Rosa-Luxemburg-Stiftung
Drohnen, Wanzen, Satelliten, INDECT - Strategien der vernetzten Überwachung
updated
Die Etikettierung Chinas als systemischer Rivale durch die EU und in der Folge durch verschiedene nationale Bekundungen stellt sich nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine in einem neuen Licht dar. Die Notwendigkeit der Kooperation ist durch die letzte Klimakonferenz (COP27) in Ägypten sowie den G-20-Gipfel auf Bali verstärkt deutlich geworden. Dagegen trägt die Hervorkehrung systemischer Differenz eher zur Steigerung von Unheil bei und verhindert zudem den in allen und insbesondere in den industrialisierten Ländern auf der Nordhalbkugel dringend notwendigen Strukturwandel. Gerade die durch das Ausrufen einer «Zeitenwende» neu entstandenen Perspektiven gilt es kooperativ mit handlungsstarken Partnern, nicht zuletzt China, und durchaus auch im internationalen Wettbewerb umzusetzen.
Helwig Schmidt-Glintzer ist Seniorprofessor an der Eberhard Karls Universität und Direktor des China Centrum Tübingen seit 2016. Als Sinologe lehrte er seit 1981 auf ostasienwissenschaftlichen Lehrstühlen in München und Göttingen und war von 1993 bis 2015 Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Zuletzt erschien von ihm in der Reihe «Fröhliche Wissenschaft» bei Matthes & Seitz Berlin «Der Edle und der Ochse. Chinas Eliten und ihr moralischer Kompass» (2022).
Die Krisen überschlagen sich schneller, als wir ihnen Namen geben können. In der Wohnungskrise sind die Folgen von Ökonomisierung und Privatisierungspolitiken für viele besonders spürbar und besonders existenziell. In vielen Ländern Lateinamerikas muss sich die Mehrheit der Haushalte verschulden, um das Leben erhalten zu können. Ein Treiber ist der finanzialisierte Immobilienmarkt, die Mieten fressen immer größere Teile des Haushaltseinkommens. Diese neue Form der Ausbeutung und Enteignung, die ihre Spuren auch in den Körpern von Frauen hinterlässt, haben die feministischen Bewegungen in Argentinien seit 2017 zum Politikum gemacht und damit Massen mobilisiert.Im Kampf gegen eine Finanzialisierung des Lebens treffen sich feministische und stadtpolitische Kämpfe.
Mit «Feministisch Enteignen» treten auch hier feministische Stimmen in der Debatte um eine Vergesellschaftung von Wohnraum nach vorne und mit ihnen die Frage, wie wir eigentlich Politik machen wollen. Viele Anliegen verbinden sich in der munizipalistischen Idee «Sorgender Städte», in denen für eine Vergesellschaftung des Lebens und der Bedingungen sozialer Reproduktion gekämpft wird. Was wir aus Argentinien lernen und wie sich Mietenbewegung und Feminismus gegenseitig stärken können, diskutieren gemeinsam:
Verónica Gago, Professorin und Aktivistin aus Buenos Aires. Sie berichtet über die feministische Organisierung gegen einen spekulativen Ausverkauf der Städte und des Lebens, wie sich die Finanzialisierung mit geschlechtspezifischer Gewalt verschränkt und warum genau das den Feminismus in Argentinien zu einer Massenbewegung gemacht hat.
Katalin Gennburg sitzt für die LINKE im Berliner Abgeordnetenhaus und ist eine der profiliertesten Kämpferinnen gegen einen Ausverkauf Berlins, für eine «strategische Raum-Rückgewinnung» gegen Spekulation und für eine «Sorgende Stadt» als munizipalistisch-sozialistisches Transformationsprojekt.
Isabella Rogner und Carolin Blauth sind aktiv in der FLINTA-Vernetzung der Kampagne «Deutsche Wohnen und Co enteignen». Mit ihrer Forderung «Feministisch Enteignen» rücken sie die geschlechtspezifischen Folgen der Wohnungskrise in Berlin in den Blick. Diese sind zahlreich – von einer Vergesellschaftung würden dementsprechend Frauen und FLINTA in besonderer Weise profitieren. Zeit für feministische Bewegungen, sich hier einzubringen.
Moderation: Barbara Fried, Rosa-Luxemburg-Stiftung
Sunday, 15 January, 13:00 EST / 19:00 CET
Hosted by Verso Books and the Rosa Luxemburg Foundation
Socialist icon Rosa Luxemburg stands out as one of the most prolific and steadfast advocates of a revolutionary but nevertheless democratic approach to political strategy in the classical socialist movement. The latest, 600-page volume of her Complete Works, published by Verso Books with the support of the Rosa Luxemburg Foundation, stands as a testament to this fact.
Covering her writings on revolution from 1906 to 1909, it includes her thoughts on the epochal 1905 Russian Revolution and its aftermath. Over 80 percent of writings in this volume have never before appeared in English, such as her groundbreaking essay “Lessons of the Three Dumas”, which presents a unique perspective on the transition to socialism, her “Notes on the English Revolution” of the 1640s, and numerous writings on the role of the mass strike in fomenting revolutionary transformation.
Join Verso Books and the Rosa Luxemburg Foundation at 19:00 CET on Sunday, 15 January, the anniversary of Rosa Luxemburg’s murder at the hands of far-right thugs, for a book launch and panel discussion on the relevance of her thought today.
WITH:
Eric Blanc (Author, Revolutionary Social Democracy)
Peter Hudis (Series editor, Complete Works of Rosa Luxemburg)
Isabel Loureiro (Author, Rosa Luxemburg: Dilemas da ação revolucionária)
David McNally, (Author, Blood and Money: War, Slavery, Finance, and Empire)
Lori Turner (York University, Toronto)
Fathima Nizaruddin (Researcher & Documentary Filmmaker, India, IRGAC),
Praphakorn Lippert (Researcher at the University of Passau, Germany)
Nwet Kay Khine (Researcher at the University of Passau, Germany / Myanmar, IRGAC) //
Moderation: Aurel Eschmann (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Asia Department)
Various media forms play a constitutive role in shaping the habitats that we live in. In the case of authoritarian contexts, this constitutive role of diverse media forms in shaping the contours of life worlds can open up possibilities to configure resisting practices and narratives. The round table focus on the scope for such possibilities by using examples from Myanmar, India and Thailand. How can specific media practices disrupt the perceived consensus around authoritarian narratives and forms of rule? How do media practitioners and journalists create spaces of resistance in diverse authoritarian contexts? These are some of the questions that the round table addresses by drawing from varied experiences including that of filmmakers from Myanmar as well as journalists in Thailand and leftist and left leaning grass roots film screening initiatives from India.
The panel was part of the conference "Contesting Authoritarianism: Perspectives from the South" (Berlin, May 16 - 21, 2022). Further information on the conference and on the International Research Group on Authoritarianism and Counter-Strategies can be found at irgac.org
Musik: Line Noise. Magenta Moon.
Magenta Moon (Part II) by Line Noise: freemusicarchive.org/music/Linenoise/Magenta_Moon/01_line_noise_-_magenta_moon_part_ii
is licensed under a Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 International License: creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0
Bild: Der Streik. Gemälde von Robert Koehler, 1886. Quelle: Wikipedia
Das hat uns Antonella Muzzupappa, Referentin für Politische Ökonomie bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, beantwortet.
Auf unserem Instagramkanal findet ihr zahlreiche weitere Videos von ihr und Marx: Was würde Karl Marx zum Krieg sagen? Was wäre seine Meinung zum Recht auf Abtreibung gewesen? Und was wäre sein Rat zum Thema Inflation gewesen? Schaut gerne rein: @rosaluxstiftung
Über den Ausdruck gibt es Streit, denn in Frage steht, ob es die Menschen im Allgemeinen sind oder nicht eher die kapitalistische Produktionsweise oder noch spezifischer der Kapitalismus seit den 1950er Jahren. Dipesh Chakrabarty will das nicht entscheiden, aber bei aller Bedachtsamkeit ist er an diesem Punkt sehr klar: Der Kapitalismus zerstört die Lebensbedingungen der Menschen auf der Erde. Nachdenklich überlegt er, dass unsere Vorstellungen von Freiheit und Politik weit hinter den Herausforderungen zurückgeblieben sind. Als Historiker ist er skeptisch, ob die Menschheit es schaffen kann, sich als Teil des Lebensnetzes zu begreifen und als handelndes Kollektiv zu konstituieren. Gleichwohl betont er die Notwendigkeit, zu einer Steuerung der Natur zu gelangen und glaubt, dass die Menschheit das Beste noch vor sich hat.
Grafik: Porträt des indischen Historikers Dipesh Chakrabarty @www.zersetzer.com
Wie verändert die immer stärkere Kommerzialisierung den Fußball und was können Fans dagegen tun?
Diese Fragen diskutieren Katharina Dahme (Vorstandsvorsitzende, SV Babelsberg 03), André Hahn (Die LINKE, Sportausschuss Bundestag), Rico Noack (Gesellschaftsspiele e. V.), Miriam Saage-Maß (ECCHR), und Nicole Selmer (Sportjournalistin, Ballesterer) mit dem Publikum.
Moderation: Ronny Blaschke (Sportjournalist)
Aufzeichnung des zweiten Teils einer Live-Diskussion vom 29. September 2022 in Berlin.
Die Fragen aus dem Publikum sind aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht mit Ton zu hören. Aus Gründen der besseren Wiedergabe wurden die Fragen gekürzt.
Mehr kritische Infos rund um die WM findet ihr in unserem WM-Katar-Dossier: www.rosalux.de/fairplay
Die Arbeiter berichten von ihren Kämpfen, um die Arbeitsbedingungen in Katar für migrantische Arbeiter:innen zu verbessern. Wie wirksam sind die Arbeitsrechtsreformen, die Katar angestoßen hat? Welche Probleme bleiben für gewerkschaftliche und informelle Organisierung von Arbeiter:innen bestehen? Und was halten die Arbeiter von einem Boykott der WM?
Unsere Gäste:
– Krishna Shresta, Vertreter des nepalesischen Migrant Workers Network in Katar
– Jeevan Taramu, Arbeiter und Berater der Zweigstelle des GEFONT in Katar
– Malcolm Bidali, ehemaliger migrantischer Arbeiter in Katar und Mitgründer von Migrant Defenders, Kenia
Im zweiten Teil der Veranstaltung diskutiert das Podium, was wir hier in Deutschland tun können: Welche Forderungen wollen wir an FIFA und DFB für künftige Standortvergaben von Fußballweltmeisterschaften richten? Wie können wir solidarisch mit den Arbeiter:innen in Katar sein? Diese Fragen diskutieren wir mit unseren Gästen aus Gewerkschaften, Politik und migrantischer Selbstorganisation. Das Video der Diskussion findet ihr in Kürze auf unserem Kanal! Noch viel mehr kritische Infos rund um die WM in Katar findet ihr in unserem Dossier: www.rosalux.de/fairplay
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Migrant workers from Nepal and Kenya will talk about their experiences on the construction sites for the 2022 World Cup and their struggles to improve working conditions for migrant workers in Qatar.
How effective are the labour law reforms that Qatar has initiated? What problems remain for trade union and informal organising of workers? What demands do we want to make of FIFA and the DFB for future World Cup host cities? How can we stand in solidarity with the workers in Qatar? We will discuss these and many more questions with our guests from trade unions, politics and migrant self-organisation.
Our speakers are:
- Krishna Shrestha, representative of the Nepal Migrant Workers Network in Qatar
- Jeevan Taramu, advisor GEFONT Support Group Qatar
- Malcolm Bidali, former migrant worker in Qatar and co-founder of Migrant Defenders, Kenya
Auf den ersten Blick erscheinen Memes simple Bilder oder auch Videos zu sein, die durch Beschriftung neu angeordnet sind. Dahinter verbirgt sich allerdings eine komplexe Kultur des Digitalen, die zahlreiche Referenzen und Bedeutungsebenen entwickeln kann. Richard Dawkins prägte den Begriff in Anlehnung an das Konzept der Mimesis, also Imitation, und meinte damit einen «Bewusstseinsinhalt, der durch Kommunikation weitergegeben» wird. Die Meme-Kultur ist auch ein politisches Terrain, so versuchte zum Beispiel die Alt-Right Bewegung das bekannte Pepe the frog-Meme rechts umzucodieren. Allerdings stellt sich auch die Frage, ob eine Linie von den politischen Fotomontagen von John Heartfield bis zur heutigen digitalen Meme-Kultur führt?
Diese und weitere Fragen diskutieren die Autor*innen des Buches «Memes - Formen und Folgen eines Internetphänomens», Joanna Nowotny (Schweizerisches Literaturarchiv) und Julian Reidy (Universität Bern) sowie die Publizistin Veronika Kracher, Autorin von «Incels - Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults»).
All diese Fragen wurden auf der Konferenz «International - Solidarisch - Stark: Gewerkschaftliche Arbeit entlang der Wertschöpfungs- und Lieferketten» vom 5. bis 6. Juli 2022 in Berlin diskutiert.
Aktivist*innen aus mehreren Ländern kamen miteinander, mit Unternehmen und der Politik ins Gespräch. Eine besondere Rolle spielte das neue Lieferkettengesetz. Dessen Wirkung auf die Handelsketten wurde aus unterschiedlichen Sichtweisen betrachtet und vielfach diskutiert.
Die Internationale Konferenz ist eine Kooperationsveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit dem Fachbereich Handel von ver.di, tie und der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES).
Ihren Text begreifen Hardt und Negri als ein prophetisches Manifest. Mit ihm wollen sie nach Jahren des Neoliberalismus den Diskurs einer radikalen demokratischen Politik zur Geltung bringen, sich mit dem Begehren der Menge verbinden und sie organisieren.
Mit ihren Analysen gaben die beiden Autoren der 2000er Jahre der Sozialforumsbewegung und den Protesten gegen die G7- und G20-Staaten und anderen Bewegungen einen enormen Impuls. Auch militante Untersuchungen zu Fluchtbewegungen, zu den neuen Formen der affektiven Arbeit und zur Plattformökonomie wurden von «Empire» angeregt. Unumstritten war das Buch nie, vielmehr stieß es auf teilweise energische Kritik. Wie können wir über zwanzig Jahre später auf den Beitrag der beiden radikalen Denker blicken?
Zu Gast bei Alex Demirović ist Thomas Seibert (medico international)
Alle Folgen tl;dr: https://www.rosalux.de/theoriepodcast
Black and Afro-European communities are fixtures of most European metropolises today. Their roots often go back decades, sometimes even centuries. The presence of people of at least partial African ancestry firmly belongs to Europe’s history, present and future.
But when, where and how did Black people in Europe begin to organize themselves? The conference “Black Europe” intended to get to the bottom of this question. Together, we explored what Black people have done to unite and collectively represent their interests under the adverse conditions they face in racist societies.
Further information: https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46753
Gemeinsam mit Bafta Sabo hat Eleonora kürzlich ihr Buch zur Kritik des herrschenden Antirassismus herausgegeben. Jetzt beim Karl Dietz Verlag bestellbar 📚
Warum Rassismus mehr ist als nur eine Ideologie oder ein falsches Bewusstsein und was das Problem mit dem aktuell hegemonialen Antirassismus ist, darüber schreiben Bafta Sarbo und Eleonora Roldán Mendívil in ihrem neuen Buch "Die Diversität der Ausbeutung". Warum Klassenkampf und Antirassismus zusammen gedacht werden müssen, darüber spricht Bafta in dem Video.
Gestern Abend fand die Buchvorstellung in der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt. Für alle, die nicht dabei sein konnten, ist folgende Veranstaltung heute Abend interessant: Bafta Sabo redet über ihr neues Buch bei der Left Ecological Association (LEA): Donnerstag, 20. Oktober, 19 Uhr. Einwahldaten: https://indigo.collocall.de/ann-ut6-son-r41
Raumzugangscode: 942848.
Am 2. Oktober 2022 wählt Brasilien einen neuen Präsidenten - oder bestätigt den rechtspopulistischen Jair Bolsonaro im Amt. Neben vielen anderen kämpfen vor allem auch Umweltaktivist*innen für die Abwahl Bolsonaros. Bolsonaro bestreitet den menschengemachten Klimawandel, während seiner ersten Amtszeit trieb er die Abholzung der Regenwälder innerhalb Brasiliens aktiv voran und ging mit militärischer Härte gegen Beschützer des Amazonas-Regenwaldes und indigene Volksgruppen vor. Einem Bericht des brasilianischen Instituts für Weltraumforschung INPE zufolge haben sich die Rodungen der Regenwälder innerhalb Brasiliens unter seiner Präsidentschaft mehr als verdoppelt.
Sabrina Fernandes erklärt, wie Bolsonaros autokratischer Regierungsstil und die Zerstörung der Natur unmittelbar zusammenhängen. Der Vortrag ist auf englisch, englische Untertitel bitte rechts unten im Video dazu klicken!
Das Video ist ein Ausschnitt aus dem Panel "Capitalist anti-ecologies and authoritarianism in the Global South (II)" der Konferenz der International Research Group on Authoritarianism and Counter-Strategies vom 16. bis 21. Mai 2022 in Berlin. Mehr Infos auf: irgac.org
Sabrina Fernandes forscht zu Autoritarismus im Globalen Süden und tritt für öko-sozialistische Perspektiven ein. Sie ist derzeit Post-Doc-Stipendiatin der International Research Group on Authoritarianism and Counter-Strategies der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Außerdem moderiert sie den marxistischen YouTube-Kanal Tese Onze.
Das haben wir Jorge Pereira Filho, Journalist und Projektkoordinator im Auslandsbüro São Paulo der Rosa-Luxemburg-Stiftung, gefragt. In einem weiteren Video hat er uns erklärt, was eine Wiederwahl von Bolsonaro für Brasilien und die brasilianische Linke bedeutet würde und von welchen Gruppierungen Lula da Silva unterstützt wird.
Mit ihrem Buch «Die Bedeutung von Klasse» will sie den Aspekt des Klassismus und der Klassenherrschaft neben den anderen Systemen der Macht zur Geltung bringen und für einen demokratischen Sozialismus plädieren, der sie überwindet. Mit vielen autobiographischen Hinweisen legt sie die Verschränkung jener Machtpraktiken in der Familie, in den Nachbarschaften, den Hochschulen, auf dem Wohnungsmarkt dar.
Sie wendet sich gegen die Alltagsideologie, die wie selbstverständlich die Erfahrungen von Ungleichheit, Armut, Gewalt und Ausbeutung mit Rassismus erklärt. hooks argumentiert, dass es notwendig ist, der «Klasse» wieder Bedeutung zu geben. Sie zeigt, wie die Erfahrung von Klasse zum Verschwinden gebracht und von Musik, Film, Fernsehen die Ideologie verbreitet wird, über den Konsum, über teure Luxuskleidung und schicke Autos sei der Aufstieg zu erreichen. Sie mahnt, dass die Gier nach dem schnellen Geld zu einer falschen Alltagsorganisation, zu einem Leben auf Pump, zu Drogenkriminalität beiträgt. Die Erklärungen, die Rassismus ins Zentrum stellen, erweisen sich als zu schlicht: Es gibt eine schwarze Bourgeoisie, deren Herausbildung seit den 1970er Jahren dazu beiträgt, den Kommunalismus, die solidarische Kultur des Teilens, zu zerstören. Die Armut wird mit den schwarzen Leuten assoziiert, verkannt wird die verbreitete und gefährliche Armut der Weißen, die von den Mächtigen instrumentalisiert werden kann.
Sie plädiert für gemeinsame Kämpfe der schwarzen, weißen, migrantischen Armen, der Männer und Frauen. Wenn sie ausführlich über ihre Erfahrungen auf dem Wohnungsmarkt berichtet, dann betont sie aber auch, dass «Klasse» ebenso wie «Race» einen schnellen Funktionswandel erfahren können. Plötzlich erklären die weißen Immobilienmarkler*innen die Schwierigkeit für sie als schwarze Frau, eine Wohnung oder ein Haus zu finden, mit «Klasse», sie sei einfach nicht wohlhabend genug, könne sich die teuren Immobilien nicht leisten. Die Klassengesellschaft kann ohne die Begriffe des Patriarchalismus und Rassismus nicht verstanden werden.
Als aktiver Gewerkschafter sind die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auf den Baustellen schon länger ein Thema für ihn. Uns hat er einige Fragen rund um die WM und die Speakers Tour beantwortet.
Mehr Infos: www.rosalux.de/fairplay
Wir haben Jorge Pereira Filho, Journalist und Projektkoordinator im Auslandsbüro São Paulo der Rosa-Luxemburg-Stiftung, gefragt, was eine Wiederwahl von Bolsonaro für Brasilien und die brasilianische Linke bedeutet würde und von welchen Gruppierungen Lula da Silva unterstützt wird.
Am Donnerstag diskutieren wir die Situation vor den Wahlen mit Jorge und der Investigativjournalistin Andrea Dip. Kommt gerne vorbei, wenn ihr in Berlin seid oder schaltet online ein: us06web.zoom.us/j/85331084008
-29. September 2022, 19 Uhr in der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin.
+++ hier die Deutsche Übersetzung, Spanisch in Zoom +++
Alle Infos unter: https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/P76YW
Seit Beginn der Coronakrise steigt die Verschuldung weltweit rasant – zum ersten Mal auf über 300 Billiarden Dollar weltweit. Im Fokus der Finanzinstitutionen stehen dabei in erster Linie die Staatsschulden, die im vergangenen Jahr (2021) fast 98 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes erreicht haben. Dabei haben sich auch die Schulden der Privathaushalte erhöht. Inflation, Energiekrise und Lohnkrise treffen viele Menschen in Deutschland hart. Doch wie sie sich verschulden, läuft weitgehend unter dem Radar. Es gibt keine verlässlichen Daten. Wer jedoch private Schulden hat, steht angesichts der zunehmenden Inflation vor immer größeren Problemen.
In Argentinien hat die feministische Bewegung die massiven Schulden der Privathaushalte zum Politikum gemacht. Feministische Theoretikerinnen wie Veronica Gago und Luci Cavallero analysieren Verschuldung als neue Form der Ausbeutung. Sie zeigen auf, wie die private Verschuldung der Haushalte mit Staatsverschuldung und strukturellen Problemen wie Sozialabbau verknüpft ist. In der Coronakrise, in der das Schulden machen in Lateinamerika allzu oft notwendig wurde, um das tägliche Überleben zu finanzieren, sprechen Regierung und Banken Frauen und ihre Netzwerke als verlässliche Schuldenzahlerinnen gezielt an.
An diesem Abend stellen Luci Cavallero und Veronica Gago ihren Ansatz zur Politisierung von Verschuldung vor. Und wir überlegen, inwiefern die feministische Perspektive auch in Deutschland helfen und in die sozialen Proteste einfließen kann, die im Herbst erwartet werden.
Mit
- Luci Cavallero und Verónica Gago, Aktivist*innen aus Argentinien
- Susanne Hansen von der Bewegung #ichbinarmutsbetroffen zur sozialen Lage und Verschuldung in Deutschland
Moderation: Karin Gabbert
Die Veranstaltung wird vom Spanischen ins Deutsche übersetzt.
Eine Simultanverdolmetschung dient der Verständigung in der gegebenen Kommunikationssituation. Sie ist für den Moment bestimmt und stellt keine 1:1-Übertragung des Originals dar. Für alle Angaben kann keine Gewähr übernommen werden.
La interpretación simultánea es un servicio pensado principalmente para asegurar la comunicación instantánea. En ningún caso se trata de una traducción fiel al detalle. No se asume ninguna responsabilidad sobre los contenidos.
Über mehrere Tage wurden Vietnames:innen und Romn:ja in ihren Unterkünften angegriffen. Nazis und Anwohnende warfen mit Steinen und Brandsätzen und nur durch Zufall kam dabei kein Mensch ums Leben.
Wir nehmen dies zum Anlass, um in der aktuellen Folge von LUX.local über lokales Erinnern und Gedenken zu sprechen. Im Peter-Weiss-Haus in Rostock trafen wir uns mit verschiedenen Menschen, um zu sehen wie die Stadt mit den Ereignissen in Lichtenhagen, aber auch mit dem NSU-Mord an Mehmet Turgut und anderen rechten Übergriffen in der Folge umgegangen ist und welche Formen des Gedenkens und Erinnerns ihren Platz gefunden haben.
Im Interview mit Tim Bleis von LOBBI MV, der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern, erfahren wir wie sich das Gedenken an Rostock-Lichtenhagen verändert hat und was die Aufgaben und Aktivitäten der AG Gedenken der Hansestadt Rostock sind.
Christoph Schultz und Johann Henningsen vom Verein Soziale Bildung e.V. berichten uns von der Einrichtung des sogenannten „Lichtenhagen-Archivs“ und über die Erinnerungsarbeit an Schulen.
Mit dem Vorsitzenden des Migrant:innenrats Rostock, Seyhmus Atay-Lichtermann, sprechen wir über die Aufgaben des Migrant:innenrats und darüber, wieso immer noch keine Straße nach Mehmet Turgut benannt wurde und welche kommunalen, politischen und gesellschaftlichen Hürden dafür noch zu meistern sind. Nicht zuletzt erzählt uns Marit Baarck etwas über die Geschichte des Peter-Weiß-Hauses.
Alle Infos zum Podcast: https://www.rosalux.de/luxlocal
Credits:
Baldur Strauß (Sound)
Felix S. Schulz (Grafik)
Johannes Koch (Redaktion und Moderation)
Alle Infos rund um den Geschichts-Podcast: https://www.rosalux.de/rosalux-history
Bild: Ausschnitt aus einer zeitgenössischen Karikatur zur ersten Teilung Polens 1772: Katharina II., Joseph II. und Friedrich II. verteilen das Territorium, während sich Stanisław II. August verzweifelt an die Krone greift (Getty Images)
Auf unserem Instagramkanal findet ihr zahlreiche weitere Videos von ihr und #marx: Was würde #karlmarx zum Krieg sagen? Was wäre seine Meinung zum Recht auf Abtreibung gewesen? Und was wäre sein Rat zum Thema Inflation gewesen? Schaut gerne rein. #heißerherbst #inflation #energiekrise
Johannes Maria Fischer zeichnet den Weg des Gewerkschafters zum Politiker Bodo Ramelow nach und porträtiert den heutigen Ministerpräsidenten Thüringens als Zeitzeugen wichtiger Momente der deutsch-deutschen Geschichte.
Auf dem Buchumschlag heißt es dazu: «Thüringens Ministerpräsident – einziger Länderchef der Linken in Deutschland – lässt sich nicht so einfach in eine Schublade stecken. Autor Johannes Maria Fischer löst sich deshalb von der traditionellen Erzählweise und zeichnet ein multiperspektivisches Bild. Das subjektive Erleben dieses nicht immer ganz einfach zu verstehenden Mannes verbindet er mit politischen und sozialen Mustern. So entsteht eine außergewöhnlich spannend erzählte Biografie, die nicht nur die Widersprüchlichkeit und Vielschichtigkeit von Bodo Ramelow, sondern auch die der deutsch-deutschen Geschichte näherbringt.»
Aufzeichnung des Gesprächs mit Bodo Ramelow, und Johannes Maria Fischer, Journalist und Autor der Biografie im Rahmen des Literatursalons der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Mai 2022.
Moderation: Dagmar Enkelmann und Effi Böhlke
Black and Afro-European communities are fixtures of most European metropolises today. Their roots often go back decades, sometimes even centuries. The presence of people of at least partial African ancestry firmly belongs to Europe’s history, present and future.
But when, where and how did Black people in Europe begin to organize themselves? The conference “Black Europe” intended to get to the bottom of this question. Together, we explored what Black people have done to unite and collectively represent their interests under the adverse conditions they face in racist societies.
Further information: https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46753
Black and Afro-European communities are fixtures of most European metropolises today. Their roots often go back decades, sometimes even centuries. The presence of people of at least partial African ancestry firmly belongs to Europe’s history, present and future.
But when, where and how did Black people in Europe begin to organize themselves? The conference “Black Europe” intended to get to the bottom of this question. Together, we explored what Black people have done to unite and collectively represent their interests under the adverse conditions they face in racist societies.
Further information: https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46753
Black and Afro-European communities are fixtures of most European metropolises today. Their roots often go back decades, sometimes even centuries. The presence of people of at least partial African ancestry firmly belongs to Europe’s history, present and future.
But when, where and how did Black people in Europe begin to organize themselves? The conference “Black Europe” intended to get to the bottom of this question. Together, we explored what Black people have done to unite and collectively represent their interests under the adverse conditions they face in racist societies.
Further information: https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46753
Black and Afro-European communities are fixtures of most European metropolises today. Their roots often go back decades, sometimes even centuries. The presence of people of at least partial African ancestry firmly belongs to Europe’s history, present and future.
But when, where and how did Black people in Europe begin to organize themselves? The conference “Black Europe” intended to get to the bottom of this question. Together, we explored what Black people have done to unite and collectively represent their interests under the adverse conditions they face in racist societies.
Further information: https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46753
Längst haben sich in den meisten europäischen Metropolen Schwarze bzw. afro-europäische Communities etabliert. Ihre Wurzeln reichen oftmals Jahrzehnte, manchmal gar Jahrhunderte zurück. Die Präsenz von Menschen, deren Vorfahren zumindest teilweise afrikanischer Herkunft waren oder sind, ist ein Teil unserer Geschichte und Gegenwart.
Wann, wo und wie aber haben Schwarze Menschen in Europa begonnen, sich selbst zu organisieren? Die von der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) organisierte Konferenz ging dieser Frage auf den Grund. Gemeinsam haben wir erkundet, was Schwarze getan haben, um sich unter den schwierigen Bedingungen in rassistisch geprägten Gesellschaften zusammenzuschließen und ihre Interessen kollektiv zu vertreten.
Weitere Informationen: https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46753
Black and Afro-European communities are fixtures of most European metropolises today. Their roots often go back decades, sometimes even centuries. The presence of people of at least partial African ancestry firmly belongs to Europe’s history, present and future.
But when, where and how did Black people in Europe begin to organize themselves? The conference “Black Europe” intended to get to the bottom of this question. Together, we explored what Black people have done to unite and collectively represent their interests under the adverse conditions they face in racist societies.
Further information: https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46753
Längst haben sich in den meisten europäischen Metropolen Schwarze bzw. afro-europäische Communities etabliert. Ihre Wurzeln reichen oftmals Jahrzehnte, manchmal gar Jahrhunderte zurück. Die Präsenz von Menschen, deren Vorfahren zumindest teilweise afrikanischer Herkunft waren oder sind, ist ein Teil unserer Geschichte und Gegenwart.
Wann, wo und wie aber haben Schwarze Menschen in Europa begonnen, sich selbst zu organisieren? Die von der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) organisierte Konferenz ging dieser Frage auf den Grund. Gemeinsam haben wir erkundet, was Schwarze getan haben, um sich unter den schwierigen Bedingungen in rassistisch geprägten Gesellschaften zusammenzuschließen und ihre Interessen kollektiv zu vertreten.
Weitere Informationen: https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46753
Längst haben sich in den meisten europäischen Metropolen Schwarze bzw. afro-europäische Communities etabliert. Ihre Wurzeln reichen oftmals Jahrzehnte, manchmal gar Jahrhunderte zurück. Die Präsenz von Menschen, deren Vorfahren zumindest teilweise afrikanischer Herkunft waren oder sind, ist ein Teil unserer Geschichte und Gegenwart.
Wann, wo und wie aber haben Schwarze Menschen in Europa begonnen, sich selbst zu organisieren? Die von der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) organisierte Konferenz ging dieser Frage auf den Grund. Gemeinsam haben wir erkundet, was Schwarze getan haben, um sich unter den schwierigen Bedingungen in rassistisch geprägten Gesellschaften zusammenzuschließen und ihre Interessen kollektiv zu vertreten.
Weitere Informationen: https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46753
Black and Afro-European communities are fixtures of most European metropolises today. Their roots often go back decades, sometimes even centuries. The presence of people of at least partial African ancestry firmly belongs to Europe’s history, present and future.
But when, where and how did Black people in Europe begin to organize themselves? The conference “Black Europe” intended to get to the bottom of this question. Together, we explored what Black people have done to unite and collectively represent their interests under the adverse conditions they face in racist societies.
Further information: https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46753
Eva von Redecker (Philosopher, Researcher and Writer, Germany)
Harsh Mander (Author and Activist; Robert Bosch Academy Fellow & Centre for Equity Studies, India)
Sabrina Fernandes (Ecosocialist Communicator and Researcher at the University of Brasilia, Brasil, IRGAC)
Damir Arsenijevic (Author, Activist and Psychoanalyst at the University of Tuzla, Bosnia and Herzegovina)
Yunyun Zhou (Feminist Researcher at the University of Oslo, Norway/ China)
Börries Nehe (Coordinator of the International Research Group on Authoritarianism & Counterstrategies, IRGAC)
How is authoritarianism experienced and fought against in different contexts? The panelists discuss the counterstrategies they find significant to defend rights and ask how to respond to people’s anger, resentment and anxiety that has been capitalized by the far-right and has engendered the different faces of authoritarianism we see in the world today.
The panel was part of the conference "Contesting Authoritarianism: Perspectives from the South" (Berlin, May 16 - 21, 2022). Further information on the conference and on the International Research Group on Authoritarianism and Counter-Strategies can be found at irgac.org
Mo’min Swaitat (Palestinian Researcher and Filmmaker based in London)
Diana Abbani (Writer, Historian & Research Associate at the Forum Transregionale Studien,
Berlin)
Enana (Syrian Rapper based in Berlin)
Muhammad Jabali (AI.Berlin)
Moderation: Himmat Zoubi (Forum Transregionale Studien/EUME, IRGAC)
This roundtable discussion highlight how musical production and performance channels political dissent and anti-authoritarian struggles. It also emphasizes and underscores the varied efforts of migrant exile and diasporic communities from the global south at the forefront of counterculture and how they challenge many mainstream conservative norms, including right-wing discourses that emphasize neoliberal, capitalist, and fascist undertones. Also addressed the power of music and resistance through sound and political lyrics for social and political mobilization, transitional and inter-cultural dialogue, and emancipation in the Global South and beyond.
The panel was part of the conference "Contesting Authoritarianism: Perspectives from the South" (Berlin, May 16 - 21, 2022). Further information on the conference and on the International Research Group on Authoritarianism and Counter-Strategies can be found at irgac.org
Sabrina Fernandes (Ecosocialist Communicator and Researcher at the University of Brasilia, Brasil, IRGAC)
Markus Wissen (Fellow at the Institute for Critical Social Analysis, Rosa-Luxemburg-Foundation, Germany)
Erika Mendes (Environmental and Social Activist, Justicia Ambiental, Mozambique)
Moderation: Boaventura Monjane (Activist and Researcher at the University of the Western Cape, South Africa, IRGAC
This conversation deals with the environmental collapse connected to capitalist development in the Global South and how authoritarian practices are used to advance these interests. The dynamics of development and underdevelopment have pushed entire regions in the Global South into sacrifice zones, where communities suffer from mega-projects, militarism, and a rhetoric that treats them as obstacles to progress. Developmentalism and Extractivism are seen as main motors for these economies and it often comes with territorial dispossession, direct violence against indigenous and peasant communities, and is connected to a stream of international deals where multinational corporations and states collaborate to access resources in a global commodity chain. The standard practices connected to this process are deep into environmental racism, involve the use of force (state or paramilitary) as well as political and military interventions from foreign states.
The panel was part of the conference "Contesting Authoritarianism: Perspectives from the South" (Berlin, May 16 - 21, 2022). Further information on the conference and on the International Research Group on Authoritarianism and Counter-Strategies can be found at irgac.org
Mariana Morais (Researcher at the Humboldt University-Berlin / Right to the City, Berlin)
Natalie Koch (Professor at Syracuse University, New York, USA, IASS-Potsdam Visiting Fellow)
Lorena Zarate (Global Platform for the Right to the City -GPR2C-, Argentina/Mexico/Canada)
Moderation: Aysegul Can (Researcher at the Istanbul Medeniyet University, Turkey, IRGAC)
“Part of the challenge of properly grasping authoritarianism is to avoid the kind of homogenous perception given to through history. One often thinks of an authoritarian regime or an authoritarian state, but it is also important to identify practices that co-exist with progressive social policies and other liberties too. Authoritarian phenomena are not problematic only when they are entrenched within a mode of governing, but also when they target groups and communities while providing rights and privileges to others. By looking into housing status, entitlements, infrastructure and policies, the panel “Housing crisis in a time of democratic backsliding” provided an analysis that helps to explain social contradictions and what kind of political action is possible by people excluded and/or repressed given authoritarian spatial dynamics in a society"
The panel was part of the conference "Contesting Authoritarianism: Perspectives from the South" (Berlin, May 16 - 21, 2022). Further information on the conference and on the International Research Group on Authoritarianism and Counter-Strategies can be found at irgac.org
With:
Arshi Javid (Gender and Media Studies, Humboldt University, Berlin / Kashmir)
Tatiana Levina (Academy in Exile Fellow and Researcher at the Kulturwissenschaftliches Institut, Essen, Germany)
Tomasz Kitlinski (Margherita-von-Brentano-Zentrum, Freie Universität, Berlin - Academy in Exile- IIE-SRF / Poland)
Achim Rohde (Researcher at Freie Universität Berlin - Academy in Exile, Germany)
Ülker Sözen (Sociologist at Alice Salomon Hochschule, Berlin / Turkey, IRGAC)
The panel was part of the conference "Contesting Authoritarianism: Perspectives from the South" (Berlin, May 16 - 21, 2022). Further information on the conference and on the International Research Group on Authoritarianism and Counter-Strategies can be found at irgac.org
The panel was part of the conference "Contesting Authoritarianism: Perspectives from the South" (Berlin, May 16 - 21, 2022). Further information on the conference and on the International Research Group on Authoritarianism and Counter-Strategies can be found at irgac.org
With:
- Azize Aslan (Kurdish Sociologist and Researcher at the National Autonomous
University of Mexico)
- Inés Durán Matute (Activist and Researcher at the Meritorious Autonomous University of Puebla, Mexico, IRGAC)
- Katia Valenzuela Fuentes (Activist and Researcher at the University of Concepción and at the Center for Sustainable Urban Development - CEDEUS, Chile)
Moderation: Dario Farcy (Activist in the Recovery Factories Movement, Argentina - Bloque Latinoamericano, Berlin)
Further information on the conference and on the International Research Group on Authoritarianism and Counter-Strategies can be found at irgac.org
Auf unserem Kanal findet ihr noch zwei weitere Videos mit der Publizistin zum Thema #antifeminismus, schaut gerne rein. 📽
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Denn in Chile gilt Wasser laut aktueller Verfassung als Privatgut. Mächtige Unternehmen besitzen private Rechte an Flüssen und Seen, während mehr als eine Million Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Die Wasserreserven werden seit Jahrzehnten durch die Industrie ausgebeutet, zum Beispiel durch den Lithium- und Kupferbergbau. Fast 80 Prozent des Süßwassers fließen in die Landwirtschaft, vor allem in den Anbau von Avocados.
Die Juristin und Aktivistin Karina Nohales erklärt wie die neue Verfassung das ändern will. So soll Wasser künftig als öffentliches Gut gelten, das nicht zuerst der Industrie zugutekommt, sondern den Menschen. Der Verfassungstext wurde von einer Gruppe von 155 gewählten Vertreter*innen der Zivilgesellschaft erarbeitet. Am 4. September wird über die neue Verfassung abgestimmt.
Hintergrund:
Im Herbst 2019 protestierten Millionen Chilen*innen gegen die immer stärker zunehmende soziale Ungerechtigkeit im Land. Im Oktober 2020 stimmten sie in einem Referendum für die Erarbeitung einer neuen Verfassung. Denn bis heute gilt in Chile die neoliberale Verfassung aus der Zeit der Pinochet-Diktatur. Im Dezember 2021 wählte eine knappe Mehrheit den linken Gabriel Boric zum Präsidenten.
Was sich durch die neue Verfassung noch ändern würde? Das könnt ihr in einem ausführlichen Interview mit Karina Nohales im Chile-Dossier auf unserer Webseite nachlesen: www.rosalux.de/chile
Auf unserem Kanal findet ihr bereits ein weiteres Video mit Natascha Strobl zur Frage: "Was sind die Kennzeichen von Antifeminismus?", schaut gerne rein. 📽
Das Buch ist ein Vorschlag, die strategische Krise der Linken zu überwinden, der sie sich mit der Entstehung der Neuen Sozialen Bewegungen gegenübersah. Erklärungen durch ökonomische Determinanten, Ableitungen aus Produktionsverhältnissen oder in Begriffen der Klasse wurden herausgefordert durch eine neuartige Konfliktualität des Sozialen, also durch neue Themen, Akteure, Gegenstände des Protests. Es sind diese plötzlich auftretenden Formen der Kämpfe, mit denen niemand rechnet. Laclau und Mouffe argumentieren deswegen gegen das Gesetz der Notwendigkeit und für ein Verständnis der Kontingenz. Nicht durch äußere Ursachen lässt sich die Einheit der Bewegungen erklären, sondern nur durch symbolische Prozesse. Als Vorläufer eines solchen Verständnisses von sozialen Bewegungen begreifen sie Rosa Luxemburg und Antonio Gramsci. Dessen Begriff der Hegemonie wollen sie diskurstheoretisch weiter ausarbeiten. «Gesellschaft» ist nach ihrem Verständnis keine Totalität von Vermittlungen. Vielmehr ergibt sie sich aus artikulatorischen Praktiken – und für eine bestimmte Phase stellt sie hegemonial den Fluss der Bedeutungen still, indem sie einen besonderen Konflikt und Antagonismus totalisiert. Die Linke muss sich demnach als fähig erweisen, das soziale Feld zu polarisieren und antagonistische Bedeutungen zu erzeugen. Gleichzeitig aber muss sie im Blick behalten, dass keine Bedeutung eines Kampfes sich jemals endgültig fixieren lässt. Auch wenn sich nicht konkret erwarten lässt, welche Konflikte ausbrechen werden, wird jede Form von Gesellschaft und jede Hegemonie auf unerwartete Weise neue Subjekte und neue Antagonismen hervorbringen. Darauf soll sich die Linke einstellen, so der Rat von Chantal Mouffe; sie kann nicht erwarten, dass es einmal zu einem letzten Antagonismus kommt und der demokratische Prozess abgeschlossen werden kann.
Zu Gast bei Alex Demirović ist in dieser Folge der Erziehungswissenschaftler Steffen Wittig von der Universität Kassel.
🤳 Das Video ist im Rahmen der Influencing against the system-Konferenz entstanden. Alle Livestreams und weitere Inhalte zum Thema findet ihr auf www.rosalux.de/influencer
Wie der Linke Aktivist und MdA auf Shitstorms reagiert oder ob er gerne mal bei Elon Musk arbeiten würde, erfahrt ihr im Video.
🤳 Das Video ist im Rahmen der Influencing against the system-Konferenz entstanden. Alle Livestreams und weitere Inhalte zum Thema findet ihr auf www.rosalux.de/influencer


