEA World Fusion Outlook 2024
International Atomic Energy Agency
PDF: www-pub.iaea.org/MTCD/Publications/PDF/p15777-24-02766E_WFO_web.pdf
Übersichtsstudie Kernfusion für den Klimabeirat Hessen;
Öko-Institut e.V., 2024
PDF: https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/uebersichtsstudie_kernfusion_oeko-institut-darmstadt.pdf
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Autoren: Ulrich Grünewald, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Christian Kloprogge, Robert Bodner (Studio Paeper)
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Nasibah Sfar
#nuclearfusion #energy #plasma
Quarks sind die Teilchen, aus denen alles besteht: vom größten Planeten über uns Menschen bis hin zu den kleinsten Atomen ⚛️
Und diese etwas kryptischen Zeilen aus Finnegans Wake von James Joyce waren die Inspiration für den Namen:
_Three quarks for Muster Mark! Sure he hasn’t got much of a bark. And sure any he has it’s all beside the mark._ 🤔
Deswegen sind wir alle Quarks!
Willst du mehr zu Quarks, Materie und Antimaterie wissen? Dann schau in unser Video: „Anti-Quarks: Kann man mit Antimaterie die Erde vernichten?“ 👉 youtube.com/watch?v=maSeq6y5oZk
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#materia #quarks #physics
Die Antarktis ist kein einheitlicher Eisklotz, sondern geologisch viel komplexer, als viele denken: Die Westantarktis etwa besteht aus zerklüfteten Inselstrukturen, während die Ost-Antarktis ein zusammenhängender Kontinent ist. 98 Prozent des Kontinents sind vom antarktischen Eisschild bedeckt.
Unter dem Meereis wurde auch reichlich Phytoplankton gefunden. Das heißt: Es kommt noch genügend Licht durch das Eis, so dass Photosynthese möglich ist. Das ist eine wichtige Erkenntnis. Denn Phytoplankton bildet die Basis der Nahrungskette im Ozean.
Beim dicken Schelfeis kommt jedoch kein Licht durch. Lange Zeit ging man deshalb davon aus, dass unter dem Schelfeis kaum Leben vorhanden ist. Doch auch hier machten die Wissenschaftler erstaunliche Entdeckungen: Im Video zeigt euch Ralph, welche Organismen sich dort tummeln.
*Kapitel*
00:00 Antarktis: „Berge des Wahnsinns“?
01:13 Kein Reiseführer: So ist es in der Antarktis
02:19 So sieht es unter der Eisdecke der Antarktis aus
03:09 Was passiert, wenn das Antarktis-Eis schmilzt?
03:31 Eisschild, Schelfeis und Meereis: Die drei Eissorten in der Antarktis
05:09 Leben unter dem Meereis
06:22 Gibt es auch unter dem Schelfeis Leben?
07:13 Wenn das Schelfeis abbricht: Chance für die Wissenschaft
08:26 Leben unterm Eis – und was der Vulkan Mount Erebus damit zu tun hat
09:38 Lake Whillans: Ein See unter einer 800 Meter dicken Eisschicht
10:25 Gibt es Leben außerhalb der Erde?
Autoren: Jens Hahne, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Anna Gold, Alfred Rehbach
Sounddesign: Florian Ebrecht
Realisation: Ingo Knopf
Redaktion: Nasibah Sfar, Wobbeke Klare
*Linktipps*
Quarks @DimensionRalph Kann uns die Tiefsee gefährlich werden?
youtube.com/watch?v=yCNASecoXdY
Quarks.de: Klimawandel – Das bedeutet die Eisschmelze für die Antarktis
https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/das-bedeutet-die-eisschmelze-fuer-die-antarktis/
Antarctic Sea Ice Extent Animation;
in: NASA Scientific Visualization Studio, 2011
svs.gsfc.nasa.gov/3862/#media_group_351219
Meeresspiegel-Anstieg (eingestellt auf „plus 58 Meter“):
Water Level Elevation Map
floodmap.net/?ll=51.02844,6.801333&z=10&e=58
Quarks: Alexander Gerst auf Meteoritensuche in der Antarktis
https://www.ardmediathek.de/video/quarks/alexander-gerst-auf-meteoritensuche-in-der-antarktis/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLThjNTYzZjEwLWNhN2QtNGI1NS05MWNlLTBkOGUzZjk5ZDg0MA
*Unsere wichtigsten Quellen*
Bedmap3 updated ice bed, surface and thickness gridded datasets for Antarctica;
in: Scientific Data, 2025
nature.com/articles/s41597-025-04672-y
Thriving Antarctic Ecosystems Found in Wake of Recently Detached Iceberg;
in: Pressemitteilung des Schmidt Ocean Institute, 2025
schmidtocean.org/thriving-antarctic-ecosystems-found-in-wake-of-recently-detached-iceberg
Evidence of phytoplankton blooms under Antarctic sea ice;
in: Frontiers in Marine Science, 2022
frontiersin.org/articles/10.3389/fmars.2022.942799
Antarctic Marine Biodiversity – What Do We Know About the Distribution of Life in the Southern Ocean?
in: PLOS ONE, 2010
journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0011683
Richness, growth, and persistence of life under an Antarctic ice shelf;
in: Current Biology, 2021
sciencedirect.com/science/article/pii/S0960982221015396
Laurie Connell et al.: Microbial communities in dark oligotrophic volcanic ice cave ecosystems of Mt. Erebus, Antarctica;
in: Frontiers in Microbiology, 2015
frontiersin.org/journals/microbiology/articles/10.3389/fmicb.2015.00179
The perennially ice-covered Lake Enigma, Antarctica supports unique microbial communities;
in: Communications Earth & Environment, 2024
nature.com/articles/s43247-024-01842-5
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#Antarktis #ralphcaspers #dimensionralph
Wenn du wissen willst, warum Auftauen und Weiterleben nach dem Einfrieren bei uns Menschen nicht funktioniert, dann schau in unser Video: „Kryonik: Ist ewiges Leben durch Einfrieren lassen möglich?“ 👉 youtube.com/watch?v=wWwordgExQY (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben zu diesem Short mit noch mehr Infos.)
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#frog #alaska #cryonics
Phobie, Panikattacke, generelle Angststörung - Ralph Caspers erklärt, welche Formen Angst annehmen kann. Angst ist nicht dasselbe wie Furcht: Anders als die Furcht können Ängste irrational sein. Ein extremes Beispiel ist Koro, die Angst, bei der Männer befürchten, ihr Penis könnte schrumpfen oder im Körper verschwinden. In Singapur führte 1967 ein Gerücht über Schweinefleisch zu einer Massenangst: Männer versuchten, ihre Penisse auf die unterschiedlichsten Arten festzuhalten – mit teils schmerzhaften Konsequenzen…
Doch Ängste können auch gezielt geschürt werden – etwa in der Politik. Eine Studie der Universität Wien (@univienna) zeigt: Wer unkommentierte Wahlwerbung einer rechtspopulistischen Partei sah, entwickelte im Anschluss stärkere Ängste vor Migranten. Wie Ängste unser rationales Denken ausschalten und was du dagegen machen kannst – zum Beispiel mit der Strategie der „Neubewertung“ – erzählt dir Ralph im Video.
*Kapitel*
0:00 Koro: die Angst vor Penisschwund
1:32 Dafür ist Angst gut
1:56 Irrationale Ängste
3:24 Der Unterschied zwischen Angst und Furcht
5:02 Generelle Angststörung, Panikattacken und Phobien
6:23 Angst macht manipulierbar
7:16 Politische Angstmacher
7:57 Hilfe gegen Ängste: Strategie der „Neubewertung“
9:45 Das solltest du dich fragen, wenn du gerade Angst hast
Autoren: Dr. Jan Philipp Rudloff, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Klaus Wache
Sounddesign: Klaus Wache
Redaktion: Wobbeke Klare
*Linktipps*
Angst – wie sie uns steuert und wie wir sie nutzen können
Quarks Daily Spezial, 2024
https://www.quarks.de/podcast/quarks-daily-spezial-folge-86-angst-wie-sie-uns-steuert-und-wie-wir-sie-nutzen-koennen/
Soziale Phobien – Hilfe, hier sind Menschen!
Quarks Daily Spezial, 2024
https://www.quarks.de/podcast/soziale-phobien-hilfe-hier-sind-menschen-quarks-daily-spezial/
Quarks Dimension Ralph: Was gruselige Videos in unserem Gehirn auslösen
youtube.com/watch?v=CrxI8-NxavA
*Unsere wichtigsten Quellen*
Psychologie der Angst: Ein Lehrbuch;
Heinz Walter Krohne, 2010 (ISBN 978-3-17-028136-3)
Psychologie;
Richard J. Gerrig, 2018 (ISBN 978-3-86894-323-8)
The biology of fear;
in: Current Biology, 2013
PDF: cell.com/current-biology/pdf/S0960-9822(12)01435-2.pdf
Studie der Uni Wien zu Effekten von Wahlwerbung:
Desirée Schmuck, Jörg Matthes: Effects of economic and symbolic threat appeals in right-wing populist advertising on anti-immigrant attitudes: The impact of textual and visual appeals;
in: Political Communication, 2017
tandfonline.com/doi/full/10.1080/10584609.2017.1316807
Alison Wood Brooks: Get excited: reappraising pre-performance anxiety as excitement;
in: Journal of Experimental Psychology: General, 2014
PDF: https://www.hbs.edu/ris/Publication%20Files/xge-a0035325%20%282%29_0287835d-9e25-4f92-9661-c5b54dbbcb39.pdf
Koro – the psychological disappearance of the penis;
in: The Journal of Sexual Medicine, 2007
researchgate.net/publication/227752162_KoroThe_Psychological_Disappearance_of_the_Penis
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#angst #angststörung #dimensionralph
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#angst #überleben #gehirn
In diesem Video erfährst du, welche seltsamen Auslöser es für das Niesen gibt: Ein Viertel der Menschen muss zum Beispiel niesen, wenn sie in helles Licht schaut: Das ist der sogenannte photische Niesreflex. Manche niesen sogar, wenn ihr Magen voll ist, wenn die Blase drückt – oder beim Höhepunkt.
Quarks zeigt, was beim Niesen im Körper genau passiert: Ein Reiz in der Nase löst eine Kettenreaktion aus – bis Luft mit Hochdruck aus dem Mund schießt. Dabei fliegen die Tröpfchen bis zu acht Meter weit!
Im Video klärt Ralph Caspers auch, was an dem bekannten Gerücht dran ist, dass einem die Augen rausploppen, wenn man beim Niesen die Augen offen lässt. Außerdem erklärt er, warum man auf keinen Fall mit geschlossenem Mund und zugehaltener Nase niesen sollte.
*Kapitel*
0:00 Niesende Meerechsen
1:05 Warum Niesen nicht die Nase reinigt
1:47 Auf Niesen folgt Schnäuzen
2:47 Ist Niesen nützlich für Krankheitserreger?
4:00 Niesreflex
5:03 Niesreize
5:35 Was beim Niesen passiert
6:43 Augen zu beim Niesen: Schützt das die Augen vor dem Rausfallen?
7:19 Warum helles Licht Niesen auslösen kann
8:00 Niesforschung: Wie man Niesen provoziert
Autor:innen: Kathrin Passig, Chantal Beil, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Christian Kloprogge, Robert Bodner
Sounddesign: Florian Ebrecht
Realisation: Ingo Knopf
Redaktion: Nasibah Sfar, Wobbeke Klare
*Linktipps*
Lydia Bourouiba zur Physik des Niesens:
The physics of the sneeze, 2016
youtube.com/watch?v=bFxgVkslD-k
Artikel über Lydia Bourouibas Niesforschung:
Where Sneezes Go;
in: Nature, 2016
nature.com/articles/534024a
Ein seltsames Wesen – Warum wir gähnen, rülpsen, niesen und andere komische Dinge tun
Robert Provine, 2014 (ISBN 3498052128)
*Unsere wichtigsten Quellen*
Sneeze reflex: facts and fiction;
in: Therapeutic Advances in Respiratory Disease, 2009
journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/1753465809340571
Lydia Bourouiba et al.: Violent expiratory events: on coughing and sneezing;
in: Journal of Fluid Mechanics, 2014
cambridge.org/core/journals/journal-of-fluid-mechanics/article/violent-expiratory-events-on-coughing-and-sneezing/475FCFCBD32C7DB6C1E49476DB7A7446
Why do we sneeze?
in: Medical Hypotheses, 2012
Abstract: sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S030698771200028X
The Dangers of Sneezing: A Review of Injuries;
in: American Journal of Rhinology & Allergy, 2019
Abstract: journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/1945892418823147
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#niesen #ralphcaspers #dimensionralph #quarks
Was das mit Schwerhörigkeit zu tun hat und wie uns unser Gehör manchmal trügt, das seht und hört ihr in unserem Video: „Hören: Wie unser Gehirn uns vera****t“ 👉 youtube.com/watch?v=jsNxab0dUcE (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben dieses Shorts mit noch mehr Infos.)
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#ohr #anatomy #senses
Atomsemiotiker entwickeln Botschaften, die auch in ferner Zukunft noch verstanden werden sollen, obwohl sich Sprache, Symbolik und Technik so stark verändert haben werden, dass sie eigentlich nicht mehr verständlich sind.
Die Vorschläge klingen bizarr: Etwa Warnschilder in Kreisen, die sich über Jahrhunderte erweitern – oder eine Kaste von „Atompriestern“, die die Gefahren über Mythen und Rituale weitergeben. Andere Wissenschaftler denken an Pflanzen, die bei Radioaktivität die Farbe ändern.
Doch die Nachrichten selbst sind nicht das einzige Problem. Sie müssen ja nicht nur verständlich bleiben, sondern über den langen Zeitraum auch physisch erhalten bleiben. Im Video erzählt Ralph, wie Forscher versuchen, über eine Million Jahre hinweg vor Atommüll-Endlagern zu warnen – und warum jede dieser Lösungsvorschläge ein eigenes Risiko birgt.
*Kapitel*
0:00 Papiermüll oder Liebesbrief?
0:58 Endlager für Atommüll und das Problem der Radioaktivität
2:15 Atomsemiotik: Wie warnt man vor Radioaktivität?
2:42 Nazca-Linien und sumerische Keilschrift: Was bedeuten sie?
3:46 Althochdeutsch: dieses Deutsch versteht heute kaum jemand
4:19 Der Schilderwald (Idee 1)
5:20 Die Atompriester (Idee 2)
6:13 Emojis als Warnung vor Atommüll?
6:37 „Mindesthaltbarkeit“ von einer Million Jahre?
7:45 Warnungen über Tiere und Pflanzen (Idee 3)
9:15 Beste Lösung „nicht warnen“?
Autoren: Reinhart Brüning, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Christoph Köster (Studio Paeper)
Sounddesign: Florian Ebrecht
Realisation: Ingo Knopf
Redaktion: Nasibah Sfar, Wobbeke Klare
*Linktipp*
Informationen des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung:
Erinnerung für künftige Generationen – Atomsemiotik
https://www.base.bund.de/de/endlager/wissenserhalt/atomsemiotik/atomsemiotik_inhalt.html
*Unsere wichtigsten Quellen*
Warnungen an die ferne Zukunft: Atommüll als Kommunikationsproblem;
Roland Posner (Hrsg.), 1990 (ISBN 3922696651)
darin auch:
Vilmos Voigt: Konzentrisch angeordnete Warntafeln in zunehmend neueren Sprachformen; (zuerst in: Zeitschrift für Semiotik, 1984)
Thomas Sebeok: Communication Measures to Bridge Ten Millennia;
in: Report prepared for the Office of Nuclear Waste Isolation, Battelle Memorial Institute, 1984
PDF: static1.squarespace.com/static/5668df83cbced6c419064be1/t/568b587dc21b86066ae9b121/1451972733768/Communication+Measures+to+Bridge+Ten+Millenia.pdf
Vortragsfolien zum Bericht im Auftrag der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA:
Atomsemiotik – semiotische Probleme von Atommüll und Zeichen als Warnungen an die ferne Zukunft; 2011
inis.iaea.org/records/7eanj-rnf50
StandAG - Gesetz zur Suche und Auswahl eines Standortes für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle
https://www.gesetze-im-internet.de/standag_2017/BJNR107410017.html
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#Atomendlager #ralphcaspers #dimensionralph
Denn: Je näher man an einem Schwarzen Loch ist, desto langsamer vergeht die Zeit – dank der starken Gravitation. 🌌
Das Problem ist nur: Das von uns aus nächste Schwarze Loch, Gaia BH1, ist 1560 Lichtjahre entfernt.
Mit der Bahn bräuchte man dafür etwa fünf Milliarden Jahre … 🚆🕰️
Wenn du mehr über die Physik der Zeitreisen erfahren möchtest, schau in unser Video: „Zeitreisen in die Zukunft: Schwarze Löcher helfen!“ 👉 youtube.com/watch?v=zD91DNBJk1U (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben dieses Shorts mit noch mehr Infos.)
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#timetravel #raumzeit #astrophysics
Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, ein geschwächtes Immunsystem – all das sind körperliche Folgen von Liebeskummer. Studien zeigen: Trennungsschmerz aktiviert im Gehirn dieselben Regionen wie körperlicher Schmerz und kann im fMRT gemessen werden. Der seelische Schmerz ist also real – und kann über Stresshormone wie Cortisol und Noradrenalin sogar das Herz beeinträchtigen.
In besonders schweren Fällen droht das Broken-Heart-Syndrom – ein echter medizinischer Notfall. Zwar erholen sich die meisten Betroffenen vollständig. Doch etwa vier Prozent überleben das „gebrochene Herz“ nicht. Der „Tod durch Liebeskummer“ ist also mehr als nur ein Sprichwort.
Was genau beim Broken-Heart-Syndrom im Körper passiert, wie die Symptome erkannt werden können und wie Mediziner sie von einem Herzinfarkt unterscheiden, erzählt dir Ralph im Video.
*Kapitel*
0:00 Wenn aus Liebeskummer Herzschmerz wird
0:44 Körperliche und seelische Beschwerden nach einer Trennung
2:33 Trennungsschmerzen: Nachweis im Gehirn
3:19 Hormone vor und nach der Trennung
4:52 Broken-Heart-Syndrom: Das „gebrochene Herz“ gibt es wirklich
5:16 Herzinfarkt oder „Broken Heart“: Das sind die Unterschiede
6:08 Takotsubo: Warum das Broken-Heart-Syndrom auch nach einem Gefäß zum Tintenfischfang benannt ist
6:48 myokardiales Stunning: wenn der Herzmuskel gelähmt ist:
7:12 Gehirn oder Herz – was ist Ursache des Broken-Heart-Syndroms?
7:55 Wie gefährlich ist das Broken-Heart-Syndrom?
Autor:innen: Katrin Krieft, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Christan Kloprogge, Thomas Henrich
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Nasibah Sfar
*Linktipps*
Quarks @DimensionRalph: Liebe und Verliebtsein: Alles nur Illusion?
youtube.com/watch?v=6aem_0AcHZo
@Quarks: Gebrochenes Herz – wie Kummer zum Tod führen kann
youtube.com/watch?v=1gY8CNP2H1M
quarks.de: Artikel: Was bei Liebeskummer im Gehirn passiert
https://www.quarks.de/gesellschaft/psychologie/was-bei-liebeskummer-im-gehirn-passiert/
*Unsere wichtigsten Quellen*
Takotsubo Syndrom: pathophysiology, emerging concepts, and clinical implications;
in: Circulation, 2022
ahajournals.org/doi/full/10.1161/CIRCULATIONAHA.121.055854
Altered limbic and autonomic processing supports brain-heart axis in Takotsubo Syndrom;
in: European Heart Journal, 2019
academic.oup.com/eurheartj/article/40/15/1183/5366976
Neurohumoral Features of Myocardial Stunning Due to Sudden Emotional Stress;
in: The New England Journal of Medicine, 2005
nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa043046
Die britische Studie von 2015:
Quantitative Sex Differences in Response to the Dissolution of a Romantic Relationship;
in: Evolutionary Behavioral Sciences, 2015
PDF: researchgate.net/profile/Craig-Morris/publication/280564265_Quantitative_Sex_Differences_in_Response_to_the_Dissolution_of_a_Romantic_Relationship/links/55b9f6ab08ae092e965ba773/Quantitative-Sex-Differences-in-Response-to-the-Dissolution-of-a-Romantic-Relationship.pdf
Ethan Kross (@universityofmichigan1817) et al.: Social rejection shares somatosensory representations with physical pain;
in: PNAS, 2011
pnas.org/doi/epdf/10.1073/pnas.1102693108
The neural basis of romantic love;
in: NeuroReport, 2000
journals.lww.com/neuroreport/Fulltext/2000/11270/The_neural_basis_of_romantic_love.46.aspx
Social exclusion impairs self-regulation;
in: Journal of Personality and Social Psychology, 2005
PDF: imagesrvr.epnet.com/embimages/pdh2/psp/psp884589.pdf
Effects of social exclusion on cognitive processes: anticipated aloneness reduces intelligent thought;
in: Journal of Personality and Social Psychology, 2002
PDF: researchgate.net/profile/Jean-Twenge/publication/11086437_Effects_of_social_exclusion_on_cognitive_processes_Anticipated_aloneness_reduces_intelligent_thought/links/554b9ee70cf29f836c974613/Effects-of-social-exclusion-on-cognitive-processes-Anticipated-aloneness-reduces-intelligent-thought.pdf
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#lovesick #brokenheart #liebe
Mehr Infos rund um die Liebe und das Verliebtsein gibt es in unserem Video: „Liebe und Verliebtsein: Alles nur Illusion?“ 👉 youtube.com/watch?v=6aem_0AcHZo (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben dieses Shorts mit noch mehr Infos.)
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#neurobiology #psychology #science #hormones
Ein wichtiger Punkt: Zwischen Korrelation und Kausalität muss unterschieden werden. Nur weil zwei Dinge gleichzeitig auftreten (Korrelation; z. B. Weintrinken und eine gute Herzgesundheit), heißt das nicht, dass das eine die Ursache des anderen ist (Kausalität). Das sogenannte französische Paradox mit dem „gesunden Glas Rotwein“ beruht genau auf diesem Trugschluss. Es kann weitere, verdeckte Faktoren geben, die dort wirken – wie beispielsweise Wohlstand oder Ernährung.
Ein anderes Problem – besonders in der psychologischen Forschung – ist, dass viele Studienergebnisse nicht reproduzierbar sind: Nur etwa ein Drittel der Wiederholungsstudien kommt zum gleichen Ergebnis wie die Originalstudie. Dieses Phänomen wird als Replikationskrise bezeichnet.
So galt der berühmte Marshmallow-Test bei Kindern jahrzehntelang als Beleg für die langfristige Bedeutung von Selbstkontrolle bei Kindern. Inzwischen ist klar: Die Aussagekraft über die Zukunft der Kinder wurde stark überschätzt.
Aber wie erkennt man gute wissenschaftliche Studien? Es gibt klare Kriterien: An erster Stelle steht die kontrollierte, randomisierte, doppelblinde Studie als Goldstandard. Auch die statistische Signifikanz und das Peer-Review-Verfahren sind entscheidend. Was das genau bedeutet, erklärt euch Ralph im Video. Doch reicht das aus, um wissenschaftlichen Studienergebnissen vertrauen zu können?
*Kapitel*
0:00 Können wir der Forschung trauen?
0:53 Flat Earthler: Ist die Erde eine Scheibe?
1:41 Wissenschaftliche Methodik: von Hypothesen zu Theorien
2:38 Ist Rotwein gesund? Das französische Paradox
3:59 Korrelation und Kausalität: Lustige Beispiele aus der Forschung
5:01 Falsche Studienergebnisse: Korrelation ist nicht Kausalität
5:58 Bias und Rechenfehler
6:47 Fail? Das Marshmallow-Experiment zur Selbstkontrolle von Kindern
8:21 Replikationskrise der Psychologie: Wenn das Forschungsergebnis bei einer Wiederholungsstudie nicht bestätigt werden kann
8:54 Probanden für Studien: Größe und Auswahl der Versuchsgruppe
9:12 Gütekriterien: die kontrollierte, randomisierte, doppelblinde Studie als Goldstandard
9:54 Signifikanz und Peer-Review
Autoren: Johannes Polotzek, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Anna Gold, Alfred Rehbach
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Nasibah Sfar
*Linktipps*
quarks.de: So durchschaust du jede Statistik
https://www.quarks.de/gesellschaft/statistik/
Liste der „verbotenen“ Wörter:
These Words Are Disappearing in the New Trump Administration
nytimes.com/interactive/2025/03/07/us/trump-federal-agencies-websites-words-dei.html
Quarks @DimensionRalph : Diese Lücken hat unsere Wissenschaft
youtube.com/watch?v=iyoxj9Po9SI
*Unsere wichtigsten Quellen*
An estimate of the science-wise false discovery rate and application to the top medical literature;
in: Biostatistics, 2014
Abstract: academic.oup.com/biostatistics/article-abstract/15/1/1/244509
Why most published research findings are false;
in: PLOS Medicine, 2005
ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1182327
Serge Renaud, Michel de Lorgeril: Wine, alcohol, platelets, and the French paradox for coronary heart disease;
in: The Lancet, 1992
thelancet.com/journals/lancet/article/PII0140-6736(92)91277-F/fulltext
Is low-level alcohol consumption really health-protective? A critical review of approaches to promote causal inference and recent applications;
in: Alcohol: Clinical and Experimental Research, 2024
onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/acer.15299
Delay of gratification and adult outcomes: The Marshmallow Test does not reliably predict adult functioning;
in: Child Development, 2024
Abstract: srcd.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/cdev.14129
Open Science Collaboration: Estimating the reproducibility of psychological science;
in: Science, 2015
► science.org/doi/10.1126/science.aac4716
► PDF: https://research.tilburguniversity.edu/files/8581745/RPP_postprint.pdf
Randomized Controlled Trials;
in: Chest, 2020
ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8176647
Statistik für Journalist:innen: Grundlagen und Praxis;
Julia Lück-Benz, 2022 (ISBN: 9783825253400)
Leseprobe: https://books.google.de/books?id=dCBZEAAAQBAJ
Numerical simulation of flow field around a cow using 3-D body-fitted coordinate system;
in: Journal of Thermal Biology, 2001
Abstract: sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0306456500000516
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#bias #scientific #research #korrelation #wissenschaft
Was dieses Spiel mit deinem oft falschen Gefühl für Risiko zu tun hat, das erfährst du in unserem Video: „Wovor sollte ich wirklich Angst haben?“ 👉 youtube.com/watch?v=41IOPwipTfg (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben dieses Shorts mit noch mehr Infos.)
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#würfel #mathematics #brain #heuristics
WEIRD steht dabei für Western, Educated, Industrialized, Rich, Democratic – also Menschen aus westlichen, gebildeten, industrialisierten, wohlhabenden und demokratischen Gesellschaften. Die meisten psychologischen Studien basieren auf dieser kleinen Gruppe. Sie macht nur 12 Prozent der Weltbevölkerung aus, stellt aber z. B. 96 Prozent der Versuchspersonen. Solche Stichproben führen zu verzerrten Ergebnissen (Bias), die dennoch häufig als allgemeingültig dargestellt werden. In interkulturellen Studien zeigt sich dann oft ein anderes Bild: Die Müller-Lyer-Illusion wird nicht überall auf der Welt als optische Täuschung wahrgenommen. Auch die Ergebnisse des bekannten Ultimatum-Games lassen sich in ihrer Aussage zur Fairness nicht ohne Weiteres auf Menschen aus anderen Weltregionen übertragen. Und auch Annahmen aus der Primatenforschung sind beeinflusst durch einen westlich-kulturellen Blick.
Ralph zeigt euch in diesem Video, welche Auswirkungen diese Einflüsse auf Forschungsergebnisse haben, wie wichtig Diversität auch in der Forschung ist – und warum man der Wissenschaft trotzdem vertrauen kann.
0:00 Vertrauen in die Wissenschaft – berechtigt?
1:08 Selbsttest: Müller-Lyer-Illusion und Wahrnehmung
2:10 Kulturelle Verzerrung bei optischen Illusionen
3:00 WEIRD: Warum bestimmte Menschen in Studien überrepräsentiert sind (Western, Educated, Industrialized, Rich, Democratic)
4:13 Fairness wissenschaftlich getestet: das Ultimatum-Game
5:14 Ultimatum-Game zeigt kulturelle Unterschiede im Verständnis von Fairness
5:53 Repräsentative Stichproben: Warum es daran in der Forschung mangelt
6:54 Bias bei psychologischen Studien
7:23 Von Fragestellung bis Methodik: Verzerrung durch Forscher*innen
7:53 Interpretation von Studienergebnissen: Beispiel Primatenforschung
9:19 Kulturelle Brille: Ist unsere Wissenschaft zu „westlich“?
*Unsere wichtigsten Quellen*
Joseph Henrich (@harvard) et al.: The weirdest people in the world?
in: Behavioral and Brain Sciences; 2010
cambridge.org/core/journals/behavioral-and-brain-sciences/article/weirdest-people-in-the-world/BF84F7517D56AFF7B7EB58411A554C17
Joseph Henrich et al.: Markets, Religion, Community Size, and the Evolution of Fairness and Punishment;
in: Science, 2010
Abstract: science.org/doi/10.1126/science.1182238
The neglected 95%: Why American psychology needs to become less American;
in: American Psychologist, 2008
PDF: http://humanbehaviors.free.fr/References%20-%20Articles/The%20neglected%2095%25%20%20Why%20American%20psychology%20needs%20to%20become%20less%20American.pdf
The neglected 95% revisited: Is American psychology becoming less American?
in: The American psychologist, 2020
PDF: lirias.kuleuven.be/retrieve/667160
An Early Female Turn in Primate Research;
in: The Female Turn, 2022 (ISBN 978-9811971600)
Abstract: link.springer.com/chapter/10.1007/978-981-19-7161-7_2
The Myth of Man the Hunter: Women’s contribution to the hunt across ethnographic contexts;
in: PLOS ONE, 2023
journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0287101
Ancient DNA challenges prevailing interpretations of the Pompeii plaster casts;
in: Current Biology, 2024
PDF: pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11627482/pdf/nihms-2034971.pdf
Franz Carl Müller-Lyer: Optische Urtheilstäuschungen;
in: Archiv für Anatomie und Physiologie, 1889
biodiversitylibrary.org/page/35372351#page/275/mode/1up
Autoren: Johannes Polotzek, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Anna Gold, Alfred Rehbach
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Nasibah Sfar
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#wissenschaft #culturalbias #bias #psychologie #weird #vorurteile
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#dogs #hundetraining #animallanguage
Der deutlichste Unterschied zwischen Männern und Frauen ist – neben den Geschlechtsmerkmalen – die durchschnittliche Körpergröße.
Denn anders als vom Neurosexismus behauptet, zeigen sich im Gehirn keine großen Unterschiede. Und auch eine Meta-Analyse von über 12 Millionen Personen zeigt: Nur bei rund 15 Prozent der Merkmale gibt es überhaupt erkennbare Unterschiede, etwa bei Aggressivität, der Fähigkeit zum mentalen Drehen von Objekten, Schmerzempfinden oder der Bedeutung äußerer Attraktivität bei der Partnerwahl. Doch selbst dort sind die Unterschiede kleiner als innerhalb von Männern oder innerhalb von Frauen. Und viele dieser Unterschiede könnten auch auf Erziehung und Umwelt zurückzuführen sein – und nicht nur auf die Biologie. Spielzeug, Hobbys, Freunde, aber auch Erwartungen der Eltern: Das alles kann schon früh dazu führen, dass Mädchen und Jungen sich unterschiedlich entwickeln.
Das zeigt auch ein überraschendes Experiment der Wissenschaftlerin Emily Mondschein von der @newyorkuniversity Mütter sollten ihre elf Monate alten Kinder eine Rampe herunterkrabbeln lassen. Wie sie dabei je nach Geschlecht der Kinder die Neigung der Rampe anpassten – und was das mit Neuroplastizität zu tun hat – erzählt euch Ralph im Video.
*Kapitel*
0:00 Mareice Kaiser und Ralph Casper lesen
0:57 Körperliche Unterschiede: Männer sind größer als Frauen
1:45 XX und XY: Unterschiede bei den Chromosomen (aber auch: XXY oder nur X)
2:21 Klischees? Einfühlsamkeit versus Durchsetzungsfähigkeit
3:21 So klein sind die Unterschiede zwischen Frauen und Männern
4:31 „Männliche“ und „weibliche“ Charaktereigenschaften
5:21 Haben Männer oder Frauen ein besseres Gedächtnis?
6:22 Wie unterscheiden sich männliche und weibliche Gehirne?
7:00 Gibt es typisch männliche und typisch weibliche Gehirne?
8:00 Umfeld und Erziehung: Darum entwickeln sich Jungen und Mädchen auseinander
8:58 Neuroplastizität: Darum ist unser Gehirn so anpassungsfähig
Autoren: Ingo Knopf, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Klaus Wache
Sounddesign: Klaus Wache
Redaktion: Nasibah Sfar
*Linktipp*
Tool zur Visualisierung der geschlechtsspezifischen Variabilität
sexdifference.org
Auf dieser interaktiven Webseite kann man die in Studien gefundenen Unterschiede bestimmter Eigenschaften von Männern und Frauen visualisieren und sich damit einen Eindruck verschaffen, wie groß die Unterschiede wirklich ausfallen.
Tipps zur Bedienung:
Die jeweils gemessenen Mittelwerte für Frauen und Männer und die jeweilige Standardabweichung (SD) eingeben.
Sollten in der Studie nur Standardfehler angegeben sein (SE für “Standard Error”), dann das Kästchen „Use Standard Error“ anklicken und zusätzlich die Anzahl der Versuchspersonen („Male n“ und „Female n“) eingeben.
*Unsere wichtigsten Quellen*
Die bisher umfangreichste Studie zum Thema Geschlechterunterschiede:
Evaluating gender similarities and differences using metasynthesis;
in: American Psychologist, 2015
PDF: researchgate.net/profile/Zlatan-Krizan/publication/282650852_Global_Gender_Differences_Can_Be_Operationalized_and_Tested/links/562156b608ae93a5c927dee8/Global-Gender-Differences-Can-Be-Operationalized-and-Tested.pdf
Sex beyond the Genitalia: The Human Brain Mosaic;
in: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 2015
doi.org/10.1073/pnas.1509654112
Studie mit der variablen Kletter-Rampe:
Emily R. Mondschein et al.: Gender Bias in Mothers’ Expectations about Infant Crawling;
in: Journal of Experimental Child Psychology, 2000
doi.org/10.1006/jecp.2000.2597
Perils and pitfalls of reporting sex differences;
in: Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological, 2016
royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rstb.2015.0119
Two Traditions of Research on Gender Identity;
in: Sex Roles, 2015
PDF: https://dornsife.usc.edu/wendy-wood/wp-content/uploads/sites/183/2023/10/Wood._Eagly.Two_Traditions.2015.pdf
Ideological Bias in the Psychology of Sex and Gender;
in: Ideological and Political Bias in Psychology, 2023 (ISBN 978-3-031-29148-7)
PDF: https://arts.units.it/bitstream/11368/3066312/4/DelGiudice_2023_ideological-bias_sex-gender_chapter-Post_print.pdf
Ueber den physiologischen Schwachsinn des Weibes;
Paul Julius Möbius, 1900
http://archive.org/details/ueberdenphysiolo00mb2
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#brain #neuroscience #genderdifferences
Mehr dazu, wie unser Gehirn funktioniert und aufgebaut ist, erfährst du in unserem Video: „Was das Gehirn so besonders macht“ 👉 youtube.com/watch?app=desktop&v=RtjfMfVBJ8k (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben dieses Shorts mit noch mehr Infos.)
*WICHTIG*: Da jedes Gehirn wie ein Fingerabdruck einzigartig ist, sind einige Stellen des Gehirns im Video geblurrt, um den Spender unkenntlich zu machen. Danke an das Forschungszentrum Jülich für die Unterstützung bei diesem Film.
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#quarks #brain #brainscience
Im Alltag denken wir oft, dass Dummheit das Fehlen von Intelligenz bedeutet. Aber das greift zu kurz: Man kann intelligent sein und sich trotzdem dumm verhalten. „Dummheit“ ist oft auch situationsabhängig. Man kann in einem Bereich klug handeln und in einem anderen Fehler machen.
In der Psychologie nutzt man den Begriff Dummheit eigentlich nicht. Stattdessen untersucht man Begriffe wie „Wissen“, „Weisheit“ oder „Intelligenz“. Letzteres wird zum Beispiel mit Intelligenztests gemessen. Doch deren Ergebnis – der sogenannte Intelligenzquotient (IQ) – ist in seiner Aussagekraft umstritten. Der amerikanische Psychologe Keith Stanovich hat deshalb den Begriff MAMBIT eingeführt: „Mental Abilities Measured By Intelligence Tests“. Damit meint er genau das: mit Intelligenztests gemessene geistige Fähigkeiten.
Warum Intelligenztests sonst noch problematisch sein können – und zu welchem Zweck Alfred Binet und Théodore Simon sie ursprünglich entwickelt hatten, erzählt euch Ralph im Video.
*Kapitel*
0:00 „Bin ich dumm?“
0:42 Wann sich Ralph dumm fühlt
1:33 Dummheit: eine Sache der Betrachtung
2:29 Mit Intelligenztests Dummheit messen?
3:07 Der Intelligenztest von Alfred Binet und Théodore Simon
3:49 Was testen Intelligenztests – und was testen sie nicht?
4:32 Wie gut messen Intelligenztests die Intelligenz?
5:27 Intelligenz im Autismus-Spektrum: Wenn Intelligenztests versagen
5:59 Absolute versus relative Intelligenz
6:17 Unser Arbeitsgedächtnis ist begrenzt
7:03 MAMBIT: Wie dumm sind Intelligenztest?
7:35 Die Idee hinter „Dummheit“ ist – ziemlich dumm!
Autor:innen: Kathrin Passig, Jens Hahne, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Lutz Kaulmann, Christian Kloprogge
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Wobbeke Klare, Nasibah Sfar
*Linktipps*
quarks.de: IQ-Tests – wie schlau bist du wirklich?
https://www.quarks.de/gesellschaft/bildung/iq-test-intelligenz/
Quarks @DimensionRalph Wie werde ich intelligenter?
youtube.com/watch?v=ftRBanqmWzc
*Unsere wichtigsten Quellen*
The Level and Nature of Autistic Intelligence;
in: Psychological Science, 2007
pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4287210
David Goldstein et al.: Time of Day, Intellectual Performance, and Behavioral Problems in Morning Versus Evening Type Adolescents: Is There a Synchrony Effect?
in: Personality and Individual Differences, 2007
PDF: pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC1761650/pdf/nihms-13069.pdf
Sick? Or slow? On the origins of intelligence as a psychological object;
in: Intelligence, 2013
sciencedirect.com/science/article/pii/S0160289613001232
What Intelligence Tests Miss: The Psychology of Rational Thought;
Keith E. Stanovich, 2010 (ISBN 9780300142532)
Leseprobe: https://books.google.de/books?id=2SQvleDwn9YC
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#dummheit #ralphcaspers #dimensionralph
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Meist bedeutet Multitasking nämlich nicht echtes Parallelarbeiten, sondern sehr schnelles Umschalten zwischen Aufgaben (Task Switching). Das klappt am besten, wenn verschiedene Gehirnareale beteiligt sind – so besagt es das Modell der multiplen Ressourcen.
Werden jedoch dieselben Areale beansprucht oder ist eine Aufgabe sehr komplex, steigt die Fehleranfälligkeit. Selbst das Gedächtnis kann darunter leiden.
Für effektives Multitasking muss es nämlich ein Gleichgewicht zwischen Stabilität (Aufmerksamkeit) und Flexibilität (Anpassungsfähigkeit) geben. Diese Stabilität lässt sich durch Automatisierung – also gezieltes Training – verbessern. Je besser das Gehirn bestimmte Abläufe verinnerlicht hat, desto weniger Ressourcen werden benötigt. Es arbeitet stabiler – und dann kann Multitasking tatsächlich funktionieren.
Wie euch ein sogenannter Hinweisreiz beim Multitasken zusätzlich unterstützen kann, erklärt euch Ralph Caspers in diesem Video von Quarks Dimension Ralph.
*Kapitel*
0:00 Was bedeutet Multitasking?
1:30 Modell der multiplen Ressourcen
2:44 Handy am Steuer: Multitasking im Alltag
3:35 komplexe Aufgaben: Grenzen von Multitasking
4:10 Task Switching: Multitasking ist Aufgabenwechsel
4:40 Switching Costs: Multitasking kostet Zeit
5:34 Schokoladenmoussetorte: ein Rezept für Multitasker
6:22 Fehler und schlechtere Erinnerung durch Multitasking
7:00 Stabilitäts-Flexibilitäts-Dilemma
7:58 ANCM-Prinzip: Fehler vermeiden durch Priorisierung
8:53 Automatisierung: Multitasking trainieren
9:45 Tipp: Hinweisreiz
Autor:innen: Verena Böttcher, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Anna Gold und Alfred Rehbach
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Nasibah Sfar
Beratung:
Prof. Anja Baethge (Medical School Hamburg)
Sophie Marie Stasch (Universität der Bundeswehr München)
*Linktipps*
Link zur Umfrage: youtube.com/post/Ugkxb7mla7CfGr8LRqIftu0wChP6VuBxDwCh
Quarks @DimensionRalph : Gesichtsblindheit: Ja, das gibt es wirklich!
👉 youtube.com/watch?v=vc5Tzcm-cxg
*Unsere wichtigsten Quellen*
Christopher Wickens: Multiple Resources and Mental Workload;
in: Human factors, 2008
PDF: https://citeseerx.ist.psu.edu/document?repid=rep1&type=pdf&doi=90cc2b77c37b857770996e6b3a96b8f46ef41716
Kelly Grace Garner, Paul Dux: Knowledge generalization and the costs of multitasking;
in: nature reviews neuroscience, 2022
Abstract: doi.org/10.1038/s41583-022-00653-x
Arbeitsunterbrechungen und Multitasking. Ein umfassender Überblick zu Theorien und Empirie unter besonderer Berücksichtigung von Altersdifferenzen;
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2010
researchgate.net/profile/Thomas-Rigotti-2/publication/233381035_Arbeitsunterbrechungen_und_Multitasking/links/02e7e530ca2552f1d8000000/Arbeitsunterbrechungen-und-Multitasking.pdf
Prof. @FrankOllermann : Aufmerksamkeit – Modell der multiplen Ressourcen; 2018
youtube.com/watch?v=mUp2SQWexnQ
When automation fails - Investigating cognitive stability and flexibility in a multitasking scenario;
in: Applied Ergonomics, 2025
sciencedirect.com/science/article/pii/S0003687024002382
Efficiency of learning vs. processing: Towards a normative theory of multitasking;
Preprint der Cornell University, 2020
arxiv.org/abs/2007.03124
Task Switching Across the Life Span: Effects of Age on General and Specific Switch Costs;
in: Developmental Psychology, 2005
researchgate.net/profile/Stian-Reimers/publication/7686372_Task_Switching_Across_the_Life_Span_Effects_of_Age_on_General_and_Specific_Switch_Costs/links/5ede5dd5a6fdcc47688e5ec1/Task-Switching-Across-the-Life-Span-Effects-of-Age-on-General-and-Specific-Switch-Costs.pdf
Case Study: evaluating the effect of email interruptions within the workplace; 2002
PDF:
repository.lboro.ac.uk/articles/Case_study_evaluating_the_effect_of_email_interruptions_within_the_workplace/9404807/files/17021513.pdf
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#multitasking #fokus #aufmerksamkeit
Wenn ihr mehr über die Tiefsee und ihre Bedeutung für uns Menschen erfahren möchtet, haben wir hier ein Video für euch: „Kann uns die Tiefsee gefährlich werden?“ 👉 youtube.com/watch?v=yCNASecoXdY (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben dieses Shorts mit noch mehr Infos.)
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#deepsea #tiefsee #meeresbiologie
Ralph Caspers taucht daher heute für Quarks ab in die Tiefsee, zu faszinierenden Lebewesen: dem leuchtenden Anglerfisch, dem Geisterfisch mit seinem durchsichtigen Kopf, er trifft auf eine Darth-Vader-Assel und auch auf einen Koloss-Kalmar. 🦑
Erst langsam beginnt die Forschung zu verstehen, wie diese Tiefseekreaturen leben und welche Rolle sie für das Ökosystem Ozean spielen. Genauso rätselhaft sind die Manganknollen: Diese Metallfelder auf dem Meeresgrund zeigen ein erhöhtes Sauerstoffvorkommen. Unklar ist aber, ob dort wirklich dunkler Sauerstoff produziert wird – also Sauerstoff ohne Einfluss von Sonnenlicht entsteht! 🧪 Was man aber weiß: Tiefseebergbau in diesen Regionen könnte massive Folgen haben – nicht nur für das Leben im Meer, sondern auch für uns.
Wie die Forschung in der Tiefsee funktioniert und warum genau Eingriffe in die Tiefsee auch gefährlich für uns Menschen werden könnten, das erfährst du in dieser Folge Quarks Dimension Ralph.
*Linktipps*
Podcast von Thomas Linley: „The Deep Sea Podcast“
deepseapod.com
@Quarks Vier tickende Zeitbomben, die unser Klima radikal verändern würden;
https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/diese-4-kippelemente-beschleunigen-die-klimaerwaermung/
@ZDF Doku „Der Schwarm – Welche Bedrohungen lauern im Meer?“
https://www.zdf.de/video/dokus/der-schwarm-die-dokus-102/der-schwarm-die-doku-teil-zwei-welche-bedrohungen-lauern-im-meer-102
*Kapitel*
00:00 Tiefsee-Ungeheuer aus Hollywood
00:52 Wo fängt die Tiefsee an?
01:27 Gespensterfisch, Anglerfisch und Fangzahnfisch
03:15 Koloss-Kalmar: Tintenfisch mit zehn Armen
03:57 Darth Vader-Riesenassel: Bathynomus vaderi
04:21 Artenreichtum in der Tiefsee: Ozean vs. Land
05:28 Dunkelheit und Druck: extreme Lebensbedingungen
06:47 Wie kalt ist es in 11000 Meter Tiefe?
07:08 Schwarze Raucher: Heiße Quellen auf dem Meeresboden
07:39 Pompeji-Würmer trotzen der Hitze
07:58 Archaeen: Leben ohne Sonnenlicht und Sauerstoff
08:36 Mangan-Knollen und dunkler Sauerstoff
10:09 Bergbau in der Tiefsee
10:31 Land und Wasser: ein komplexes Wechselspiel
Unser Dank geht an:
► Tiefseeforscher Henry Knauber
abyssarium.wordpress.com
► Dr. Thomas Linley
schmidtocean.org/person/thomas-linley
*Unsere wichtigsten Quellen*
Andrew K. Sweetman et al.: Evidence of dark oxygen production at the abyssal seafloor;
in: Nature Geoscience, 2024
nature.com/articles/s41561-024-01480-8
The Brilliant Abyss: True Tales of Exploring the Deep Sea, Discovering Hidden Life and Selling the Seabed;
Helen Scales, 2022 (ISBN: 978-1472966889)
A new species of supergiant Bathynomus A. Milne-Edwards, 1879 (Crustacea, Isopoda, Cirolanidae) from Vietnam;
in: ZooKeys, 2025
zookeys.pensoft.net/article/139335
Thomas D. Linley et al.: Fishes of the hadal zone including new species, in situ observations and depth records of Liparidae;
in: Deep Sea Research Part I: Oceanographic Research Papers, 2016
sciencedirect.com/science/article/pii/S0967063716300656?via%3Dihub
How Many Species Are There on Earth and in the Ocean?
in: PLOS Biology, 2011
journals.plos.org/plosbiology/article?id=10.1371/journal.pbio.1001127
Threatened by mining, polymetallic nodules are required to preserve abyssal epifauna;
in: Scientifc Reports, 2016
nature.com/articles/srep26808
Polymetallic nodules are essential for food-web integrity of a prospective deep-seabed mining area in Pacific abyssal plains;
in: Scientific Reports, 2021
nature.com/articles/s41598-021-91703-4
Megafauna community assessment of polymetallic-nodule fields with cameras: platform and methodology comparison;
in: Biogeosciences, 2020
bg.copernicus.org/articles/17/3115/2020
Autor:innen: Friederike Walch-Nasseri, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Robert Bodner (Studio Paeper)
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Nasibah Sfar
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#deepsea #ocean #ecosystem #deepseaexploration
Wenn du mehr darüber erfahren willst, warum zu viel Optimismus auch schaden kann, dann haben wir hier für dich ein ganzes Video zu dem Thema: „Optimismus: Warum du manchmal auch pessimistisch sein solltest!“ 👉 youtube.com/watch?v=MY94LKZ5JPM (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben dieses Shorts mit noch mehr Infos.)
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#bias #psychology
Optimismus ist ein Persönlichkeitsmerkmal. Aber: Wie optimistisch jemand ist, hängt zum Teil auch von den Genen ab: Rund 20 bis 30 Prozent des Optimismus sind vererbbar. Der Rest wird durch Umweltfaktoren geprägt: Erziehung, Erfahrungen und Ressourcen wie Geld, Freundschaften und Fähigkeiten. Wenn es von diesen Ressourcen in der Kindheit genügend gibt, dann zeigt sich im Erwachsenenalter mehr Optimismus. Und das kann sich gegenseitig verstärken: Optimismus könnte dazu beitragen, dass langfristig solche Ressourcen mehr werden. Und das wiederum könnte optimistische Überzeugungen verstärken.
Wie optimistisch ihr seid, könnt ihr mit dem „LOT-R“-Selbsttest herausfinden: psytests.org/life/lotren.html
Sollten wir jetzt alle optimistisch sein? Ob Optimismus Vorteile bringt, wurde in der Psychologie schon häufig untersucht. Und insgesamt ist sich die Forschung ziemlich einig, dass Optimisten das bessere Leben haben: weniger psychische Probleme, weniger Stress, weniger Depressionen und seltener Herzkreislauferkrankungen und Diabetes.
Doch Vorsicht: Zu viel positives Denken kann auch gefährlich sein. Wer Risiken systematisch unterschätzt – zum Beispiel gesundheitliche – lebt unter Umständen weniger bewusst. Forscher sprechen in diesem Zusammenhang vom sogenannten Optimismus-Bias: Viele Menschen glauben, dass sie vom Schicksal bevorzugt werden – auch wenn die Realität etwas anderes sagt.
Ähnliches gilt auch im Berufsleben. Für eine Studie wurden Studierende der Uni München @LMU.Muenchen zu ihren Erwartungen über ihre Zukunft befragt. Warum diejenigen mit vor allem positiven Fantasien später weniger Geld verdienten als diejenigen, die auch negative Fantasien hatten, erzählt euch Ralph im Video.
Außerdem haben wir für euch einige ganz einfache Methoden zusammengestellt, mit denen ihr optimistischer werden könnt.
*Kapitel*
00:00 Sollten wir alle Optimisten werden?
00:51 Gene oder Umwelt: Was macht Menschen zu Optimisten?
02:47 Teste dich mit dem LOT-R
03:32 Vorteile von Optimismus
04:43 Einfluss von Optimismus auf Produktivität und Innovationstätigkeit
05:23 Tocqueville-Paradox: wenn Optimisten Geschichte schreiben
06:08 Optimismus-Bias und unrealistischer Optimismus
07:10 Negative Seiten von Optimismus im Berufsleben
08:21 Optimistische Erwartungen vs. optimistische Zukunftsfantasien
09:10 Best-Possible-Self-Intervention und Dankbarkeitstagebuch
10:34 Lieber pessimistischer Optimist oder optimistischer Pessimist?
*Linktipps*
Das Big-Five-Modell bei Quarks Dimension Ralph:
Persönlichkeit: Kann ich ein anderer Mensch werden? 👉 youtube.com/watch?v=19JLvumSQGA
Zum “Life Orientation Test” zur Beurteilung individueller Unterschiede in Bezug auf Optimismus und Pessimismus (LOT-R-Test, englisch):
psytests.org/life/lotren.html
►@TED Kevin Kelly: The Future will be shaped by Optimists
youtube.com/watch?v=FrqBWQ-mVEc
► Wie ihr Optimismus lernt und wann er toxisch wird
https://www.ardalpha.de/wissen/psychologie/positiv-denken-lernen-tipps-uebungen-positive-psychologie-100.html
► Diesen Vorteil haben Pessimisten
https://www.ardalpha.de/wissen/psychologie/pessimistisch-bedeutung-beispiele-ursachen-vorteil-optimistisch-tipps-100.html
*Unsere wichtigsten Quellen*
Charls Carver @universityofmiami, Michael Scheier @cmu:
Dispositional Optimism;
in: Trends in Cognitive Science, 2014
pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4061570
Daniel Mahn et al.:
The optimism effect on country productivity and innovation activities;
in: Journal ov Innovation & Knowledge, 2024
PDF: elsevier.es/en-revista-journal-innovation-knowledge-376-pdf-S2444569X24001045
The Motivating Function of Thinking about the Future: Expectations Versus Fantasies;
in: Journal of Personality and Social Psychology, 2002
PDF: https://www.psy.uni-hamburg.de/de/arbeitsbereiche/paedagogische-psychologie-und-motivation/personen/oettingen-gabriele/dokumente/oettingen-mayer-2002.pdf
Unrealistic optimism about susceptibility to health problems;
in: Journal of Behavioral Medicine, 1982
Abstract: link.springer.com/article/10.1007/bf00845372
Optimism and Resource: Effects on each other and on Health over 10 Years;
in: Journal of Research in Personality, 2007
pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3861054
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Autor:innen: Eva Schultes, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Klaus Wache
Sounddesign: Klaus Wache
Redaktion: Nasibah Sfar
#psychology #health #optimism #mindset
Damit wir diese sowohl ausdrücken als auch wahrnehmen können, muss unser Gehirn diese Emotionen passend zuordnen. Wir brauchen also ein sehr genaues Verständnis von den Gefühls-Kategorien und wie diese sich äußern. Wer dort auch feine Unterschiede wahrnimmt, also feine Kategorien hat, dem schreibt man „emotionale Intelligenz“ zu.
Wenn ihr mehr dazu erfahren wollt, aber auch zum Intelligenz-Quotienten und ob man Intelligenz trainieren kann, dann schaut doch in dieses Quarks-Video: „Wie werde ich intelligenter?“ 👉youtube.com/watch?v=ftRBanqmWzc (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben dieses Shorts mit noch mehr Infos.)
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#intelligence #psychology #feelings
Darüber diskutieren Sprachforscher, Philosophen und Anthropologen schon ziemlich lange. Bereits 1772 schrieb Johann Gottfried Herder, dass Sprache viel mehr sei, als nur ein Weg zu kommunizieren. Er war der Auffassung, dass Sprache eng mit dem Denken und der Kultur einer Gesellschaft verbunden sei. Und für Wilhelm von Humboldt war Sprache nicht nur dafür da, die Welt zu beschreiben, sondern Sprache selbst schafft und strukturiert die Realität.
Die beiden Linguisten Edward Sapir und Benjamin Lee Whorf entwickelten den Gedanken weiter. Laut der Sapir-Whorf-Hypothese bestimmt die Sprache das Denken und damit auch unsere Wahrnehmung der Realität.
Die Sapir-Whorf-Hypothese wurde auch für Gefühle formuliert. Zum Beispiel das Gefühl der Schadenfreude. In frühen menschlichen Gruppen war es überlebenswichtig, Status und Ressourcen gerecht zu verteilen. Wenn ein dominanter Rivale ungeschickt stolperte, war Schadenfreude ursprünglich eine instinktive Reaktion, um die Hierarchie in der Gruppe zu verringern. Mit der Entwicklung der Sprache begannen Menschen, diese Emotion zu reflektieren und unterschiedlich zu bewerten. Heute ist Schadenfreude in manchen Kulturen ein anerkanntes Konzept. Im Englischen gibt es aber kein klares Wort dafür – und in Japan ist es sogar ein Tabu.
Auch die Neurowissenschaft beschäftigt sich mit diesem Ansatz. Lisa Feldman Barrett ( @Northeastern ) vertritt die Theorie, dass Gefühle vom Gehirn konstruiert werden – mithilfe von Sprache. Denn die sorgt für die Kategorien, mit denen das Gehirn unsere Sinneswahrnehmungen interpretiert. Ohne sprachliche Begriffe für Gefühle wären die oft viel schwieriger zu erkennen und zu unterscheiden.
Und wie ist das mit Objekten? Sehen wir Dinge klarer, wenn wir die passenden Begriffe dafür haben? Laut der Sapir-Whorf-Hypothese ja – und Ralph probiert das im Video mit euch aus.
*Kapitel*
0:00 Wenn sich Sprache auf Denken und Wirklichkeit auswirkt
1:30 Die Sapir-Whorf-Hypothese
3:43 Dinge, die nicht in jeder Sprache einen Namen haben
4:38 Mitmach-Experiment zur Farbwahrnehmung
6:43 Zahlen in unterschiedlichen Sprachen
8:00 Klang von Sprachen
8:39 Gendern für mehr Gleichberechtigung?
Autoren: Reinhart Brüning, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Christoph Köster (Studio Paeper)
Sounddesign: Florian Ebrecht
Realisation: Ingo Knopf
Redaktion: Nasibah Sfar, Wobbeke Klare
*Lesetipp*
Native Tongue, Science-Fiction-Trilogie
Suzette Haden Elgin, 2019 (1. Auflage 1984), ISBN: 978-1936932627
In ihrer Science-Fiction-Trilogie schildert die Linguistin Elgin, wie die Verbreitung der neuen Sprache „Láadan“ eine patriarchal geprägte Gesellschaft verändert und zur sozialen Befreiung von Frauen führt. 1985 macht sie aus Science-Fiction Wirklichkeit: Sie bringt „A First Dictionary and Grammar of Láadan“ heraus und hofft, dass sich ihre neue Sprache ausbreiten und Wirkung zeigen wird.
http://www.laadanlanguage.org/l2e.html
*Unsere wichtigsten Quellen*
Abhandlung über den Ursprung der Sprache;
Johann Gottfried Herder, 1772
PDF: https://www.lernhelfer.de/sites/default/files/lexicon/pdf/BWS-DEU2-0059-03.pdf
Über die Verschiedenheit des menschlichen Sprachbaues;
Wilhelm von Humboldt, 1836
https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10904366?page=5
What Whorf Read and Who Has Been Reading (or Thinking) Whorf;
in: Journal of Anthropological Research, 2024
PDF: https://www.academia.edu/download/119237813/Leavitt_What_Whorf_Read_2024.pdf
Stories of Your Life and Others;
Ted Chiang, 2016 (ISBN: 978-1101972120)
Zur Studie mit dem Farbtest:
The Sapir-Whorf Hypothesis and Probabilistic Inference: Evidence from the Domain of Color;
in: PLoS ONE, 2016
journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0158725
Peter Gordon, et al.: Numerical Cognition Without Words: Evidence from Amazonia;
in: Science, 2004
PDF: http://staff.um.edu.mt/albert.gatt/teaching/dl/gordon04_numerical-cognition-without-words.pdf
There Is No Joy like Malicious Joy: Schadenfreude in Young Children;
in: PLoS ONE, 2014
journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0100233
Language and emotions: Emotional Sapir-Whorf hypothesis;
in: Neural Networks, 2009
PDF: researchgate.net/profile/Leonid-Perlovsky/publication/26680256_Language_and_emotions_Emotional_Sapir-Whorf_hypothesis/links/0fcfd50aed9d7336df000000/Language-and-emotions-Emotional-Sapir-Whorf-hypothesis.pdf
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#Sapir-Whorf-Hypothese #ralphcaspers #dimensionralph
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#communication #extraterrestrial #language
Wut ist ein starkes Gefühl, das jeder kennt. Seit langem wird vermutet, dass negative Gefühle Herz und Blutgefäße schädigen können, wenn sie zum Dauerzustand werden. Klar bewiesen ist das nicht – aber unangenehm ist so eine Gemütsverfassung auf jeden Fall. Vor allem Frauen neigen dazu, ihre Wut in Scham oder Angst umzudeuten, was es nicht besser macht.
Wut kann auch zu Aggressionen führen. Dabei ist es wichtig, Wut und Aggression zu unterscheiden. Wut ist das Gefühl, das in einem entsteht. Aggression ist das Verhalten, das man zeigt. Es gibt die weit verbreitete Vorstellung, dass Wut ein wichtiger Schritt hin zu Aggressionen ist. Doch in der Forschung ist man sich da überhaupt nicht sicher. Die wenigen Studien, die dazu gemacht wurden, zeigen, dass Wut nicht automatisch zu Aggressionen führt – und Menschen können aggressiv sein, ohne wütend zu sein.
Wut ist aber bei weitem nicht nur ein negatives Gefühl. Wütend zu sein, kann auch positive Seiten haben: Wut kann nämlich dafür sorgen, dass man die eigenen Ziele erreicht. Die beiden zentralen Ergebnisse einiger Studien dazu sind:
► Wer wütend ist, kann sich bei schwierigen Aufgaben besser konzentrieren und deshalb mehr Aufgaben lösen.
► Wer wütend ist, ist auch geschickter, zum Beispiel bei Computer-Spielen mit Bewegung.
Für diese Studien mussten die Probanden natürlich wütend gemacht werden. Was der Komponist Karlheinz Stockhausen damit zu tun hat, erzählt euch Ralph im Video.
Wer seine Wut kontrollieren will, kann das trainieren. Aber Achtung: Einfach nur Dampf ablassen bringt nichts! Der sogenannte Katharsis-Effekt – also das "Befreien" von Wut durch aggressive Handlungen – ist ein Mythos. Eine Studie von Brad Bushman von der Iowa State University @iowastateu zeigt: Wer seine Wut an einem Boxsack auslässt, wird danach nicht ruhiger, sondern wütender und aggressiver. Wenn das Einschlagen auf einen Boxsack also nichts bringt: Was kann man sonst gegen Wutgefühle machen? Das erklärt Ralph im Video.
*Kapitel*
0:00 Yodas Zitat über Furcht, Wut, Hass und Leid
0:41 Wut und unterdrückte Wut
1:36 Unterschied zwischen Wut und Aggression
2:33 Wut kann auch etwas Positives sein
3:32 Wie Forschungsteams ihre Probanden wütend machen
4:22 Wie wirkt sich Wut im Gehirn aus?
4:46 Katharsis-Effekt: Kann man mit „Abreagieren“ etwas gegen seine Wut machen?
6:06 Wie geht man am besten mit Wut um?
7:56 Wut: kurz andauernder Zustand – oder Persönlichkeitsmerkmal? („state anger“ versus „trait anger“)
8:19 Was Ralph als Kind wütend machte und was ihn heute wütend macht
Autoren: Ulrich Grünewald, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Christian Kloprogge, Robert Bodner (Studio Paeper)
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Wobbeke Klare
*Linktipps*
Mehr Infos über Gefühle: Der Emotionskompass (konzipiert für interessierte Laien)
emotioncompass.org/de/about
*Unsere wichtigsten Quellen*
Probanden mit Musik wütend machen:
Anger and the speed of full-body approach and avoidance reactions;
in: Frontiers in Psychology, 2011
doi.org/10.3389/fpsyg.2011.00022
Wie man am besten mit Wut umgeht:
Anger and aggression treatments: a review of meta-analyses;
in: Current Opinion in Psychology, 2017
sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S2352250X17300520
Wut hilft, Ziele besser zu erreichen:
Anger Has Benefits for Attaining Goals;
in: Journal of Personality and Social Psychology, Vol. 126, No. 4, pp. 587–602
PDF: apa.org/pubs/journals/releases/psp-pspa0000350.pdf
A systematic review of neural, cognitive, and clinical studies of anger and aggression;
in: Current Psychology, 2022
link.springer.com/article/10.1007/s12144-022-03143-6
Studie, die den Katharsis-Effekt widerlegt:
Brad Bushman: Does Venting Anger Feed or Extinguish the Flame? Catharsis, Rumination, Distraction, Anger, and Aggressive Responding;
in: Personality and Social Psychology Bulletin, 2002
PDF: https://www.academia.edu/download/30457612/672_bushman_2002.pdf
Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist;
Jesper Juul, 2014 (ISBN 978-3596197231)
Leseprobe: https://books.google.de/books?id=XCVvAgAAQBAJ
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#wut #ralphcaspers #dimensionralph
Wer mehr über das Gehirn erfahren will, kann sich hier das komplette Video anschauen: „Was das Gehirn so besonders macht“ 👉 youtube.com/watch?v=RtjfMfVBJ8k
(Da findet ihr auch unsere Quellenangaben dieses Shorts.)
*WICHTIG*: Da jedes Gehirn wie ein Fingerabdruck einzigartig ist, sind einige Stellen des Gehirns im Video geblurrt, um den Spender unkenntlich zu machen. Danke an das Forschungszentrum Jülich für die Unterstützung bei diesem Film.
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#quarks #brain #brainscience #neuroscience
Von Impostor-Syndrom – oder auch Hochstapler-Syndrom – spricht man, wenn ein kompetenter und erfolgreicher Mensch regelmäßig an sich selbst zweifelt, weil er glaubt, dass sein Erfolg nicht wirklich verdient ist. Und weil er befürchtet, als Betrüger entlarvt zu werden. Erfolge werden dann oft dem Glück oder Zufall zugeschrieben, Misserfolge jedoch der eigenen Unfähigkeit. Menschen mit Impostor-Syndrom haben also Schwierigkeiten, die eigene Leistung richtig einzuschätzen.
Die beiden Wissenschaftlerinnen Pauline Rose Clance und Suzanne Imes von der @georgiastateuniversity haben den Begriff Impostor-Syndrom geprägt. Vor allem Frauen berichteten von diesen Selbstzweifeln. Gemeinsam entwickelten Clance und Imes den Diagnose-Fragebogens CLIPS (Clance Impostor Phenomenon Scale). Den Test könnt ihr hier machen 👉 paulineroseclance.com/pdf/IPTestandscoring.pdf und im Video erfahrt ihr auch Ralphs Ergebnis!
In späteren Studien fand man heraus, dass nicht nur Frauen, sondern generell Menschen aus marginalisierten Gruppen häufiger vom Impostor-Syndrom betroffen sind als andere. Und das kann gesellschaftliche Ursachen haben. Direkte oder indirekte Andersbehandlung kann nämlich dazu führen, dass Frauen oder zum Beispiel auch PoC wichtige Bausteine fehlen, um ihren Selbstwert zu boosten. Was das mit der „Self-worth theory of motivation“ zu tun hat und welche Maßnahmen helfen können, um das Impostor-Syndrom zu überwinden und die eigenen Erfolge anzuerkennen, erzählt euch Ralph.
*Kapitel*
0:00 Das Impostor-Syndrom: Ich kann nichts!
0:49 Ursachen der Selbstzweifel
2:06 Wie viele Menschen haben das Impostor-Syndrom?
2:41 Impostor-Selbsttest: die Clance Impostor Phenomenon Scale
4:23 Wie zwei Forscherinnen das Impostor-Syndrom entdeckten
5:47 Selbstwertgefühl und die „self-worth theory of motivation“
7:00 Gesellschaftliche Ursachen
8:04 Hochstapler-Gefühle überwinden: So geht’s
Autoren: Dr. Jan Philipp Rudloff, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Lutz Kaulmann (Studio Paeper)
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Nasibah Sfar
*Linktipps*
Selbsttest zum Impostor-Syndrom anhand der „Clance Impostor Phenomenon Scale“ (englisch)
PDF: paulineroseclance.com/pdf/IPTestandscoring.pdf
@Quarks Impostor-Syndrom – Warum kann ich meinen Erfolg nicht genießen?
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/daily-quarks/audio-impostor-syndrom---warum-kann-ich-meinen-erfolg-nicht-geniessen-100.html
*Unsere wichtigsten Quellen*
Prevalence, predictors, and treatment of impostor syndrome: a systematic review;
in: Journal of general internal medicine, 2020
link.springer.com/article/10.1007/s11606-019-05364-1
The phenomenology of the impostor phenomenon;
in: Individual Differences Research, 2010
researchgate.net/profile/Tricia-Yurak/publication/288381712_The_phenomenology_of_the_impostor_phenomenon/links/571f5dbf08aefa64889a7241/The-phenomenology-of-the-impostor-phenomenon.pdf
Pauline Rose Clance, Suzanne Imes: The imposter phenomenon in high achieving women: Dynamics and therapeutic intervention;
in: Psychotherapy: Theory, Research & Practice, 1978
PDF: bottegadinarrazione.com/wp-content/uploads/2020/11/ip_high_achieving_women.pdf
The impostor phenomenon: Self-perceptions, reflected appraisals, and interpersonal strategies. Journal of Personality, 2001
Abstract: onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/1467-6494.00114
The self-worth theory of achievement motivation: Findings and implications;
in: The Elementary School Journal, 1984
1. Seite: https://www.journals.uchicago.edu/doi/abs/10.1086/461388
Contextualizing the impostor “syndrome”;
in: Frontiers in Psychology, 2020.
frontiersin.org/journals/psychology/articles/10.3389/fpsyg.2020.575024
Impostor syndrome among minority medical students who are underrepresented in medicine;
in: Journal of the National Medical Association, 2023
Auszüge: sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0027968423000226
Overcoming Imposter Syndrome and Stereotype Threat: Reconceptualizing the Definition of a Scholar;
in: Taboo: The Journal of Culture and Education, 2019
PDF: https://repository.lsu.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1205&context=taboo
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#impostor #imposter #impostersyndrome #impostorsyndrome #selbstzweifel
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#talent #discipline #science
Oft definieren wir „normal“ als das, was uns vertraut ist: So essen wir Suppe meist mit dem Löffel, anstatt sie zu trinken. Diese Definition von „normal“ basiert also auf Gewohnheiten und statistischen Mittelwerten. So weiß man zwar, wie die durchschnittliche („normale“) Körpergröße von Frauen in Deutschland ist. Aber auf der Ebene unserer Gefühle oder unserer Eigenarten kann man nicht so objektiv messen. Und was die Wissenschaft da als „normal“ betrachtet, ist gerade ziemlich im Wandel – und hängt eng mit dem Begriff „Neurodiversität“ zusammen.
Neurodiversität steht für neurobiologische Vielfalt. Das bedeutet, dass es bei uns Menschen viele unterschiedliche Arten von Eigenschaften und Gehirnen gibt. So ein Hirn ist einzigartig wie ein Fingerabdruck. Und genau wie ein Ökosystem von Biodiversität profitiert, gehen Forschende davon aus, dass wir Menschen von Neurodiversität profitieren können.
Wenn man von Neurodiversität spricht, bedeutet dies oft, wie Menschen Informationen unterschiedlich verarbeiten – aber auch, wie man die Welt um sich herum wahrnimmt. Da reagieren unsere Gehirne alle ein bisschen anders. Solche neurobiologischen Eigenschaften können bei Menschen aber auch zu deutlichen Einschränkungen im Alltag führen: Das ist ein wichtiger Aspekt bei der Neurodiversitätsforschung. Heute können entsprechende Diagnosen gut gestellt werden und die Betroffenen können Unterstützung bekommen; zum Beispiel bei ADHS, Autismus, Dyslexie oder Dyspraxie.
Aber was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Ein Team um die Wissenschaftlerin Harriet Axbey von der @DurhamUniversity hat untersucht, wie sich Neurodiversität bei einer Gruppenarbeit auswirken kann. In Zweierteams sollten die Teilnehmenden aus Spaghetti und Knete einen möglichst hohen Turm bauen. Die Teams bestanden entweder aus neurotypischen Leuten, aus Menschen aus dem Autismus-Spektrum oder aus einer gemischten – also neurodiversen – Gruppe. Wie die unterschiedlichen Gruppen bei der Aufgabe abgeschnitten haben, erzählt euch Ralph im Video.
*Kapitel*
0:00 Bin ich normal?
1:05 Was ist eigentlich „normal“?
2:49 Neurodiversität: Vielfalt der Gehirne
4:08 Informationsverarbeitung und Wahrnehmung
4:37 neurodivers sein: Diagnosekriterien
6:30 Vom „Autismus“ zur „Autismus-Spektrum-Störung“
7:25 ADHS: Warum haben inzwischen so viele eine diagnostizierte Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung?
8:12 Neurodiversität als Ressource für unsere Gesellschaft
9:19 Fazit: Ist es normal, nicht normal zu sein?
Autoren: Johannes Polotzek, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Anna Gold, Alfred Rehbach
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Nasibah Sfar
*Linktipps*
Quarks Studio Q: Warum steigt die Zahl der Autisten?
youtube.com/watch?v=ChcKnTjPsI8
*Unsere wichtigsten Quellen*
Neurodiversity at work: a biopsychosocial model and the impact on working adults;
in: British Medical Bulletin, 2020
academic.oup.com/bmb/article/135/1/108/5913187
NeuroDiversity: The Birth of an Idea;
Judy Singer, 2017 (ISBN 978-0648154709)
PDF: http://dickyricky.com/books/psych/NeuroDiversity%20-%20The%20Birth%20of%20an%20Idea%20-%20Judy%20Singer.pdf
Harriet Axbey et al.: Innovation through neurodiversity: Diversity is beneficial;
in: Autism, 2023
journals.sagepub.com/doi/10.1177/13623613231158685
Alisdair Tullo, Harriet Axbey et al.: Image Chain Similarity;
veröffentlicht auf: Zenodo, 2022
zenodo.org/records/6908258
Unraveling Neurodiversity: Insights from Neuroscientific Perspectives;
in: Encyclopedia, 2023
mdpi.com/2673-8392/3/3/70
Where do neurodevelopmental conditions fit in transdiagnostic psychiatric frameworks? Incorporating a new neurodevelopmental spectrum;
in: World Psychiatry, 2024
doi.org/10.1002/wps.21225
ADHS in Deutschland: Trends in Diagnose und medikamentöser Therapie;
in: Deutsches Ärzteblatt, 2017
https://www.aerzteblatt.de/archiv/adhs-in-deutschland-trends-in-diagnose-und-medikamentoeser-therapie-a54340f8-3a0f-4c2e-bc8f-56ba5d5fd14e
Autismus-Spektrum-Störung im Erwachsenenalter;
in: InFo Neurologie + Psychiatrie, 2024
Abstract: https://www.springermedizin.de/autismus-spektrum-stoerung/anpassungsstoerung/autismus-spektrum-stoerung-im-erwachsenenalter/26760044
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#autism #adhd #neurodiversity
Willst du mehr zum Thema Lernen und Gehirn erfahren? Dann schau doch in unser Video: „Was passiert beim Lernen im Gehirn?“ 👉 youtube.com/watch?v=FSTuGPE7AAc (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben dieses Shorts mit noch mehr Infos.)
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#brain #lernen #gehirn #sprachen
Die Pyramiden von Gizeh gehören zu den ältesten noch existierenden Bauwerken der Menschheit. Sie stehen in Ägypten, gehören zu den sieben Weltwundern der Antike und seit 1979 zum @UNESCO Weltkulturerbe.
Der Bau der Pyramiden begann vor über 4500 Jahren. Das ist sehr lange her. Und deshalb ist es für die Wissenschaft auch ziemlich schwer, herauszukriegen, wie das mit dem Bau der Pyramiden genau war. 2013 wurden bei Ausgrabungen jedoch einige Papyrus-Stücke gefunden, auf denen notiert ist, wie die Baustellen organisiert waren. So gehen Ägyptologen mittlerweile davon aus, dass die Arbeiter gut ausgebildete Fachkräfte waren – und keine Sklaven.
Wie genau die Pyramiden gebaut wurden – und wie vor allem die tonnenschweren Felsblöcke in die Höhe geschafft worden sind –, ist tatsächlich immer noch ein Rätsel. In der Wissenschaft gibt es aber einige plausible Theorien. Rampen waren höchstwahrscheinlich ein wichtiges Hilfsmittel, um die Steinblöcke auf die Pyramiden zu bringen. Welche Ideen dazu in der Wissenschaft diskutiert werden, zeigt euch Quarks Dimension Ralph im Video.
Ein anderes Geheimnis ist, wie die Ägypter Millionen dieser Felsblöcke in die Wüste schaffen konnten. Seit einiger Zeit weiß man, dass das Land früher bis nah an die Pyramiden geflutet war – vielleicht sogar bewusst geflutet wurde. So konnte ein Nebenarm des Nils als Transportweg genutzt werden.
Auch das Innere der Pyramiden birgt viele Geheimnisse. Denn es gibt darin immer noch unentdeckte Kammern. Zuletzt wurden im Rahmen des Forschungsprojekts „ScanPyramids“ neue Räume in der Cheops-Pyramide gefunden. Ralph zeigt euch Videoaufnahmen, die von einem Team rund um Christian Große von der @TUMuenchen1 und Mohamed Elkarmoty von der Caito University (youtube.com/@TheCairoUniversityOfficial) vom Inneren gemacht wurden. Durch einen Spalt wurde eine kleine Kamera in den Raum geschoben – schaut selbst!
*Kapitel*
0:00 Geheimnisvolle Pyramiden
0:44 Pyramiden von Gizeh: Weltwunder der Antike und UNESCO-Weltkulturerbe
1:17 Kleopatra, die Pyramiden – und wir
1:59 Wer hat die Pyramiden gebaut?
3:18 Wie wurden die Pyramiden gebaut?
5:19 Wie wurden die Steinblöcke im alten Ägypten transportiert?
7:03 Neue Entdeckungen in den Pyramiden
8:39 Aufnahmen einer neu gefundenen Kammer in der Cheops-Pyramide
9:29 Faszination Pyramiden
Autoren: Jens Hahne, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Elke Baulig
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Nasibah Sfar
*Linktipps*
Bau der Pyramiden im Alten Ägypten;
Frank Müller-Römer, 2024 (ISBN 978-3-9825805-8-6)
1. Auflage als PDF: https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/136/1/Mueller_Roemer_Dissertation_ueberarbeitet_05.10.2008.pdf
Zur Bautechnik der Pyramiden im alten Ägypten
youtu.be/QzDOXfhtOmE?si=H49uxZl-HJxsWD2o&t=197
Quarks-Podcast: Eine Mumie fürs Ruhrgebiet – Der Hammer von Hamm;
https://www.quarks.de/podcast/storyquarks-folge-5-der-hammer-von-hamm/
*Unsere wichtigsten Quellen*
Eman Ghoneim et al.: The Egyptian pyramid chain was built along the now abandoned Ahramat Nile Branch;
in: Communications Earth & Environment, 2024
nature.com/articles/s43247-024-01379-7
Hader Sheisha et al.: Nile waterscapes facilitated the construction of the Giza pyramids during the 3rd millennium BCE;
in: Proceedings of the National Academy of Sciences, 2022
pnas.org/doi/10.1073/pnas.2202530119
Mohamed Elkarmoty, Christian Große et al.: Localization and shape determination of a hidden corridor in the Great Pyramid of Giza using non-destructive testing;
in: NDT & E International, 2023
sciencedirect.com/science/article/pii/S0963869523000245
Sébastien Procureur et al.: Precise characterization of a corridor-shaped structure in Khufu's Pyramid by observation of cosmic-ray muons;
in: Nature Communications, 2023
nature.com/articles/s41467-023-36351-0
The Red Sea Scrolls: How Ancient Papyri Reveal the Secrets of the Pyramids;
Pierre Tallet, Mark Lehner, 2022 (ISBN-13: 978-0500052112)
Discovery of a big void in Khufu's Pyramid by observation of cosmic-ray muons;
in: Nature, 2017
nature.com/articles/nature24647
How the Great Pyramid Was Built;
Craig B. Smith, Zahi Hawass, Mark Lehner, 2018 (ISBN-13: 9781588346223)
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#pyramid #egypt #archaeology #science
Mehr zum Ursprung und der Definition von Einheiten und deren Mathematik seht ihr in unserem Hauptvideo zu dem Thema: „Meter, Sekunden, Kilogramm: Woher kommen unsere Maßeinheiten?“ 👉 youtube.com/watch?v=8sV6lwFYJMw (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben dieses Shorts mit noch mehr Infos.)
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#antique #maths #finger #counting
Sprachlich betrachtet kommt das Wort „Kunst“ tatsächlich von „können“. Es ist ein sogenanntes Verbalabstraktum; also ein aus einem Verb gebildetes Substantiv, das für etwas nicht Greifbares steht. Laut Duden umfasst Kunst das "schöpferische Gestalten mit verschiedensten Materialien oder den Mitteln der Sprache und Töne – in Auseinandersetzung mit Natur und Welt". Aber je nachdem, wen man fragt, hat Kunst ganz unterschiedliche Bedeutungen.
Das macht auch dieses Beispiel aus dem Jahr 1917 deutlich: Damals sorgte der Künstler Marcel Duchamp für Aufsehen. Er reichte ein gewöhnliches, industriell gefertigtes Pissoir bei einer Ausstellung in New York als Objekt ein. Obwohl sein „Kunstwerk“ zunächst abgelehnt wurde, ist es heute im Kunstmuseum zu sehen. Wie aus diesem Alltagsgegenstand Kunst wurde, erzählt euch Ralph im Video.
Doch Kunst ist nicht nur ein modernes Phänomen. Die Kunstgeschichte beginnt schon viel früher: Je nach Sichtweise sind die ersten Kunstwerke knapp drei Millionen Jahre alt; zum Beispiel der „Stein von Makapansgat“, der an ein Gesicht erinnert. Es wurde allerdings nicht von Menschen hergestellt, sondern ist zufällig entstanden. Das Besondere: Wissenschaftler gehen davon aus, dass der seltsam geformte Stein gezielt gesammelt und dann mit in die Höhle genommen wurde. Und genau die Tatsache, dass eine Auswahl stattgefunden hat, lässt nach der Definition von Duchamp die Aussage zu, dass dieser Stein Kunst ist – sozusagen Ur-Kunst.
Unstrittig als Kunst einzuordnen ist hingegen der “Löwenmensch”: eine Schnitzerei aus dem Stoßzahn eines Mammuts, die in einer Höhle in Baden-Württemberg gefunden wurde und vermutlich 40.000 Jahre alt ist. Im Video seht ihr noch weitere Beispiele für solche sehr alten Kunstwerke, wie zum Beispiel Höhlenmalereien.
Aber Kunst zeigt sich nicht nur in menschlichen Schöpfungen. Auch in der Tierwelt findet man Erscheinungen, wo man überlegen kann, ob sie nicht vielleicht Kunst sind; zum Beispiel Balzrituale und kunstvolle Nisthöhlen.
Die allgegenwärtige Präsenz von Kunst in allen bekannten Gesellschaften ist ein Hinweis darauf, dass Kunst eine wesentliche Rolle für den Zusammenhalt in Gemeinschaften spielt. Das gilt insbesondere auch für Kunst, die zusammen ausgeübt wird; also etwa Musik, Tanz oder kunstvolle Begräbnisrituale.
*Kapitel*
0:00 Ist DAS Kunst?
0:32 Kommt „Kunst“ von „können“?
2:28 Wie aus einem Pissoir Kunst wurde
3:46 Seit wann gibt es Kunst?
5:56 Gibt es Kunst auch im Tierreich?
7:08 Wie Kunst der Gemeinschaft nützte
8:37 Kunst in Ritualen
9:25 Wie sich Kunst positiv auswirken kann
Autoren: Dirk Gilson, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Klaus Wache
Sounddesign: Klaus Wache
Redaktion: Wobbeke Klare
*Unsere wichtigsten Quellen*
Homo Aestheticus: Where Art Comes From and Why;
Ellen Dissanayake, 1995 (ISBN: 9780295974798)
PDF: https://mnuai.ro/wp-content/uploads/2023/05/null-2-2-Homo-Aestheticus-Where-Art-Comes-From-and-Why.pdf
Mind: an essay on human feeling;
Susanne Langer, 1967
archive.org/details/mindessayonhuman00lang
The sexual selection of creativity: A nomological approach
in: Frontiers in Psychology, 2023
journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/147470491201000403
The Story of Art;
Ernst H. Gombrich, 1995 (ISBN: 978-0714832470)
Ausgabe von 1951: archive.org/details/in.ernet.dli.2015.29158/page/n3/mode/2up
Performance of Music Elevates Pain Threshold and Positive Affect: Implications for the Evolutionary Function of Music;
in: Evolutionary Psychology, 2012
journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/147470491201000403
Der Kiesel von Makapansgat. Früheste Urkunst der Welt?
in: Anthropos, 1999
jstor.org/stable/40465702
Der Löwenmensch;
http://www.lonetal.net/loewenmensch.html
A 36000-Year-Old Volcanic Eruption Depicted in the Chauvet-Pont d’Arc Cave (Ardèche, France)?
in: PLoS ONE, 2016
journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0146621
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#kunst #kunstgeschichte
Und hier ein weiteres Video von uns zu dem Thema: „Schlaf optimieren? Was geht und was nicht geht!“ 👉 studio.youtube.com/video/l72IHVMcapk
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#schlafen #schlaf #energy #brainfacts
Der Trick soll ein sogenannter polyphasischer Schlaf sein. @Techtastisch hat das vor ein paar Jahren mal ausprobiert. Zuerst erzählt euch Ralph aber von den natürlichen Schlafphasen: Einschlafphase, REM-Schlaf, Leichtschlaf und Tiefschlaf.
REM ist die Abkürzung für „Rapid Eye Movement“. Weil sich die Augen in dieser Schlafphase unter den Lidern hin- und herbewegen, während der Rest vom Körper mehr oder weniger gelähmt ist. REM-Schlaf ist wichtig fürs Gedächtnis und wird meistens auch mit Träumen in Verbindung gebracht.
Beim „polyphasischen Schlaf“ wird nicht am Stück geschlafen, sondern einmal drei Stunden – und dann alle vier bis sechs Stunden für 20 Minuten. So kommt man innerhalb von 24 Stunden auf insgesamt vier Stunden Schlaf. In der Forschung sieht man das ziemlich skeptisch. Der Chronobiologe Till Roenneberg von der @LMU.Muenchen fasst das so zusammen: „Das ist das Blödeste, was man machen kann.“ Und auch eine wissenschaftliche Studie, die insgesamt 22 Studien zu polyphasischem Schlaf zusammengefasst hat, kommt zu dem Ergebnis, dass man *so* nicht schlafen sollte. Denn: Polyphasische Schlafmuster sorgen dafür, dass man zu wenig schläft. Mit allen Risiken, die das auf lange Sicht mit sich bringt.
Doch wie sieht ein natürliches Schlafmuster aus? In vorindustriellen Zeiten schliefen die Menschen biphasisch. Das heißt, sie hatten zwei Schlafphasen – unterbrochen von einer Wachphase. Heute erforscht man auch, ob sich das Schlafverhalten von Naturvölkern von unserem Schlaf unterscheidet.
Wie wir schlafen, hängt auch damit zusammen, wie viel Licht wir über unsere Augen aufnehmen. Denn das hat Auswirkungen auf unsere innere Uhr und das Hormon Melatonin. Wie das mit dem Schlafen zusammenhängt, erzählt euch Ralph im Video – und gibt euch zum Schluss noch zwei ultimative Tipps für besseres Schlafen.
*Kapitel*
00:00 Wie schlafen wir richtig?
00:46 Kann man mit vier Stunden Schlaf pro Nacht auskommen?
01:37 Welche Schlafphasen gibt es? (Einschlafphase, REM-Schlaf, Leichtschlaf, Tiefschlaf)
02:51 Was ist polyphasischer Schlaf?
03:35 Ist polyphasischer Schlaf gefährlich?
04:40 Wie haben Menschen früher geschlafen?
06:59 Wie schlafen Naturvölker heute?
08:39 Welchen Einfluss hat Licht auf den Schlaf?
10:13 Welche Rolle spielt der Chronotyp auf den Schlaf?
10:38 Zwei Tipps, um besser zu schlafen
Autor:innen: Kristin Raabe, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Lilian Rogge, Lutz Kaulmann, Christian Kloprogge
Sounddesign: Florian Ebrecht
Realisation: Ingo Knopf
Redaktion: Nasibah Sfar, Wobbeke Klare
Wir danken Dr. Christine Blume (Universität Basel) für die Unterstützung bei unseren Recherchen.
*Linktipps*
Online-Selbsttest: Welcher Chronotyp bin ich?
Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund
https://www.ifado.de/de/chronotyp
Quarks: Was ist eigentlich guter Schlaf?
https://www.quarks.de/gesundheit/schlaf-einschlafen-schlafprobleme-schlafmangel-rem-tiefschlaf/
*Unsere wichtigsten Quellen*
Schlaf in vorindustriellen westeuropäischen Kulturen:
Roger Ekirch: Sleep We Have Lost: Pre-Industrial Slumber in the British Isles;
in: The American Historical Review, 2001
https://www.academia.edu/81223879/Sleep_We_Have_Lost_Pre_Industrial_Slumber_in_the_British_Isles
Meta-Analyse zur polyphasischem Schlaf:
Till Roenneberg et al.: Adverse impact of polyphasic sleep patterns in humans: Report of the National Sleep Foundation sleep timing and variability consensus panel;
in: Sleep Health, 2021
sleephealthjournal.org/article/S2352-7218(21)00030-9
Schlaf bei Naturvölkern:
Natural sleep and its seasonal variations in three pre-industrial societies;
in: Current Biology, 2015
cell.com/current-biology/fulltext/S0960-9822(15)01157-4
Melatonin & Schlaf:
► New perspectives on the role of melatonin in human sleep, circadian rhythms and their regulation;
in: British Journal of Pharmacology, 2018
bpspubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/bph.14116
► Till Roenneberg et al.: Chronotype and Social Jetlag: A (Self-) Critical Review;
in: Biology, 2019
mdpi.com/2079-7737/8/3/54
Anthropologische Daten zu Schlaf:
► Carol Worthman: After dark: the evolutionary ecology of human sleep;
in: Evolutionary Medicine and Health, 2008
researchgate.net/publication/288609817_After_dark_the_evolutionary_ecology_of_human_sleep
► Das Recht auf Schlaf: Eine Kampfschrift für den Schlaf und ein Nachruf auf den Wecker;
Till Roenneberg, 2019 (ISBN-13: 978-3423281782)
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#Schlaf #Quarks #ralphcaspers #dimensionralph
Mehr Informationen zu dieser Fragestellung findet ihr in unserem Hauptvideo zu dem Thema: „Brauchen wir eine Klimadiktatur?“ 👉 youtube.com/watch?v=JvebZQpFlDc (Da findet ihr auch unsere Quellenangaben dieses Shorts mit noch mehr Infos.)
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#climatechange #democracy #dictatorship #sustainability
Bei rund 59 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland macht eine einzelne Stimme nur einen winzigen Anteil am Wahlergebnis aus. Hier sprechen Wissenschaftler vom “Wahlparadox”: Rein rational gibt es keinen Grund, davon auszugehen, dass meine einzelne Stimme für den Wahlausgang entscheidend ist. Denn es kommt extrem selten vor, dass es bei einer Wahl eine Pattsituation gibt – und nur eine Stimme entscheidend ist. Ein Fünftel der Nicht-Wähler gibt das auch als Grund an, nicht wählen zu gehen. Und doch gehen in Deutschland die allermeisten Menschen zur Wahl. Warum? Vielleicht, weil es einfach gute Laune macht? Im Video erzählt Ralph von einem Experiment, bei dem es darum ging, wie unterschiedlich glücklich sich Menschen fühlen, wenn sie entweder nur für sich etwas Gutes getan haben – oder aber für die Gemeinschaft.
Gefühle spielen bei der Wahl eine größere Rolle als wir denken. Sie bestimmen, welche Partei oder welchen Kandidaten wir auswählen. Studien zeigen, dass Umfeld, Schulbildung und Wohnregion uns unbewusst beeinflussen, genau wie die Sympathie für einen bestimmten Kandidaten oder eine Kandidatin. Ralph zeigt euch, wie überraschend wichtig Äußerlichkeiten dabei sein können und warum euer Hirn beim Auswählen der besten Option manchmal total überfordert ist – an der Wahlurne, aber auch vor dem Apfelregal im Supermarkt.
Außerdem geht es um „taktisches Wählen“: Wie wirken sich Mitläufer-Effekt, Fünf-Prozent-Hürde und Leihstimmenwahl auf unsere Wahlentscheidung aus? Und warum lohnt es sich letztendlich trotz allem, wählen zu gehen? Das erfahrt ihr in diesem Quarks-Video.
*Kapitel*
0:00 Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre
0:29 Wie viel zählt meine einzelne Stimme bei der Wahl?
1:09 Warum manche Menschen nicht wählen
1:45 Wahlverhaltensforschung: Ist es paradox, wählen zu gehen?
3:39 Macht Wählen glücklich?
5:00 Welche Rolle spielt das Aussehen der Kandidaten und Kandidatinnen?
6:34 Warum entscheiden wir uns oft für eine Partei, die nicht zu uns passt?
8:04 Taktisch wählen: Wahlumfragen, Mitläufer-Effekt, Fünf-Prozent-Hürde, Leihstimmen
9:42 Wählen als Teil der Gemeinschaft
Autor:innen: Katrin Krieft, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Christian Kloprogge, Robert Bodner, Lilian Rogge (Studio Paeper)
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Wobbeke Klare
*Linktipps*
quarks.de: Demokratie: frei und fair?
https://www.quarks.de/gesellschaft/demokratie/
https://www.quarks.de/gesellschaft/wahlumfragen/
*Unsere wichtigsten Quellen*
Wählen oder nicht wählen? Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zu Nichtwahlmotiven bei der Bundestagswahl 2021;
in: Analysen & Argumente, 2022
https://www.kas.de/de/analysen-und-argumente/detail/-/content/waehlen-oder-nicht-waehlen
Ökonomische Theorie der Demokratie;
Anthony Downs, 1968 (ISBN 978-3-16-146171-2)
Leseprobe: https://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=LYy4jQoIpKUC
Facial Similarity between Voters and Candidates Causes Influence;
in: Public Opinion Quarterly, 2008
researchgate.net/publication/31283469_Facial_Similarity_Between_Voters_and_Candidates_Causes_Influence
A neural link between generosity and happiness;
in: nature communications, 2017
doi.org/10.1038/ncomms15964
Zur Wahrnehmung und Wirkung von Meinungsumfragen;
in: Aus Politik und Zeitgeschichte, 2014
https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/192958/zur-wahrnehmung-und-wirkung-von-meinungsumfragen/
The People's Choice. How the Voter Makes Up His Mind in a Presidential Campaign;
2021 (ISBN: 9780231197953)
https://cup.columbia.edu/book/the-peoples-choice/9780231197953
Vorwort (PDF): degruyter.com/document/doi/10.7312/laza93930-002/pdf
Demoskopie, Medien und Politik. Ein Schulterschluss mit Risiken und Nebenwirkungen;
Otto Brenner Stiftung, 2018
PDF: https://www.otto-brenner-stiftung.de/fileadmin/user_data/stiftung/02_Wissenschaftsportal/03_Publikationen/AP34_Wind_Demoskopie.pdf
Learning relative values in the striatum induces violations of normative decision making;
in: nature communications, 2017
nature.com/articles/ncomms16033
Stadt, Land, Wahlverhalten: Die politische Geographie der Bundestagswahl 2021;
in: böll.brief, 2022
PDF: https://www.boell.de/sites/default/files/2023-07/final_boll.brief_dg32_stadt_land_wahlverhalten.pdf
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Charisma ist kein Persönlichkeitsmerkmal. Vielmehr hängt es davon ab, wie andere Menschen eine Person wahrnehmen. Deshalb ist Charisma auch schwer zu definieren: Ob in der Politik, im Showbusiness oder im Alltag – Charisma kann ganz unterschiedlich wirken. Klar ist aber: Charismatische Menschen haben oft eine besondere Präsenz. So werden Barack Obama, Frida Kahlo oder Steve Jobs von vielen als charismatisch empfunden.
Es gibt zumindest bestimmte Faktoren, die Charisma beeinflussen. Die Wirkung, die man auf andere hat, wird durch die äußere Erscheinung bestimmt und auch durch die Stimme. Das bedeutet: Wie man spricht, ist genauso wichtig, wie das, was man sagt. Dazu gab es mal ein interessantes Experiment: Kann eine besonders charismatische Stimme im Navi Leute auf einen riesigen Umweg führen, obwohl die Anweisungen ganz klar fragwürdig sind? Was dabei rauskam, erzählt euch Ralph im Video.
Was charismatische Redner im Gehirn auslösen, lässt sich sogar im fMRT beobachten. Forscher um Uffe Schjoedt von der @AarhusUniversity haben dazu gläubige Menschen mit Probanden verglichen, die keinen Bezug zur Religion haben. Die Probanden sollten das Charisma von drei Rednern beurteilen. Einer der drei Redner hatte keinen christlichen Hintergrund. Einer war Prediger. Der dritte war ein Prediger, dem heilende Kräfte zugeschrieben wurden.
Das Ergebnis: Alle Gläubigen schätzten den Prediger, dem heilende Kräfte nachgesagt wurden, als charismatischer ein als die anderen. Aber bei den Nichtchristen war die Aktivierung in den Hirnstrukturen bei allen Reden ähnlich. Das heißt: Wenn charismatische Pastoren predigen, wird bei Gläubigen der präfrontale Cortex „abgeschaltet“. Charisma stärkt also die Autorität, die jemand hat.
Kann man also etwas tun, um selbst charismatisch zu werden? Darüber streitet die Wissenschaft. Dennoch gibt es Möglichkeiten, an den Faktoren für Charisma zu arbeiten – und das durch einige erstaunlich simple Techniken: Welche das sind, erzählt euch Ralph im Video. John Antonakis von @UNILTV hat diese Vorschläge untersucht. Ein Ergebnis seiner Studien ist: Wer diese Techniken beherrscht, wurde in Vorträgen um bis zu 60 % überzeugender wahrgenommen.
*Kapitel*
0:00 Intro – Charisma
0:55 Charisma – was ist das?
2:13 Gehört Charisma zur Persönlichkeit? (Die „Big Five“)
2:56 Charisma-Tests
3:41 Was macht Charisma aus?
5:04 Haben charismatische Menschen mehr Macht?
5:42 Charisma bei Rednern
7:07 Kann man Charisma lernen?
8:12 „Spiegeln“ als Charisma-Strategie
9:23 Kann sich Charisma „abnutzen“?
Autor:innen: Katrin Krieft, Ralph Caspers
Schnitt und Grafik: Robert Bodner (Studio Paeper)
Sounddesign: Florian Ebrecht
Redaktion: Nasibah Sfar
*Linktipp*
Video zu den „Big Five“:
@DimensionRalph: Persönlichkeit: Kann ich ein anderer Mensch werden?
youtube.com/watch?v=19JLvumSQGA
*Unsere wichtigsten Quellen*
Jan Michalsky, Oliver Niebuhr: Computer-generated speaker charisma and its effects on human actions in a car-navigation system experiment – or how steve jobs’ tone of voice can take you anywhere;
in: Procedings of computational science and its applications – ICCSA, 2019
PDF: https://findresearcher.sdu.dk/ws/portalfiles/portal/151813600/Niebuhr_Michalsky_LNCS_EMORE_2019_postprint.pdf
Personality and Transformational and Transactional Leadership: A Meta-Analysis;
in: Journal of Applied Psychology, 2004
PDF: https://citeseerx.ist.psu.edu/document?repid=rep1&type=pdf&doi=c52e27d79e890a8fd8138495f5b7b8ff260f7b90
Uffe Schjoedt et al.: The power of charisma-perceived charisma inhibits the frontal executive network of believers in intercessory prayer;
in: Social Cognitive and Affective Neuroscience, 2011
academic.oup.com/scan/article/6/1/119/1609348
John Antonakis et al.: Can Charisma be taught? Tests of two Interventions;
in: Academy of Management Learning & Education, 2011
PDF: http://homepages.se.edu/cvonbergen/files/2013/01/Can-Charisma-Be-Taught_Tests-of-Two-Interventions.pdf
Joseph Nye: Soft power: the evolution of a concept;
in: Journal of Political Power, 2021
PDF: softpowerclub.org/wp-content/uploads/2021/03/Nye-Soft-power-the-evolution-of-a-concept-1.pdf
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